Frustrierter RK´ler und nun mit einer neuen Heimat......
Beruflich bin ich oft unterwegs und daher auch öfters mal in gastronomischen Einrichtungen anzutreffen. Viel mehr liebe ich es aber mit meiner Frau und Freunden die kulturellen Begebenheiten zu besuchen. Dazu gehört dann natürlich auch ein gepflegtes Essen und schnacken in gemütlicher Atmosphäre. Von diesen Restaurants werde ich, wenn es meine karge Zeit erlaubt, natürlich gern und ausführlich hier berichten.
Frustrierter RK´ler und nun mit einer neuen Heimat......
Beruflich bin ich oft unterwegs und daher auch öfters mal in gastronomischen Einrichtungen anzutreffen. Viel mehr liebe ich es aber mit meiner Frau und Freunden die kulturellen Begebenheiten zu besuchen. Dazu gehört dann natürlich auch ein gepflegtes Essen und schnacken in gemütlicher Atmosphäre.... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 330 Bewertungen 842668x gelesen 9284x "Hilfreich" 6448x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 01.04.2026 2026-04-01| Aktualisiert am
01.04.2026
Besucht am 08.02.2026Besuchszeit: Mittagessen 5 Personen
Rechnungsbetrag: 123 EUR
Am letzten Tag unseres Spontanbesuches bei unserer Freundin zur Kur in Bad Gögging wollten wir uns natürlich vor unserer Abreise nach Sachsen dann doch auch gerne noch ein bisschen die Gegend erkunden, da wir in dieser schönen Ecke Deutschlands noch nie waren. So führte uns am Vormittag eine kleine Wanderung in das Kloster Weltenburg. Eigentlich war unser Plan, dann dort in der Klosterschänke unser Mittag einzunehmen. Da aber im Februar hier hinten an der Donau tote Hose ist, und selbst die Klosterbrauerei gerade im Umbau war, war auch die Klosterschänke geschlossen. So fuhren wir kurzerhand nach Kehlheim, dort wird sich schon eine Gastronomie finden. Wie wir unwissenden Sachsen dann so in Kehlheim ankommen, steht doch hoch droben auf dem Berg eine riesige, alte, monumentale Halle. Also kurzerhand den Plan geändert, das Mittagessen verschoben, und so ging es vorher noch einmal hoch zur Befreiungshalle Kehlheim. Bei schönstem Wetter konnten wir hier nach dem erklimmen der Stufen zur oberen Plattform einen wunderbaren Ausblick auf Kelheim und die Umgebung werfen. So viel wandern am Vormittag machte dann aber doch etwas hungrig, spät war es auch schon, und uns stand ja noch ne etwas längere Autofahrt nach Hause bevor.
So ging es wieder hinab in die Stadt, unser Auto konnten wir auf dem Parkplatz an der Donau abstellen. Von hier aus ging es in die alte Innenstadt, unser Ziel, eine gutbürgerliche, bayrische Kneipe. Bereits am Eingang zur Stadt kamen wir am Gasthof Weißes lamm vorbei, den ließen wir aber links liegen, hatten wir doch beim großen Onlinekartenanbieter doch das Weisses Bräuhaus der Weißbierbrauerei Schneider Weisse entdeckt. Leider war an diesem Tag dort ein Brunch, was wir ja nicht wollten, und alle Plätze voll belegt. Einer der Gäste, der draußen rauchte und unsere ratlosen Gesichter sah fragte, was wir denn wollten, und empfahl uns als einheimischer ganz klar den Gasthof Weißes Lamm. Also ging es für uns wieder zurück zum Gasthof, den wir kurz vorher links liegen gelassen hatten.
Am Eingang studierten wir kurz die Speisekarte, da kam auch schon der Seniorchef des Hauses auf uns drauf zu und wir fragten, ob wir denn jetzt ne halbe Stunde nach 1 noch etwas zum Mittag bekämen. „Freilich, kommt´s“ mit war seine Antwort. So führte er uns in eine der beiden Gaststuben und wies uns einen Tisch zu, wo wir fünfe ausreichend Platz hatten.
Da von unseren Vorgängern an einem kleinen Fleck etwas vertropft war, wies er eine der Kellnerinnen auch sofort an, die Tischdecke zu wechseln. Prompt geschah dies auch, das besteck wurde gereicht, und ebenso die hochwertigen Servietten, welche sich fast wie Stoffservietten anfühlten. Fast gleichzeitig war die Speisekarte zur Hand, mit der Bemerkung das um diese Zeit der Schweinebraten leider schon aus ist. Das fand ich persönlich wirklich schade, denn auf einen bayrischen Schweinebraten hatte ich mich gefreut.
Egal, ein kurzer Blick von uns allen in die reichhaltige Karte, und wir wussten, was wir wollten. Dabei hält die Karte 2 Vorsuppen zum moderaten Preis von knapp 6 Euro vor. Weiter geht es mit deftiger, bayrischer Küche, wobei auch hier die Preise zwischen 13,90 € für den Schweinebraten mit Klößen und 25,50 € für die Lammhaxe lagen. Das bekommst du bei uns in Sachsen nicht zu solchen Preisen. Ich frag mich immer wieder wie die Bayern das machen.
So bestellten wir dann nach wenigen Minuten:
Getränke:
• 2x 0,30ér Weltenburger Kloster Barock-Dunkel für je 3,80 € • 3x 0,4ér Coca Cola für je 4,00 € • 2x 0,4ér Apfelschorle für je 4,00 €
Vorspeisen:
• 4x Leberspätzlesuppe zu je 5,80 €
Hauptspeisen:
• 3x Krustenbraten vom Wammerl mit Kartoffelknödel und Krautsalat für je 14,90 € • 1x Hausgemachte Käsespätzle mit Röstzwiebeln und Salatteller für 13,80 € • 1x Schnitzel „Wiener Art“ mit Kartoffelsalat und Salatteller für 15,90 €
Bis zur Getränkelieferung hatten wir nun etwas Zeit uns im Gastraum umzusehen. Modern gehalten, aber die alte bayrische Tradition bewahrt. So würde ich es beschreiben. Denn vom Licht und der Lüftungstechnik war der Gasthof auf den neusten Stand, aber gleichzeitig wurde der Charme eines alten Gasthofes mit der Holzvertäfelung an den Wänden beibehalten.
Auch die große, hölzerne Anrichte, auf welcher am Morgen sicherlich das Frühstücksbüffet für die Hotelgäste angerichtet wird, war aus rustikalem Holz.
Stühle und Tische standen dem nichts nach, und auch der Parkettboden gab ein passendes Bild. Auf den Stühlen und Bänken, welche rings um die Wand waren, saß man sehr bequem, die Tische bieten ausreichend Platz. Die Theke des Gasthofes befand sich im Nachbarraum.
Fünf Minuten nach unserer Bestellung waren unsere Getränke am Tisch. Endlich konnten wir beiden Herren auch einmal dieses süffige Bier aus der Weltenburger Klosterbrauerei kosten, welches wir ja im gleichnamigen Kloster leider nicht bekommen hatten. Hier aber nun endlich, aber schade, dass wir noch Auto fahren mussten, denn es schmeckte eindeutig nach mehr…..
Nach mehr schmeckte auch die Leberspätzlesuppe, die 5 Minuten nach unseren Getränken kam. Schön heiß, mit reichlich Einlage dieser selbst gemachten Leberspätzle, mild gewürzt in einer klaren Brühe und obenauf etwas (TK) Petersilie. Das alles auf einem tiefen Teller angerichtet, so hätte das von der Menge her schon fast eine kleine Hauptspeise sein können. So lieben wir die Leberspätzlesuppe, und ist für uns bei jedem Bayernbesuch ein Muss.
Wenig später kamen dann auch schon die Salatteller, welche als Beilage zu dem Schnitzel und den Käsespätzle waren. Auch hier wieder typisch Bayern, denn der Rot- als auch Weißkrautsalat waren selbst angerichtet, herrlich frisch und knackig und mit einem milden Essigdressing verfeinert. Eine starke Kümmelnote, welche sicher nicht jeder mag, übertünchte den Krautsalat.
Herrlich. Obenauf gab es dann noch ein Viertel frische Tomate und ein paar Blätter frischer Salat und den obligatorischen Möhrenraspel. Für den Krustenbraten gab es "nur" ein großes Schälchen dieses sehr gut schmeckenden Weißkrautsalat.
Dann ging es ratzfatz, denn bereits nach 20 Minuten waren dann auch unsere Hauptspeisen schon am Tisch. Herr Jenome, seine Schulfreundin und deren Mann hatten sich den Krustenbraten vom Wammerl mit Kartoffelknödel ausgesucht, da es ja den Schweinebraten leider nicht mehr gab.
Aber auch hier wurden wir nicht enttäuscht, denn wer es etwas deftiger und herzhafter mag, war hier richtig. Zwei dicke Scheiben Schweinebauch lagen da auf dem Teller. Ordentlich durchzogen mit Fett, und hier und da auch noch ein kleiner Knorpel mit drin. Das Fleisch schön zart, aber noch gut und fest im Biss. Dazu ein selbstgemachter Kartoffelknödel, das Beste aber war die Soße. Diese war richtig schön kräftig im Geschmack, angenehm dunkel in der Farbe und passend zu dem Essen. Da der Kartoffelknödel die Sauce nicht aufnehmen konnte, ließ ich es mir entgegen meiner guten Erziehung nicht nehmen, diese am Ende mit einem kleinen Löffel restlos zu verputzen.
Meine Frau hatte, typisch für einen Gaststättenbesuch in Bayern, natürlich die Hausgemachte Käsespätzle mit Röstzwiebeln gewählt,
und wurde da auch natürlich nicht enttäuscht. Reichlich frisch geriebene Spätzle mit ebenfalls reichlich kräftig, würzigem Käse angerichtet. Der Käse „zog“ richtig gut und verband sich ordentlich mit den Spätzlen. Obenauf frisch geröstete Zwiebeln, ein Leckerbissen wie man ihn aus Bayern kennt.
Das Töchterchen unsrer Freunde wollte sich nicht so recht an die deftigen, bayrischen Gerichte wagen, aber Schnitzel geht ja immer, und so hatte sie sich das Schnitzel „Wiener Art“ mit Kartoffelsalat bestellt.
Und ja, so schlecht lag sie damit gar nicht, denn das große Schnitzel was da auf ihrem Teller lag, war in dieser geldgelben, leicht braunen Panade schon ganz ansehnlich. Und es schmeckte auch gut, war schön zart und leicht gewürzt. Gespannt waren wir auf ihre Reaktion zum Kartoffelsalat, denn in Sachsen kennen wir ja fast ausnahmslos den Kartoffelsalat nur mit Fleischsalat, Mayonnaise und saurer Gurke angerichtet.
Hier war er lauwarm und mit Brühe, Essig und Öl angerichtet. Aber auch das schmeckte ihr sehr gut, war es doch mal was völlig anderes als zur heimischen Küche. Dazu gab es einen Zitronenschnitz und eine viertel Tomate, und da Töchterchen es sich für das Schnitzel wünschte, Ketchup in der Portionstüte.
Eigentlich waren wir satt und zufrieden, aber Frau Jenome hatte dann doch noch etwas Platz im Dessert Magen gefunden, und so sollte es noch ein Hausgemachter Apfelkuchen mit Sahne für 4,20 € sein. Diesen teilte sie sich letztendlich mit dem Mann meiner Freundin, denn seine sehnsüchtigen Blicke nach was Süßem konnte sie auch nicht ertragen. Beide waren zufrieden, war der Kuchen doch schön fluffig und gut im Geschmack.
Wir waren mittlerweile die letzten im Gasthof, alle Servicekräfte wuselten schon in der Küche herum, um diese zu putzen, und so vergaß man uns etwas, denn wir wollten ja zahlen und mussten wieder in die Heimat. Nach einer geschlagenen viertel Stunde zahlten wir dann, und machten uns wieder auf den Weg nach Bad Gögging, um unsere Freundin zu ihrem Kurschatten zu bringen und unseren Heimweg anzutreten.
Unser Fazit: wir zahlten zu fünft 123,60 € im Gasthof Weißes Lamm in Kelheim. Eigentlich hätten wir gleich am Anfang hier einschwenken können, denn ein uriger Gasthof, freundliche Bedienung und leckeres Essen machten unseren Abschied aus Bayern doch noch einmal besonders.
Am letzten Tag unseres Spontanbesuches bei unserer Freundin zur Kur in Bad Gögging wollten wir uns natürlich vor unserer Abreise nach Sachsen dann doch auch gerne noch ein bisschen die Gegend erkunden, da wir in dieser schönen Ecke Deutschlands noch nie waren. So führte uns am Vormittag eine kleine Wanderung in das Kloster Weltenburg. Eigentlich war unser Plan, dann dort in der Klosterschänke unser Mittag einzunehmen. Da aber im Februar hier hinten an der Donau tote Hose ist, und selbst... mehr lesen
4.5 stars -
"Uriger, bayrischer Gasthof. Vielleicht sollte es Manowar doch noch mal versuchen." JenomeAm letzten Tag unseres Spontanbesuches bei unserer Freundin zur Kur in Bad Gögging wollten wir uns natürlich vor unserer Abreise nach Sachsen dann doch auch gerne noch ein bisschen die Gegend erkunden, da wir in dieser schönen Ecke Deutschlands noch nie waren. So führte uns am Vormittag eine kleine Wanderung in das Kloster Weltenburg. Eigentlich war unser Plan, dann dort in der Klosterschänke unser Mittag einzunehmen. Da aber im Februar hier hinten an der Donau tote Hose ist, und selbst
Besucht am 07.02.20265 Personen
Rechnungsbetrag: 38 EUR
Der Überraschungsbesuch bei unserer Freundin zur Kur in Bad Gögging war gelungen. Da wir bei dem Wetter nun nicht den ganzen Tag in der Kurklinik verbringen wollten, zeigte sie uns so die ganzen Ecken, wo die Kurgäste nach ihren Behandlungen entlang flanieren. Dabei kamen wir auch bei dem Café und Konditorei Regner vorbei. Alsbald wussten wir, hier geht die Kurtruppe des Öfteren mal auf ein Käffchen hin, und so wurden wir auf Kaffee und Kuchen eingeladen.
Wir betraten also das Café, und waren erstaunt, dass dies ob der Größe fast voll besetzt war. Dabei war vom Senioren-Kaffeekränzel bis zur jungen Mutti-Quatschrunde alles dabei. Nun gesellten auch wir uns als Touris dazu, und fanden einen geeigneten Platz für uns fünfe.
Unsere Freundin erklärte uns, dass wir für die Kuchenauswahl an den Tresen müssen, und dieser dann an unseren Tisch gebracht wird. Also entschwanden wir dann erst einmal zur gr0ßen Theke, wo es ausreichend Kuchen, Torten, Berliner oder auch Strudel gab.
Eine Spezialität des Hauses sind die selbstgemachten Trüffel, welche in 16 verschiedenen Varianten zu haben waren.
Die Auswahl fiel uns also nicht leicht, letztendlich mussten wir uns aber entscheiden. Die Wünsche wurden am Tresen entgegengenommen, und mit einer Nummer versehen, dass man dann auch noch den richtigen Kuchen bekommt.
Währenddessen war eine der drei älteren Damen, welche heute hier im Service beschäftigt waren, an unserem Tisch, und wollte die Getränkewünsche aufnehmen. Da wir ja aber sofort an den Tresen gegangen waren, konnte unsere Freundin noch nichts bestellen. Also schauten wir dann erst einmal in die schon ziemlich abgegriffenen Speisekarten, welche auf dem Tisch auslagen.
Wir fanden unsere Getränke, und hofften nun, dass die gute Frau ihren Weg auch wieder an unseren Tisch findet. Darauf mussten wir aber eine ganze Weile warten, zwischenzeitlich war dann auch schon der Kuchen am Tisch. Diese Dame, die den Kuchen brachte, konnte aber keine Getränke aufnehmen, sie war ausschließlich für den Kuchen verantwortlich. Naja, so macht ebend jeder seins.
Also hatten wir erst mal Zeit uns im großen Café umzusehen. Gleich neben dem Eingangsbereich gliedert sich eine riesige Theke an, an der die verschiedensten Kuchen und Torten angepriesen werden, diese Theke geht fast über die gesamte Breite des doch recht großen Cafés. Am anderen Ende der Theke steht ein riesiger Kaffeeautomat, der ausnahmslos von einer der drei Damen bedient wird. Im Rest des Cafés versucht man etwa mediterranen Stil einzubringen, so wird die Decke im Raum mit dicken, weißen Marmorsäulen gestützt, daneben stehen oftmals große Blumenkübel mit Palmen drin.
Die Tische sind zu verschiedenen Sitzecken gestellt, welche mit weich gepolsterten Bänken und Stühlen umgeben sind. Während Stühle und Bänke ein gemütliches Flair ausstrahlen, sind die Tische eher einem Bistro zugetan. Auch bemerkenswert, an den Bänken gibt es Steckdosen zum Aufladen des Handys. Im hinteren Bereich ist eine riesige Glasfront, von der man im Sommer auch auf die Terrasse kommt.
Zwischenzeitlich war dann auch die Kaffeebestelldame wieder an unserem Tisch, und konnte nun unsere Getränkewünsche aufnehmen.
So orderten wir:
2x Haferl Kaffee für je 3,80 €
1x Latte Macchiato mit Karamelsirup für 4,00 €
1x italienischen Cappuccino für 3,10 €
1x 0,5ér Spezi für 3,90 €
Sage und schreibe eine viertel Stunde nachdem unser Kuchen am Platz war, kam dann auch mal der Kaffee. Wir glaubten schon fast nicht mehr daran. Hier sollte die betriebsinterne Kommunikation und die Abläufe noch einmal auf den Prüfstand genommen werden.
Nun konnten wir uns also an unsere Kuchen und Torten wagen. Da hatten wir heute eine Erdbeertorte, eine Mango-Sahne-Torte, eine Blaubeertorte und eine Schokotorte. Alle Torten waren zum Preis von je 3,60 € als Cafépreis, 0,40 € günstiger als Mitnehmpreis.
Das ist gerechtfertigt. Für die Herren gab es einmal einen normalen Berliner für 2,00 € und einmal einen Berliner mit Tiramisu Füllung für 3,60 €.
Alle Torten und die anderen Backwaren werden selbst hergestellt, und hier schmeckte man auch die Konditorkunst. Alle Torten waren richtig gut und nicht zu süß. Überraschung gab es beim normalen Berliner, denn der war mit Aprikosenmarmelade gefüllt. In Sachsen kenn ich Pfannkuchen nur mit Kirsch- oder Erdbeermarmelade. Und auch der andere Berliner mit Tiramisu Füllung war richtig gut, wer es mag.
Auch die Kaffees waren gut, bemerkenswert hier die eigenen Bad Gögginger Kaffeehaferl-Tassen. Die Kaffeehaferl waren normal gekochte Kaffees, richtig kräftig und stark, die Latte und der Cappuccino kamen aus der Siebträgermaschine. Einzig die Latte schmeckte etwas zu wenig nach Karamell, da hätte es ein Schluck Sirup mehr gern getan.
Nach einer knappen dreiviertel Stunde waren wir fertig, und verlangten nach der Rechnung. Auch hier mussten wir leider wieder einige Zeit warten. Zu unserem Erstaunen gab es dann für die Getränke eine Rechnung aus der Registrierkasse, die Torten wurden auf einem normalen Zettel zusammengerechnet, der Gesamtpreis mit den Getränken dann ebenfalls auf dem normalen Zettel zusammengerechnet.
Unser Fazit: wir ließen zu fünft 38,60 € im Café und Konditorei Regner in Bad Gögging. Frische leckere Kuchen und Torten, mit den Berlinern mit unterschiedlicher Füllung auch mal anderes im Angebot. Das Ambiente für solch großes Café ok, nur am Ablauf mit der Bedienung sollte noch mal gefeilt werden.
Der Überraschungsbesuch bei unserer Freundin zur Kur in Bad Gögging war gelungen. Da wir bei dem Wetter nun nicht den ganzen Tag in der Kurklinik verbringen wollten, zeigte sie uns so die ganzen Ecken, wo die Kurgäste nach ihren Behandlungen entlang flanieren. Dabei kamen wir auch bei dem Café und Konditorei Regner vorbei. Alsbald wussten wir, hier geht die Kurtruppe des Öfteren mal auf ein Käffchen hin, und so wurden wir auf Kaffee und Kuchen eingeladen.
Wir betraten also das Café,... mehr lesen
Café in der Bäckerei Regner
Café in der Bäckerei Regner€-€€€Cafe, Konditorei094457126Neustädter Str. 12, 93333 Neustadt an der Donau
3.5 stars -
"Ein großes Café mit leckerem Kuchen, nur die Koordination des Service könnte besser sein" JenomeDer Überraschungsbesuch bei unserer Freundin zur Kur in Bad Gögging war gelungen. Da wir bei dem Wetter nun nicht den ganzen Tag in der Kurklinik verbringen wollten, zeigte sie uns so die ganzen Ecken, wo die Kurgäste nach ihren Behandlungen entlang flanieren. Dabei kamen wir auch bei dem Café und Konditorei Regner vorbei. Alsbald wussten wir, hier geht die Kurtruppe des Öfteren mal auf ein Käffchen hin, und so wurden wir auf Kaffee und Kuchen eingeladen.
Wir betraten also das Café,
Das Restaurant Maerz in Bietigheim-Bissingen wird zum 31. Dezember 2026 an seinem bisherigen Standort schließen. Wie die Betreiber Benjamin, Christian, Stephanie und Annabell Maerz laut einer Mitteilung bekanntgaben, wurde die Entscheidung, den Pachtvertrag nicht zu verlängern, bereits im vergangenen Jahr getroffen. Nach Angaben des Unternehmens war eine weitere Zusammenarbeit unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr möglich. Zudem wurde laut Mitteilung deutlich, dass die langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten für den Betrieb an diesem Standort begrenzt sind.
Die Inhaber erklärten in ihrem Schreiben, dass die öffentliche Bekanntgabe zu diesem Zeitpunkt nicht beabsichtigt war. Ursprünglich sei geplant gewesen, die Entscheidung zu einem selbst gewählten Zeitpunkt und persönlich zu kommunizieren. Dieser Schritt wurde dem Unternehmen jedoch nach eigenen Angaben vorweggenommen. In der Folge rechnet das Team des Maerz damit, die aktuelle gastronomische Auszeichnung durch einen Stern voraussichtlich bereits im Juni zu verlieren. Statistisch gesehen entziehen namhafte Gastronomieführer ihre Prädikate häufig, wenn eine Standortschließung oder ein Pächterwechsel offiziell bekannt wird, da die Bewertung an die Kontinuität der jeweiligen Betriebsstätte geknüpft ist.
Die Entscheidung gegen eine Fortführung am jetzigen Ort beruhe laut den Verantwortlichen weder auf finanziellen noch auf konzeptionellen Gründen. Das Unternehmen verweist darauf, dass das Sternerestaurant über einen Zeitraum von 15 Jahren wirtschaftlich erfolgreich geführt worden sei und eine sehr gute Auslastung verzeichnet habe. Das gastronomische Angebot am Standort umfasst derzeit verschiedene Konzepte, die von der gehobenen Küche bis hin zu einem Burgerkonzept aus derselben Küche reichen. Der reguläre Betrieb soll mit allen bestehenden Formaten bis zum Jahresende uneingeschränkt fortgesetzt werden.
Bezüglich der weiteren Planung nach der Schließung teilten die Betreiber mit, der Region treu bleiben zu wollen. Ein Schwerpunkt der künftigen Geschäftstätigkeit soll der konsequente Ausbau des sogenannten Home-Dining-Konzepts sein. Damit reagiert das Unternehmen auf die sich wandelnden Anforderungen im Markt für kulinarische Dienstleistungen. Genauere Details zu neuen Räumlichkeiten nach dem Auszug aus dem aktuellen Objekt in Bietigheim-Bissingen wurden in der Mitteilung noch nicht genannt. Das Team kündigte jedoch an, auch in Zukunft weiterhin gastronomische Erlebnisse schaffen zu wollen.
Das Restaurant Maerz in Bietigheim-Bissingen wird zum 31. Dezember 2026 an seinem bisherigen Standort schließen. Wie die Betreiber Benjamin, Christian, Stephanie und Annabell Maerz laut einer Mitteilung bekanntgaben, wurde die Entscheidung, den Pachtvertrag nicht zu verlängern, bereits im vergangenen Jahr getroffen. Nach Angaben des Unternehmens war eine weitere Zusammenarbeit unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr möglich. Zudem wurde laut Mitteilung deutlich, dass die langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten für den Betrieb an diesem Standort begrenzt sind.
Die Inhaber erklärten in ihrem Schreiben, dass die öffentliche Bekanntgabe zu diesem Zeitpunkt nicht... mehr lesen
Sternerestaurant Maerz im Hotel Rose
Sternerestaurant Maerz im Hotel Rose€-€€€Sternerestaurant0714242004Kronenbergstraße 14, 74321 Bietigheim-Bissingen
stars -
"Restaurant Maerz beendet Betrieb im Hotel Rose zum Jahresende 2026" JenomeDas Restaurant Maerz in Bietigheim-Bissingen wird zum 31. Dezember 2026 an seinem bisherigen Standort schließen. Wie die Betreiber Benjamin, Christian, Stephanie und Annabell Maerz laut einer Mitteilung bekanntgaben, wurde die Entscheidung, den Pachtvertrag nicht zu verlängern, bereits im vergangenen Jahr getroffen. Nach Angaben des Unternehmens war eine weitere Zusammenarbeit unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr möglich. Zudem wurde laut Mitteilung deutlich, dass die langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten für den Betrieb an diesem Standort begrenzt sind.
Die Inhaber erklärten in ihrem Schreiben, dass die öffentliche Bekanntgabe zu diesem Zeitpunkt nicht
Geschrieben am 26.03.2026 2026-03-26| Aktualisiert am
26.03.2026
Besucht am 07.02.2026Besuchszeit: Abendessen 5 Personen
Rechnungsbetrag: 139 EUR
Unsre Freundin war zu einem 5-wöchigen Kuraufenthalt im bayrischen Bad Gögging, und bereits weit vor ihrer Abreise aus Sachsen, war meiner Frau und mir klar, wir fahren sie besuchen. Rechtzeitig weihten wir dann auch ihren Mann und die Tochter ein, und die beiden waren Feuer und Flamme Mama bzw. Ehefrau zu besuchen. Nachdem auch mit den Angestellten des heimischen Bauernhofes die Vertretung klar war, und auch diese dicht hielten, durfte sich natürlich Herr Jenome um die Beherbergung, die Restaurants und den Reiseplan kümmern.
Da denkt man doch, dass man in solch einem bayrischen Kurort problemlos Unterkunft und Restaurant reserviert bekommt, aber ich musste mich eines Besseren belehren lassen, denn jetzt Anfang Februar hatten doch recht viele Restaurants geschlossen bzw. haben ihre Räume für die neue Saison renoviert. Meine Prämisse war nach wie vor, dass das Restaurant von der Kurklinik fußläufig erreichbar sein muss. So fand ich dann mitten im Ort von Bad Gögging das Kurhotel Centurio, und reservierte dort für uns fünfe einen Tisch zum Abendessen.
Die Freude und Überraschung war bei unserer Freundin natürlich riesengroß, uns zu sehen. So erkundeten wir dann gemeinsam den kleinen Ort und machten einen Ausflug an die Donau. Das macht natürlich hungrig, und so machten wir uns dann am zeitigen Abend auf ins Kurhotel.
Da angekommen, steht man erst einmal in einem großen Hausflur mit einer leeren Rezeption, welche wahrscheinlich schon längere Zeit geschlossen ist. Am Ende des Gangs erblickten wir dann eine relativ einfache Türe, über der zumindest schon mal Restaurant stand. Hier müssen wir also rein.
Empfangen wurden wir direkt am Tresen hinter der Türe von einer nicht mehr ganz jungen Dame, welche uns in ihrem ausländischen Akzent begrüßte. Diese Dame hatte ich doch einige Tage vorher schon am Telefon gehört.
Sie begleitete uns in den hinteren Gastraum, und wies uns dort unseren Tisch zu, und brachte auch alsbald die Speisekarten. Auch wollte sie nun schon unsere Getränkewünsche wissen, wir wollten aber erst einmal in der Karte stöbern, und so ging sie wieder an ihren Tresen.
Die Speisekarte hielt 5 Vorspeisen parat, welche zwischen knapp 6 und 13 Euro kosteten. Weiter ging es mit Salat, und den in Bayern so beliebten Brotzeiten. Hier lagen die Preise allesamt deutlich unter 15 Euro. Weiter ging es mit typisch bayrischer Küche, und einer Schnitzelkarte. Hier waren die Preise unter 20 Euro, wobei ich immer wieder staune wie die Bayern das machen. Und auch für Liebhaber der Fleischlosen Gerichte war etwas dabei.
Nach einiger Zeit kam sie dann wieder, und wir hatten aus der doch recht umfangreichen Speisekarte unsere Wünsche zusammen. So orderten wir:
Getränke:
2x 0,5ér Kuchlbauer Hell für je 4,10 €
1x 0,5ér Radler für 4,10 €
1x 0,2ér Bacchus Höfling halbtrocken vom Weingut Klaus Höfling für 6,50 €
1x 0,5ér Cola für 4,10 €
Vorspeisen:
3x Rinderkraftbrühe mit Pfannkuchenstreifen für je 5,90 €
Hauptspeisen:
1x Brotzeitplatte mit Wurst- und Käsevariationen, Gewürzgurkerl und frisches Bauernbrot für 13,90 €
1x Bergschnitzel - Schnitzel vom Schwein, gefüllt mit Bergkäse und geräuchertem Speck, dazu Pommes Frites für 12,90 €
1x Bergschnitzel - Schnitzel vom Schwein, gefüllt mit Bergkäse und geräuchertem Speck, dazu Spätzle für 12,90 €
1x Schweinesteak „Centurio Style“ mit Champignon-Zwiebelgemüse und Röstkartoffeln für 19,50 €
1x Currywurst mit Steakhouse Frites für 11,90 €
Nun hatte die gute Dame erst mal zu tun, und so konnten wir uns genauer im Restaurant umschauen. Das Restaurant hier im Hotel besteht aus zwei großen Räumen, der vordere Teil mit der großen, dunklen Theke war an diesem Abend voll besetzt, der hintere Teil blieb uns den ganzen Abend allein überlassen.
Unser Raum war mit Bänken zu verschiedenen Sitzabteilen abgetrennt, so konnte man auch als etwas größere Truppe immer gut und ungestört zusammensitzen. Im vorderen Bereich standen dann dafür die einzelnen Stühle und Tische. Das Restaurant ist ausgestattet mit rustikalem Gestühl und großen, dunklen Tischen. Die Stühle als auch die Bänke sind mit einem gelben Leder überzogen und sehr bequem, da kann man es aushalten. Auf den Tischen selbst lagen noch rote Stofftischdecken, in den Vasen waren frische Blumen.
Für den der es benötigt, standen Salz-und Pfefferstreuer parat. Die Wände und die Decke ist ebenfalls rustikal gehalten, und versprüht einen alten, rustikalen Charme. Die Holzbalken waren reich verziert, man fühlte sich wie in einem alten bayrischen Gasthaus. Alle Tische waren picobello sauber, auch die Toilette, welche sich im Kellergeschoß befindet, war sauber.
Nach fast 10 Minuten kamen dann unsere Getränke an den Tisch, und wir konnten auf die gelungene Überraschung anstoßen. Da wir hier natürlich das heimische Bier trinken, gab es für uns ganz klar, dass herrlich süffige Kuchlbauer aus dem Nachbarort. Da man hier scheinbar die sonst so verbreiteten Naturradler nicht kennt, wurde das Radler hier noch altehrwürdig angemischt.
Wenige Minuten nach unserer Getränkelieferung waren dann auch unsere drei Rinderkraftbrühen mit Pfannkuchenstreifen am Tisch. Eine gute Brühe, kochend heiß, mit ausreichend dieser Pfannkuchenstreifen. Schmeckte sie anfangs noch deftig gewürzt, wurde sie zum Ende hin immer schärfer, denn mit Pfeffer hatte man hier nicht gespart, und so sah man dann auch auf dem Boden der Schüssel den grob gemahlenen Pfeffer schwimmen.
Weitere 10 Minuten später kamen dann auch unsere Hauptspeisen. Und da muss ich schon sagen, dass ich auf die Brotzeitplatte mit Wurst- und Käsevariationen, Gewürzgurkerl und frischem Bauernbrot unseres Freundes wirklich neidisch war.
Denn das, was hier geliefert wurde, konnte sich sehen lassen. So waren mehrere Scheiben roher Schinken, Salami, Paprikawurst, gekochter Schinken und bayrischer Leberkäs auf dem Brettl vorhanden. Zusätzlich gab es im Brotkorb noch Frischkäse und Leberwurst.
Dann noch einige Scheiben Gouda, Cheddar und Kräuterkäse sowie Camembert. Das Ganze mit frischen Salat, Radies und Tomate garniert. Da reichten die 4 Scheiben vom frischen, weichen Brot gar nicht aus, um alle zu verbrauchen. Klar wird das alles vom Frühstücksbüffet sein, aber für den Preis kann man wirklich nicht meckern.
Unsere Freundin und meine Frau hatten sich das Bergschnitzel auserkoren. Die eine mit Pommes, die andere mit Spätzle. Die Schnitzel waren auf den ersten Blick vielleicht nicht so groß, dafür waren sie aber sehr dick und richtig gut mit viel gekochtem Schinken und herzhaften Bergkäse gefüllt.
Die Pommes waren reichlich, kross und gut gewürzt, die Spätzle waren fast schon zu reichlich dafür vom Teig her leider fast ein bisschen zu trocken. Leider fehlte hier bei beiden Tellern eine kleine Salatgarnitur oder etwas Gemüse.
Ich hatte mich schon bei Studium der Speisekarte zu Hause für das Schweinesteak „Centurio Style“ mit Champignon-Zwiebelgemüse und Röstkartoffeln entschieden. Und auch wenn ich neidisch auf die Brotzeitplatte schaute, war ich zufrieden mit meinem Steak.
Es war gut durchwachsen, angenehm stark geschnitten, gut gewürzt und noch besser gebraten. Das Ganze dann mit einem großen Haufen frischer, angebratener Zwiebel und Champignons garniert. Dabei schmeckte die Zwiebel-Champignon Garnitur noch herzhafter als das Steak.
Keine schlechte Kombination. Die Röstkartoffeln wurden in einem extra Schälchen serviert und waren schön kross mit Speck und Zwiebel gebraten und auch ganz ordentlich gewürzt. Alles in allem war dies dann doch schon ein sehr fettiges essen, den vom Steak, dem Zwiebelgemüse und den Röstkartoffeln war noch reichlich Fett auf dem Teller.
Da Töchterchen sich nicht so recht entscheiden konnte, hatte sie sich letztendlich die Currywurst mit Steakhouse Frites ausgesucht. Und was war das denn für eine Portion? Der Teller war voll, mit Pommes und der Currywurst. Hier brauchte man nicht nur große Augen, sondern auch einen großen Bauch.
Sie kämpfte sich tapfer durch das Essen. Die Currywurst so wie wir es auch kennen, ordentlich gebraten und in Scheibchen geschnitten, und dann mit reichlich würziger, leicht scharfer Currysauce ertränkt. Darüber nicht viel weniger Currypulver verstreut, ja so mögen wir ne Currywurst. Die Steakhouse Pommes waren richtig schön kross frittiert und ebenfalls sehr reichlich.
Zusätzlicher Ketchup und Mayo wurde in Portionsbeuteln so viel man wollte kostenlos beigelegt. Nicht kostenlos war die Verpackung um den Rest der Wurst und der Pommes mit ins Hotel zu nehmen, denn die junge Dame wollte am Abend den Rest vertilgen. Dafür mussten wir dann noch 1,50 € löhnen.
Nach 1,5 Stunden waren wir fertig, zahlten und machten uns auf den Rückweg in die Kurklinik.
Unser Fazit: wir zahlten zu fünft 139,50 € im Hotel Centurio in Bad Gögging. Ein gemütliches Ambiente, eine Wirtin die auf zack ist und preiswerte, gute Speisen. Nur bei den Beilagen ist noch genügend Luft nach oben.
Unsre Freundin war zu einem 5-wöchigen Kuraufenthalt im bayrischen Bad Gögging, und bereits weit vor ihrer Abreise aus Sachsen, war meiner Frau und mir klar, wir fahren sie besuchen. Rechtzeitig weihten wir dann auch ihren Mann und die Tochter ein, und die beiden waren Feuer und Flamme Mama bzw. Ehefrau zu besuchen. Nachdem auch mit den Angestellten des heimischen Bauernhofes die Vertretung klar war, und auch diese dicht hielten, durfte sich natürlich Herr Jenome um die Beherbergung, die Restaurants und... mehr lesen
Restaurant im Hotel Centurio
Restaurant im Hotel Centurio€-€€€Restaurant, Cafe, Hotel0944597220Am Brunnenforum 6, 93333 Neustadt an der Donau
4.0 stars -
"Deftige Wirtshausküche" JenomeUnsre Freundin war zu einem 5-wöchigen Kuraufenthalt im bayrischen Bad Gögging, und bereits weit vor ihrer Abreise aus Sachsen, war meiner Frau und mir klar, wir fahren sie besuchen. Rechtzeitig weihten wir dann auch ihren Mann und die Tochter ein, und die beiden waren Feuer und Flamme Mama bzw. Ehefrau zu besuchen. Nachdem auch mit den Angestellten des heimischen Bauernhofes die Vertretung klar war, und auch diese dicht hielten, durfte sich natürlich Herr Jenome um die Beherbergung, die Restaurants und
Besucht am 21.10.20253 Personen
Rechnungsbetrag: 40 EUR
Unser kleines Kind hatte das Schicksal hart getroffen, und nach einigen Wochen Krankenhausaufenthalt ging es für sie für 5 Wochen zur Reha in den wunderschönen Spreewald. Hier in Burg verbrachte sie nun ihre Zeit auf dem Weg zurück in ein normales Leben. Da der Spreewald auch von uns nicht allzu weit weg ist, haben wir sie natürlich so oft es ging besucht, und da unsere Kleine ein Leckermäulchen ist, wollte sie dann doch immer einen Spaziergang im kleinen Spreewaldort Burg unternehmen, natürlich immer mit dem Ziel irgendwo ein Café aufzusuchen, um Kuchen essen zu gehen. Das war manchmal gar nicht so einfach, aber mit dem Café Kleinod in Burg fanden wir das, was sie wünschte. Es war fußläufig für sie erreichbar, und es gab Kuchen.
So waren wir auch an diesem Tag wieder unterwegs, dieses Café war heute unser Ziel. Trotz das wir schon Mitte Oktober hatten, war es ein sonniger und schöner, warmer Tag. Das nutzte natürlich auch die Café-Crew, und hat die Außenterrasse entsprechend hergerichtet. So hatte man die Qual der Wahl, innen im gemütlichen Café sitzen, oder draußen die vielleicht letzten Sonnenstrahlen des Jahres erhaschen.
Wir entschieden uns für den Außenbereich, auch, da auf allen Stühlen Decken lagen, welche man sich über die Beine werfen konnte, sollte man doch etwas frösteln. Die Terrasse war mit Rattan Möbeln ausgestattet. Auf den großen, festen Stühlen saß man ganz bequem, die Tische boten ausreichend Platz. Für die Vierbeinigen Freunde gab es eine Trinkschüssel, für den Sommer ist eine große Überdachung da, dass man sich etwas vor der Sonne schützen kann.
Gemütlicher geht es allerdings im inneren des Cafés zu, hier könnte man fast meinen, man sitzt in Omas guter Stube. Helle und dunkle Plüschmöbel laden hier zum Verweilen ein, die tapezierten Wände versprühten den entsprechenden Charme.
Hier gab es kleine Ecken zum Chillen und Quatschen, wo man auf den kleinen Tischchen wirklich nur eine Kaffeetasse unterbekommt, als auch große ecken, bei denen die Tische für reichlich Kuchen und Kaffeegedecke ausgelegt waren. Dazwischen Regale als Raumteiler, die wiederrum mit nostalgischen Kaffeekannen geschmückt waren. Hier lässt es sich aushalten.
Ein junges, freundliches Team schmeißt den ganzen Laden, erklärt zu den Kuchen und Torten, und hat die Gäste und ihre Wünsche immer im Blick.
Die Speisekarten lagen schon auf den Tischen aus. Zusätzlich gibt es eine Tageskarte mit herzhaften Speisen für all jene, denen Kaffee und Kuchen nicht zusagt. Heute gab es Kürbissuppe, Hähnchenschnitzel oder Lasagne, oder aber auch die Spreewald-Nationalspeise Quark mit Pellkartoffeln, Zwiebeln und frischem Leinöl.
Bei letzterem musste ich mich schon heftig wehren, ist dies doch eine Leibspeise von mir, aber heute sollte es ja unbedingt Kaffee und Kuchen geben. Also ergab ich mich, und fügte mich meinem Schicksal.
Die Karte auf dem Tisch enthält die verschiedenen Kaffeespezialitäten, aber auch die verschiedenen Hefeplinsen, welche nach Bestellung frisch gebacken werden. An der Theke gibt es dann eine große, gläserne Kühlvitrine, wo man sich seinen Kuchen aussuchen kann.
Am heutigen Tag hatte man die Wahl zwischen 10 verschiedenen, selbstgebackenen Kuchen und Torten, die in der Vitrine standen. Wir suchten aus, und gingen wieder an unseren Tisch zurück, alsbald kam eine junge Dame an unseren Tisch, und fragte nach unseren Wünschen.
Wir orderten:
Getränke:
• 1x Latte Macchiato für 4,20 € • 1x Trinkschokolade für 3,90 €
Speisen:
• 1x Himbeer-Käse-Sahne-Torte für 4,60 € • 1x Schoko-Sahne-Torte für 4,60 € • 1x Mango-Vanille-Torte für 4,60 € • 1x Schoko-Birne-Torte für 4,60 €
Lange brauchten wir jetzt auf unsere Getränke als auch die Torten nicht warten, denn nach wenigen Minuten waren diese am Tisch.
Die Getränke waren natürlich gut, kamen sie doch aus einer guten, großen Siebträgermaschine. Für den Latte Macchiato wünschten wir zusätzlich noch Karamellsirup, welcher zusätzlich mit 0,60 € berechnet wurde. Die Trinkschokolade war mit Vollmilch angerichtet, und nicht wie so oft nur mit Milch-und Kakaopulver sowie Wasser angerührt.
Nun hieß es also, sich über die Torten herzumachen. Die Himbeer-Käse-Sahne-Torte sah schon mal gut aus, und war durch ihren dicken Belag mit Himbeeren herrlich frisch.
Der Teig im unteren Bereich als Keksboden gemacht, darüber dann ein fluffig weicher Teig, welcher durch eine dicke Schicht einer festen Käse-Sahne-Schicht unterbrochen wurde. Dabei war diese Sahneschicht nicht zu süß, also gut gelungen.
Die Schoko-Sahne-Torte war mir zu schokig, meinen Mädels schmeckte sie. Auch hier wieder der Boden als Keksboden angerichtet, darüber dann ein dunkler Schokoteig welcher hier durch eine Schoko-Sahne unterbrochen wurde, und obenauf noch einmal mit einer dicken Schicht ergänzt wurde.
Dabei hat man obenauf mit der Sahne wunderschöne Bildchen gestaltet, was auf der großen Torte richtig schick aussah. Diese Torte ist aber garantiert nichts für Leute die süß nicht mögen, denn mir war sie viel zu süß.
Als nächstes stand die Mango-Vanille-Torte an, welche schon durch ihre gelbe Farbe obenauf aber auch die gelbe Sahne-Creme auffiel. Hier war der Boden aus dem fluffig, weichen Teig hergestellt, und kurz über dem Boden war hier schon diese gelbe Mango-Sahne-Creme mit einem Fruchtgelee aufgebracht.
Anders als bei den ersten beiden Torten war hier dann noch einmal eine weitere Schicht der Sahne-Creme eingebracht bevor oben auf, nach einer weiteren dünnen Schicht des fluffigen Teiges wiederrum Sahne, hier in aufgespritzter Form, drauf war. Zusätzlich waren hier dann noch kleine Würfel Mango und eine süße Toppingsauce aufgebracht. Ein herrlicher Sommergenuss.
Als letztes hatten wir die Schoko-Birne-Torte, welche ich gänzlich meinen Damen überließ, da ich weder Schoko, noch Birne mag. Auch hier wie bei den ersten beiden der Boden aus Keksteig und unmittelbar darüber eine Mischung aus Schokoteig mit Birnenstückchen.
Darauf folgte dann eine weitere Schicht, aber dieses Mal mit hellem Teig und Birnenstückchen, bevor obenauf wieder etwas Sahne, und hier aber Schokoblättchen verteilt waren.
Wer meine Mädels kennt, weiß das es das doch noch nicht gewesen sein kann.
Richtig, es wurde noch einmal geordert, dieses Mal wünschte man sich:
• Spreewälder Hefeplins mit Butter, Zucker, heißen Kirschen und Sahne für 7,50 € • Spreewälder Hefeplins mit Butter, Zucker, Apfelmus und Sahne für 5,80 €
Die beiden Plinsen wurden frisch hergestellt, und kamen schön warm und fluffig weich an den Tisch. Solche Plinsen sind in unserer Gegend traditionell, die Rezepte werden von Generation zu Generation weitergegeben, und gibt es auch oftmals im Hause Jenome.
Auch wenn heiße Kirschen und der Apfelmus Convenience waren, schmeckte beides gut.
Es war ein schöner und gelungener Nachmittag. Wir konnten Töchterchen ihren Wunsch nach einem schönen Café und Kuchen, Kuchen, Kuchen vollauf erfüllen. Nach etwas über einer Stunde zahlten wir, und machten uns wieder auf in die Rehaklinik.
Unser Fazit: wir ließen zu dritt 40,40 € im Café Kleinod in Burg im Spreewald. Ein kleines, liebevoll eingerichtetes Café, mit einer freundlichen Bedienung und leckeren Kuchen. Wer in der Gegend ist, sollte aber auch einmal die Spreewälder Hefeplins probieren. Wir kommen gern wieder!
Unser kleines Kind hatte das Schicksal hart getroffen, und nach einigen Wochen Krankenhausaufenthalt ging es für sie für 5 Wochen zur Reha in den wunderschönen Spreewald. Hier in Burg verbrachte sie nun ihre Zeit auf dem Weg zurück in ein normales Leben. Da der Spreewald auch von uns nicht allzu weit weg ist, haben wir sie natürlich so oft es ging besucht, und da unsere Kleine ein Leckermäulchen ist, wollte sie dann doch immer einen Spaziergang im kleinen Spreewaldort Burg... mehr lesen
Café im Kleinod
Café im Kleinod€-€€€Cafe03560375377Am Hafen 3, 03096 Burg (Spreewald)
5.0 stars -
"Ein gemütliches kleines Café im Spreewald mit frischem, leckeren Kuchen" JenomeUnser kleines Kind hatte das Schicksal hart getroffen, und nach einigen Wochen Krankenhausaufenthalt ging es für sie für 5 Wochen zur Reha in den wunderschönen Spreewald. Hier in Burg verbrachte sie nun ihre Zeit auf dem Weg zurück in ein normales Leben. Da der Spreewald auch von uns nicht allzu weit weg ist, haben wir sie natürlich so oft es ging besucht, und da unsere Kleine ein Leckermäulchen ist, wollte sie dann doch immer einen Spaziergang im kleinen Spreewaldort Burg
Besucht am 06.12.2025Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 50 EUR
Wir waren wieder auf der Sonneninsel unterwegs, und hatten in der Inselhauptstadt Burg einige Termine zu erledigen. Irgendwann quälte meine Frau dann doch einmal der Mittagshunger, und da kam die Frage auf, was essen. Da im Winter die vielen Fischbrötchenbuden rings um den Burger Marktplatz geschlossen haben, fiel diese Option schon mal aus. Im Kaufhaus Stolz das dortige Restaurant war proppenvoll, und so viel ihr doch das Pfannkuchenhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem Wastel ein. Und da wir am Nachmittag eh mit den beiden verabredet waren, sollte das unsere Option sein.
Die Pfannkuchenhäuser gibt es ja an Nord-und Ostsee zur Genüge, und aus der Vergangenheit, meine Mädels gingen immer gern dort hin, wussten wir das diese doch recht preisgünstig waren, denn so ein dünner Plinsen mit entsprechendem Belag ist ja nun in der Herstellung nicht soo teuer.
Im hiesigen Pfannkuchenhaus auf Fehmarn waren wir nun auch schon einige Jahre nicht mehr, hatte ja Opi Hartwig dieses Lokal immer verschmäht, oder aber es hatte in der Nebensaison immer geschlossen. Zum ersten Mal seit vielen Jahren war nun also im Dezember geöffnet, und unser Weg führte also hier her. Das Auto bekommt man in der Nebensaison bequem auf einem der vielen Parkplätze am Straßenrand unter, in der Hauptsaison wird es da schon schwieriger.
Nachdem wir das Restaurant betreten hatten, standen wir erst mal eine kleine Weile allein am Tresen, und warteten auf die Bedienung, das wir platziert werden können. Das große Restaurant war zwar komplettleer, aber die tische waren bereits für eine Weihnachtsfeier am Abend mit entsprechender Dekoration eingedeckt. Trotzdem bekamen wir Platz, man führte uns in den Wintergarten, der seitlich am Restaurant angebaut ist.
Dies ist zwar ein langer Schlauch, aber hier hat man einen guten Blick nach draußen. Die Stühle waren gut gepolstert, die Tische ausreichend groß. Nicht unbedingt hübsch, aber praktisch pragmatisch. Salz-und Pfeffermühle standen auf den Tischen, ein kleiner Stern und paar Nüsse sollten als weihnachtliche Dekoration herhalten. Die Gästezahl war auch sehr überschaubar, Anfangs saßen wir mit einem weiteren Pärchen allein da drin, später gesellte sich noch eine Familie mit zwei lärmenden Kindern hinzu.
Die Speisekarte ist auch hier, wie in allen anderen uns bekannten Pfannkuchenhäusern, als Tischplätzchen gehalten. Auf der Vorderseite die Speisenauswahl, auf der Rückseite die Getränke. Die Pfannkuchen werden als süße oder herzhafte Variante angeboten, auch versucht man mit verschiedenen Styles etwas internationales Flair in die Küche zu bekommen. Erschrocken waren wir allerdings auch hier über die Preise. Während man sonst für knapp über 10 Euro einen gut belegten Pfannkuchen bekam, bewegten sich nun die Preise schon deutlich an bzw. über der 20 Euromarke. Auch eine Winterkarte stand zur Verfügung, dort war allerdings weniger von Pfannkuchen die Rede, sondern da gab es dann Zwiebelrostbraten für 36 Euro, Kabeljaufilet für 28 Euro, Wiener Schnitzel für 29 Euro und argentinisches Rinderfilet für 49 Euro. Holla, die Waldfee. Na da sind wir mal gespannt was uns dafür geboten wird.
Eine Dame im Service, welche uns schon an den Platz gebracht hatte, kam nach kurzer Zeit wieder an unseren Tisch, und wir wollten ja Pfannkuchen und konnten so unsere Bestellung aufgeben.
Getränke:
· 1x 0,4ér Coca-Cola für 5,30 € · 1x 0,4ér Fanta für 5,30 €
Speisen:
· 1x Mama Mia – Pfannkuchen mit hausgemachter Rinderbolognese, Parmesanhobel und Rucola für 19,60 € · 1x Sucuk Pfannkuchen – die Gästewahl 2024 – Pfannkuchen mit Sucuk(Rindersalami mit Knoblauch), Paprika, Tomate, Zwiebeln, Parmesan und Jalapeños für 20,40 €
Die Getränke waren nach nicht mal 3 Minuten am Platz, die Pfannkuchen brauchten dann schon knapp 20 Minuten.
Meine Frau hatte sich für den Pfannkuchen Mama Mia entschieden. Den Preis von knapp 20 Euro im Hinterkopf bekam sie erst mal große Augen als sie ihren Pfannkuchen vorgesetzt bekam.
Der Pfannkuchen gut gemacht, nicht zu dick, nicht zu dünn. Darauf dann Bolognese. Eine würzige, leicht scharfe Bolognese mit fein krümeligen Hackfleisch vom Rind, aber fast zu viel Tomatensoße dazu.
Obenauf paar Parmesanstückchen aufgehobelt und ein Büschel Rucola als Dekoration. Wareneinsatz keine 5 Euro, für 20 Euro verkauft? Hier stimmt Preis/Leistung auf keinen Fall.
Ich hatte mich für den Sucuk Pfannkuchen entschieden, liebe ich es doch scharf und herzhaft. Bei mir war der Pfannkuchen schon deutlich dunkler gebacken, auch hier gut von der Dicke, nicht zu dünn, nicht zu dick. Dann belegt wie eine Pizza, ein paar hauchdünne Scheiben der kräftig nach Knoblauch schmeckenden Sucuk-Rindersalami.
Dazwischen dann ein paar dünne Scheibchen frischer Paprika, wenig Zwiebel, von Tomate fast gar nichts zu sehen. In der Mitte des Pfannkuchens ein paar ringe Jalapeños, welche ganz klar nicht frisch waren, sondern aus dem Glas vom Supermarkt.
Auch hier dann wieder ein Büschel frischer Rucola und etwas Parmesan verstreut. Schmeckte gut, aber über 20 Euro war es das auch nicht wert.
Nach einer knappen dreiviertel Stunde verließen wir das Lokal. Wir waren zwar satt, aber für den Preis…… ich denke das war es dann erst einmal für uns mit Pfannkuchenhaus auf Fehmarn. Und jetzt weiß ich auch warum Wastel nicht mal ebend über die Straße springt und hier einkehrt.
Unser Fazit: für zwei Softgetränke und 2 Pfannkuchen zahlten wir 50,60 € im Pfannkuchenhaus auf Fehmarn. Umfangreiche Karte mit vielen verschiedenen Variationen, aber Preis/Leistung. Nee das ist für uns Touristennepp und Abzocke, solche Preise finden dann auch wir als nicht mehr normal.
Wir waren wieder auf der Sonneninsel unterwegs, und hatten in der Inselhauptstadt Burg einige Termine zu erledigen. Irgendwann quälte meine Frau dann doch einmal der Mittagshunger, und da kam die Frage auf, was essen. Da im Winter die vielen Fischbrötchenbuden rings um den Burger Marktplatz geschlossen haben, fiel diese Option schon mal aus. Im Kaufhaus Stolz das dortige Restaurant war proppenvoll, und so viel ihr doch das Pfannkuchenhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem Wastel ein. Und da wir am Nachmittag... mehr lesen
2.5 stars -
"Preis/Leistung völlig inaktzeptabel" JenomeWir waren wieder auf der Sonneninsel unterwegs, und hatten in der Inselhauptstadt Burg einige Termine zu erledigen. Irgendwann quälte meine Frau dann doch einmal der Mittagshunger, und da kam die Frage auf, was essen. Da im Winter die vielen Fischbrötchenbuden rings um den Burger Marktplatz geschlossen haben, fiel diese Option schon mal aus. Im Kaufhaus Stolz das dortige Restaurant war proppenvoll, und so viel ihr doch das Pfannkuchenhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem Wastel ein. Und da wir am Nachmittag
Besucht am 01.11.2025Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 24 EUR
Wir waren in der Düsseldorfer Altstadt unterwegs, um die für uns bis dato unbekannte Stadt etwas zu erkunden. Viel haben wir mit dem Hop on-Hop off Bus erkundet, auch da das Wetter mehr als miserabel war. Irgendwann beschlich uns jedoch ein kleiner Hunger, und auch die Sehnsucht nach einem trockenen Raum. Es sollte also kein großes Restaurant sein, aber auch nicht der Stehimbiss im Freien. Da kam uns dann das Frittenwerk in der Fußgängerzone ganz gelegen. Paar Pommes und nen trockener, warmer Raum, das reichte uns.
Wir ergatterten das letzte freie Plätzchen im Restaurant, in der hintersten Ecke. Neben uns am Tisch ein größerer Kindergeburtstag, der Tisch voll mit Pommes und Ketchup geschmiert, die Kids benahmen sich bestimmt wie auch zu Hause. Egal, wir wischten unseren Bereich des Tisches mit Servietten sauber, denn die Überreste vom Vorgänger wollten wir nun nicht hier haben. Soviel erst mal zur Sauberkeit.
Ansonsten ist das kleine Restaurant erst einmal etwas rustikaler als MCD ausgestattet, dunkle Stühle und rustikale, dunkle Holztische versuchen mit verschiedenen Lichtinstallationen einen gemütlichen Aufenthalt zu erzeugen. Wer etwas höher sitzen will, kann dies auf Holzhockern tun, allerdings ist dort die Fläche zum Essen nicht ganz so groß. Die Wände sind komplett mit Holz vertäfelt, verziert mit nostalgischen Bildern. Ansonsten ist auch hier das Zeitalter der Technik eingezogen. Bereits am Eingang stehen zwei Terminals, ähnlich derer bei MCD, an denen man seine Speisen und Getränke ordern soll. Man kann es aber auch am Tresen ordern, so denn einer der beiden Mitarbeiter Zeit hat.
Da wir auf unserer Tour auch nichts zu trinken mitgenommen hatten, wollten wir also auch Getränke haben, da bot sich das Menü an.
So orderten wir:
1x Menü Chili Cheese Fries - Knusprige Fritten mit Chili sin Carne (Soja), Käsesauce, veganer Sour Cream und Jalapeños und einer Fanta für 12,25 €
1x Menü Tijuana Street Fries - Knusprige Knoblauchfritten mit Guacamole, veganer Sour Cream und gewürfelten Tomaten und einer Coca-Cola für 12,25 €
Von der Bestellung am Terminal bis zur Abholung vergingen nur wenige Minuten, dann konnte man in den schmalen Gang vor dem Tresen kommen, und sich auf einem Tablett seine Fritten holen. Die Fritten wurden auf einer Pappschale serviert, als Besteck gab es eine unförmige und stumpfe Holzgabel. Viel Erfolg beim an spießen der Pommes.
Meine Frau hatte sich für die Tijuana Street Fries entschieden, welche einzeln 8,90 € kosten. Alle weiteren Extras, so man denn wünscht, kosten Aufpreis. Die Fritten waren portionsmäßig ähnlich wie an jedem Straßenimbiss. Satt werden ist nicht, aber für zwischendurch reichts.
Sie waren ordentlich mit Knoblauchöl angerichtet und schmeckten richtig gut und heftig nach Knoblauch. Fremdknutschen hinterher unmöglich. Als Garnitur gab es die frische, auch kräftig nach Knoblauch schmeckende, Guacamole sowie frische Tomatenwürfel. Ein Klecks Sour Cream rundete das ganze ab.
Ich hatte mir die Chili Cheese Fries auserkoren, allerdings auch als Knoblauchfritten, was einen moderaten Preisaufschlag von 0,60 € kostete. Auch hier wieder die Pommes gut frittiert und kräftig im Geschmack. Enttäuscht war ich von dem kleinen Klecks Käsesauce, welcher über die Pommes gekippt wurde.
Und auch der Klecks Sour Cream war nicht der Rede wert. Käsesauce als auch Sour Cream sehr mild im Geschmack, im Vergleich zu den Pommes kaum wahrnehmbar. Kaum wahrnehmbar waren zumindest von der Menge her die paar Scheibchen Jalapeños welche dann ganz oben aufgelegt wurden. Sie waren dafür ordentlich scharf.
Es war ein Snack für Zwischendurch, und für die Besitzer vom Frittenwerk ist dies eine Gelddruckmaschine. Denn auch hier passt der Wareneinsatz in keinem Verhältnis zum Preis. Noch mehr Geld macht man, indem man auf die Flaschen der Getränke 15 Cent Pfand erhebt, und 99% der Leute ihre Flaschen auf das Leerguttablett abstellen. Ich wurde da schon bisschen blöd angeschaut, als ich mit beiden Flaschen an den Tresen ging und das Pfand einforderte. Hier ging es mir aber ums Prinzip.
Unser Fazit: wir zahlten zu zweit 24,40 € für zwei Portionen Pommes und ein kleines Softgetränk im Frittenwerk. Preis/Leistung, Sauberkeit, Service, ach reden wir nicht drüber. Wir saßen trocken, hatten einen kleinen Snack, und wissen das wir ja so schnell nicht wieder herkommen.
PS: in Berlin an unserer Lieblingscurrywurstbude bezahlen wir für eine große Currywurst mit scharfer Sauce, reichlich Pommes und nem Kindl keine 8 Euronen, und werden mehr als satt.
Wir waren in der Düsseldorfer Altstadt unterwegs, um die für uns bis dato unbekannte Stadt etwas zu erkunden. Viel haben wir mit dem Hop on-Hop off Bus erkundet, auch da das Wetter mehr als miserabel war. Irgendwann beschlich uns jedoch ein kleiner Hunger, und auch die Sehnsucht nach einem trockenen Raum. Es sollte also kein großes Restaurant sein, aber auch nicht der Stehimbiss im Freien. Da kam uns dann das Frittenwerk in der Fußgängerzone ganz gelegen. Paar Pommes und nen... mehr lesen
2.5 stars -
"Eine Gelddruckmaschine-oder wie man mit wenig Aufwand viel Geld machen kann" JenomeWir waren in der Düsseldorfer Altstadt unterwegs, um die für uns bis dato unbekannte Stadt etwas zu erkunden. Viel haben wir mit dem Hop on-Hop off Bus erkundet, auch da das Wetter mehr als miserabel war. Irgendwann beschlich uns jedoch ein kleiner Hunger, und auch die Sehnsucht nach einem trockenen Raum. Es sollte also kein großes Restaurant sein, aber auch nicht der Stehimbiss im Freien. Da kam uns dann das Frittenwerk in der Fußgängerzone ganz gelegen. Paar Pommes und nen
Besucht am 31.10.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 45 EUR
Wir waren nach Düsseldorf gereist, um dort der Uraufführung eines neuen Musicals im Capitol-Theater beizuwohnen. Dafür haben wir uns natürlich das ganze Wochenende freigenommen, um wenigstens etwas dieser schönen Stadt am Rhein zu sehen.
Erst einmal stand jedoch am Abend das neue Musical an. Wir haben unser Hotel in der Nähe des Capitols bezogen, und wollten natürlich vorher noch schön Essen gehen. Also schaute ich vorab nach Restaurants in der Nähe, die fußläufig vom Hotel zu erreichen sind, und dann auch nicht allzu weit weg vom Capitol sind. Fündig wurde ich wie so oft beim großen Onlinekartenanbieter. Dabei fiel mir das Treasure African Restaurant in einem Wohngebiet unweit vom Hotel und Theater ins Auge. Da wir hier in Dresden schon ewig nicht mehr afrikanisch essen waren, und mit der Küche eigentlich immer zufrieden waren, beschlossen wir, in Düsseldorf dieses Restaurant aufzusuchen.
Nach einer viertel Stunde Fußmarsch wurden wir hier in einer kleinen Seitenstraße fündig, das Haus des Treasure African Restaurant, welches auch schon deutlich in die Jahre gekommen ist, ragte wie ein Schiffsbug zwischen zwei Straßen hervor.
Das Restaurant machte mit reichlich Leuchtreklame auf sich aufmerksam, eine Speisekarte hing draußen in zwei Schaukästen an der Tür. Von außen würden wir glatt sagen, das ist eine urige, deutsche Kneipe, mal sehen, was uns im Innenraum erwartet.
Nachdem wir das Lokal betraten, wurden wir von einer dunkelhäutigen Dame, welche gleich am ersten Tisch saß und an ihrem Handy spielte und telefonierte, freundlich begrüßt, und uns wurde frei Platzwahl gelassen. Es war kurz vor halb sechs am Abend, das Lokal so gut wie leer, nur zwei weitere Tische waren mit einem jungen Pärchen und einem älteren, einzelnen Herrn besetzt. Wir wählten also einen Platz am Fenster, in der Mitte des Raumes, sodass wir einen guten Überblick hatten.
Das Restaurant war schon heftig in die Jahre gekommen, das Interieur entsprach einer deutschen Kneipe der achtziger Jahre. Dementsprechend sahen auch Stühle, Tische und Bänke aus, und hatten deutliche Abnutzungserscheinungen.
Hier ist die letzten 30 Jahre nichts passiert. Wenigstens die Sitzkissen, auf denen man saß, waren nicht so alt, denn die haben wenigstens ein bisschen den Hintern gepolstert. Auch die Fenster und die übrige Wandverkleidung, welche teilweise aus Holzpaneelen gehalten war, versprühte den Charme der 80íger Jahre. Unpassend war dann doch hier und da Werbeaufsteller (warum eigentlich) Werbeaufsteller von irgendwelchem Onlinebanking.
In einer weniger genutzten Ecke des Lokals stapelte man die überflüssigen Stühle, welche man dann scheinbar für die hier stattfindenden regelmäßigen Veranstaltungen benötigt. Von der letzten Veranstaltung hatte man wahrscheinlich noch die Lautstärke am Radio gelassen, denn gemütlich und in Ruhe essen war nicht.
Nachdem wir eine Weile saßen, und sich nichts tat, bequemte sich die Dame dann mal auf, ging hinter den Tresen, pfiff dort die beiden jungen, ebenfalls dunkelhäutigen Herren an, und bequemte sich wieder auf ihren Platz, um weiter am Handy zu spielen und zu telefonieren. Einer der Herren brachte uns dann die Speisekarte, von der wir bereits am Umband und den einzelnen Blättern die hiesigen Gerichte erkennen hätten können, so fettig und schmutzig war diese.
Später war uns dann auch klar warum. Hier schauten wir uns schon an, und überlegten doch das Lokal zu verlassen. Allerdings hätten wir es dann nicht mehr geschafft eine andere Gastronomie aufzusuchen. Also galt nun Augen zu und durch.
Die Getränke waren schnell gefunden, allzu viel Auswahl bestand ja da auch nicht. Auch gab es alle angebotenen Biere nur als Flaschenbiere, obwohl auf dem Tresen eine große Zapfanlage vorhanden war. Aber vielleicht besser so. Also orderten wir:
Getränke:
• 1x 0,33ér Coca Cola für 2,50 € • 1x 0,5ér Frankenheim Alt für 4,00 €
Bei den Speisen mussten wir dann doch noch überlegen, da war die Auswahl dann doch schon sehr groß, standen doch 46 Hauptspeisen zur Wahl. Natürlich alles auf afrikanische Art, aber oftmals, wie beim Inder auch, die gleiche Grundsubstanz, und dann halt nur zur Auswahl, ob man Tilapia, Ziegenfleisch, Schaffleisch oder Rindfleisch möchte, oder dann doch die vegetarische Variante wählt.
Wir hatten uns dann entschlossen, und so wählten wir:
Vorspeisen:
• 1x Cow-Tail-Pepper-Soup - Ochsenschwanzsuppe mit afrikanischem Pfeffer für 7,00 €
Hauptspeisen:
• 1x Jellof Rice with Plantain & Beef – Roter Reis mit frittiertem Fleisch in einer Soße aus frischen Tomaten und frittierten Kochbananen für 17,00 € • 1x Edikaikong with goat meat: Afrikanisches Kürbisgemüse mit Ziegen- oder Schaffleisch für 15,00 €
5 Minuten nach unserer Getränkebestellung standen dann unsere beiden Flaschen auf dem Tisch. Ich frag mich zwar, warum man bei einem leeren Lokal so lange benötigt um zwei Flaschen zu öffnen, aber egal.
Nach weiteren 10 Minuten war dann auch schon meine Vorsuppe, die Cow-Tail-Pepper-Soup am Tisch. Aber bevor dies kam, wurde ein leere Teller und eine Blechschüssel mit Wasser gebracht. Solche eine Schüssel hat unser Vierbeiner zu Hause als Futternapf.
Wir schauten uns wieder an, wussten nicht, ob wir lachen oder weinen sollten. Aber wenige Augenblicke später wusste ich warum In einer Schale wurde die Suppe gereicht, und in der Suppe waren zwei große Rücken- bzw Beinstücke vom Rind. Dazu gab es nur einen Löffel, und um den Fleischstücken aus der Suppe zu bekommen, sollte man die Hand benutzen. Na großartig, wir wollen ja hinterher nur ins Musical. Und nun wussten wir auch, warum die Speisekarten so aussehen.
Die Suppe selbst hielt, was sie versprach, denn sie war nicht nur heiß, sondern auch verdammt scharf. Mit afrikanischem Pfeffer hat man hier nicht gespart, und so musste ich dann doch manchmal nach Luft japsen und husten. Ich war tapfer, die Freude wollte ich den Herren hinter der Theke, die mich ausgiebig beobachteten, nicht geben. Mit dem Fleisch hatte ich aber meine liebe Mühe, denn das war so fest und zäh, dass es sich kaum vom Knochen lösen ließ. Um mich nicht zu besudeln, ließ ich dann davon ab.
Keine 10 Minuten später standen dann auch schon unsere Hauptspeisen am Tisch. Wie kann man die so schnell fertig haben? Wir ließen uns überraschen.
Meine Frau hatte sich für das Edikaikong with goat meat, das Afrikanisches Kürbisgemüse mit Schaffleisch entschieden. Auf den ersten Blick sah das Afrikanisches Kürbisgemüse eher wie frischer Spinat aus, kennen wir den Kürbis doch als gelbes Gemüse.
Davon war aber keine Spur hier. Meine Frau wählte das Kürbisgemüse, da dies ja eigentlich doch sehr mild ist, aber nicht hier. Bereits nach den ersten Bissen leierte sie mit den Augen, nach 2 weiteren legte sie ihr Besteck zur Seite. Zu scharf, deutlich und ordentlich mit Pfeffer gewürzt, es nahm sich fast nichts mit meiner Vorsuppe. Und das war ja nun gar nichts für meine Frau.
So versuchte sie sich wenigstens am mitgelieferten FouFou, welcher ja ein sehr stärkehaltiger Brei aus Maniok und Kochbananen ist, und zur Küche in Westafrika gehört. Aber auch dieser Brei hier war nicht wirklich essbar. Er wurde im Mund immer mehr, und schmeckt, um es gelinde zu sagen, nach nichts.
Um wenigstens etwas von dem Gericht zu retten, klaubte ich mir die wenigen Fleischstücken heraus, aber auch die waren, wie schon bei meiner Vorsuppe, so fest, dass man Muskelkater beim Kauen bekam.
Ich hatte mir das Jellof Rice with Plantain & Beef ausgesucht. Schon beim ersten Anblick war ich mehr als enttäuscht, denn vom Beef war da nicht viel zu sehen.
Es lag zwar ein riesiger Haufen vom Roten Reis auf dem Teller, aber der kleine Klecks vom frittierten Rindfleisch in der Soße aus Tomaten war verschwindend gering. Letztendlich waren es drei größere Stücken Fleisch, welches ebenso fest und zäh war, wie dies aus meiner Vorsuppe, allerdings fehlte hier fast jegliche Würze, so war das Fleisch als auch die Soße sehr mild.. Die Soße war gut aber viel zu wenig, so war auch der Reis am Ende zu trocken, und die Hälfte des Reises blieb auf dem Teller, was ja sonst so gar nicht mein Fall ist. Die frittierten Kochbananen waren nun auch überhaupt nicht mein Fall, dafür hatte meine Frau wenigstens etwas kleines zum Essen.
Nach einer dreiviertel Stunde waren wir dann fertig, zahlten und verließen enttäuscht das Lokal Richtung Capitol. Dort war dann unser erster Gang zur Toilette, um die Hände richtig zu waschen, denn das wollten wir uns im afrikanischen Restaurant nicht auch noch antun, wer weiß was uns dort noch erwartet hätte.
Unser Fazit: wir ließen zu zweit 45,50 € im Treasure African Restaurant in Düsseldorf. Wir freuten uns eigentlich auf dieses Restaurant, gehen wir doch in Dresden dann doch gern mal in solche eine Lokalität. Aber hier waren wir von Anfang bis Ende enttäuscht, sei es vom Ambiente, der Sauberkeit, der Bedienung oder dem Essen. Mehr als einen Stern können wir aus unserer Sicht nicht hierlassen.
Wir waren nach Düsseldorf gereist, um dort der Uraufführung eines neuen Musicals im Capitol-Theater beizuwohnen. Dafür haben wir uns natürlich das ganze Wochenende freigenommen, um wenigstens etwas dieser schönen Stadt am Rhein zu sehen.
Erst einmal stand jedoch am Abend das neue Musical an. Wir haben unser Hotel in der Nähe des Capitols bezogen, und wollten natürlich vorher noch schön Essen gehen. Also schaute ich vorab nach Restaurants in der Nähe, die fußläufig vom Hotel zu erreichen sind, und dann auch... mehr lesen
1.0 stars -
"Das hätten wir uns sparen können" JenomeWir waren nach Düsseldorf gereist, um dort der Uraufführung eines neuen Musicals im Capitol-Theater beizuwohnen. Dafür haben wir uns natürlich das ganze Wochenende freigenommen, um wenigstens etwas dieser schönen Stadt am Rhein zu sehen.
Erst einmal stand jedoch am Abend das neue Musical an. Wir haben unser Hotel in der Nähe des Capitols bezogen, und wollten natürlich vorher noch schön Essen gehen. Also schaute ich vorab nach Restaurants in der Nähe, die fußläufig vom Hotel zu erreichen sind, und dann auch
Besucht am 04.12.2025Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 160 EUR
Seit langer Zeit waren wir nicht mehr in der Aalkate in Lemkenhafen auf Fehmarn, und wenn, dann gab es höchstens mal ein frisches Fischbrötchen. Heute aber wünschte es sich die Tochter von Opi Hartwigs Nachbarin, doch wieder einmal gemeinsam dahin zu gehen, hängen doch sehr viele Erinnerungen an gemeinsame Besuche mit ihrer Mutter und Opi Hartwig daran. Wir wollten diesem Wunsche natürlich nicht entgegenstehen, und so waren wir mit meinem Fehmarnschen Sonnenschein und ihrer Freundin zum Abendessen nach Lemkenhafen gefahren.
Es ist Nachsaison, die Aalkate nur an wenigen Tagen geöffnet, und so war erwartungsgemäß auch nicht viel los. Einige wenige Tische im alten Haupthaus waren besetzt, in der überdachten und beheizten Veranda war alles leer, der neue Wintergarten geschlossen. So war auch am Selbstbedienungstresen nichts los, und man konnte in Ruhe heute mal hier essen. In der Hauptsaison ist dieses Lokal total überlaufen, hat es doch eine wunderbare Lage unmittelbar am Sund mit fantastischem Blick auf die Fehmarnsundbrücke. Auch ist das Lokal ob seiner rustikalen und auf alt getrimmten Gaststube beliebt, und wird förmlich von den Touristen überrannt. Ein riesiger Nachteil ist allerdings, nach wie vor herrscht hier Selbstbedienung.
Wir hatten einen Hochtisch in einem kleinen Nebenraum zugewiesen bekommen, mein Fehmarnscher Sonnenschein hatte im Vorhinein telefonisch einen Platz reserviert und um ein ruhiges Plätzchen gebeten, was wir nach der Beerdigung ihrer Mutter auch brauchten.
Die Speisekarten sind noch immer so gehalten wie in den letzten Jahren, und als große DIN-A3 Karten einlaminiert. Nach wie vor gibt es als Hauptspeise Fisch, aber auch für die Nichtfischesser hält man mittlerweile immer mehr Speisen auf der Karte parat. So gibt es von Currywurst über Schnitzel, Rinderfilet, Wildgulasch bis zum Rib-Eye-Steak allerhand für die Gäste, welche ebend doch keinen Fisch mögen. Allerdings gibt es auch immer weniger frischen Fisch aus heimischen Fang, denn mittlerweile setzt man nun auch hier mit dem Schwarzen Seehecht, der Dorade oder auch mit Thunfisch auf Fische, welche nicht in Nord-oder Ostsee vorkommen. Auch die Preise haben sich mittlerweile entsprechend gewandelt, und so könnte man denken, man ist in einem etwas besseren und gehobenen Restaurant. So kostet Dorsch, Kutterscholle, Steinbeißer oder Zander um die 20 Euronen, einzig der Rotbarsch liegt mit 18 Euro etwas darunter. Lachsfilet ist für 22 Euro zu haben, Thunfisch für 26 Euro und der Schwarze Seehecht schlägt mit 30 Euro zu Buche. Nun kommen allerdings noch die Beilagen hinzu, sodass man für Kartoffelecken oder Pommes knapp 5 Euro hinzubucht, ein Beilagen Salat, Rosmarinkartoffeln oder Grillgemüse noch einmal mit 6 Euro hinzukommt. Somit ist man dann beim Dorsch schon einmal bei über 30 Euronen für ein Gericht, wohlgemerkt in einer Selbstbedienungskneipe.
Wir suchten also unsere Speisen und Getränke aus, und ich machte mich mit unserer Gastgeberin auf zum Tresen. Getränke und Speisen bestellt, bezahlt und dann auch gleich die Getränke auf einem Tablett mit an den Tisch genommen.
Zum Glück das nichts los war, denn sonst war das schon manchmal eine Kunst durch die vielen Leute zu jonglieren. Für die Speisen haben wir den obligatorischen Pieper mitbekommen, sodass man dann, wenn sich das Ding meldet, wieder zum Tresen marschiert und alles holt.
Einzig die Kürbissuppe, welche meine Frau heute wünschte, konnten wir ebenfalls mit den Getränken gleich mitnehmen, denn die war bereits fertig im Topf, und musste nur noch auf den Teller gebracht werden. Geschmacklich war sie sehr gut, war sie doch recht herzhaft angerichtet. Herrlich dick und cremig, mit etwas Kürbiskernöl und Kürbiskernen verziert.
Nach einer knappen halben Stunde rumorte, vibrierte und piepte dieses Dingens dann auf unserem Tisch, und wir stürzten wieder zu zweit zum Tresen. Hier standen nun mehrere fertige Speisen, und man musste sich nun seine raussuchen, denn mit uns war zeitgleich eine andere Familie fertig, und wollte ebenfalls ihre Speisen holen. Ein tolles Gedränge. Wir hatten dann unsere richtigen Bestellungen auf den Tablett, und eilten zurück zu unserem Platz.
Da die Freundin meines Fehmarnschen Sonnenscheins Vegetarierin ist, hatte sie sich das Gemüse Curry mit Gemüse der Saison in fruchtiger Currysauce an Basmatireis für 15,90 € ausgesucht. Unzufrieden war sie nicht mit ihrer Wahl, ob allerdings das Gemüse welches darin verarbeitet wurde unbedingt im Dezember wächst……
Naja, jedenfalls war Zucchini und Möhren als Hauptbestandteil des Gemüsecurry vorhanden. Alles noch angenehm bissfest in einer cremigen und milden Currysauce angerichtet. Dazu körniger Basmatireis und garniert mit ein paar Minitomaten.
Unser Sonnenschein verzichtete ebenfalls auf Fisch, und stellte sich aus der Beilagenkarte zusammen: Fehmarnsche Rosmarinkartöffelchen für 5,90 € mit Grillgemüse für 5,90 € und Sourcream für 2,50 €, und zusätzlich einem Beilagensalat für 5,90 €. Ersteres war auf einem Teller angerichtet, und wahrhaft reichlich. Die Rosmarinkartoffeln waren aus den kleinen, sehr schmackhaften Fehrmarnkartoffeln vom Bauern nebenan angerichtet und gut gewürzt.
Auch gut gewürzt und gut gebraten war das Grillgemüse, welches auch Zucchini, Tomate, Paprika, Champignons, Schoten und Zwiebeln bestand. Auch hier wieder das Gemüse noch gut bissfest gebraten. Das Sourcream, in einer extra Schale serviert, war sicher nicht selbst hergestellt, aber angenehm und mild im Geschmack. Auch der Beilagensalat ließ nichts zu wünschen übrig, mit frischem Salat, Cocktailtomaten, Gurke, Möhrenraspel, Zucchini, roter Zwiebel und Croutons war er recht gut. Ein mildes Dressing, welches den Salat nicht ersäufte, rundete ihn ab.
Meine Frau griff wie so oft natürlich auf das Dorschfilet in Hauspanade mit Senfsoße für 21,90 €. Zusätzlich noch eine Portion Fehmarnsche Rosmarinkartöffelchen für 5,90 € und Grillgemüse für 5,90 €. Wie immer hier in der Aalkate gab es natürlich zwei große Filets Dorsch, welcher gut paniert und außen ganz gut krossgebraten war.
Im Inneren noch schön weich und saftig war der Fisch gut. Rosmarinkartoffeln und Grillgemüse wie oben beschrieben. Die Senfsoße war fast ein bisschen zu viel, und ertränkte hier fast den ganzen Fisch. Hier hätten wir uns ein extra Schälchen gewünscht. Die Senfsoße war sehr dicklich, mit vielen frischen Senfkörnern drin, und schmeckte auch wirklich so wie sie hieß. Ob selbst hergestellt? Wir wissen es nicht.
Ich hatte mich für das Mandel-Parmesan-Dorschfilet mit Tatarensoße für 23,90 € entschieden. Dazu auch hier noch eine Portion Fehmarnsche Rosmarinkartöffelchen für 5,90 € und Grillgemüse für 5,90 €.
Auch mein Dorschfilet war richtig schön kross, und in dieser Mandel-Parmesan-Kruste gebraten. Die Panade schmeckte mal ganz anders, passte aber sehr gut zum Dorsch, welcher auch hier schön weich und frisch war. Rosmarinkartoffeln und Grillgemüse wie oben beschrieben. Die Tatarensoße war sehr cremig und schmeckte stark nach Mayonaise, verfeinert mit Gewürzgurke und Kräutern. Sie passte ganz gut zum Dorsch.
Während wir dann so gegessen haben, kam ein Mitarbeiter der Küche, und brachte uns noch einen Teller extra Grillgemüse, Ihm kam es wahrscheinlich für den Preis dann auch etwas zu wenig vor, was wir auf unseren beiden Dorschtellern hatten.
Nachdem man dann mit dem Essen fertig ist, muss man das Geschirr in bereit stehende Servierwagen bringen, wo es dann vom Personal abgeholt wird. Hat der Vorgänger am Tisch gegleckert, so bleibt dies leider dann auch auf dem Tisch, denn Personal ist ja nicht im Service vorhanden.
Unser Fazit: wir zahlten zu viert knapp 160 Euro in der Aalkate in Lemkenhafen auf Fehmarn. Preis-Leistung ist völlig abgehoben für ein Selbstbedienungsrestaurant, wo man in der Saison schon mal ne halbe Stunde an der Theke für die Bestellung steht und wartet. Ansonsten ist natürlich das Ambiente unschlagbar, und auch das essen wie immer gut. Auch das man sich als Fischrestaurant dem Mainstream hingibt und immer mehr Fleischgerichte anbietet finden wir persönlich nicht so schön. Entweder ich will Fisch und gehe in eine Fischgaststätte, oder lass es. Die nächste Fischsemmel hier zu unserem nächsten Fehmarnbesuch ist sicher, aber zum Essen werden wir dann wohl doch wieder paar Meter weiter in Kolles Fischpfanne gehen. Die Preise dort sind moderater, und dort werde ich noch freundlich am Tisch bedient.
Seit langer Zeit waren wir nicht mehr in der Aalkate in Lemkenhafen auf Fehmarn, und wenn, dann gab es höchstens mal ein frisches Fischbrötchen. Heute aber wünschte es sich die Tochter von Opi Hartwigs Nachbarin, doch wieder einmal gemeinsam dahin zu gehen, hängen doch sehr viele Erinnerungen an gemeinsame Besuche mit ihrer Mutter und Opi Hartwig daran. Wir wollten diesem Wunsche natürlich nicht entgegenstehen, und so waren wir mit meinem Fehmarnschen Sonnenschein und ihrer Freundin zum Abendessen nach Lemkenhafen gefahren.
Es... mehr lesen
3.0 stars -
"Das Ambiente sagenhaft, das Essen lecker, aber das Preis/Leistungsverhältniss ist jenseits von gut und böse" JenomeSeit langer Zeit waren wir nicht mehr in der Aalkate in Lemkenhafen auf Fehmarn, und wenn, dann gab es höchstens mal ein frisches Fischbrötchen. Heute aber wünschte es sich die Tochter von Opi Hartwigs Nachbarin, doch wieder einmal gemeinsam dahin zu gehen, hängen doch sehr viele Erinnerungen an gemeinsame Besuche mit ihrer Mutter und Opi Hartwig daran. Wir wollten diesem Wunsche natürlich nicht entgegenstehen, und so waren wir mit meinem Fehmarnschen Sonnenschein und ihrer Freundin zum Abendessen nach Lemkenhafen gefahren.
Es
Neustart im Traditionshaus: Am Gründonnerstag eröffnet im Mineralbad Oberwaldschänke das griechische Restaurant Athos.
Quelle: https://www.freiepresse.de/zwickau/hohenstein-ernstthal/griechisches-restaurant-eroeffnet-im-mineralbad-oberwaldschaenke-in-hohenstein-ernstthal-artikel14178135
stars -
"Griechisches Restaurant eröffnet im Mineralbad Oberwaldschänke in Hohenstein-Ernstthal" JenomeNeustart im Traditionshaus: Am Gründonnerstag eröffnet im Mineralbad Oberwaldschänke das griechische Restaurant Athos.
Quelle: https://www.freiepresse.de/zwickau/hohenstein-ernstthal/griechisches-restaurant-eroeffnet-im-mineralbad-oberwaldschaenke-in-hohenstein-ernstthal-artikel14178135
Wenn Sie unsere Webseiten besuchen, kann Ihre Systemsoftware Informationen in Form von Cookies oder anderen Technologien von uns und unseren Partnern abrufen oder speichern, um z.B. die gewünschte Funktion der Website zu gewährleisten.
Datenschutz-Einstellungen
Hier können Sie festlegen, wie wir Ihre Daten verwenden dürfen. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionen zur Verfügung stehen.
Unbedingt erforderliche Technologien
Um Sicherheit gewährleisten, Missbrauch verhindern und Inhalte und Anzeigen technisch sowie unsere Services wie von Ihnen gewünscht bereitstellen zu können, sind folgende Technologien erforderlich.
Produkte oder Inhalte technisch bereitstellen
z.B. Session für Warenkorb, Favoriten, letzte Bestellungen ...
Google Maps
z.B. Integration von Google Maps Standorten über iFrame- / Javascript Technologie im internen Bereich an erforderlichen Stellen.
Google Anzeigen
z.B. die kostenlose Nutzung unserer Website ist nur mit Google Adsense Werbeanzeigen möglich.
Performance Cookies
Mithilfe dieser Cookies können wir Besuche und Traffic-Quellen zählen, damit wir die Leistung unserer Website messen und verbessern können. Sie geben uns Aufschluss darüber, welche Seiten beliebt und weniger beliebt sind und wie sich Besucher auf der Website bewegen.
Google Analytics
z.B. Erfassung der Seitenaufrufe, Verweildauer usw.
Google Tag Manager
z.B. Erfassen von Events (Warenkorb, Bestellprozess, Aktionen usw.)
Facebook Pixel
z.B. Erfassen von Events (Warenkorb, Bestellprozess, Aktionen usw.)
Multimediale Cookies
Diese Cookies ermöglichen es uns, die Funktionalität und individuelle Gestaltung zu verbessern, beispielsweise von integrierten Videos und virtuellen 360° Rundgängen. Ohne diese Cookies können einige oder alle dieser Funktionen nicht ordnungsgemäß funktionieren.
Youtube Videos
z.B. Integration von Youtube Videos über iFrame Technologie.
Google Maps
z.B. Integration von Google Maps Standorten über iFrame- / Javascript Technologie.
Google Maps 360° Rundgänge
z.B. Integration von Google Maps 360° Rundgängen per Javascript
Marketing Cookies
Diese Cookies ermöglichen es uns, auf die Benutzerinteressen abgestimmte Werbung einzublenden.
So ging es wieder hinab in die Stadt, unser Auto konnten wir auf dem Parkplatz an der Donau abstellen. Von hier aus ging es in die alte Innenstadt, unser Ziel, eine gutbürgerliche, bayrische Kneipe. Bereits am Eingang zur Stadt kamen wir am Gasthof Weißes lamm vorbei, den ließen wir aber links liegen, hatten wir doch beim großen Onlinekartenanbieter doch das Weisses Bräuhaus der Weißbierbrauerei Schneider Weisse entdeckt. Leider war an diesem Tag dort ein Brunch, was wir ja nicht wollten, und alle Plätze voll belegt. Einer der Gäste, der draußen rauchte und unsere ratlosen Gesichter sah fragte, was wir denn wollten, und empfahl uns als einheimischer ganz klar den Gasthof Weißes Lamm. Also ging es für uns wieder zurück zum Gasthof, den wir kurz vorher links liegen gelassen hatten.
Am Eingang studierten wir kurz die Speisekarte, da kam auch schon der Seniorchef des Hauses auf uns drauf zu und wir fragten, ob wir denn jetzt ne halbe Stunde nach 1 noch etwas zum Mittag bekämen. „Freilich, kommt´s“ mit war seine Antwort. So führte er uns in eine der beiden Gaststuben und wies uns einen Tisch zu, wo wir fünfe ausreichend Platz hatten.
Da von unseren Vorgängern an einem kleinen Fleck etwas vertropft war, wies er eine der Kellnerinnen auch sofort an, die Tischdecke zu wechseln. Prompt geschah dies auch, das besteck wurde gereicht, und ebenso die hochwertigen Servietten, welche sich fast wie Stoffservietten anfühlten. Fast gleichzeitig war die Speisekarte zur Hand, mit der Bemerkung das um diese Zeit der Schweinebraten leider schon aus ist. Das fand ich persönlich wirklich schade, denn auf einen bayrischen Schweinebraten hatte ich mich gefreut.
Egal, ein kurzer Blick von uns allen in die reichhaltige Karte, und wir wussten, was wir wollten. Dabei hält die Karte 2 Vorsuppen zum moderaten Preis von knapp 6 Euro vor. Weiter geht es mit deftiger, bayrischer Küche, wobei auch hier die Preise zwischen 13,90 € für den Schweinebraten mit Klößen und 25,50 € für die Lammhaxe lagen. Das bekommst du bei uns in Sachsen nicht zu solchen Preisen. Ich frag mich immer wieder wie die Bayern das machen.
So bestellten wir dann nach wenigen Minuten:
Getränke:
• 2x 0,30ér Weltenburger Kloster Barock-Dunkel für je 3,80 €
• 3x 0,4ér Coca Cola für je 4,00 €
• 2x 0,4ér Apfelschorle für je 4,00 €
Vorspeisen:
• 4x Leberspätzlesuppe zu je 5,80 €
Hauptspeisen:
• 3x Krustenbraten vom Wammerl mit Kartoffelknödel und Krautsalat für je 14,90 €
• 1x Hausgemachte Käsespätzle mit Röstzwiebeln und Salatteller für 13,80 €
• 1x Schnitzel „Wiener Art“ mit Kartoffelsalat und Salatteller für 15,90 €
Bis zur Getränkelieferung hatten wir nun etwas Zeit uns im Gastraum umzusehen. Modern gehalten, aber die alte bayrische Tradition bewahrt. So würde ich es beschreiben. Denn vom Licht und der Lüftungstechnik war der Gasthof auf den neusten Stand, aber gleichzeitig wurde der Charme eines alten Gasthofes mit der Holzvertäfelung an den Wänden beibehalten.
Auch die große, hölzerne Anrichte, auf welcher am Morgen sicherlich das Frühstücksbüffet für die Hotelgäste angerichtet wird, war aus rustikalem Holz.
Stühle und Tische standen dem nichts nach, und auch der Parkettboden gab ein passendes Bild. Auf den Stühlen und Bänken, welche rings um die Wand waren, saß man sehr bequem, die Tische bieten ausreichend Platz. Die Theke des Gasthofes befand sich im Nachbarraum.
Fünf Minuten nach unserer Bestellung waren unsere Getränke am Tisch. Endlich konnten wir beiden Herren auch einmal dieses süffige Bier aus der Weltenburger Klosterbrauerei kosten, welches wir ja im gleichnamigen Kloster leider nicht bekommen hatten. Hier aber nun endlich, aber schade, dass wir noch Auto fahren mussten, denn es schmeckte eindeutig nach mehr…..
Nach mehr schmeckte auch die Leberspätzlesuppe, die 5 Minuten nach unseren Getränken kam. Schön heiß, mit reichlich Einlage dieser selbst gemachten Leberspätzle, mild gewürzt in einer klaren Brühe und obenauf etwas (TK) Petersilie. Das alles auf einem tiefen Teller angerichtet, so hätte das von der Menge her schon fast eine kleine Hauptspeise sein können. So lieben wir die Leberspätzlesuppe, und ist für uns bei jedem Bayernbesuch ein Muss.
Wenig später kamen dann auch schon die Salatteller, welche als Beilage zu dem Schnitzel und den Käsespätzle waren. Auch hier wieder typisch Bayern, denn der Rot- als auch Weißkrautsalat waren selbst angerichtet, herrlich frisch und knackig und mit einem milden Essigdressing verfeinert. Eine starke Kümmelnote, welche sicher nicht jeder mag, übertünchte den Krautsalat.
Herrlich. Obenauf gab es dann noch ein Viertel frische Tomate und ein paar Blätter frischer Salat und den obligatorischen Möhrenraspel. Für den Krustenbraten gab es "nur" ein großes Schälchen dieses sehr gut schmeckenden Weißkrautsalat.
Dann ging es ratzfatz, denn bereits nach 20 Minuten waren dann auch unsere Hauptspeisen schon am Tisch. Herr Jenome, seine Schulfreundin und deren Mann hatten sich den Krustenbraten vom Wammerl mit Kartoffelknödel ausgesucht, da es ja den Schweinebraten leider nicht mehr gab.
Aber auch hier wurden wir nicht enttäuscht, denn wer es etwas deftiger und herzhafter mag, war hier richtig. Zwei dicke Scheiben Schweinebauch lagen da auf dem Teller. Ordentlich durchzogen mit Fett, und hier und da auch noch ein kleiner Knorpel mit drin. Das Fleisch schön zart, aber noch gut und fest im Biss. Dazu ein selbstgemachter Kartoffelknödel, das Beste aber war die Soße. Diese war richtig schön kräftig im Geschmack, angenehm dunkel in der Farbe und passend zu dem Essen. Da der Kartoffelknödel die Sauce nicht aufnehmen konnte, ließ ich es mir entgegen meiner guten Erziehung nicht nehmen, diese am Ende mit einem kleinen Löffel restlos zu verputzen.
Meine Frau hatte, typisch für einen Gaststättenbesuch in Bayern, natürlich die Hausgemachte Käsespätzle mit Röstzwiebeln gewählt,
und wurde da auch natürlich nicht enttäuscht. Reichlich frisch geriebene Spätzle mit ebenfalls reichlich kräftig, würzigem Käse angerichtet. Der Käse „zog“ richtig gut und verband sich ordentlich mit den Spätzlen. Obenauf frisch geröstete Zwiebeln, ein Leckerbissen wie man ihn aus Bayern kennt.
Das Töchterchen unsrer Freunde wollte sich nicht so recht an die deftigen, bayrischen Gerichte wagen, aber Schnitzel geht ja immer, und so hatte sie sich das Schnitzel „Wiener Art“ mit Kartoffelsalat bestellt.
Und ja, so schlecht lag sie damit gar nicht, denn das große Schnitzel was da auf ihrem Teller lag, war in dieser geldgelben, leicht braunen Panade schon ganz ansehnlich. Und es schmeckte auch gut, war schön zart und leicht gewürzt. Gespannt waren wir auf ihre Reaktion zum Kartoffelsalat, denn in Sachsen kennen wir ja fast ausnahmslos den Kartoffelsalat nur mit Fleischsalat, Mayonnaise und saurer Gurke angerichtet.
Hier war er lauwarm und mit Brühe, Essig und Öl angerichtet. Aber auch das schmeckte ihr sehr gut, war es doch mal was völlig anderes als zur heimischen Küche. Dazu gab es einen Zitronenschnitz und eine viertel Tomate, und da Töchterchen es sich für das Schnitzel wünschte, Ketchup in der Portionstüte.
Eigentlich waren wir satt und zufrieden, aber Frau Jenome hatte dann doch noch etwas Platz im Dessert Magen gefunden, und so sollte es noch ein Hausgemachter Apfelkuchen mit Sahne für 4,20 € sein. Diesen teilte sie sich letztendlich mit dem Mann meiner Freundin, denn seine sehnsüchtigen Blicke nach was Süßem konnte sie auch nicht ertragen. Beide waren zufrieden, war der Kuchen doch schön fluffig und gut im Geschmack.
Wir waren mittlerweile die letzten im Gasthof, alle Servicekräfte wuselten schon in der Küche herum, um diese zu putzen, und so vergaß man uns etwas, denn wir wollten ja zahlen und mussten wieder in die Heimat. Nach einer geschlagenen viertel Stunde zahlten wir dann, und machten uns wieder auf den Weg nach Bad Gögging, um unsere Freundin zu ihrem Kurschatten zu bringen und unseren Heimweg anzutreten.
Unser Fazit: wir zahlten zu fünft 123,60 € im Gasthof Weißes Lamm in Kelheim. Eigentlich hätten wir gleich am Anfang hier einschwenken können, denn ein uriger Gasthof, freundliche Bedienung und leckeres Essen machten unseren Abschied aus Bayern doch noch einmal besonders.