Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen Schreiber" persönlich kennengelernt und jedes Treffen war sofort auf einer Wellenlänge. Aus angeklickten "Freunden" sind Freundschaften entstanden.
Ich bemühe mich um aussagefähige, nachvollziehbare und faire Beiträge. Ich versuche, meine Zeit in gute, genussvolle Erlebnisse umzuwandeln und den Lesern Tipps zu geben.
Mein Mann und ich gehen gerne Essen, nehmen uns dazu auch Zeit. Beide essen wir wenig Fleisch, Speck mögen wir beide gar nicht. Wenn Fleisch, dann informieren wir uns gerne über die Herkunft des Fleisches. An Fisch, Beilagen und Gemüse darf es bei mir alles sein, aber bitte ohne Kümmel (Schwarzkümmel und Kreuzkümmel dafür gerne!).
Ich möchte im Restaurant mindestens so gut wie zu Hause essen. Ein gepflegtes, sauberes Ambiente vorfinden. Mich als Kunde und Gast fühlen. Da ich selbst sehr gerne koche, hole ich mir im Restaurant gerne Ideen. Es kommt auch vor, dass ich hartnäckig Zutaten und Zubereitungen erfrage.
Es stört mich, dass immer mehr Convenience-Produkte in der Gastronomie Einzug erhalten. Ich gehe nicht ins Restaurant um Fertigprodukte zu essen, denn die gibt es bei uns zu Hause auch nicht.
Ich bewerte nach dem Preis/Leistungsverhältnis.
Ein einfaches Lokal oder ein Imbiss kann daher mir eine hohe Punktzahl erreichen. Ich halte es für falsch, ein Bistro nach den Maßstäben eines Gourmetlokals zu bewerten.
Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 615 Bewertungen 934320x gelesen 16235x "Hilfreich" 15006x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 21.05.2015 2015-05-21| Aktualisiert am
21.05.2015
Besucht am 13.05.2015
Am 2. Mai hörten wir im Radio einen Bericht über das Weingut Biffar mit dem japanischen Restaurant Fumi in Deidesheim. Im Interview die Inhaberin Fumiko Tokuoka. Sie möchte die Harmonie des deutschen Weines mit der japanischen Küche vermarkten. Dies hörte sich sehr interessant an. Unser Pfalzurlaub stand vor der Tür also reservierte ich schon von zu Hause einen Tisch im Fumi. Wir waren sehr gespannt und voller Vorfreude auf den Abend.
Service:
Meine telefonische Reservierung wurde von einen freundlichen Herrn entgegengenommen. Bei unserem Eintreffen im Restaurant wurden wir von einer jungen Japanerin freundlich begrüßt. Sie war an diesem Abend überwiegend für die Getränke zuständig. Freundlich, zurückhaltend, auch etwas unsicher, was sicherlich auf (noch) vorhandene Sprachschwierigkeiten zurückzuführen ist.
Ein junger Japaner, gut geschult und mit sehr gutem Deutsch, war maßgeblich für den Service verantwortlich. Die Speisekarte wurde gereicht und wir konnten sie in Ruhe studieren. Sehr aufmerksam, auch mit einer Reklamation oder Änderung der Speisen wußte er gut umzugehen. Die Speisen hat er allsamt gut erklärt, ohne Aufforderung. Fragen konnte er immer beantworten.
Die Speisen und Getränke kamen immer zügig. Es wurde zwischen den Gängen auch gefragt, ob eine längere Wartezeit gewünscht sei.
Zahlen und Verabschiedung reibungslos.
Speisen und Getränke:
Im Internet hatte ich mir bereits die Speisekarten angeschaut und Appetit geholt. Für mich stand fest: Volles Programm, das 5. Gänge Mai-Japan-Menü! Mein Mann schloss sich netterweise an, so werden meine Schreiberfinger entlastet :-)
Hier das Menü in der Originalversion:
Vorspeise Fünferlei aus der japanischen Küche
Thunfisch-Sashimi mit Rettichsalat
Calamaris und Frühlingszwiebel mariniert in Miso-Senf
„Kimpira“ pikante japanische Schwarzwurzel und Lotuswurzel
Japanisches Roastbeef in Ponzu-Sauce --> für uns getauscht in Nigiri mit Lachs
Dengaku-Miso auf Spargel Weinempfehlung: 2009 Pinot Sekt brut
/ Weiße Miso Suppe für den Frühling
mit Asari-Venusmuscheln, Wakame-Seetang und frittierten Tofu-Streifen
/ Fisch des Tages
im Panko-Mehl knusprig gebacken mit Sesam-Miso und Tonkatsu-Sauce,
dazu Tomatensalat mit Shiso-Kräuter Dressing Weinempfehlung: 2012 Chardonnay trocken
oder Rinderfiletsteak á la Japan
mit erfrischender Rettich-Ponzu-Sauce, dazu Spargel und Gemüse Weinempfehlung: 2012 Grauburgunder trocken
/ Sushi des Tages
3 Nigiri-Sushi und 4 Maki-Sushi Weinempfehlung: 2009 Deidesheimer Grainhübel Riesling Großes Gewächs
/ Dessert Macha Eis mit Früchten
in Josef Biffar Auslese Gelee Weinempfehlung: 2008 Deidesheimer Kieselberg Riesling Auslese Goldkapsel
Wir bestellten also das Menü in der fleischfreien Variante zu € 60,00 und eine 0,75 l Flasche Wasser zu € 4,90. Die Weine wollten wir separat und nicht alle bestellen, wir waren ja mit dem Auto da.
Einen Gruß aus der Küche gab es hier nicht.
Der trockene Sekt (0,1 l zu 4,00) zur Vorspeise wurde so frühzeitig gereicht, dass wir Angst hatten, zur Vorspeise sei er zu warm. Da wir ja mit dem Auto unterwegs waren, konnten wir auch nicht achtlos nachordern. Der Sekt gut gekühlt und schön trocken, dennoch kam er geschmacklich und besonders auch preislich nicht an den Sekt des Vorabends ran.
Das 5erlei der Vorspeisen wurde in einzelnen Schälchen schön angerichtet serviert. Unser Serviceherr erklärte jede Speise und empfahl noch, in welcher Reihenfolge man die Speisen essen sollte. Calamaris und Spargel wurden warm serviert, die anderen Speisen kalt. Am Besten schmeckte uns das Thunfisch-Sashimi, auch Algen mag ich sehr gerne. Die anderen Speisen auch alle gut, interessant gewürzt.
Die Miso-Suppe wurde schön heiß in tiefer Suppentasse serviert. Geschmacklich konnte sie leider gar nicht überzeugen, da haben wir schon deutlich schmackhaftere Miso-Suppen gegessen. Die versunkenen Venusmuscheln mit Schale sorgten dafür, bewußt und langsam zu essen. Zum Trennen von Muscheln und Schale mußte man die Gabel für das Hauptgericht zur Hilfe nehmen. Die Schalen haben wir notdürftig um die Schale auf dem Unterteller verteilt. Die frittierten Tofu-Streifen obenauf sogen sich gleich voll Suppe und wurden so zäh wie Gummi, zudem geschmacklos. Hier hätte man drauf verzichten können.
Das Hauptgericht wurde serviert. Dazu die Weinempfehlung Chardonnay trocken (0,1 l zu € 3,20). Eingeschenkt von der jungen Japanerin. Diese machte sich wohl auch Sorgen um unseren Führerschein! Eher einen halben Millimeter unter dem Füllstrich als 1 mm drüber. Für ein Weingut wirklich unpassend und knauserig, dies habe ich so noch nie erlebt. Doradenfilet im Knuspermantel und die Enttäuschung des Abends, aber schön angerichtet!
Man hätte auch einfach einen Knusperstick servieren können, dann hätte die Dorade hierfür nicht sterben müssen. Der Knuspermantel wirklich gut und knusprig. Das grätenfreie Doradenfilet in der Mitte zerbröselte vollkommen vertrocknet in seine Bestandteile. Schade, schade... vielleicht sollte die japanische Küche einfach bei rohem Fisch bleiben...
Mein Mann aß von den beiden Filetstücken höchstens 1/4. Der Tomatensalat bestand aus ungewürzten Tomatenspalten (der grüne Mittelstrunk meist nicht entfernt). Die Tomaten verschiedener Sorten, darunter auch eine grüne und fast schwarze Sorte, hatten leider gar kein Aroma. Das Shiso-Kräuter Dressing konnte nur bedingt Abhilfe schaffen. Allerdings half die Tomate dem Fisch zu etwas mehr Saftigkeit wenn man beides gemeinsam verspeiste. Die Tonkatsu-Sauce mit weißer Sesampaste rettete das Hauptgericht nicht. Das beste am Hauptgang waren die 2 Stangen vom grünen Spargel.
Beim Abräumen fiel natürlich der fast volle Teller meines Mannes auf und wir sprachen die Misere an. Der Serviceherr klärte mit der Küche und der Koch sagte, er würde beim nächsten Gang etwas mehr Sushi machen. Dies lehnten wir dankend ab, sonst würde es wohl zu eng für´s Dessert.
Der Sushi-Gang wurde serviert - mit Extra-Sushi. Auf jeden Fall eine nette Reaktion des Koches, vielleicht war der Teller schon fertig angerichtet. Der Teller des Menüs mit 3 Nigiri (Thunfisch, Lachs und Dorade), dazu 4 Maki (2 x Gurke, 2 x Lachs) klassisch mit Ingwer, Wasabi und Sojasauce. Ingwer wurde anstandslos noch nachgereicht. Geschmacklich dieser Gang gut und die Dorade saftig und die Fischqualität überzeugend! Als Entschädigung für den Hauptgang auf dem separaten Teller 4 california inside out davon 2 mit Rogen obenauf. Diese auch gut, eine Variante mit Mayonaise, die fand ich nicht stimmig.
Die Menge der Speisen war immer gut bemessen und so kam es dazu, dass wir das Dessert abbestellten (dabei hätte es mich sehr interessiert, ob das Matcha-Eis besser als mein selbst gemachtes schmeckt!). So betrug der Menüpreis für 4-Gänge je € 54,00.
Ambiente und Sauberkeit:
Wir parkten ein Stück vor dem Weingut und die Zufahrt mit dem Sandsteingebäude macht richtig was her. Sehr gepflegt, die Außenbestuhlung nicht in Betrieb, es hatte sich stark abgekühlt.
Innen sehr gepflegt, modern und pur mit Betonboden und modernen Bildern. Die Farben rot und schwarz geben den japanischen Ton an. Hohe große Tische mit hohen Hockern mit Lehne, man sitzt überraschend gut. Am Tisch sitzt man mit anderen Gästen gemeinsam. Die Tische schlicht und gepflegt eingedeckt mit schwarzen Sets, roten Papierservietten, Stäbchen, Besteck, Kerze.
Auf dem Weg zur Toilette über den Hof kann man einen Blick durchs Fenster in die große, gepflegte Küche werfen.
Fazit:
Selbstverständlich passen deutsche Weine hervorragend zur japanischen Küche.
Dennoch wird in der Pfalz gastronomisch viel geboten und so werden wir hier wohl nicht mehr einkehren. Im Fumi stimmte das Preis-Leistungsverhältnis mit einer Gesamtrechnung von € 127,30 für uns wirklich nicht, es wird hier nur geschickt vermarktet. In meiner Heimatstadt Düsseldorf waren wir schon zufriedener und deutlich günstiger japanisch essen.
Am 2. Mai hörten wir im Radio einen Bericht über das Weingut Biffar mit dem japanischen Restaurant Fumi in Deidesheim. Im Interview die Inhaberin Fumiko Tokuoka. Sie möchte die Harmonie des deutschen Weines mit der japanischen Küche vermarkten. Dies hörte sich sehr interessant an. Unser Pfalzurlaub stand vor der Tür also reservierte ich schon von zu Hause einen Tisch im Fumi. Wir waren sehr gespannt und voller Vorfreude auf den Abend.
Service:
Meine telefonische Reservierung wurde von einen freundlichen Herrn entgegengenommen.... mehr lesen
2.5 stars -
"Toll angerichtete japanische Küche, aber auch Schwächen" PetraIOAm 2. Mai hörten wir im Radio einen Bericht über das Weingut Biffar mit dem japanischen Restaurant Fumi in Deidesheim. Im Interview die Inhaberin Fumiko Tokuoka. Sie möchte die Harmonie des deutschen Weines mit der japanischen Küche vermarkten. Dies hörte sich sehr interessant an. Unser Pfalzurlaub stand vor der Tür also reservierte ich schon von zu Hause einen Tisch im Fumi. Wir waren sehr gespannt und voller Vorfreude auf den Abend.
Service:
Meine telefonische Reservierung wurde von einen freundlichen Herrn entgegengenommen.
Geschrieben am 20.05.2015 2015-05-20| Aktualisiert am
20.05.2015
Besucht am 13.05.2015
Nach einem Ausflug und Wanderung zur Burg Neuschafeneck machten wir uns auf die Suche zu einem späteren Mittagessen. Auf einem Weingut wurde uns der Marienhof mit durchgehender Küche empfohlen.
Wir machten uns auf den kurzen Weg und fanden gleich das Weingut mit Restaurantbetrieb in sehr schöner Lage. Parkplätze stehen rund um das Weingut reichlich zur Verfügung. Diese sind, wenn bei gutem Wetter der Weingarten in Betrieb ist, auch sicherlich notwendig. Einige Ausflügler waren noch zu Gast. Seniorentruppen, Motorrad- und Fahrradfahrer... Wenn die Saison richtig los geht, ist hier wohl richtig was los!
Service:
Wir nahmen bei herrlichem Wetter im Außenbereich vor der Weinstube Platz. Ein Mitarbeiter brachte uns gleich die Karten mit dem Hinweis, er würde gleich für die Getränke kommen. Hier hat er Wort gehalten, kurze Zeit später nahm er die Getränke auf und wir durften die Karte in Ruhe studieren.
Insgesamt war die Bedienung freundlich und aufmerksam. Man merkte aber auch, dass hier viele / überwiegend Durchgangsgäste versorgt werden.
Getränke und Speisen wurden flott bzw. nach angenehmer Wartezeit serviert. Auch das Zahlen per EC-Karte unkompliziert im Restaurant.
Speisen und Getränke:
Wir wählten 2 trockene Rieslingschorle, 0,5 l wegen großem Durst, zu je € 3,60. Diese waren gut gekühlt, sprickelig und auch der verwendete Wein war gut.
Speisen:
Erfreulich die gut zusammengestellte saisonale Spargelkarte, diese reichte uns vollkommen.
Für mich 1 gemischter Beilagensalat (€ 3,40) und Bandnudeln mit gebratenem Spargel, Walnüssen und Pesto zu € 14,50.
Mein Mann wählte frischen Stangenspargel mit Pfannkuchen und Hollandaise zu € 14,90.
Der gemischte Beilagensalat wurde vorab serviert und war in Ordnung. Frische Zutaten, aber wirklich lieblos angerichtet. Ein dickes Champignonstück, einige Gemüseraspel obenauf. Das Dressing ging etwas unter, teilweise war der Salat etwas trocken. Niveau gutes Ausflugslokal.
Meine Bandnudeln waren feine Tagliatelle. Diese ebenfalls wie der Spargel gebraten. Damit hatte ich nicht gerechnet und das Gericht war leider sehr öllastig, nicht so mein Ding. Wenn auch geschmacklich ok, haben gebratene Nudeln in dieser Form für mich etwas vom "Reste-Essen". Dagegen ist nichts zu sagen, aber dies mache ich zu Hause. Preislich war das Gericht für wenig Nudeln, wenig Spargel einfach viel zu teuer. Geschmacklich allerdings gut gewürzt und die Walnüsse nicht knauserig bemessen. Zur Halbzeit tauschten mein Mann und ich die Gerichte.
Der Stangenspargel war gut gegart, an den Enden nicht sehr sauber geschält. Diese Portion wirklich gut, obenauf sogar 2 Stangen grüner Spargel. Der Spargel regelrecht eingebettet in die Pfannkuchen - dies wiederum wirklich KEIN Ausflugslokalniveau. Die (nicht hausgemachte) Hollandaise wurde separat gereicht - schön, so konnte man zurückhaltend damit umgehen.
Die Speisen wurden schön angerichtet auf vorgewärmten Tellern serviert. Die Deko, bestehend aus empfindlichen Bärlauchblättern, hatte leider unter der Wärmebrücke etwas gelitten.
Ambiente und Sauberkeit:
Alles gepflegt und sauber. Bequeme Bestuhlung im Außenbereich, auf Deko wird hier verzichtet. Bei der Menge der Außenplätze durchaus verständlich. Die Weinstube sehr gemütlich, urig. Die Toiletten sauber und gepflegt.
Fazit:
3– wenn es sich ergiebt wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").
Nach einem Ausflug und Wanderung zur Burg Neuschafeneck machten wir uns auf die Suche zu einem späteren Mittagessen. Auf einem Weingut wurde uns der Marienhof mit durchgehender Küche empfohlen.
Wir machten uns auf den kurzen Weg und fanden gleich das Weingut mit Restaurantbetrieb in sehr schöner Lage. Parkplätze stehen rund um das Weingut reichlich zur Verfügung. Diese sind, wenn bei gutem Wetter der Weingarten in Betrieb ist, auch sicherlich notwendig. Einige Ausflügler waren noch zu Gast. Seniorentruppen, Motorrad- und Fahrradfahrer... Wenn... mehr lesen
3.5 stars -
"Schönes Ausflugslokal mit tollem Weingarten" PetraIONach einem Ausflug und Wanderung zur Burg Neuschafeneck machten wir uns auf die Suche zu einem späteren Mittagessen. Auf einem Weingut wurde uns der Marienhof mit durchgehender Küche empfohlen.
Wir machten uns auf den kurzen Weg und fanden gleich das Weingut mit Restaurantbetrieb in sehr schöner Lage. Parkplätze stehen rund um das Weingut reichlich zur Verfügung. Diese sind, wenn bei gutem Wetter der Weingarten in Betrieb ist, auch sicherlich notwendig. Einige Ausflügler waren noch zu Gast. Seniorentruppen, Motorrad- und Fahrradfahrer... Wenn
Für unseren Vorderpfalz Kurzurlaub bezogen wir Quartier in Maikammer. Unsere erste Buchung in einer Pension (www.gaestehaus-spatzennest.de) und schon gleich auch ein erfreulicher Start, es muss nicht immer ein Hotel sein.
Wir stellten vorab schon fest, dass auch hier der Dienstag ein begehrter Restaurant-Ruhetag ist. Unsere nette Pensionswirtin empfahl uns das "Grünwedel's" - schon mal vorab: Ein perfekter Tipp!
Wir fuhren also 5 Minuten mit dem Auto nach Neustadt Diedesfeld. Das Restaurant liegt direkt und leicht zu finden an der Durchgangsstraße. Und es sah mehr als einladend aus!
Service:
Wir wurden sehr freundlich von einer jungen Mitarbeiterin begrüßt. Das Wetter spielte mit und wir konnten auf der wunderschönen Außenterrasse Platz nehmen.
Die Karten wurden gereicht, gleich mit dem Hinweis, der Pulpo bei den Vorspeisen sei aus! Prima dies sofort zu sagen, bevor man sich auf das Gericht freut und dann nicht bestellen kann.
Die beiden Damen, die uns über den Abend begleiteten, waren in jeder Hinsicht perfekt. Freundlich, aufmerksam, Fragen konnten einwandfrei beantwortet werden. Auch zwischendurch immer die Frage, ob alles recht sei. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Lediglich die Speisen wurden uns etwas zu schnell hintereinander serviert. Im Nachhinein war dies aber gar nicht so schlecht, sonst wäre es zum draußen sitzen eventuell zu kühl geworden. Für diesen Fall lagen aber sogar Fleecedecken bereit, wenn man nicht in den Innenbereich umziehen möchte.
Im späteren Gespräch mit Frau Grünwedel bestätigte sich meine Vermutung nach einem kurzen Blick in den Küchenbereich: Das Küchenteam ist eine ganz junge Mannschaft! Der jüngste Auszubildende wird erst 16 Jahre, der älteste Mitarbeiter, der Chef Herr Grünwedel am Herd, ich glaube erst Anfang 30! Es erschien mir, als ob in der Küche beste Stimmung herrschte. Wenn dem so war, darf man hier sicherlich noch viel Kreativität erwarten.
Speisen und Getränke:
Als Aperitiv wählten wir 2 x den trockenen Rieslingsekt (0,1 l zu nur € 2,90!) vom örtlichen Weingut Kriegshäuser. Ein toller und fruchtiger Sekt. Noch eine Flasche Mineralwasser, 0,75 l zu € 5,50.
Der Gruß aus der Küche wurde gereicht. Eine Ziegenfrischkäse-Praline im Mantel aus schwarzem und hellem Sesam. Dazu ein würziges Ananaschutney. Sehr fein. Als Deko eine filigrane ausgestochene "Gemüse-Ente". Lediglich die dazu gereichten Weißbrotscheiben waren schon leicht angetrocknet.
Als Vorspeisen wählte mein Mann: Rinderfiletcarpaccio mit Wildkräutern und gehobeltem Parmesan zu € 15,00. Serviert wurde perfekt aufgeschnittenes Filet, mittig ein Salatbouqet mit feinen Radischenscheiben, Coctailtomaten und Kürbiskernen, gehobelter Parmesan. Schön mariniert und gewürzt, u. a. mit frischem Kerbel. Getoppt wurde das Gericht von dem hochwertigen Olivenöl und Balsamico, dieses wurde separat gereicht...
... so konnte ich davon zu meinem Vorspeisen-Frühlingssalat (€ 5,50) auch noch geniessen. Dieser gemischte frische Salat (u. a. mit Gurken- und Karottensalat) war bereits mit feinem Balsamicodressing mariniert.
Hauptgerichte:
Der Tagesempfehlung Steinbutt auf Graupenrisotto zu € 26,00 konnten wir beide nicht widerstehen. Das Tagesgericht wurde nur mündlich empfohlen und um so überraschter waren wir über die tolle Präsentation mit feinen "Extras"!
Auf richtig gut vorgewärmten Tellern wurde ein kleines Kunstwerk serviert. Das Graupenrisotto "schlotzig" = saftig, raffiniert abgeschmeckt und mit frischen Kräutern durchzogen. Der Steinbutt, auf der dunkelen Hautseite kross angebraten, das Fischfleisch unschlagbar saftig und noch leicht glasig. Gemüse umrundete das Gericht: Kohlrabi, feiner grüner Spargel, Romanesco, Karotte und geschmorte Coctailtomate. Dazu ein Hummerschaum für die 5* Bewertung dieser Kreation! Ein Essen, an das wir uns noch lange erinnern werden.
Zum Essen entschieden wir uns für den trockenen Grauburgunder, wieder vom Weingut Kriegshäuser (0,25 l € 4,90) und trockenen Sauvignon blanc, Weingut Corbet aus Diedesfeld (0,25 l € 5,90). Mit unser Wahl waren wir sehr zufrieden.
Es war noch Platz für ein Dessert! Und solch ein genussvoller Abend verdient einen entsprechenden Abschluss!
Kurze Beratschlagung mit dem Service. Da ich nicht so gerne sehr süß esse, wurde mir die Topfenmousse an Rhabarber und Yuzu (eine chinesische Citrusfrucht) mit Erdbeersorbet (€ 8,50) empfohlen. Mein Mann wählte die Crème Brulée von der Tahitivanille mit Rhabarberkompott (€ 7,50). Auf dem Rhabarberkompott war noch ein Bällchen Erdbeersorbet angerichtet, obwohl auf der Karte nicht beschrieben. Beide Desserts standen den anderen Gerichten in nichts nach. Cremige Sorbets und Mousse, abgerundet mit frischen Früchten und toll dekoriert. Die Yuzu wurde als cremige Tupfen serviert und brachte ein außergewöhnliches Citrusaroma mit sich.
Es waren wirklich alle Speisen toll angerichtet - ich denke, die Fotos sprechen für sich!
Ambiente und Sauberkeit:
Moderne und bequeme Bestuhlung auf der Terrasse, stimmige Beleuchtung. Im Innenbereich sehr elegant. Alles sehr sauber, gepflegt und schön dekoriert.
Schön eingedeckte Tische mit kleiner Mitteldecke, Grünpflanze, Windlicht und Stoffservietten. Innen wurde noch aufwändiger eingedeckt. Auch der Toilettenbereich piccobello, Frotteehandtücher etc.!
Fazit:
Was sonst? 5– unbedingt wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise"). Glückwunsch an Familie Grünwedel und ihr Team!
Für unseren Vorderpfalz Kurzurlaub bezogen wir Quartier in Maikammer. Unsere erste Buchung in einer Pension (www.gaestehaus-spatzennest.de) und schon gleich auch ein erfreulicher Start, es muss nicht immer ein Hotel sein.
Wir stellten vorab schon fest, dass auch hier der Dienstag ein begehrter Restaurant-Ruhetag ist. Unsere nette Pensionswirtin empfahl uns das "Grünwedel's" - schon mal vorab: Ein perfekter Tipp!
Wir fuhren also 5 Minuten mit dem Auto nach Neustadt Diedesfeld. Das Restaurant liegt direkt und leicht zu finden an der Durchgangsstraße. Und es... mehr lesen
Grünwedels Restaurant
Grünwedels Restaurant€-€€€Restaurant063212195Weinstr. 507, 67434 Neustadt an der Weinstraße
5.0 stars -
"Perfekter Urlaubsauftakt" PetraIOFür unseren Vorderpfalz Kurzurlaub bezogen wir Quartier in Maikammer. Unsere erste Buchung in einer Pension (www.gaestehaus-spatzennest.de) und schon gleich auch ein erfreulicher Start, es muss nicht immer ein Hotel sein.
Wir stellten vorab schon fest, dass auch hier der Dienstag ein begehrter Restaurant-Ruhetag ist. Unsere nette Pensionswirtin empfahl uns das "Grünwedel's" - schon mal vorab: Ein perfekter Tipp!
Wir fuhren also 5 Minuten mit dem Auto nach Neustadt Diedesfeld. Das Restaurant liegt direkt und leicht zu finden an der Durchgangsstraße. Und es
Geschrieben am 17.05.2015 2015-05-17| Aktualisiert am
17.05.2015
Besucht am 13.05.2015
Ausflugstag in der Pfalz und zur Nachmittagszeit machten wir Rast in Rhodt. In dem schönen Örtchen ist reichlich Gastronomie und natürlich Weingüter zu finden.
Meinem Mann sank pünktlich der Zuckerspiegel und so kehrten wir im Café Eyer ein. Das Café erweckte den Eindruck eines alteingesessenen und gediegenen Cafés. Wir wurden nicht enttäuscht.
Innen typische Caféhauseinrichtung mit einigen Sitzplätzen. Wir nahmen vor dem Café Platz, das Wetter traumhaft schön.
Ein Sonnenschirm ist hier nicht nötig. Die großen Bäume spenden ausreichend Schatten. Leider waren durch die Bäume (Blütenstaub etc.) die abwischbaren Außentischdecken inzwischen sehr mitgenommen. Mit Abwischen ist hier wohl nicht mehr viel zu retten, hier sollte mal erneuert werden.
Mein Mann wählte seinen Kuchen an der Theke in der Konditorei aus, die Wahl fiel nicht leicht. Eine Tasse Kaffe (€ 2,00) dazu.
Für mich eine trockene Rieslingschorle (0,2 l zu € 2.20).
Wohl die Chefin servierte freundlich den auserwählten Aprikosen-Streuselkuchen (€ 2,50) und die Getränke. Der frische Kuchen sehr gut. Weder der Teigboden noch die Streusel durchgeweicht, die Aprikosenfüllung dennoch saftig. Der Bäcker versteht sein Handwerk.
Auch am Kaffee und der Schorle gab es nichts zu meckern.
Das Café besticht nicht durch modernes stylisches Ambiente. Aber um so wichtiger: Durch ordentliches Bäckerhandwerk. Auch für hausgemachte Pralinen wird geworben.
Toiletten sehr sauber und gepflegt.
Ausflugstag in der Pfalz und zur Nachmittagszeit machten wir Rast in Rhodt. In dem schönen Örtchen ist reichlich Gastronomie und natürlich Weingüter zu finden.
Meinem Mann sank pünktlich der Zuckerspiegel und so kehrten wir im Café Eyer ein. Das Café erweckte den Eindruck eines alteingesessenen und gediegenen Cafés. Wir wurden nicht enttäuscht.
Innen typische Caféhauseinrichtung mit einigen Sitzplätzen. Wir nahmen vor dem Café Platz, das Wetter traumhaft schön.
Ein Sonnenschirm ist hier nicht nötig. Die großen Bäume spenden ausreichend Schatten. Leider... mehr lesen
Café Eyer
Café Eyer€-€€€Cafe, Konditorei06323 989877Weinstraße 41, 76835 Rhodt unter Rietburg
4.0 stars -
"Hier wird noch selbst gebacken" PetraIOAusflugstag in der Pfalz und zur Nachmittagszeit machten wir Rast in Rhodt. In dem schönen Örtchen ist reichlich Gastronomie und natürlich Weingüter zu finden.
Meinem Mann sank pünktlich der Zuckerspiegel und so kehrten wir im Café Eyer ein. Das Café erweckte den Eindruck eines alteingesessenen und gediegenen Cafés. Wir wurden nicht enttäuscht.
Innen typische Caféhauseinrichtung mit einigen Sitzplätzen. Wir nahmen vor dem Café Platz, das Wetter traumhaft schön.
Ein Sonnenschirm ist hier nicht nötig. Die großen Bäume spenden ausreichend Schatten. Leider
Geschrieben am 16.05.2015 2015-05-16| Aktualisiert am
18.05.2015
Besucht am 12.05.2015
Erst Schuhe kaufen in Pirmasens und dann gut essen - ein gelungener Tag ... aus Frauensicht!
Wir waren auf dem Weg zu einem Kurzurlaub in die Vorderpfalz. Kurz hinter Pirmasens machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant zum Mittagessen. Wie so oft, waren wir zur Mittagszeit recht spät dran.
Das gepflegte Haus mit Restaurant-Hotel-Betrieb fiel uns ins Auge. Am Eingang die Schiefertafel mit saisonalen Gerichten. Spargel und Bärlauch - genau richtig.
Service:
Kurz vor halb zwei betraten wir die Gaststube und wurden von der Chefin freundlich begrüßt. Auf unsere Frage, ob wir noch essen können, sagte sie freundlich, wir müssten nur gleich bestellen. Die Küche eigentlich schon zu, der Chef hatte anschließend noch einen Termin.
Kein Problem! Wir beschränkten uns auf die Spargelkarte und wählten sofort beide das gleiche Gericht. Das Essen wurde entsprechend flott serviert und wir wurden von der Dame des Hauses nett und aufmerksam bedient.
Speisen und Getränke:
Wir wählten beide eine 0,5 l Rieslingschorle zu je € 3,20. Die Schorle mit ordentlichem Wein, schön sprickelig und gut gekühlt.
Zum Essen entschieden wir uns beide für einen Beilagensalat vorneweg. Als Hauptgang: Frischer Stangenspargel mit Salzkartoffeln und gebräunter Butter zu € 14,50 inkl. Salat (zur Auswahl stand noch Hollandaise, diese wird aber nur am Wochenende frisch zubereitet).
Der Beilagensalat war gut bemessen. Grüner Salat, Tomatenspalten, Karottensalat, Gurkensalat und Krautsalat. Alles frisch und auch das Dressing leicht und sicherlich hausgemacht.
Der frische Spargel schön bissfest und mit frischer Petersilie bestreut. Die Salzkartoffeln, in separater Schale, kamen sehr blass daher, hatten aber überraschender Weise einen guten Geschmack. In der Sauciere die Butter und "als Bonus" trotzdem noch Hollandaise.
Alles reichlich und gut. Man merkte dem Essen den Termindruck des Chefs nicht an.
Ambiente + Sauberkeit:
Gepflegte deutsche Gediegenheit im Gastraum. Passend und mit Wohlfühlatmosphäre. Die Tische schön eingedeckt.
Aufgrund des tollen Wetters nahmen wir hinter dem Haus Platz. Hier ensteht wohl erst ein Gartenbereich, ein Rasenteil war frisch eingesäht. Biergartenbestuhlung, ein Sonnenschirm wurde uns gleich noch aufgestellt.
Die Toiletten piccobello gepflegt.
Fazit:
4 – gerne wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").
Erst Schuhe kaufen in Pirmasens und dann gut essen - ein gelungener Tag ... aus Frauensicht!
Wir waren auf dem Weg zu einem Kurzurlaub in die Vorderpfalz. Kurz hinter Pirmasens machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant zum Mittagessen. Wie so oft, waren wir zur Mittagszeit recht spät dran.
Das gepflegte Haus mit Restaurant-Hotel-Betrieb fiel uns ins Auge. Am Eingang die Schiefertafel mit saisonalen Gerichten. Spargel und Bärlauch - genau richtig.
Service:
Kurz vor halb zwei betraten wir die Gaststube und wurden... mehr lesen
4.0 stars -
"Bodenständige Küche in Wohlfühlatmosphäre" PetraIOErst Schuhe kaufen in Pirmasens und dann gut essen - ein gelungener Tag ... aus Frauensicht!
Wir waren auf dem Weg zu einem Kurzurlaub in die Vorderpfalz. Kurz hinter Pirmasens machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant zum Mittagessen. Wie so oft, waren wir zur Mittagszeit recht spät dran.
Das gepflegte Haus mit Restaurant-Hotel-Betrieb fiel uns ins Auge. Am Eingang die Schiefertafel mit saisonalen Gerichten. Spargel und Bärlauch - genau richtig.
Service:
Kurz vor halb zwei betraten wir die Gaststube und wurden
Geschrieben am 03.05.2015 2015-05-03| Aktualisiert am
03.05.2015
Besucht am 02.05.2015
... GastroGuide und einem verlässlichen Kritikerfreund sei es gedankt! Sonst wären wir gestern Abend vor unserem Konzertbesuch sicherlich weniger gut satt geworden!
Das Ristorante liegt zentral und zu Fuß ca. 4 Minuten vom Saarparkcenter entfernt in einer Nebenstraße. Ohne GastroGuide hätten wir es wohl kaum gefunden.
Am frühen Abend trafen wir zu Fuß hier ein. Mit Parkplätzen kann es hier sicherlich eng werden. Unser Auto stand gut auf einem kostenlosen Parkplatz ca. 10 Minuten entfernt.
Service:
Wir wurden freundlich begrüßt und bekamen noch einen schönen 2er-Tisch in der Nähe des Fensters. Reservieren dürfte hier empfehlenswert sein.
Auffallend war die Auswahl der Servicekräfte: 4 gestandene Herren im "erfahrenen" Alter.
Angenehm: Sie hatten´s wirklich drauf mit der Erfahrung.
Die 4 arbeiteten als perfekt eingespieltes Team, sehr interessant zu beobachten. Solch guten und dennoch unaufdringlichen Service erlebt man nicht oft.
Freundlich, aufmerksam, alles im Blick, Getränke- und Speisenaufnahme prima, vorher wurde uns noch die Tagestafel gebracht. Alles flott. Wir waren an diesem Abend nicht sehr hungrig und bestellten nur einen Hauptgang. An den anderen Tischen konnte ich sehen, dass Vorspeisen sehr schnell von den Hauptspeisen verfolgt werden. Sollten wir nochmals hierher kommen, würde ich gleich vorab um eine längere Pause zwischen den Gängen bitten.
Speisen und Getränke:
1 Flasche 0,75 l San Pellegrino € 5,50
1 Pinot Grigio 0,25 l € 5,00
1 Cardonnay 0,25 l € 5,50
Ein "Gruß aus der Küche" wurde sofort gebracht. Ein sehr gutes und überraschend fest gebackenes Ciabatta. Dazu, ich würde es als italienische Mixed Pickles, bezeichnen: Säuerlich eingelegtes Gemüse mit Peperonistücken, Oliven, Karotten. Mal was anderes!
Die Tagesempfehlungen waren durchaus sehr verlockend. Durch unseren späten Mittagsimbiss war der Hunger nicht sehr groß, länger warten konnten wir aber aufgrund des Konzertbesuches nicht. Also blieben wir auf der gut bestückten Hauptspeisekarte hängen. Vorher hatten wir einen Blick auf den großen Pizza-Steinbackofen geworfen - also: PIZZA.
Für meinen inzwischen gut eingearbeiteten Co-GastroGuide-Kritiker: Pizza Gustosa (Salami, Champignons, Zwiebeln, Paprika, grüne Peperoni, Knoblauch) - klein - € 8,90
Für mich: Pizza Ligure (Krabben, Artischocken, Petersilie, Knoblauch) - klein - € 9,00
Die Pizzen wurden zügig serviert. Durch den dünnen Teig brauchten sie in dem tollen Ofen nicht lange. Wir staunten nicht schlecht und ich fragte sicherheitshalber noch mal nach, ob dies die "Kleine" ist. Der nette Herr grinste: "Natürlich, die ist klein!"
Ok, dann mal ran an's Wagenrad, serviert auf einem großen Aluteller. Porzellan wird für diese Größe sicherlich zu schwer :-)
Schöner dünner, leicht gebräuner Teig und alles mit frischen Zutaten belegt. Hier kommt nichts aus der Dose. Sicherlich auch ein Grund, dass die Pizzen bis zum Schluß kross blieben. Was heißt "bis zum Schluss"? Wir haben sie leider beide nicht geschafft, haben uns aber die Reststücke einpacken lassen. Am Geschmack lag es ja nicht.
Etwas mehr Würze hätte meine Pizza vertragen können. Dennoch waren sie wirklich gut. Nicht zu dick belegt, aber es wurde auch nicht an den Krabben gespart.
Die anderen Speisen die im Laufe unseres Besuches an den anderen Tischen serviert wurden, machten allsamt einen guten Eindruck.
Für mich gab's noch ein Dessert: Ein Grappa! Für € 4,00 ok, aber nicht die Sorte "für meine besten Freunde! :-)
Ambiente und Sauberkeit:
Typische Ristorante-Einrichtung mit Wohlfühlatmosphäre. Die Tische sehr sauber mit gestärkten weißen Tischtüchern und Stoffservietten eingedeckt. Frische Rose und Kerze. Es wurde auch später, bei gut halb besetztem Restaurant, nicht zu laut.
Die Toiletten nicht mehr neu, aber gepflegt. Mit ansprechender Deko hat man hier Einiges gerettet.
Preis/Leistung: Warum gebe ich hier 5*? Wir haben "nur" eine Pizza gegessen. Trotzdem gab es einen Küchengruß, die Tische sind dafür aufwändig eingedeckt. Dies muß auch gewertet und respektiert werden!
Fazit:
4 – gerne wieder! Wenn es einen nach Neunkirchen verschlägt. Dies allerdings eher aufgrund eines Konzertes als der Stadt.
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").
... GastroGuide und einem verlässlichen Kritikerfreund sei es gedankt! Sonst wären wir gestern Abend vor unserem Konzertbesuch sicherlich weniger gut satt geworden!
Das Ristorante liegt zentral und zu Fuß ca. 4 Minuten vom Saarparkcenter entfernt in einer Nebenstraße. Ohne GastroGuide hätten wir es wohl kaum gefunden.
Am frühen Abend trafen wir zu Fuß hier ein. Mit Parkplätzen kann es hier sicherlich eng werden. Unser Auto stand gut auf einem kostenlosen Parkplatz ca. 10 Minuten entfernt.
Service:
Wir wurden freundlich begrüßt und bekamen noch... mehr lesen
Ristorante La Locanda
Ristorante La Locanda€-€€€Restaurant, Lieferdienst06821178280Pasteurstr. 18, 66538 Neunkirchen/Saar
4.0 stars -
"Zentrale Empfehlung für Neunkirchen…" PetraIO... GastroGuide und einem verlässlichen Kritikerfreund sei es gedankt! Sonst wären wir gestern Abend vor unserem Konzertbesuch sicherlich weniger gut satt geworden!
Das Ristorante liegt zentral und zu Fuß ca. 4 Minuten vom Saarparkcenter entfernt in einer Nebenstraße. Ohne GastroGuide hätten wir es wohl kaum gefunden.
Am frühen Abend trafen wir zu Fuß hier ein. Mit Parkplätzen kann es hier sicherlich eng werden. Unser Auto stand gut auf einem kostenlosen Parkplatz ca. 10 Minuten entfernt.
Service:
Wir wurden freundlich begrüßt und bekamen noch
Geschrieben am 03.05.2015 2015-05-03| Aktualisiert am
03.05.2015
Besucht am 02.05.2015
Seit langem waren wir mal wieder in Neunkirchen. Abends stand ein Konzert an ("Die Feisten" --> mein Tipp am Rande für einen wirklich unterhaltsamen Abend!).
Damit sich die Anreise lohnt, machten wir uns mittags auf den Weg. Das Saarparkcenter befindet sich im Stadtkern und unmittelbarer Nähe der Konzertstätte.
Das Mittagessen stand noch aus und wir peilten das "Kyoto" am Saarparkcenter an. Aber dies ist schon wieder geschlossen. Lange suchen wollten wir nicht, also kehrten wir in der Nordsee im Saarparkcenter ein.
Die Mitarbeiterin an der Verkaufstheke war etwas unbeholfen, vielleicht war sie neu. Insgesamt habe ich 5 Damen gesehen die alle Hände voll zu tun hatten. Die Filiale in Neunkirchen war sehr gut besucht, alle Tische besetzt. Es wurden aus dem Küchenbereich laufend frische Speisen für die Theke nachgereicht.
Mein Mann und ich bestellten bei der Mitarbeiterin an der Verkaufstheke:
1 Wrap Thunfisch € 2,99
1 Salat Garnelen und Mozzarella € 6,95
1 Backfischbaguette € 2,80
1 Pommes mit Ketchup € 2,89
1 Mineralwassser, 0,5 l € 1,95 + € 0,25 Pfand
1 Flaschenbier 0,33 l € 2,25 --> hier war wohl das Pfand eingerechnet
Das Thunfischwrap war schön frisch und schmackhaft.
Der gemischte Salat schön angerichtet in einer knusprigen dünnen Teigschale (Tortillaart). Es war mehr in der Schale als erwartet.
Leider aber auch sehr grobe Eisbergsalatstücke. Dressing konnte man wählen, mein Balsamicodressing war gut.
Das Backfischbaguette im gleichbleibenden Nordsee-Standard, ok. Die Pommes aus dem Wärmebereich tatsächlich noch knusprig, aber nur lauwarm. Der Preis für die kleine Portion deutlich zu hoch.
Positiv ist, dass man hier versucht, überflüssiges Plastikgeschirr zu vermeiden. Ketchup z. B. im Waffelschälchen, Mein Salat in der Teigschale, die übrigens sehr gut schmeckte.
Das Geschirr auf dem Tablett räumt man selbst ab, inkl. Pfandflaschen (wenn man keine Lust mehr hat, sich an der Kasse erneut anzustellen zwecks Pfandrückgabe).
Ambiente + Sauberkeit:
Klare Linie, zweckmäßig, laut. Die Tische hätten dringend zwischendurch abgewischt werden müssen. Der Thekenbereich sehr gepflegt.
Fazit:
Später wollten wir noch den Innenstadtbereich rund um den Saarparkcenter Geschäfte und Gastronomie erkunden. Wir haben wirklich nichts Erstrebenswertes gefunden, vielleicht waren wir auch nicht in den richtigen Ecken rund um den Stummplatz. Gute Gastronomie ist wohl nicht einfach in Neunkirchen zu finden.
Nordsee - als schnelle Notlösung ok. Mit einer Gesamtrechnung von € 20,17 für vorgefertigte Speisen und lauwarme Pommes aber auch kein Schnäppchen.
Seit langem waren wir mal wieder in Neunkirchen. Abends stand ein Konzert an ("Die Feisten" --> mein Tipp am Rande für einen wirklich unterhaltsamen Abend!).
Damit sich die Anreise lohnt, machten wir uns mittags auf den Weg. Das Saarparkcenter befindet sich im Stadtkern und unmittelbarer Nähe der Konzertstätte.
Das Mittagessen stand noch aus und wir peilten das "Kyoto" am Saarparkcenter an. Aber dies ist schon wieder geschlossen. Lange suchen wollten wir nicht, also kehrten wir in der Nordsee im Saarparkcenter ein.
Die Mitarbeiterin... mehr lesen
3.0 stars -
"Mangels Alternative Mittagsimbiss in der Nordsee" PetraIOSeit langem waren wir mal wieder in Neunkirchen. Abends stand ein Konzert an ("Die Feisten" --> mein Tipp am Rande für einen wirklich unterhaltsamen Abend!).
Damit sich die Anreise lohnt, machten wir uns mittags auf den Weg. Das Saarparkcenter befindet sich im Stadtkern und unmittelbarer Nähe der Konzertstätte.
Das Mittagessen stand noch aus und wir peilten das "Kyoto" am Saarparkcenter an. Aber dies ist schon wieder geschlossen. Lange suchen wollten wir nicht, also kehrten wir in der Nordsee im Saarparkcenter ein.
Die Mitarbeiterin
Geschrieben am 02.05.2015 2015-05-02| Aktualisiert am
25.05.2015
Besucht am 26.04.2015
Ein Ausflug ins Kuseler Land stand an. Wider Erwarten ein richtiger Schönwetterausflug, wir hatten gar keine rechte Lust auf dem direkten Weg nach Hause zu fahren, und schon gar nicht den Weg über die Autobahn nehmen.
Warum nicht ein Abstecher auf die wunderschön gelegene und toll restaurierte Burg Lichtenberg? Noch zu meinen Düsseldorfer Jugendtagen war ich hier einmal 1 Woche zu Gast mit meiner Klasse in der Burg-Jugendherberge, lang ist´s her... ca. 1985.
Im Restaurant, welches einen sehr guten Ruf geniesst, war ich komischerweise (und dummerweise) noch nie.
Die Burg, mit 425 m Länge die längste Burgruine Deutschlands, ist an sich schon einen Ausflug wert und wenn man nichts weiter vor hat, kann man sich hier noch trauen lassen und anschließend feiern (weitere Info´s auf der Homepage)!
Mit dem Auto kann man bis vor die Burganlage fahren. Steht nicht gerade eine Veranstaltung an, sind die Parkplätze immer ausreichend. Es gibt auch einen Wanderweg zur Burg.
Service:
Wir betraten die Burganlage durch das wunderschöne Tor, vor dem Restaurant saßen einige späte Kuchengäste. Wir betraten das Restaurant, für ein Abendessen im Freien ist es noch zu kühl. Das Restaurant war für die frühe Abendzeit (gerade mal 18 Uhr) richtig gut besetzt.
Wir wurden freundlich begrüßt und fragten vorsichtig nach einem Tisch für 2, reserviert hatten wir ja nicht. Freundlich wurden wir zu einem schönen Tisch am Fenster geleitet. Ein toller Blick auf den tief gelegenen Ort inklusive.
Wir stellten fest, dass Hochbetrieb im Restaurant samt Nebenzimmer herrschte. Mindestens 3 größere Gesellschaften (1 Konfirmation) waren noch anwesend und wir machten uns auf lange Wartezeiten gefasst.
Aber so kann man sich täuschen! Das Personal allsamt super freundlich und aufmerksam, selbst die Betreiber Frau und Herr Emrich hatten noch Zeit für einen interessanten Plausch.
Auch der Blick in den Küchenbereich vermittelte den Eindruck der guten Organisation.
Unser Essen und die Getränke kamen zügig, dies war uns an diesem Abend ganz recht. Hätte es länger gedauert, wäre es bei den vielen Gästen auch verständlich gewesen.
Speisen und Getränke:
Der Tagesspiegel mit Aperitivempfehlungen und einer interessanten Auswahl an Gerichten wurde vor unseren Tisch gerollt. Zudem die Speisekarte mit ebenfalls schönen und kreativen Gerichten gereicht.
Die Tagesgerichte machten allerdings das Rennen.
Als Weine bestellten wir:
Riesling trocken, Hambacher Schlossberg, 0,25 l zu € 3,20
Blanc de noir rosé, 0,25 l zu € 5,40
beide vom Weingut Kriegshäuser aus Diedesfeld/Pfalz
Beide Weine eine gute Wahl, besonders der Riesling überzeugte!
Als Vorspeisen bestellten wir beide einen Beilagensalat zu je 3,50 €. Ein schöner frischer Blattsalat wurde serviert. Ergänzt durch hausgemachten Rotkraut-, Weißkraut- und Karottensalat. Ein paar Sprossen obenauf, ein leichtes Sahnedressing - TOP.
Auch beim Hauptgericht waren wir uns heute beide einig: Bärlauchnudeln mit Lachs zu € 18,00.
Serviert wurde in einem großen und tiefen Teller eine gute Portion wunderbar bissfester Bandnudeln, in reichlich Bärlauchpesto geschwenkt. Ergänzt mit fein geschnitten Karotten und Zucchinestreifen. Das Lachsfilet in groben Stücken, großzügig bemessen, saftig gebraten obenauf. Ein wunderbar aromatisches, dennoch unverfälschtes Gericht. Die einzelnen Aromen kamen gut durch. Der Tellerrand dekorativ bestreut mit Kräutern und Blüten, ich vermute hier die Top WIBERG "Wilde Kräuter- / Blütenmischung". Diese "Trockenstreu" verurteile ich nicht, die ist klasse und war hier ja auch nur am Rande eingesetzt.
Der Teller sehr gut vorgewärmt, das Gericht blieb bis zum Schluß gut warm und wir konnten in Ruhe genießen.
Die Bandnudeln waren so gut, ich fragte nach, ob diese hausgemacht sind. Nein, nicht hausgemacht, aber auch hier wird beim Einkauf auf eine sehr gute Qualität geachtet.
Ein Dessert musste dann auch noch sein! Basilikumeis mit Erdbeeren zu € 6,00. Da die Erdbeeren über den Tag Hochsaison hatten, wurden wir darauf hingewiesen, dass mit anderen Früchten ergänzt wird. Auch das Dessert überzeugte optisch wie auch geschmacklich. 2 große Bällchen des hausgemachten Eis mit frischen Erdbeeren, Blaubeeren und Himbeeren. Obenauf ein knuspriger Haferkeks! Ein gelungener Abschluss mit dem einzigen kleinen Kritikpunkt des Abends: Das Eis hätte etwas cremiger sein können, es war etwas "krümelig". Geschmacklich tat dies aber keinen Abbruch!
Alle Speisen waren sehr schön angerichtet! Eine rundum übezeugende Leistung und wir verließen das Restaurant mit einem sehr genüsslichem Lächeln!
Ambiente:
Alles sauber und gepflegt. Unser Tisch 3-fach mit gestärkten weißen Tischtüchern eingedeckt. Stoffservietten, frische Gründeko. Auch in der rustikalen Gaststube ist alles stimmig ländlich dekoriert. Passend zum Burgflair.
Fazit:
5 – unbedingt wieder! Und schnellstmöglich!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").
Ein Ausflug ins Kuseler Land stand an. Wider Erwarten ein richtiger Schönwetterausflug, wir hatten gar keine rechte Lust auf dem direkten Weg nach Hause zu fahren, und schon gar nicht den Weg über die Autobahn nehmen.
Warum nicht ein Abstecher auf die wunderschön gelegene und toll restaurierte Burg Lichtenberg? Noch zu meinen Düsseldorfer Jugendtagen war ich hier einmal 1 Woche zu Gast mit meiner Klasse in der Burg-Jugendherberge, lang ist´s her... ca. 1985.
Im Restaurant, welches einen sehr guten Ruf... mehr lesen
Burgrestaurant auf der Burg Lichtenberg
Burgrestaurant auf der Burg Lichtenberg€-€€€Restaurant063812633Burgstraße 12, 66871 Thallichtenberg
5.0 stars -
"Ein rundum gelungener Sonntagsausflug" PetraIOEin Ausflug ins Kuseler Land stand an. Wider Erwarten ein richtiger Schönwetterausflug, wir hatten gar keine rechte Lust auf dem direkten Weg nach Hause zu fahren, und schon gar nicht den Weg über die Autobahn nehmen.
Warum nicht ein Abstecher auf die wunderschön gelegene und toll restaurierte Burg Lichtenberg? Noch zu meinen Düsseldorfer Jugendtagen war ich hier einmal 1 Woche zu Gast mit meiner Klasse in der Burg-Jugendherberge, lang ist´s her... ca. 1985.
Im Restaurant, welches einen sehr guten Ruf
Geschrieben am 01.05.2015 2015-05-01| Aktualisiert am
01.11.2020
Besucht am 25.04.2015Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 100 EUR
Um unseren Abend im Kloster Marienhöh ansatzweise verstehen zu können, habe ich mir am nächsten Tag das Buch "Kochen ist Krieg! Am Herd mit deutschen Profiköchen" bestellt.
Zur Vorgeschichte:
Seit knapp 2 Jahren habe ich immer mal wieder versucht einen Tisch zu reservieren. Teilweise recht kurzfristig, aber auch mit 2 - 3 Wochen Vorlauf. Circa 10 misslungene Versuche, immer ausgebucht. So auch wieder bei meinem letzten Versuch vor gut 5 Wochen. Da habe ich der netten Dame am Telefon gesagt, sie soll mir nun einfach sagen, wann der nächste Tisch an einem Samstag Abend frei ist. Und so waren wir vergangenen Samstag endlich da. Unser Kritikerfreunde Saarschmecker und Frau waren schon zwei Mal hier und hochzufrieden. Ein gemeinsames Essen hat dieses Mal nicht gepasst. Glück für die Saarschmeckers und wohl auch für´s Kloster.
Nun zur Bewertung und ich kann sagen: Ich schreibe lieber positive Bewertungen!
Service, Speisen und Getränke (dieses Mal nur als nahtloser Übergang zu beschreiben):
Es gibt 2 Reservierungszeiten. 18.30 und 19.30 Uhr. Wir trafen um 18.30 Uhr im regen Treiben des Restaurants ein. Reichlich Personal versorgte die Gäste und wir wurden von einer jungen Mitarbeiterin an unseren Tisch geleitet.
Die junge Dame war fast ausschließlich für uns zuständig. Sie war freundlich, unsicher und unwissend.
Wir nahmen Platz, eine Faltkarte mit einem Menü, Aperitif- und Weinempfehlung lag aus. Zudem wurde und die Hauptkarte gereicht.
Mich sprach sofort die Aperitifempfehlung an: "Basilico Spritz" zu € 7,00. Mein Mann wählte einen trockenen Sekt. Da die Weinkarte noch nicht vorlag, rechnete ich damit, dass diese gereicht wird, oder eine Empfehlung ausgesprochen wird. Nein, für die Mitarbeiterin war wohl alles klar.
Nach längerer Wartezeit wurde der Aperitif serviert. Mein Spritz (Basilikumlikör, Tonic Water, Secco) ok, der Basilikumlikör überzeugte geschmacklich nicht. Den Sekt für meinen Mann hat das Personal gut ausgewählt, auf Nachfrage war es dann ein Mosel-Riesling Sekt vom Weingut Clüsserath-Eifel zu € 7,50.
Eine Flasche Wasser dazu. Das Wasser steht in Eisbehältern im Restaurant griffbereit. Auf dem Tisch und ohne Kühler wurde es leider schnell warm.
Die gebundene Hauptkarte an sich schön und mit nicht zu großer Auswahl, sehr gut.
Mir fehlte jedoch der Frühling auf der Karte. Kein Spargel oder sonstiges Frühlingsgemüse, kein Bärlauch. Dafür stolperte ich Ende April über Wachholder, Haselnüsse, Nelken, Rotkohl, Kürbis, Steckrübe, Bohnen, Rosenkohl... . Ich schaute aus dem Fenster: Nein, kein Schnee sondern Obstbaumblüte in voller Pracht.
Der erste Gruß aus der Küche wurde kommentarlos serviert. 5 Baguettescheiben und eine helle Creme mit schwarzen Tupfen. Ich fragte, mit was denn hier gegrüßt wird. Sie tippte auf Oliven- oder Trüffelcreme, müsse aber in der Küche nachfragen. Ich roch an der Creme, denn wenn es Trüffel sei, sollte man dies wohl riechen. Nein duftlos. Die Rückinfo folgte, die Creme sei mit Olive. Gut dass dies geklärt war, denn geschmacklich war nichts zu erkennen. Dankbar griffen wir zum bereitstehenden Salz und der Pfeffermühle.
Es folgte ein weiterer Gruß mit Ansage "Gemüsecouscous". Serviert im kleinen Gläschen. Unten geschmackloser Couscous obenauf feinst gewürfelte rote und gelbe Paprika und ein Kressespross. Es schmeckte nach Paprika und sonst nach nichts. Später wurde am Nebentisch wieder ohne Beschreibung serviert. Die Partnerin fragte den Mann, was dies sei. Antwort: "Keine Ahnung".
Als Vorspeise wählte mein Mann die Fenchelsuppe zu € 8,00 aus der Menüempfehlung und ich das Carpaccio vom heimischen Rotwild, Preiselbeerpüree, Feldsalat und Nussvinaigrette zu € 13,00 (Wild esse ich ja ab und zu).
Die Brottellerchen ließ die Bedienung stehen, mit dem Hinweis, sie würde zu den Vorspeisen nochmals Brot reichen. Die Teller blieben bis Mitte des Hauptganges stehen, Brot wurde nicht nachgereicht.
Die Fenchelsuppe wurde heiß im Glas serviert. Obenauf schön schaumig und mit einer hauchdünnen Fenchelscheibe dekoriert. Geschmacklich gut.
Mein Carpaccio wurde serviert. Meine Kritikerfreunde hier wissen sicherlich: Ich esse fast nie Fleisch. Dies ist mir hier auch gelungen - es war das erste nahezu vegetarische Wildcarpaccio meines Lebens!
Hauchdünn wie es sein soll, mittig auf dem Teller platziert waren es noch keine 20 g! Dazu eine Linie und Tupfer des Preiselbeerpürees, einige Haselnussstücke und 1 Feldsalatsträußchen mit Wurzelansatz in Discounterqualität. Mir wurde angeboten, etwas schwarzen Pfeffer drüber zu mahlen. Dies nahm ich gerne an, sah es schon jetzt geschmacklos und trocken aus. Dies bestätigte sich leider, ich fragte, ob ich etwas Olivenöl (nach Haselnussöl traute ich mich gar nicht zu fragen) haben könne, da das Carpaccio sehr trocken sei. Das Öl wurde im Glasschälchen gereicht, ohne Löffel. Ich behalf mir mit dem Dessertlöffel. So war es schon besser. Nachher holte ich mir nochmals die Karte um dann festzustellen, dass eigentlich die Rede von einer Nussvinaigrette war. Ich wies die Dame darauf hin, dass diese vergessen wurde. Sie erklärte mir dann, das Preiselbeerpüree sei die Vinaigrette gewesen. Vor soviel Kompetenz kapituliere ich!
Die Hauptspeisen:
Mein Mann freute sich auf Kartoffel-Trüffel-Ravioli. Es folgte der Hinweis, diese seien aus. Diesen Hinweis hätte er sich beim Reichen der Karten gewünscht.
Also gab es für ihn Gebratenes Filet vom Saibling Meerrettich - Kartoffel-Ragout und geschmorter Baby Rote Beete zu € 22,00. Ein schön kross auf der Haut gebratenes grätenfreies Filetstück, kein ganzes Filet, optisch schön serviert. Das Ragout nach dem Nachwürzen gut, mit Frühlingszwiebelstückchen durchzogen, saftig, vom Meerrettich nicht viel zu spüren.
Ich wählte: Mit Zitronengras pochierter Heilbutt Rucola-Risotto, Kürbis-Relish und confierten Cherrytomaten zu € 23,00.
Wieder schön serviert. Der Heilbutt zart, saftig und grätenfrei. Das Risotto geschmacksneutral. Der Reiskern zwar noch mit Biss, ansonsten aber wässrig und nicht sämig. Zitronengras, wo? Rucola mag ich gerne, diesen habe ich aussortiert. Ich habe noch nie so bitteren Rucola gegessen! Kann dies eventuell durch die Wärmebrücke entstehen? Die Cherrytomaten waren nicht vorhanden. Das Kürbis-Relish das einzig geschmackvolle auf dem Teller.
Bei allen Speisen fehlte mir Raffinesse und Pfiff durch Kräuter oder gute Gewürze. Serviert wurden die Speisen nach angenehmer und passender Wartezeit.
Getränke zum Essen:
Grauburgunder, trocken, Weingut Hahnmühle, Mannweiler-Cölln, Nahe € 7,00/0,2 l
Rosé trocken, Weingut Korell, Bad Kreuznach, Nahe € 8,00 /0,2 l
Die Weine gut (der Rosé mit schöner Fruchtnote, der Grauburgunder leicht mineralisch) und gut bezahlt.
Ich beschloss, den Abend mit Humor zu nehmen. Wochenlang haben wir uns drauf gefreut und ich hatte nicht die geringste Lust, mir den Abend noch mit schlechter Laune zu vermiesen. Da wir beide auch noch nicht satt waren, beschlossen wir, zu Hause unser Dessert einzunehmen. Auf eine weitere Pleite hatten wir hier keine Lust mehr.
Unsere inzwischen verunsicherte (sorry!) Servicedame wies ich auf die vergessenen Tomaten meines Gerichtes hin. Sie klärte mit der Küche und als Entschuldigung wurde uns das Dessert des Menüs angeboten. Nun gut, der 3. Versuch. Ich wies darauf hin, dass ich den Dessertlöffel für das Öl benutzt hatte.
Serviert wurde, schön saisonal: Vanille-Panna-Cotta, Rhabarberkompott und Rhabarbersorbet. Der Dessertlöffel kam dann etwas später für mich. Das beste Gericht dieses Abends und nur hierfür gab es noch ein Trinkgeld zu unserer Rechnung von knapp € 100,-- für diesen Abend. Die Panna-Cotta im Glas serviert und mit etwas geliertem Rhabarbersaft bedeckt, das Sorbet schön cremig. Eine knusprige Caramelhippe - prima! Dankeschön für die sanfte (Not)Landung.
Ambiente:
Alles top gepflegt, ansprechend und sehr sauber. Das Klosterhotel mit Wellnessbereich besticht durch seine wunderschöne ländliche Lage.
Obwohl das Restaurant wieder einmal komplett besetzt war an diesem Abend, wurde es nicht unangenehm laut. Als unangenehm haben wir den sehr kleinen quadratischen Tisch (wie beim Italiener um die Ecke üblich) empfunden. Zudem stehen die Tische sehr eng. Tritt eine Servicekraft seitlich an den Nebentisch, hat man das "Hinterteil" fast auf dem Teller.
Die Tische sind mit einem schmalen Tischläufer, Stoffservietten, Brotteller und Messer, Teelicht, 2 Töpfchen mit frischer Rose, Salz-/Pfeffermühle, Menükarte, Besteck und Gläsern eingedeckt. Alles schön, aber auch sehr voll und eng.
Fazit:
2– kaum wieder.
Auch der geplante Besuch des ebenfalls von Familie Bollant betriebene BollAnt's im Park bzw. Restaurant Jungborn in Bad Sobernheim ist in weite Ferne gerückt.
Die vielen Auszeichnungen des Hauses müssen irgendwoher kommen. Letztlich war der Abend für uns so unstimmig, ich hoffe es war eine Ausnahme.
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").
Um unseren Abend im Kloster Marienhöh ansatzweise verstehen zu können, habe ich mir am nächsten Tag das Buch "Kochen ist Krieg! Am Herd mit deutschen Profiköchen" bestellt.
Zur Vorgeschichte:
Seit knapp 2 Jahren habe ich immer mal wieder versucht einen Tisch zu reservieren. Teilweise recht kurzfristig, aber auch mit 2 - 3 Wochen Vorlauf. Circa 10 misslungene Versuche, immer ausgebucht. So auch wieder bei meinem letzten Versuch vor gut 5 Wochen. Da habe ich der netten Dame am Telefon gesagt, sie soll... mehr lesen
Restaurant 1854 im Hideaway-Hotel Marienhöh
Restaurant 1854 im Hideaway-Hotel Marienhöh€-€€€Restaurant, Bar, Hotel06786292990Marienhöh 2 - 10, 55758 Langweiler
2.0 stars -
"Hohe Erwartungen - Absturz - und eine sanfte Landung!" PetraIOUm unseren Abend im Kloster Marienhöh ansatzweise verstehen zu können, habe ich mir am nächsten Tag das Buch "Kochen ist Krieg! Am Herd mit deutschen Profiköchen" bestellt.
Zur Vorgeschichte:
Seit knapp 2 Jahren habe ich immer mal wieder versucht einen Tisch zu reservieren. Teilweise recht kurzfristig, aber auch mit 2 - 3 Wochen Vorlauf. Circa 10 misslungene Versuche, immer ausgebucht. So auch wieder bei meinem letzten Versuch vor gut 5 Wochen. Da habe ich der netten Dame am Telefon gesagt, sie soll
Rund um unser Heimatgebiet befinden sich inzwischen etliche Wanderwege. Ausgezeichnete Traumschleifen, Steige, Pfade, Märchenwälder… wir sind reich bestückt! Problem: Wandern ist (immer noch) nicht meins.
Wandern ist für mich der Traum auf dem Rücken eines guten Pferdes! Und dies kann anstrengender als wandern sein. Ohne Pferd muß Wandern einen Sinn ergeben: Pilze oder Kräuter für ein gutes Essen sammeln. Ist alles nicht der Fall, kann mein Mann mich nur locken, wenn es auf dem Weg irgendeine Station der Einkehr gibt. Und diese innere Einkehr sollte sich bis in den Magen bemerkbar machen.
Sonntag, strahlender Sonnenschein, April, nicht zu heiß! Ich bin ja kein Spielverderber und es muß ja auch gewürdigt werden, wie viele wirklich schöne Wanderwege hier in den letzten Jahren entstanden sind. Auf zum Premiumwanderweg und Traumschleife GRÄFIN LORETTA WEG entlang der Nahe (Weitere Informationen über die Traumschleife "Gräfin Loretta" www.frauenberg-nahe.de und den Saar-Hunsrück Steig: www.saar-hunsrück-steig.de).
Ein wirklich schöner Weg…und auf der Hälfte unseres Weges liegt die Burgschänke in Frauenberg!
Das Lokal kannte ich schon lange vom Vorbeifahren. Jetzt war der Wander-Halbzeitpunkt erreicht, nix wie rein!
Service:
Gegen 15.00 Uhr betraten wir den glücklicherweise geöffneten Gastraum. Stille und kein Mensch in Sicht. Wir machten uns bemerkbar und sofort kam die Wirtin aus der Küche. Wir fragten, ob es hinter dem Haus Plätze im Freien gibt. Na klar, nur die Möbel müssen noch raus!
Ruck zuck waren Tisch und Stühle nach draußen ins Grüne und in die Sonne befördert.
Die Wirtin war unkompliziert und sehr freundlich. Ein kleiner Plausch war auch noch drin.
Wartezeit auf die Getränke kurz und auf unsere Salate angemessen.
Speisen und Getränke:
Wir bestellten 2 große trockene Rieslingschorle. Als diese spickelnd und gut gekühlt gebracht wurden, fragten wir vorsichtig, ob es zu dieser Zeit wohl eine Kleinigkeit zu essen gäbe. Kein Problem, die kleine Wanderer+Einheimischen-Karte wurde sofort gebracht. Einfache unkomplizierte Gerichte, auch Schnitzelgerichte.
Wir entschieden uns beide für den Salatteller mit Thunfisch. Dieser wurde frisch zubereitet serviert.
Frischer Eisbergsalat, Tomatenspalten, grüner Bohnensalat, Selleriesalat, Pusztasalat, ein halbes wachsweiches Ei . Reichlich Thunfisch und ein leichtes Sahnedressing, Trockenstreupetersilie (lassen wir hier mal gnädig durchgehen). Als günstiger Wandererimbiss war der Salat für uns genau richtig und großzügig bemessen.
Wir waren zufrieden damit und froh, dass es auf der Strecke überhaupt ein Gasthaus gibt. Gefehlt hat uns letztlich ein wenig Brot. Wir haben aber auch nicht danach gefragt, dann hätte es sicherlich Abhilfe gegeben.
Ambiente und Sauberkeit:
Von dem Gastraum haben wir beim Betreten nicht viel gesehen. Wir gingen ja gleich durch hinter den Gasthof. Hier ist alles gepflegt aber nicht „angelegt“. Ein gepflasterter Steifen für die Sitzgelegenheiten, eine schöne Wiese mit dem typischen Spießbratenhaus. Dies war bei unserem Besuch nicht in Betrieb. Bequeme und gepflegte Sitzmöbel, rustikales Besteck mit Holzgriffen in der Papierserviette eingewickelt gereicht.
Der Gastraum schien gepflegt, Toiletten wurden nicht aufgesucht.
Der Hammer kam, als wir zum Zahlen in den Gastraum kamen. Inzwischen kamen noch ein paar Gäste, vermutlich aus dem Ort und keine Wanderer. Erfreut nahmen wir die Schönwetter-Rassentrennung zur Kenntnis: Nichtraucher raus in die Sonne, Raucher bleiben drinnen. Verkehrte Welt, für uns perfekt! Hätten die Raucher (bitte nicht persönlich nehmen, aber ich kann Zigarettenrauch partout nicht ab) bei unserem Eintreffen schon im Gastraum gesessen, wäre ich rückwärts wieder raus gegangen.
Fazit:
2 große Salatteller, 3 gute 0,5 l Rieslingschorle (2 Stück für mich, da ich ja wandern mußte) für € 26,00, nette Wirtin, alles gut! Wir kommen gerne mal wieder.
Rund um unser Heimatgebiet befinden sich inzwischen etliche Wanderwege. Ausgezeichnete Traumschleifen, Steige, Pfade, Märchenwälder… wir sind reich bestückt! Problem: Wandern ist (immer noch) nicht meins.
Wandern ist für mich der Traum auf dem Rücken eines guten Pferdes! Und dies kann anstrengender als wandern sein. Ohne Pferd muß Wandern einen Sinn ergeben: Pilze oder Kräuter für ein gutes Essen sammeln. Ist alles nicht der Fall, kann mein Mann mich nur locken, wenn es auf dem Weg irgendeine Station der Einkehr gibt. Und... mehr lesen
3.5 stars -
"Der Wirt ist das Ziel!" PetraIO
Rund um unser Heimatgebiet befinden sich inzwischen etliche Wanderwege. Ausgezeichnete Traumschleifen, Steige, Pfade, Märchenwälder… wir sind reich bestückt! Problem: Wandern ist (immer noch) nicht meins.
Wandern ist für mich der Traum auf dem Rücken eines guten Pferdes! Und dies kann anstrengender als wandern sein. Ohne Pferd muß Wandern einen Sinn ergeben: Pilze oder Kräuter für ein gutes Essen sammeln. Ist alles nicht der Fall, kann mein Mann mich nur locken, wenn es auf dem Weg irgendeine Station der Einkehr gibt. Und
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Service:
Meine telefonische Reservierung wurde von einen freundlichen Herrn entgegengenommen. Bei unserem Eintreffen im Restaurant wurden wir von einer jungen Japanerin freundlich begrüßt. Sie war an diesem Abend überwiegend für die Getränke zuständig. Freundlich, zurückhaltend, auch etwas unsicher, was sicherlich auf (noch) vorhandene Sprachschwierigkeiten zurückzuführen ist.
Ein junger Japaner, gut geschult und mit sehr gutem Deutsch, war maßgeblich für den Service verantwortlich. Die Speisekarte wurde gereicht und wir konnten sie in Ruhe studieren. Sehr aufmerksam, auch mit einer Reklamation oder Änderung der Speisen wußte er gut umzugehen. Die Speisen hat er allsamt gut erklärt, ohne Aufforderung. Fragen konnte er immer beantworten.
Die Speisen und Getränke kamen immer zügig. Es wurde zwischen den Gängen auch gefragt, ob eine längere Wartezeit gewünscht sei.
Zahlen und Verabschiedung reibungslos.
Speisen und Getränke:
Im Internet hatte ich mir bereits die Speisekarten angeschaut und Appetit geholt. Für mich stand fest: Volles Programm, das 5. Gänge Mai-Japan-Menü! Mein Mann schloss sich netterweise an, so werden meine Schreiberfinger entlastet :-)
Hier das Menü in der Originalversion:
Vorspeise Fünferlei aus der japanischen Küche
Thunfisch-Sashimi mit Rettichsalat
Calamaris und Frühlingszwiebel mariniert in Miso-Senf
„Kimpira“ pikante japanische Schwarzwurzel und Lotuswurzel
Japanisches Roastbeef in Ponzu-Sauce --> für uns getauscht in Nigiri mit Lachs
Dengaku-Miso auf Spargel
Weinempfehlung: 2009 Pinot Sekt brut
/
Weiße Miso Suppe für den Frühling
mit Asari-Venusmuscheln, Wakame-Seetang und frittierten Tofu-Streifen
/
Fisch des Tages
im Panko-Mehl knusprig gebacken mit Sesam-Miso und Tonkatsu-Sauce,
dazu Tomatensalat mit Shiso-Kräuter Dressing
Weinempfehlung: 2012 Chardonnay trocken
oder
Rinderfiletsteak á la Japan
mit erfrischender Rettich-Ponzu-Sauce, dazu Spargel und Gemüse
Weinempfehlung: 2012 Grauburgunder trocken
/
Sushi des Tages
3 Nigiri-Sushi und 4 Maki-Sushi
Weinempfehlung: 2009 Deidesheimer Grainhübel Riesling Großes Gewächs
/
Dessert Macha Eis mit Früchten
in Josef Biffar Auslese Gelee
Weinempfehlung: 2008 Deidesheimer Kieselberg Riesling Auslese Goldkapsel
Wir bestellten also das Menü in der fleischfreien Variante zu € 60,00 und eine 0,75 l Flasche Wasser zu € 4,90. Die Weine wollten wir separat und nicht alle bestellen, wir waren ja mit dem Auto da.
Einen Gruß aus der Küche gab es hier nicht.
Der trockene Sekt (0,1 l zu 4,00) zur Vorspeise wurde so frühzeitig gereicht, dass wir Angst hatten, zur Vorspeise sei er zu warm. Da wir ja mit dem Auto unterwegs waren, konnten wir auch nicht achtlos nachordern. Der Sekt gut gekühlt und schön trocken, dennoch kam er geschmacklich und besonders auch preislich nicht an den Sekt des Vorabends ran.
Das 5erlei der Vorspeisen wurde in einzelnen Schälchen schön angerichtet serviert. Unser Serviceherr erklärte jede Speise und empfahl noch, in welcher Reihenfolge man die Speisen essen sollte. Calamaris und Spargel wurden warm serviert, die anderen Speisen kalt. Am Besten schmeckte uns das Thunfisch-Sashimi, auch Algen mag ich sehr gerne. Die anderen Speisen auch alle gut, interessant gewürzt.
Die Miso-Suppe wurde schön heiß in tiefer Suppentasse serviert. Geschmacklich konnte sie leider gar nicht überzeugen, da haben wir schon deutlich schmackhaftere Miso-Suppen gegessen. Die versunkenen Venusmuscheln mit Schale sorgten dafür, bewußt und langsam zu essen. Zum Trennen von Muscheln und Schale mußte man die Gabel für das Hauptgericht zur Hilfe nehmen. Die Schalen haben wir notdürftig um die Schale auf dem Unterteller verteilt. Die frittierten Tofu-Streifen obenauf sogen sich gleich voll Suppe und wurden so zäh wie Gummi, zudem geschmacklos. Hier hätte man drauf verzichten können.
Das Hauptgericht wurde serviert. Dazu die Weinempfehlung Chardonnay trocken (0,1 l zu € 3,20). Eingeschenkt von der jungen Japanerin. Diese machte sich wohl auch Sorgen um unseren Führerschein! Eher einen halben Millimeter unter dem Füllstrich als 1 mm drüber. Für ein Weingut wirklich unpassend und knauserig, dies habe ich so noch nie erlebt.
Doradenfilet im Knuspermantel und die Enttäuschung des Abends, aber schön angerichtet!
Man hätte auch einfach einen Knusperstick servieren können, dann hätte die Dorade hierfür nicht sterben müssen. Der Knuspermantel wirklich gut und knusprig. Das grätenfreie Doradenfilet in der Mitte zerbröselte vollkommen vertrocknet in seine Bestandteile. Schade, schade... vielleicht sollte die japanische Küche einfach bei rohem Fisch bleiben...
Mein Mann aß von den beiden Filetstücken höchstens 1/4. Der Tomatensalat bestand aus ungewürzten Tomatenspalten (der grüne Mittelstrunk meist nicht entfernt). Die Tomaten verschiedener Sorten, darunter auch eine grüne und fast schwarze Sorte, hatten leider gar kein Aroma. Das Shiso-Kräuter Dressing konnte nur bedingt Abhilfe schaffen. Allerdings half die Tomate dem Fisch zu etwas mehr Saftigkeit wenn man beides gemeinsam verspeiste. Die Tonkatsu-Sauce mit weißer Sesampaste rettete das Hauptgericht nicht. Das beste am Hauptgang waren die 2 Stangen vom grünen Spargel.
Beim Abräumen fiel natürlich der fast volle Teller meines Mannes auf und wir sprachen die Misere an. Der Serviceherr klärte mit der Küche und der Koch sagte, er würde beim nächsten Gang etwas mehr Sushi machen. Dies lehnten wir dankend ab, sonst würde es wohl zu eng für´s Dessert.
Der Sushi-Gang wurde serviert - mit Extra-Sushi. Auf jeden Fall eine nette Reaktion des Koches, vielleicht war der Teller schon fertig angerichtet. Der Teller des Menüs mit 3 Nigiri (Thunfisch, Lachs und Dorade), dazu 4 Maki (2 x Gurke, 2 x Lachs) klassisch mit Ingwer, Wasabi und Sojasauce. Ingwer wurde anstandslos noch nachgereicht. Geschmacklich dieser Gang gut und die Dorade saftig und die Fischqualität überzeugend! Als Entschädigung für den Hauptgang auf dem separaten Teller 4 california inside out davon 2 mit Rogen obenauf. Diese auch gut, eine Variante mit Mayonaise, die fand ich nicht stimmig.
Die Menge der Speisen war immer gut bemessen und so kam es dazu, dass wir das Dessert abbestellten (dabei hätte es mich sehr interessiert, ob das Matcha-Eis besser als mein selbst gemachtes schmeckt!). So betrug der Menüpreis für 4-Gänge je € 54,00.
Ambiente und Sauberkeit:
Wir parkten ein Stück vor dem Weingut und die Zufahrt mit dem Sandsteingebäude macht richtig was her. Sehr gepflegt, die Außenbestuhlung nicht in Betrieb, es hatte sich stark abgekühlt.
Innen sehr gepflegt, modern und pur mit Betonboden und modernen Bildern. Die Farben rot und schwarz geben den japanischen Ton an. Hohe große Tische mit hohen Hockern mit Lehne, man sitzt überraschend gut. Am Tisch sitzt man mit anderen Gästen gemeinsam. Die Tische schlicht und gepflegt eingedeckt mit schwarzen Sets, roten Papierservietten, Stäbchen, Besteck, Kerze.
Auf dem Weg zur Toilette über den Hof kann man einen Blick durchs Fenster in die große, gepflegte Küche werfen.
Fazit:
Selbstverständlich passen deutsche Weine hervorragend zur japanischen Küche.
Dennoch wird in der Pfalz gastronomisch viel geboten und so werden wir hier wohl nicht mehr einkehren. Im Fumi stimmte das Preis-Leistungsverhältnis mit einer Gesamtrechnung von € 127,30 für uns wirklich nicht, es wird hier nur geschickt vermarktet. In meiner Heimatstadt Düsseldorf waren wir schon zufriedener und deutlich günstiger japanisch essen.