"Überraschung als Konzept"
Geschrieben am 31.03.2019 2019-03-31
Restaurant Ox & Klee | Fine Dining
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Sternerestaurant, Gaststätte, Trattoria
022116956603
Im Zollhafen 18, 50678 Köln
"Bei der Reservierung war es noch 1 Stern, beim Besuch dann sogar 2 Sterne"
Geschrieben am 01.03.2019 2019-03-01 | Aktualisiert am 01.03.2019
Restaurant Ox & Klee | Fine Dining
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Sternerestaurant, Gaststätte, Trattoria
022116956603
Im Zollhafen 18, 50678 Köln
"Solider Mongole/ Asiate"
Geschrieben am 28.02.2019 2019-02-28
Kaiser Palast
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Restaurant
022031035670
Humbold Str.137, 51145 Köln
"Schlichtes Haus – berühmteste Torte"
Geschrieben am 24.02.2019 2019-02-24 | Aktualisiert am 24.02.2019
Cafe Zimmermann
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Cafe
02215007199
Kirchweg 121, 50858 Köln
"Freundliche Kneipe in einem Viertel mit endlos vielen Gastronomien (die überwiegend nur abends öffnen)"
Geschrieben am 24.02.2019 2019-02-24 | Aktualisiert am 24.02.2019
Filos
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Restaurant
0221329147
Merowingerstr. 42, 50677 Köln
"Gemütliches, klassisches Kölner Brauhaus"
Geschrieben am 24.02.2019 2019-02-24
Brauhaus Pütz
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Restaurant, Brauhaus
0221211166
Engelbertstr. 67, 50674 Köln
"Wirklich lecker hier"
Geschrieben am 24.02.2019 2019-02-24 | Aktualisiert am 24.02.2019
ML Straßenküche
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Restaurant, Schnellrestaurant
022129209208
Johannisstraße 64, 50668 Köln
"Das Szenelokal hat eine eigene Biermarke"
Geschrieben am 24.02.2019 2019-02-24
Salon Schmitz
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Bar, Cafe
492211395577
Aachener Str. 28, 50670 Köln
"Unfreundlich!!!! Nie wieder!!!"
Geschrieben am 22.02.2019 2019-02-22
Veltri
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Restaurant, Gasthaus, Trattoria
022127263856
Kolumbahof 2-4, 50677 Köln
"Eine Liebe, die andauert..."
Geschrieben am 30.01.2019 2019-01-30
Le Moissonnier
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Restaurant, Sternerestaurant, Weinkeller
0221729479
Krefelder Str. 25, 50670 Köln
"Riechen, Gurgeln, Aromen-Raten und Vergleichen – Weinschule in der Bar"
Geschrieben am 27.01.2019 2019-01-27
Bar Rix
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Bistro, Bar, Weinstube
022129493815
Friesenwall 58, 50672 Köln
"Wenn Fisch und Meer, dann Poisson"
Geschrieben am 20.12.2018 2018-12-20 | Aktualisiert am 21.12.2018
Poisson
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Restaurant, Catering
022127736883
Wolfsstrasse 6-14, 50667 Köln
"Gekonnter Brückenschlag zwischen Köln und Frankreich"
Geschrieben am 16.12.2018 2018-12-16 | Aktualisiert am 16.12.2018
Restaurant Carls
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Restaurant
022158986656
Eichendorffstraße 25, 50823 Köln
"Morgens und abends - das kulinarische Doppelprogramm"
Geschrieben am 07.12.2018 2018-12-07 | Aktualisiert am 08.12.2018
Restaurant NeoBiota
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Sternerestaurant
022127088908
Pantaleonswall 27, 50676 Köln
"Das Potential ist für mich mittags nicht voll zum Tragen gekommen"
Geschrieben am 28.11.2018 2018-11-28 | Aktualisiert am 28.11.2018
La Cuisine Rademacher
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Sternerestaurant
022196898898
Dellbrücker Hauptstraße 176, 51069 Köln
"Weinbar und Weinschule"
Geschrieben am 28.11.2018 2018-11-28 | Aktualisiert am 28.11.2018
Bar Rix
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Bistro, Bar, Weinstube
022129493815
Friesenwall 58, 50672 Köln
"Gemütliches Bistro in der beliebten Kölner Südstadt"
Geschrieben am 17.11.2018 2018-11-17
Aller Kolör im Alteburger Hof
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Restaurant, Bistro
01757979488
Alteburger Str. 15a, 50678 Köln
"Gebäck und Schokoladen sind vorzüglich"
Geschrieben am 08.11.2018 2018-11-08 | Aktualisiert am 08.11.2018
Hernando Cortez
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Cafe, Chocolaterie
022127250570
Gertrudenstraße 23, 50667 Köln
"Ein klassisches Cafe"
Geschrieben am 08.11.2018 2018-11-08
Jansen by Fassbender Köln
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Cafe
02212727390
Obenmarspforten 7, 50667 Köln
"Vietnamesische Küche: Zum Verweilen oder zum Mitnehmen."
Geschrieben am 07.11.2018 2018-11-07
Hanoi September | Streetfood & Wine
€-€€€
Restaurant
022195791719
Aachener Str.19, 50674 Köln



Chef´s Table
mein Platz
Blick in die Küche
Butter: Ox und Klee
Matthias
Clemens
Marius
Matthieu
Kevin
Nugget innen
Erik
Kalbsbacke
Zwiebelgewächse
Daniel
Hannes
Dessert
Espresso
Weißwein
Rotwein







vorderer Gastraum
Eingang
Bisket
Pulled Pork
Limo
Fabian Groß

Interieur
Amuse Bouche: Geräucherter Aal, Kopfsalatcreme
Unsere eigene Entenleberpastete, Gewürztraminer-Gelee...
Meerhecht-Filet pochiert und gebraten in Piment d'Espelette auf Beurre Blanc mit Marc d'Irouléguy
Zwiebel-Variation
Gegrillter Sellerie und Consommé von Champignons
Filets vom roten Thunfisch kurz angebraten mit Zitrus-Schaum und gegrillten Frühlingszwiebeln
Dünner Kürbis-Raviolo gefüllt mit Taschenkrebsfleisch und Frischkäse auf Schalentier-Jus
Sankt-Petersfisch, Drachenfisch und isländische Langustine auf Bouillabaisse-Emulsion
Panini von geräuchertem Butterfisch auf Eierschaum und Kapernpaste
Limousin-Lamm gegrillt und mit Wacholder geräuchert, Bonbons vom Lammnacken mit Trockenfrüchten und hausgemachter Harissa
Der Rücken mariniert mit Kümmel und auf Holzkohle gegrillt an Oliven-Bergamotte Puder
Gepresster Couscous und grüner Spargel-Krapfen mit Nanah Minz-Joghurt und gebratenen Kräuterseitlingen
Rinder-Short-Rib gegrillt und lackiert mit Süßholz auf getoasteter Brioche mit Foie Gras, BBQ Sauce
Weiße Polenta mit Petersiliencreme
Caramelia Schokoladen-Parfait mit Karamellfüllung auf dunklem Schokoladen-Crumble, Erdnüsse karamellisiert auf kantonesische Art, Chouchou von Kakaobohnen-Bruch
Sesam Erdnussbutter-Eis mit Wasabi-Ganache und -Puder
Molke Mousse und Schokoladen-Mandel-Biskuit mit Blaubeergelee, Joghurt-Puder und Bienennest-Hippe
Espumas von Cheesecake, Cassis Sirup von der Île d'Orléans, Ahornsirup-Flocken
Petits Fours
Interieur
Terrine von der geräucherten Forelle und Gurke mit kleinem Gurkensalat
Paté de campagne mit hausgemachtem Zwiebelchutney
Scampi auf Tagliatelle mit hausgemachtem Basilikumpesto
Kaltes Kräuterroastbeef mit Sauce Remoulade, Krautsalat und Bratkartoffeln
Zitronentarte
Millefeuilles vom Tafelspitz mit Sahnemeerrettich
Törtchen vom gebeizten, leicht geräucherten Lachs, Rote Bete, Apfel und Wasabi
Lammrücken in Kräutersauce, Wirsingbällchen und gratin dauphinois
Ochsenschwanzragout - am Knochen mit Herbstgemüse und Spätzle
Rotweinbirne mit Marzipanparfait
Sorbet vom Roten Weinbergspfirsich und Mandeleis
"Stolz der Queen" - Hausgemachtes Corned Beef vom Kalb / Spicy Picalilli / Röstbrot
"Armer Jan" - French Toast trifft Himmel & Ääd
"Hessische Stulle" - Gebeizte Forelle / Grüne Soße / Apfel & Staudensellerie
"Aal Benedict" - Krosses Röstbrot / Pochierte Eier / Spinat / Aal in allen Formen
"Pancakes Rut un Wiess" - Rote Johannisbeeren / Vanille-Joghurt / Baiser
Apéro: Bread and Butter Pudding
Apéro: Corned Beef
Amuse Bouche: Kartoffel & Forelle
Vegetarische Wiesn / Radi / Gurke / Senf
Rind / Riesling / Trauben
...aufgedeckt
Brot, Schmalz & Butter
Färöer Lachs / Hüttenkäse / Rotkohl
Artischocke / Paprika / Majoran
Maishähnchen / Mais / Macadamia
Quitte / Weizenbier
Pflaume / Quark / Brot
Petits Fours
Kardamomschnecke































Einschub:
Einen Michelin-Stern hielt das „Ox & Klee“ auch damals schon. Mittlerweile leuchtet sogar der zweite Stern über dem Haus. Unser Besuch fand vor der Verleihung statt und dieser Bericht war zu dem Zeitpunkt auch bereits geschrieben. Ich habe – außer diesem Absatz – nichts mehr daran verändert. Die Auszeichnung kam für mich zwar überraschend, aber der Eindruck unseres Abends hätte sich dadurch ja ohnehin nicht verändert. Und im Nachhinein schon sowieso nicht.
Einschub Ende. Weiter im vorgesehenen Text:
Wie bereits bei meinem ersten Besuch gibt es nach wie vor keine feste Karte, sondern nur ein Überraschungsmenü von 5 bis 8 Gängen (99,--€ - 153,--€). Auf Abneigungen und Allergien wird natürlich Rücksicht genommen, aber wenn man sich schon komplett in die Hände eines Kochs begibt, ist das auch das Mindeste, das man erwarten sollte. Wir haben keine Einschränkungen und entscheiden uns heute für 6 Gänge.
Zum festen Programm im „Ox & Klee“ gehören die Einstimmungen, in denen die fünf Geschmacksrichtungen plus noch zusätzlich Fett in Form von kleinen Appetizern präsentiert werden. Die sind durchweg präzise ausgearbeitet und klar erkennbar. Dass dabei nicht alles gleichermaßen geschmacklich überzeugt, ist vielleicht erwartbar, aber auch nicht tragisch. Das recht süße Bananenbrot mit Speck und Süßholz kann nichts dafür, dass Banane nun mal nicht mein allerliebstes Obst ist. Und auch Rooibos-Tee, selbst wenn mit Mandarine aromatisiert, gehört nicht zu meinen Favorites. Aber unstrittig ist, dass süß und bitter deutlich präsent sind.
Im Gegenzug hat mir die Krokette mit kräftiger Brathuhn-Mayonnaise (Umami) und der Würfel mit Tomaten-Passionsfrucht-Geschmack (sauer) ausgesprochen gut gefallen.
Um das Namensthema aufzunehmen, gibt es im „Ox & Klee“ die Butter in Ochsen- und Kleeform mit Ochsenmark bzw. Sauerampfer aromatisiert. Das ist durchaus originell und auch das dazu servierte Focaccia, Currybrot und Knäckebrot sind allesamt sehr gut.
Der erste Gang naht und präsentiert fünf kleine Stückchen Pulpo in kunstvollem Arrangement mit Topinamburchips und Kokosnuss. Einen tollen Akzent setzt die würzige Mojo Rojo und generell ist die Kombination schon gut, aber leider leidet das Gericht unter der mäßigen Pulpo-Qualität. Nach unser beider Einschätzung am Tisch ist der eindeutig zu fest, was wirklich schade ist.
Ambivalent lässt mich der folgende Teller zurück. Die Jakobsmuschel ist von prächtigem Format und genau mit dem Maß an Röstaromen versehen, wie ich es gerne mag. Die Topinamburcreme ist mit weißer Schokolade verfeinert, was nur marginal zu schmecken ist, aber in jedem Fall für eine schöne Fülligkeit sorgt. Probleme habe ich immer mit zu viel warmer Frucht in herzhaften Gerichten. Deshalb trifft die gebratene Ananas nicht primär in mein Genusszentrum, aber mein Mann findet's klasse. Die mit Eukalyptusöl aromatisierte Jus dazu hinterlässt bei mir auch eher einen leicht medizinischen Touch, so dass unterm Strich eine ausgezeichnete Jakobsmuschel und eine schöne Creme bleibt. Aber irgendwie wirkt das in Summe gewollt kreativ.
Zu den Klassikern im „Ox & Klee“ gehört seit Jahren das Maggi-Ei, das die Küche an dieser Stelle als Extra-Gruß einschiebt. Eigelbcreme und -schaum und Liebstöckelperlen verbinden sich zu einem köstlichen, süffigen Genuss.
Sehr überzeugend macht sich das lauwarme Kalbskopfragout mit einem Salat von Kalbszunge und Petersiliencreme. Die angekündigte Yuzu ist für mich nicht explizit schmeckbar, kann sich aber auch als geschmacksunterstützendes Element diskret im Hintergrund befinden. In jedem Fall ist das würzig, deftig und lecker.
Eine weitere aromatische Schippe legt die Küche mit dem Fischgang zu. Die schön gebratene Meeräsche suhlt in einem Sud von Massaman-Curry , der mächtig Wumms hat. Das ist nichts für zarte Gemüter, sondern bringt den Stoffwechsel ordentlich in Wallung, gefällt mir aber ausgesprochen gut. An der Seite findet sich ein lauwarmes Süßkartoffelpüree sowie kalte Kumquats und Kerbelwurzel. Diese Temperaturkontraste scheinen zum Konzept zu gehören, denn sie ziehen sich wie ein roter Faden durch nahezu jeden Gang und das mag auch erklären, warum bis hierher kein Teller angewärmt an den Tisch kam.
Vor dem Hauptgang schickt die Küche noch einen weiteren Gruß und zwar ihre Interpretation des kölschen Klassikers „Halver Hahn“. Für Nicht-Kölner muss man erklären, dass man hier keine halben Hähnchen, in welcher Form auch immer, erwarten darf. Tatsächlich handelt es sich im Original um ein Roggenbrötchen mit mittelaltem Gouda, Gurken und Senf. Gottschlich verarbeitet Käse und Senf (aus der lokalen Senfmühle gegenüber) zu Cremes und versieht dies mit Essiggurken. Das ist eine nette, kleine Spielerei.
Mit neuseeländischem Lammrücken und -bries geht es weiter und beides ist vorzüglich gegart. Steckrübenpüree und ein Kürbiskernnougat, der sowohl süß als auch würzig ist, ergänzen das Ensemble, das seinen Reiz aber vor allem durch die mit Kaffee aromatisierte Sauce erhält. Die ist ausgezeichnet austariert und lässt den Kaffee zwar deutlich, aber nicht penetrant hervorstechen. Das ist wirklich stimmig und originell.
In punkto wilder Kombinationen übertreibt es die Küche beim Pré-Dessert für meinen und unseren Geschmack. Rosenkohl, Erdnusseis, Kefirschaum, Limette, Speckcrumble und Bananencreme klingen für mich schon in der Aufzählung der Komponenten wie ein Stück Zwölftonmusik. Das will und will für mich nicht harmonisch werden. Gut, dass es nicht das eigentliche Dessert war.
Glücklicherweise ist der folgende Teller von deutlich ausgewogenerem Charakter. Als Interpretation einer süßen Caprese ist Burrata mit einer Passionsfruchtschokolade überzogen. Dazu gibt es ein Tomaten-Mango-Sorbet mit Karamellkern. Hier passen die fruchtigen und etwas herberen Noten sehr gut zusammen, so dass dies ein nicht zu süßes und sehr originelles Dessert ist.
Um den Bogen zum Beginn des Abends zu schlagen, werden mit den Petits Fours noch einmal die sechs Geschmackserlebnisse wiederholt, aber mit anderen Aromen. Sauer wird zum Beispiel mit Paprika und Sanddorn repräsentiert, süß mit Süßkartoffel und Frischkäse, Umami als Saté-Geschmack, bitter in Form von Himbeere und Rosmarin, salzig mit Ziegenkäse und Fett durch Macadamia-Nougat.
In ähnlicher Form haben wir dies auch schon mal in Amsterdam im Librije's Zusje (mittlerweile „Spectrum“) erlebt, als die Pralinen die Aromen des Menüs noch einmal wiederholten.
Unabhängig davon funktioniert das auch im „Ox & Klee“ sehr gut und die Geschmacksrichtungen sind klar erkennbar.
Das war ein spannendes Menü, das den Gast durchaus fordert. Nicht alles ging für mich immer auf, weil manche Zusammenstellung doch sehr gewagt war. Andererseits habe ich ja durchaus Sympathie für Köche, die sich was trauen und auch in Kauf nehmen, dass einige Kombinationen mal nicht so funktionieren. An diesem Abend hat für mich das Menü eher schwach begonnen, aber dann merklich zugelegt. Sowohl Kalbskopfragout, als auch Meeräsche, Lammrücken und Dessert waren sehr überzeugend. Die Vorspeise hätte man auch noch dazu zählen können, wenn es dort nicht den Makel des zu festen Pulpos gegeben hätte.
In Summe also mehr gute Gänge und damit eine überzeugende Leistung, die belegt, warum Daniel Gottschlich zu den besten Köchen in Köln gehört. Und vielleicht auch, warum der unvergessene Anthony Bourdain in einer Folge seines Formats „Parts Unknown“ über Köln auch das „Ox und Klee“ und Daniel Gottschlich portraitierte.
Der Service schafft es, auch bei vollem Haus, alles im Blick zu haben und immer mit einem Lächeln am Tisch zu agieren. Das sorgt zusätzlich für einen vergnüglichen Abend.
Im „Ox & Klee“ muss man sich auf Überraschungen einlassen. Wer das kann und darauf Lust hat, kann spannende Entdeckungen machen.
Bericht wie immer auch auf meinem Blog: tischnotizen.de/ox-klee-koeln-2/