Ich, von "RK" zu "GG" übergewechselt, bin auch in kulinarischer Hinsicht "polyglott". Durch meinen Beruf über viele Jahre in so ziemlich der ganzen Weltgeschichte herumgekommen habe ich mich sehr für die jeweils landestypischen Küchen und Gerichte interessiert , dabei auch viele "Blindversuche" gemacht sprich alles gegessen was mir vorgesetzt wurde, ohne immer zu wissen woraus es bestand. Am meisten beeindruckt haben mich die französische, die indonesische, die vietnamesische, die thailändische, die chinesische und nicht zuletzt auch die deutsche Küche sowie die gigantischen Fleisch- und Wurstfressereien in Argentinien. Ich koche selbst auch gerne, wobei meine Stärken ganz eindeutig in den Bereichen "Wild" (alles von meiner lieben Oma Sannchen gelernt) und "Meeresfrüchte" (mir selbst aus Kochbüchern beigebracht bzw. diverse einschlägige Koch-Seminare besucht) liegen. Ein ganz normales saarländisches, pfälzisches oder elsässisches Gericht kriege ich aber auch schmackhaft hin. Wo viel mit Tiefkühlware und/oder mit Convenienceprodukten gearbeitet wird, behagt es mir nicht und Schickimickifraß mag ich nicht.. Wird aber mit frischen regionalen Produkten handwerklich gut und dann noch mit etwas Pfiff und Raffinesse gekocht, fühle ich mich wohl. Stimmen dazu noch Service und Ambiente, komme ich gerne wieder und spare auch nicht mit Lob und Bewertungs-Sternen. Wobei mir dabei egal ist, ob es sich um einen Sternetempel, einen Landgasthof oder einen sogenannten Imbiss handelt:-)))
Durch meinen sehr grenznahen Wohnsitz Saarbrücken habe ich die Möglichkeit, hier und im benachbarten Frankreich auf viele anerkannt gute Restaurants und Gaststätten "zugreifen" zu können; die ein und andere Bauchlandung lässt sich aber nicht immer ausschließen. Über meine Besuche habe ich bisher (seit 2011) im Internet-Portal "Restaurant-Kritik" (das mittlerweile leider durch "Yelp" übernommen worden ist) Rezensionen geschrieben. Dass dort nicht immer alle Mitkritiker meiner Meinung waren und auch meine Kommentare ab und zu in den falschen Hals bekommen haben, damit konnte und kann ich durchaus leben. Klare Worte (ohne jemanden zu verletzen) werde ich jedenfalls auch in diesem Forum nicht scheuen.
Ich, von "RK" zu "GG" übergewechselt, bin auch in kulinarischer Hinsicht "polyglott". Durch meinen Beruf über viele Jahre in so ziemlich der ganzen Weltgeschichte herumgekommen habe ich mich sehr für die jeweils landestypischen Küchen und Gerichte interessiert , dabei auch viele "Blindversuche" gemacht sprich alles gegessen was mir vorgesetzt wurde,... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 298 Bewertungen 667598x gelesen 10067x "Hilfreich" 8532x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 03.05.2026 2026-05-03| Aktualisiert am
03.05.2026
Besucht am 02.05.2026Besuchszeit: Abendessen 5 Personen
Rechnungsbetrag: 223 EUR
Meine Frau hatte im Vorfeld im "Adler" angerufen; sie wollte wissen, ob der Gastraum noch geöffnet sei oder sich das Geschehen mittlerweile ganz in den Biergarten verlagert hätte. Wäre dies der Fall gewesen, hätten wir umdisponieren müssen; meine Frau kann den beschwerlichen und steilen Kopfsteinpflasterweg zum Biergarten wegen ihrer Gehbeschwerden nicht mehr bewältigen, genau so wenig wie den langen und auch steilen Weg vom Biergarten zu den Toiletten oben im Haus. Es gab Entwarnung: derzeit findet noch alles oben im Haus und im dortige gemütlichen Gastraum statt. Gegen 18 Uhr brachen wir in Richtung "Adler" auf. Zuvor hatte es bei uns zuhause eine Kaffeetafel gegeben; dazu hatte ich am Vormittag einen Besuch in der Patisserie von Quanah Schott (laut einem großen Bericht im "Der Feinschmecker" ist Quanah Schott der "ungekrönte König der Patissiers im Saarland" und zudem einer der besten Konditoren Deutschlands, de pro Jahr etwa 2,8 Tonnen Macarons produziert und auch Top-Restaurants (z.B. Christian Baus "Victor´s Fine Dining" oder das "Gästehaus Erfort" oder das "Esplanade" (beide in Saarbrücken) mit seinen tollen Produkten (geheimer Renner sind die Macarons mit Gänseleberfüllung) beliefert, gemacht. Meine Schwiegertochter hatte die Schott-Macarons vom letzten Besuch her noch im bester Erinnerung, weshalb wir sie auch diesmal wieder damit erfreuen wollten. Es hat geklappt: "Der Macaron" mit Himbeerfüllung und die Macarons mit Schoko und Pistatien fanden viel Beifall.
Im "Adler" war es bei unserer Ankunft noch ziemlich ruhig; knapp ein Drittel der Tische waren besetzt. Das änderte sich spätestens, als eine Gruppe (wenige Erwachsene, dafür etliche Knaben zwischen ca. 15 und 17 Jahren), den runden Zwölfertisch direkt neben uns enterten. Da war es dann mit der Ruhe definitiv vorbei; die Herrschaften hatten wohl irgendwas zu feiern. Sie kamen nämlich mit leeren Bechern in der Hand ins Lokal und hatten zuvor irgendwo wohl schon ein bisschen "vorgeglüht". Ob wir wollten oder nicht, wir hatten die Wahl, den erhöhten Geräuschpegel auszuhalten oder unsere Zelte hier vorzeitig abzubrechen. Samstagsabends irgendwo in einem gute Lokal auf die Schnelle einen Tisch für fünf Personen zu kriegen, ist verdammt schwierig. Also sind wir geblieben.
Getrunken haben wir eine große Coca Cola (0,4l EUR 4,50; meine Enkelin), ein Glas Crémant Rosé (EUR 5,90; meine Schwiegertochter), zwei alkoholfreieBit (0,33l EUR 3,10; mein Sohn), eine Fanta (EUR 2,00) und eine Panache (EUR 3,00; beides meine Frau), zwei Benediktiner Weizen (0,5l EUR 5,00; ich). Im weiteren Verlauf wurde noch eine Taunusquelle medium (0,25l EUR 2,50) getrunken, die ich niemandem zuordnen kann. Zuordnen kann ich allerdings die zwei Limoncello (jeweils EUR 3,20); Mutter und Tochter bstellten sie als "Absacker". Je nun.
Meine Frau und meine Schwiegertochten bestelten sich als Vorspeise das "Rindercarpaccio" (EUR 17,00), mein Sohn nahm hier den "Schafskäse mit Oliven und Perlzwiebelchen" (EUR 12,00). Meine Enkelin und ich verzichteten auf Vorspeisen. Als Hauptgericht nahm das "Enkelchen" den "Flammkuchen Birne Münster" für EUR 22,00. Die Schwiegertochter wählte von den Schiefertafelangeboten das "Doradenfilet" (EUR 32,00)und wählte als Beilage Grenaille-Kartoffeln anstelle der vorgesehenen Salzkartoffeln; das war problemlos und aufschlagsfrei möglich. Mein Sohn hatte sich von den Schiefertafelangeboten das "Perlhuhn" (EUR 26,00) ausgesucht; meine Frau entschied sich für "Spargel mit gekochtem Schinken, Salzkartoffeln und Sauce hollandaise" (EUR 22,00). Ich wollte hier eigentlich keine Kalbsnieren mehr bestellen; EUR 29 sind mir für dieses Gericht einfach zu teuer. Leider habe ich es dann aber doch getan. Dessert wollte ausser mir niemand, aber "Crêpe Suzette" (EUR 10,00) lasse ich mir nicht entgehen, wenn dieses Desser schon mal auf Speisekarten auftaucht, was selten genug der Fall ist.
Kommen wir zunächst zum Positiven. Meine Enkelin war von ihrem Flammkuchen mit Birnen und Münsterkäse hin und weg: in Kleve ist Flammkuchen ihrer Aussage nach zu klein oder zu groß, zu dünn oder zu dick und vom Belag her alles andere als berauschend. Dieser hie war für sie einfach phänomenal. Die Dorade meiner Schwiegertochter war perfekt gebraten, sehr schön angerichtet, gut gewürzt und auch die Beilage war perfekt. Drei große Doradenfilets; dafür war der aufgerufene Preis von EUR 32,00 direkt noch günstig. Sohnemann lobte sein Perlhuhn sehr; für mich sah es rein optisch doch etwas "durch" aus. Für ihn war es aber durchaus saftig und schlichtweg perfekt.
Nicht so gut angetroffen mit unseren Bestellungen hatten es da meine Frau und ich. Ihr Spargel war von minderer Qulität und nahezu "totgekocht", ihre Kartoffeln waren kalt und die Soße hollandaise war keine Soße sondern eine Art Brei und nahezu geschmacksfrei; sie hat sie fast komplett stehenlassen. Wenigstens der Schinken fand wohl ein bisschen Gnade vor ihren Augen, aber das Gericht als solches war komplett durchgefallen. Genauso ging es mir mit meinen Kalbsnierchen. Ich hatte als Beilage diesmal Reis gewählt; wenigstens den konnte man als "o.k. geraten" durchwinken. Die "Hauptperson" dieses Gerichts, die namensgebenden Nierchen, fielen dafür komplett und krachend durch, genau wie die begleitende Dijonsenf-Sauce. Die Nierchen mag ich am liebsten grobblättrig aufgeschnitten; mit dem mir vorgesetzten kleingeschnittenen Finzelskram, fast schon wie bei einerm Haschee, kann ich nichts anfangen. Ich hätte eigentlich gewarnt sein müssen, denn bei der letzte Bestellung ware sie schon ziemlich kleingeschnitten an den Tisch gekommen, aber wenigstens etwas grösser als diesmal . Hatte ich wohl vergessen. Die Dijonsenf-Sauce schmeckte für mich "nicht nach ihm und nicht nach ihr"; der typische Dijonsenf-Geschmack kam so gut wie nicht durch. War eben so und lässt sich im nachhinein auch nicht reparieren. Dem Service gegenüber habe ich auf dessen Nachfrage nicht gespart mit Kritik; ob diese an die Küche weitergeben worden ist, weiss ich nicht. Wenigsten meine "Crêpe Suzette" hatte die gewohnt hohe "Adler"-Küchenqualität für mich. Wie ich bei Blick in die Küche feststellen musste, ist der ältere dicke Koch, mir bzw. uns beiden seit 2006 bekannt, wohl nicht mehr mit an Bord; ihn "ersetzen" zwei junge Frauen. Da geht dann schon mal was daneben; dass das ausgerechnet bei den Gerichte von meiner Frau und mir passieren musste, ist ärgerlich und kostet konsequenterweise diesmal den Bereich "Essen" volle zwei Sterne.
P.S. Von dem Crémant Rosé, der meiner Schwiegertochter so gut gefallen hat, hat sie vor Ort im "Adler" eine Flasche gekauft; der Besuch fährt heute nach dem Frühstück und einem Einkauf in der "Patisserie Schott" zurück nach Kleve, dort soll es am Abend zuhause einen würdigen "Sehr schönes Wochenende-Ausklang" mit Crémant und Schott-Macarons geben. Der Thekenmann im "Adler" winkte die Schwiegertochter, als wir gerade am Gehen waren, zu sich an die Theke und verriet ihr, wo man diesen Crémant in Saarbrücker "Edekas" kaufen kann und was er dort kostet . Nun soll versucht werden, ob er auch in Klever "Edekas" zu haben ist und dann dort gegebenenfalls Nachschub zu beschaffen. Gutes Gelingen von hier aus!
Meine Frau hatte im Vorfeld im "Adler" angerufen; sie wollte wissen, ob der Gastraum noch geöffnet sei oder sich das Geschehen mittlerweile ganz in den Biergarten verlagert hätte. Wäre dies der Fall gewesen, hätten wir umdisponieren müssen; meine Frau kann den beschwerlichen und steilen Kopfsteinpflasterweg zum Biergarten wegen ihrer Gehbeschwerden nicht mehr bewältigen, genau so wenig wie den langen und auch steilen Weg vom Biergarten zu den Toiletten oben im Haus. Es gab Entwarnung: derzeit findet noch alles oben im... mehr lesen
Gasthaus Zum Adler
Gasthaus Zum Adler€-€€€Restaurant068152841Deutschherrnstraße 2, 66117 Saarbrücken
4.0 stars -
"Unser Besuch war vom Gebotenen sehr angetan, bei meiner Frau und mir war das diesmal absolut nicht der Fall ..." simba47533Meine Frau hatte im Vorfeld im "Adler" angerufen; sie wollte wissen, ob der Gastraum noch geöffnet sei oder sich das Geschehen mittlerweile ganz in den Biergarten verlagert hätte. Wäre dies der Fall gewesen, hätten wir umdisponieren müssen; meine Frau kann den beschwerlichen und steilen Kopfsteinpflasterweg zum Biergarten wegen ihrer Gehbeschwerden nicht mehr bewältigen, genau so wenig wie den langen und auch steilen Weg vom Biergarten zu den Toiletten oben im Haus. Es gab Entwarnung: derzeit findet noch alles oben im
Geschrieben am 02.05.2026 2026-05-02| Aktualisiert am
03.05.2026
Besucht am 01.05.2026Besuchszeit: Abendessen 5 Personen
Viele leere Tische im Lokal und freie Parkplätze direkt vor dem Lokal; so hatten wir das im und vor unserem Lieblingsspanier noch nie erlebt. Ob viele Leute am gestrigen frühen Abend noch bei ihrer Maiwanderung waren oder nach der vorausgegangenen Hexennacht ihre Brummschädel auskurieren mussten ? Wir wissen es nicht..
Diesmal wurden meine Frau und ich begleitet vom Wochenendbesuch aus meiner früheren Heimat, dem linken Niederrhein: mein jüngerer Sohn nebst Ehefrau und einer meiner Enkelinnen, die zwischzeitlich zu einer sehr hübschen jungen Frau herangewachsen ist, waren aus Kleve angereist. Ihr letzter Besuch liegt Jahre zurück; umso mehr haben wir uns gefreut, sie wieder einmal bei uns zu haben. Beim letzten Besuch waren wir mit ihnen unter anderem im ältesten Gasthaus der Stadt Saarbrücken, dem "Zum Adler" (eines unserer Lieblingslokale, in das wir heute am Abend mit ihnen gehen werden). Auf das "La Paella", wo wir gestern mit ihnen waren, hatte ich ihnen im Vorfeld am Telefon schon kräftig "das Maul wässerig gemacht"; entsprechend gespannt waren sie, was sie hier erwarten würde. Ich darf vorab schon mal berichten, dass sie vom Gebotenen äusserst angetan waren :-)))
Nachdem wir gegen 18:30 Uhr an dem für uns reservierten Tisch Platz genommen hatten, waren insgeamt drei Tische belegt; nachdem im weiteren Verlauf noch weitere drei Gäste erschienen waren, endete der "Zustrom"; eine völlig ungewohnte Situation! Positiv dabei die angenehme Ruhe im Lokal; Schreiergruppen wie bei unserem letzten Besuch waren diesmal Gottseidank nicht vertreten.
Rasch kamen die Speisekarten an unseren Tisch, ebenso rasch wurden die Getränkewünsche abgefragt. Getrunken haben wir Benediktiner Weizen (ich), alkoholfreies Pils (mein Sohn), Coca Cola (meine Enkelin) sowie Sangria blanca (meine Frau und meine Schwiegertochter) . Preise dafür, ausser für das Weizen (0,5l EUR 5,00), habe ich nicht; als ich nämlich abschliessend um die Rechnung bat, war der listige Sohnemann schon vorne am Tresen gewesen und hatte alles beglichen. Dafür werde ich heute die Rechnung im "Adler" übernehmen.
Etwas länger als sonst dauerte es diesmal bis die Auswahl der Speisen getroffen war; unser Besuch musste sich im Gegensatz zu meiner Frau und mir mal erst in die Karte mit den spanischen Gerichten "einlesen". Schliesslich waren wir aber alle soweit. Meine Frau bestellte (wie fast jedesmal) als Vorspeise den "Gemischten Tapas-Teller" für EUR 15,00 und als Hauptgericht das "Filete de lomo con Cebolas frites, Honyos y Patatas Bravas" für EUR 27,50. In Sachen Vorspeise schloss sich ihr meine Schwiegertochter an; sie wählte als Hauptgericht die "Gegrillten Gambas in Brandy" ; der Preis dafür ist mir nicht erinnerlich. Das Enkelchen schloss sich den beiden anderen Damen vorspeisenmässig mit dem "Tapas-Teller" an und nahm als Hauptgericht "Pescado al vino blanco" für EUR 27,50. Sohnemann nahm als Vorspeise "Gambas al ajillo" für EUR 11,50 und das gleiche Hauptgericht wie seine Frau, nämlich die gegrillte Gambas in Brandy. Für mich gab es wie fast immer als Vorspeise die "Sopa de Pescado" für EUR 11,50, die ausser dem namensgebende Fisch (Kabeljau und Dorade) auch noch Gambas, Mismuscheln, Venusmuscheln und Octopusteile enthält. Hauptgericht waren für mich (ebenfalls wie fast immer) die gegrillten Calamaresteile (Tuben und Ärmchen) mit Patatas Bravas für EUR 24,50. Unserem Besuch hat von A bis Z alles sehr gut geschmeckt; ich war auch sehr zufrieden. Meine Frau gestand mir bei der Rückfahrt im Auto, dass ihr die Patatas Bravas diesmal nicht knusprig genug gewesen waren; ich fand sie in der Tat auch ein bisschen sehr "blass". Und mit Ihrem Rumpsteak war sie diesmal auch nicht hundertprozentig zufrieden. Eine kleine Mängelrüge gab es von ihr auch für die drei gemischten Tapasteller; ganz so üppig von der Bestückung her wie sonst waren sie diesmal nicht ausgefallen; unser Besuch merkte mangels Vergleichsmöglichkeiten davon aber nichts.Für die Mängel bei den Gerichten meiner Frau ziehe ich im Bereich "Essen" diesmal einen Stern ab.
Fast wäre die große Schüssel mit Salat "por todos" unerwähnt geblieben sowie zum Abschluss die fünf "Sol y Sombra" "aufs Haus" mit Grüßen von Senora Guzman, der Chefin des Hauses. Sogar meine Enkelin liess sich dazu überreden, von ihrem Glas wenigstens mal zu nippen, um zu wissen, wie dieser Mix schmeckt. Sie hat nicht nur genippt, sondern das ganze Glas in einem Zug ausgetrunken, nicht ohne sich anschliessend zu schütteln und kräftig zu husten. Wie sie mir erzählt hat, trinkt sie nur sehr selten Alkohol und dann jeweils auch nur sehr wenig. Wahrscheinlich ganz gut so :-)).
Viele leere Tische im Lokal und freie Parkplätze direkt vor dem Lokal; so hatten wir das im und vor unserem Lieblingsspanier noch nie erlebt. Ob viele Leute am gestrigen frühen Abend noch bei ihrer Maiwanderung waren oder nach der vorausgegangenen Hexennacht ihre Brummschädel auskurieren mussten ? Wir wissen es nicht..
Diesmal wurden meine Frau und ich begleitet vom Wochenendbesuch aus meiner früheren Heimat, dem linken Niederrhein: mein jüngerer Sohn nebst Ehefrau und einer meiner Enkelinnen, die zwischzeitlich zu einer sehr hübschen... mehr lesen
Restaurant La Paella
Restaurant La Paella€-€€€Restaurant, Biergarten068188374988Kanalstraße 15, 66130 Saarbrücken
4.0 stars -
"In Sachen Lautstärke diesmal ein krasser Gegensatz zu unserem letzten Besuch......." simba47533Viele leere Tische im Lokal und freie Parkplätze direkt vor dem Lokal; so hatten wir das im und vor unserem Lieblingsspanier noch nie erlebt. Ob viele Leute am gestrigen frühen Abend noch bei ihrer Maiwanderung waren oder nach der vorausgegangenen Hexennacht ihre Brummschädel auskurieren mussten ? Wir wissen es nicht..
Diesmal wurden meine Frau und ich begleitet vom Wochenendbesuch aus meiner früheren Heimat, dem linken Niederrhein: mein jüngerer Sohn nebst Ehefrau und einer meiner Enkelinnen, die zwischzeitlich zu einer sehr hübschen
Geschrieben am 21.04.2026 2026-04-21| Aktualisiert am
25.04.2026
Besucht am 21.04.2026Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 48 EUR
Meine Frau und der Wirt Dieter Walle kennen sich seit zig Jahren aus den Zeiten als er noch als Wirt das sehr bekannte und beliebte "Schookeloch" führte; Betreiber der "Alten Schlachthofkantine" ist er "erst" seit zwanzig Jahren. Hier wie dort war bzw. ist die Küche sehr bodenständig und sind die Preise moderat. Allerdings läuft, wie er uns heute erzählte, das Geschäft seit 2021 sprich seit Beginn der Pandemie nicht mehr so gut: 40 % weniger Stammgäste und nur wenig Neukundschaft! Trotzdem hält er, der Vollblutgastronom, weiter tapfer durch und heute zur Mittagszeit zählte ich immerhin irgendwas zwischen 16 und 20 Gästen, die alle gegessen und getrunken haben.
Die Angebote der Küche wechseln von Woche zu Woche, die Zutaten kommen vorwiegend aus der Region. In der Woche vom 20.04. bis zum 24.04. gibt es in der Zeit zwischen 11 und 14 Uhr beispielsweise "Ochsenbrust mit Bouillon-Kartoffeln, Meerrettichsoße & Rote Bete-Salat" (EUR 15,50), "Dibbelabbes mit Apfelmus oder Salat" (EUR 13,90), "Spaghetti aglio e olio mit Parmesankäse" (EUR 12,90), "Gebratenes Lachsfilet auf einer Riesling-Lauch-Sauce mit Bandnudeln" (EUR 16,50), "Kalbsnieren auf einer Calvados-Senfsauce mit Reisrand und Salat" (EUR 17,50), "Original Wiener Schnitzel vom Kalb mit Pommes & Salat & Preiselbeeren" (EUR 24,00), "Schnitzel nach Wiener Art oder Jäger Art, als Sahneschnitzel oder Zigeuner Art mit Pommes & Salat" (EUR 18,50), "Hüftsteak mit Knoblauch-Kräuterbutter, Zwiebeln, Bratkartoffeln und Salat" ( EUR 22,00), "Bunte Blattsalate der Saison mit Schnitzelstreifen bzw. mit Filetstreifen von der Hüfte" (EUR 18,50 / 20,50), "3 Kartoffelpuffer mit Räucherlachs und Salat" (EUR 18,50) und "Hausgemachter Rindfleischsalat mit Bratkartoffeln" (EUR 18,50). Die Vorsuppe, heute eine Gemüse-Ingwer-Suppe ist für EUR 2,00 zu haben.
Nach Suppe war uns beiden heute nicht; meine Frau wählte als Hauptgericht das Hüftsteak und ich die Kalbsnieren. Getrunken ha sie eine Zitronenlimonade (EUR 2,80); ich hatte ein Benediktiner Weissbier (0,5l EUR 5,00).Meinen Beilagensalat habe ich (so wie fast immer) meiner Herzallerliebsten zugeschanzt; sie hat beide gepackt und sie haben ihr sehr gut geschmeckt. Ihr Hüftsteak, ein ordentlich großer Lappen, war auf den Punkt medium gebraten und sehr zart, die Bratkartoffeln waren ganz ausgezeichnet. Auch ich war mit meinen Kalbsnieren ausserordentlich zufrieden, auch wenn die Calvados-Senfsauce aus meiner Sicht hätte schon ein bisschen "calvadossiger" und "senfiger" sein dürfen. Eine Novität war, dass dieses Gericht ausser Nieren und Champignons auch gedünstete Zwiebeln beinhaltete; als ich die Kalbsnieren zuletzt im Januar 2026 hier gegessen hatte, waren sie noch zwiebellos gewesen und mit Zwiebeln habe ich sie in meinem ganzen Leben überhaupt noch nie und nirgends bekommen. Geschadet hat diese zusätzliche Komponente dem Gericht aber nicht und sie war auch nicht zu Lasten des Hauptdarstellers sprich des Nierenanteils gegangen. Alles war in bester Ordnung und deshalb scheue ich mich auch nicht, wie zuvor im Januar für den Bereich "Essen" die volle Sternenzahl zu vergeben.
Fazit: Wir kommen wieder!
Meine Frau und der Wirt Dieter Walle kennen sich seit zig Jahren aus den Zeiten als er noch als Wirt das sehr bekannte und beliebte "Schookeloch" führte; Betreiber der "Alten Schlachthofkantine" ist er "erst" seit zwanzig Jahren. Hier wie dort war bzw. ist die Küche sehr bodenständig und sind die Preise moderat. Allerdings läuft, wie er uns heute erzählte, das Geschäft seit 2021 sprich seit Beginn der Pandemie nicht mehr so gut: 40 % weniger Stammgäste und nur wenig Neukundschaft!... mehr lesen
Alte Schlachthof Kantine
Alte Schlachthof Kantine€-€€€Bistro, Take Away06819685848Lyonerring 10, 66121 Saarbrücken
4.0 stars -
"Auch diesmal war es wieder das preislich unschlagbare Kalbsnierenangebot, das uns in die "alte Kantine" führte ......." simba47533Meine Frau und der Wirt Dieter Walle kennen sich seit zig Jahren aus den Zeiten als er noch als Wirt das sehr bekannte und beliebte "Schookeloch" führte; Betreiber der "Alten Schlachthofkantine" ist er "erst" seit zwanzig Jahren. Hier wie dort war bzw. ist die Küche sehr bodenständig und sind die Preise moderat. Allerdings läuft, wie er uns heute erzählte, das Geschäft seit 2021 sprich seit Beginn der Pandemie nicht mehr so gut: 40 % weniger Stammgäste und nur wenig Neukundschaft!
Geschrieben am 07.04.2026 2026-04-07| Aktualisiert am
23.04.2026
Besucht am 07.04.2026Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 27 EUR
Zunächst blieb mir allerdings die Tür zum nordvietnamesischen Lokal verschlossen. Was war geschehen? Bisher konnte ich doch direkt nach meinen Physio-Terminen hier hineingekommen, da man ab 11 Uhr geöffnet hatte. Ein Blick auf die neue Beschriftung der Eingangstür brachte rasch die Aufklärung: man öffnet aktuell erst ab 12 Uhr. Über eine halbe Stunde im Auto sitzen und warten ? Das wollte ich nicht und so überbrückte ich die Zeit damit, im Scheidter REWE meinen Einkaufszettel abzuarbeiten. Um 12:18 Uhr landete ich dann aber wieder vor dem "Little Hanoi".
Wie schon in früheren Berichten erwähnt ist das Mittagsgeschäft eher flau; abends soll der Laden allerdings brummen. Heute zur Mittagszeit waren wir insgesamt sechs Personen; ein junges Paar hatte kurz vor mir Platz genommen und nach mir kamen dann noch drei Gäste etwa meines Alters. Mehr wurde es dann aber nicht, zumindest nicht bis zu meinem Weggang. Wie so ein geringer Zuspruch zur Mittagszeit auf Dauer durchzuhalten ist, wissen die Götter; ich weiss es jedenfalls nicht.
Hatte ich kürzlich nachgefragt, warum es hier kein nordvietnamesisches Bier gibt sondern nur das das südvietnamesische "Bia Saigon Export", hatte ich die Auskunft bekommen, dass die Beschaffung von nordvietmamesischem Bier zu aufwendig und zu kostspielig sei. Umso mehr war ich überrascht, aktuell nun mit "Hanoi Export Beer" doch ein nordvietnamesisches Bier auf der Karte vorzufinden. Ich hatte, da meine Arbeitsaufenthalte in beiden Vietnams lange zurückliegen, nicht mehr in Erinnerung, wie es schmeckt. Also habe ich es bestellt; 0.33l dieses aus Gerstenmalz, Hopfen, Wasser und Reis hergestellten Bieres mit 4,9 % vol kosten EUR 3,80. Für mich schmeckt es im Vergleich mit dem Bia Saigon Export lausig; ich werde es nicht wieder bestellen.
Wieder bestellt habe ich dagegen die "Há Ga0 Tôm" für EUR 6,00. Diese gedämpften vietnamesischen Dumplings (Reisteigtaschen) mit der saftigen Garnelenfüllung schmecken wirklich ganz ausgezeichnet. Wie zuletzt serviert kamen sie auch diesmal mit hellem und dunklen Sesam bestreut und serviert auf einem Bananenblatt, das Ganze zusammen mit einem Schälchen Nuoc Mam präsentiert auf einer Schiefertafel. Die Fischsoße ist mit Sicherheit nicht aus der Flasche (zu kaufen in Asia-Märkten) sondern selbstgemacht, wie sie jede vietnamesische Hausfrau, die etwas auf sich hält, auch produziert.
Hauptgericht war für mich diesmal wieder die Phò Bo, die vietnamesische Nationalsuppe, sowohl in Süd- wie auch in Nordvietnam: eine Reisnudelsuppe mit aromatischer Brühe und frischen Kräutern. Serviert mit Limette, kleingehackten sauscharfen "roten Teufelchen" und Sojasprossen. Als Phò Bo kommt sie hier mit dünnen Rindfleischscheiben für EUR 17,50 auf den Tisch, mit Hühnerfleisch für EUR 16,50 (korrekterweise müsste sie auf der Karte allerdings als "Phò Ga" erscheinen, während sie hier fälschlich auch unter "Phò Bo" läuft, genau wie die Phò mit Tofu für EUR 14,50 ) . Das Fleisch wird entweder roh in die heisse Brühe gegeben und gart dort vor sich hin oder es kommt bereits vorgegart in die Brühe. Dabei besteht die Gefahr, dass es, wenn es zum Gast kommt, doch ziemlich durch ist. So war es heute leider auch bei meinem Rindfleisch; schade drum.Wäre es roh zur Phò gegeben worden, wäre ich sehr zufrieden gewesen; so muss ich bei "Essen" diesmal leider einen Punkt abziehen.
Fazit: Ich komme trotzdem wieder und beim nächsten Besuch werde ich vielleicht mal die "Bun Cha" (Traditionelles Gericht aus Hanoi: Gegrillte Schweinefleischscheiben, serviert mit feinen Reisnudeln, frische Kräutern, Salat und Nuoc Cham Sauce zum Dippen) probieren.
P.S. Altes vietnamesisches Sprichwort: "Reis ist die treue Ehefrau, auf die du dich verlassen kannst. Phò ist die kokette Geliebte, für die du dich davonstiehlst, um sie zu besuchen." Und schon bemerkenswert, dass ich Vietnamesen darauf hinweisen muss, wie sie ihre Phò mit Huhn zu benennen haben :-))).
Zunächst blieb mir allerdings die Tür zum nordvietnamesischen Lokal verschlossen. Was war geschehen? Bisher konnte ich doch direkt nach meinen Physio-Terminen hier hineingekommen, da man ab 11 Uhr geöffnet hatte. Ein Blick auf die neue Beschriftung der Eingangstür brachte rasch die Aufklärung: man öffnet aktuell erst ab 12 Uhr. Über eine halbe Stunde im Auto sitzen und warten ? Das wollte ich nicht und so überbrückte ich die Zeit damit, im Scheidter REWE meinen Einkaufszettel abzuarbeiten. Um 12:18 Uhr landete... mehr lesen
Restaurant Little Hanoi
Restaurant Little Hanoi€-€€€Restaurant068159097235Hauptstraße 20, 66123 Saarbrücken
4.0 stars -
"Vor allem die äusserst leckeren Dumplings hatten mich dazu bewogen, hier im "Little Hanoi" wieder einzukehren ...." simba47533Zunächst blieb mir allerdings die Tür zum nordvietnamesischen Lokal verschlossen. Was war geschehen? Bisher konnte ich doch direkt nach meinen Physio-Terminen hier hineingekommen, da man ab 11 Uhr geöffnet hatte. Ein Blick auf die neue Beschriftung der Eingangstür brachte rasch die Aufklärung: man öffnet aktuell erst ab 12 Uhr. Über eine halbe Stunde im Auto sitzen und warten ? Das wollte ich nicht und so überbrückte ich die Zeit damit, im Scheidter REWE meinen Einkaufszettel abzuarbeiten. Um 12:18 Uhr landete
Geschrieben am 28.03.2026 2026-03-28| Aktualisiert am
29.03.2026
Besucht am 27.03.20262 Personen
Rechnungsbetrag: 28 EUR
Gestern war uns wieder einmal danach, bei Familie Nguyen, den Betreibern des Asia Imbisses, etwas zu bestellen. Wobei man "Bistro" und "Imbiss" im Namen des kleinen Gastrobetriebs eigentlich streichen könnte; dass man vor Ort essen kann, ist nämlich so gut wie Geschichte. Es ist nur noch Abholung von bestellten Gerichten vorgesehen, aber das geht ja schon eine ganze Weile so.
Punkt 17 Uhr griff ich also zum Telefon, um im "Linh" anzurufen; Frau Hguyen am anderen Ende war wie immer sofort "dran". Wir kennen und schätzen uns seit 2011, also schon einige Jährchen. Den "Linh"-Flyer hatte ich schon gezückt, um die Bestellung für mich und meine Frau durchzugeben. Auf Vorspeisen haben wir dabei verzichtet, denn die Hauptgerichte fallen so üppig aus, dass man davon zweimal essen kann (siehe den letzten Bericht). Für Mme. Simba sollte es die T7 sein, wobei das "T" auf die Abteilung "Thailändische Gerichte" verweist. Die meisten Gerichte hier sind vietnamesisches Ursprungs, die Nguyens kommen, der Name sagt es schon, von dort, aber Thailand ist auf dem Flyer mit immerhin neun Gerichten vertreten. Für mich sollte es einmal mehr N2 aus dem Bereich "Empfehlungen" werden und dieses Gericht kan ich auch wirklich durchaus empfehlen :-)) Wie üblich kam natürlich zum Ende unseres Telefonats der Spruch von Frau Nguyen: "In 20 Minuten ist fertig." Und in diesen 20 Minuten schaffe ich es auch gerade mal so von uns zuhause bis zum Kieselhumes 3b, dem Sitz des Imbisses.
Das von meiner Frau gewählte Gericht besteht aus knuspriger panierter Hühnerbrust mit Reis als Beilage, Kokosmilch, Gemüse in rotem Curry (scharf) und kostet EUR 14,20; wird es mit gebratenem Reis bestellt, ist ein Aufschlag von EUR 1,80 fällig. Für sie war es ein sehr gutes Gericht; wie schon beim letztenmal konnte sie nicht alles aufessen und der Rest wartet nun im Kühlschrank auf sie. Für mich gab es einmal mehr "N2", die Currynudeln mit Hühnerfleisch, Garnelen, Gemüse und Ei. Normalerweise kostet dieses Gericht EUR 13,50;Ich hatte es diesmal leicht abgewandelt mit gebratenen Nudeln anstelle der "Normalnudeln" bestellt; hier war der bereits erwähnte Aufschlag von EUR 1,80 fällig. Mein Gericht war zwar auch diesmal sehr gut, bei der nächsten Bestellung werde ich aber nicht noch einmal die gebratenen Nudeln sondern die "normalen" nehmen; die passen für mich einfach besser dazu. Auch ich habe nur etwas mehr als die Hälfte geschafft; den Rest gibt es kurz in der Pfanne geschwenkt heute.
Fazit: Einmal mehr waren wir mit dem von Herrn Nguyen Zubereiteten sehr zufrieden. Die kleinen Preiserhöhungen bei den Gerichten haben uns nicht weiter gestört. Allerdings sollten die Flyer, die vom 01.02.25 stammen, dahingehend überarbeitet sprich neu gedruckt werden.
Gestern war uns wieder einmal danach, bei Familie Nguyen, den Betreibern des Asia Imbisses, etwas zu bestellen. Wobei man "Bistro" und "Imbiss" im Namen des kleinen Gastrobetriebs eigentlich streichen könnte; dass man vor Ort essen kann, ist nämlich so gut wie Geschichte. Es ist nur noch Abholung von bestellten Gerichten vorgesehen, aber das geht ja schon eine ganze Weile so.
Punkt 17 Uhr griff ich also zum Telefon, um im "Linh" anzurufen; Frau Hguyen am anderen Ende war wie immer sofort... mehr lesen
Asia Bistro Imbiss Linh
Asia Bistro Imbiss Linh€-€€€Imbiss, Catering, Take Away06819851300Am Kieselhumes 3b, 66111 Saarbrücken
4.0 stars -
"Der "Asia Bistro Imbiss Linh" bot gestern einmal mehr die gewohnt gute Qualität ....." simba47533Gestern war uns wieder einmal danach, bei Familie Nguyen, den Betreibern des Asia Imbisses, etwas zu bestellen. Wobei man "Bistro" und "Imbiss" im Namen des kleinen Gastrobetriebs eigentlich streichen könnte; dass man vor Ort essen kann, ist nämlich so gut wie Geschichte. Es ist nur noch Abholung von bestellten Gerichten vorgesehen, aber das geht ja schon eine ganze Weile so.
Punkt 17 Uhr griff ich also zum Telefon, um im "Linh" anzurufen; Frau Hguyen am anderen Ende war wie immer sofort
Geschrieben am 26.03.2026 2026-03-26| Aktualisiert am
26.03.2026
Es gibt im Saarland Restaurants, die ohne Sterne-Ambitionen excellent kochen. Eines davon ist das Saarbrücker "Indochine, wo Küchenmeister Quang Hoa Nguyen vietnamesische und französische Küche sehr erfolgreich vereint.
Es gibt großartige Köche, die das Kochen bei Großmutter, Vater, Tante oder Onkel gelernt, also keine richtige Kochaubildung absolviert und ihren Werdegang trotzdem sogar mit einem Küchenmeister Titel gekrönt haben. Das "Indochine" mit seinem Betreiber Quang Hoa Nguyen und dessen Frau Thi Nhung Nguyen ist solch ein Fall. Hoa hat hier in Saarbrücken 2005 seine Prüfung als Küchenmeister abgelegt. Seine ursprüngliche Lebensplanung war ganz anders. Geboren in Nordevietnam zog er in jungen Jahren nach Tschechien, um dort Maschinenbau zu studieren. Aber stattdessen landete er 1990 hier im Saarland. Sein erster Job in der Gastronomie war Tellerwäscher, von deutscher Küche hatte er damals noch keine Ahnung. Doch sein Ehrgeiz zahlte sich schnell aus:Er fand eine Stelle als angelernter Koch in der bekannten Saarbrücker "Schlachthof Brasserie by Klaus Erfort" und konnte nach gezielter Weiterbildung 2005 schliesslich seinen Meisterbrief entgegennehmen. 2014 erfüllten sich die Nguyens ihren Traum vom eigenen Restaurant: dem "Indochine" in der Klausener Strasse, sie bezogen dort die Räumlichkeiten des italienischen Restaurants "Roma", das n der Innenstadt direkt neben die Congresshalle umgezogen war. Die Küche der Nguyens verbindet vietnamesische und französische Einflüsse - "Indochina" hieß die ehemalige französische Kolonie in Südostasien, dem heutigen Nord- und Südvietnam. Die recht umfangreiche Karte reicht von klassischen vietnamesischen Vorspeisen wie Frühlings- und Sommerrollen über Salate, Reissuppen und Reisnudeln bis hin zu Fleisch- und Fischgerichten. Alle Speisen werden mit frischen Beilagen serviert und mit großer handwerklicher Sorgfalt zubereitet. Sie sind leicht, gut verträglich und äusserst schmackhaft.
Eine ganz zentrale Rolle spielt der Umgang mit Gewürzen. Nach vietnamesischer Tradition werden sie zunächst angeröstet, anschliessend in Kräutersäckchen in Fonds gegeben oder für Marinaden verwendet. Neben bekannten Zutaten wie Ingwer, Sternanis, Nelken, Sesamsaat oder Kardamon kommen auch Gewürze zum Einsatz, die Nguyen direkt aus Vietnam importiert. Das sorgt für eine ganz besondere Aromatik.
Das "Indochine"-Menü beginnt mit einer Frühlingsrolle als Amuse-Bouche - schön knusprig. Es folgt eine Vorspeisen-Variation: Lotte, mit Thunfisch gefüllt, dazu eingelegter Ingwer sowie confierte Zwiebeln und Feigen. Als zweite Komponente ein in Roter Bete marinierter Lachshappen auf einem Algenbett, gefolgt von einer Crème brûlée von der Gänseleber. Die Komposition überzeugt farblich wie geschmacklich voll und ganz.
Im Zwischengang wird Kalbsbries serviert: in Gewürzen und Portwein mariniert und anschliessend schonend im Dampf gegart. Dazu Süsskartoffelstampf mit Tomaten, Möhren und Sellerie, begleitet von einer Portweinsauce.
Im Fleischhauptgang folgt ein Duo von mariniertem Flanksteak und Rinderfilet mit Kräuterkruste. Die auf den Punkt gegarten Gemüse (Kohlrabi, Brokkoli, Champignons und Tomate) sind fein gefächert bzw. tourniert; die Reiskrokette (mariniert und paniert) passt perfekt dazu. Die Fischvariante kombiniert Skrei auf Spinat mit karamellisierten Scampi und Kurkumaschaum, begleitet von Tomaten und Champignons. Den krönenden Abschluss bildet ein feiner vietnamischer Eiskaffee mit einem Parfait aus Feigen und Matcha.
Das 5-Gänge-Menü kostet 89 Euro, möglich sind auch 8 Gänge (130 Euro) oder 6 Gänge (105 Euro). Preislich beginnen die Vorspeisen auf der Karte bei 12,90 Euro, die Zwischengänge bei 16,90 Euro. Die exclusivsten Hauptgänge kosten 38,90 Euro (etwa die Komposition von Entenbrust und Flanksteak). Hoa Nguyen liebt es, sein Wissen weiterzugeben. ein knappes Dutzend Auszubildende hat das "Indochine bislang durchlaufen und dabei viel gelernt.
Auf die Frage, welche Vision Herr Nguyen für die Zukunft hat, antwortet er: "Menschen mit gutem Essen auch weiterhin glücklich machen - und einen Ort schaffen, an dem mein Team gerne arbeitet und sich weiterentwickelt."
Letzte Frage: "Was war der ungewöhnlichste Wunsch eines Gastes ?" "Ein Silvestermenü laktose- und glutenfrei mit veganer Vorspeise. Aber genau solche Wünsche machen es spannend."
(auszugsweise SZ vom 26.03.2026)
Es gibt im Saarland Restaurants, die ohne Sterne-Ambitionen excellent kochen. Eines davon ist das Saarbrücker "Indochine, wo Küchenmeister Quang Hoa Nguyen vietnamesische und französische Küche sehr erfolgreich vereint.
Es gibt großartige Köche, die das Kochen bei Großmutter, Vater, Tante oder Onkel gelernt, also keine richtige Kochaubildung absolviert und ihren Werdegang trotzdem sogar mit einem Küchenmeister Titel gekrönt haben. Das "Indochine" mit seinem Betreiber Quang Hoa Nguyen und dessen Frau Thi Nhung Nguyen ist solch ein Fall. Hoa hat hier in Saarbrücken... mehr lesen
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"Vom Tellerwäscher zum Küchenmeister ........." simba47533Es gibt im Saarland Restaurants, die ohne Sterne-Ambitionen excellent kochen. Eines davon ist das Saarbrücker "Indochine, wo Küchenmeister Quang Hoa Nguyen vietnamesische und französische Küche sehr erfolgreich vereint.
Es gibt großartige Köche, die das Kochen bei Großmutter, Vater, Tante oder Onkel gelernt, also keine richtige Kochaubildung absolviert und ihren Werdegang trotzdem sogar mit einem Küchenmeister Titel gekrönt haben. Das "Indochine" mit seinem Betreiber Quang Hoa Nguyen und dessen Frau Thi Nhung Nguyen ist solch ein Fall. Hoa hat hier in Saarbrücken
Geschrieben am 23.03.2026 2026-03-23| Aktualisiert am
25.03.2026
Besucht am 23.03.2026Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 165 EUR
Es ist wie verhext: auch in diesem Jahr gelang und gelingt es uns nicht, pünktlich mein Geburtstagsessen (21.03.) und das Geburtstagsessen meiner Frau (06.09.; gleichzeitig unser Hochzeitstag) im Blieskasteler "Hämmerles Restaurant" einzunehmen, weil diese Termine mit Ruhetagen der Hämmerles zusammenfallen. Das war im vergangenen Jahr so und wiederholt sich nun leider auch in 2026; der 21.03. war ein Samstag und der 06.09., ich habe schon mal nachgeschaut, ist diesmal ein Sonntag. An beiden Tagen bleiben die "Hämmerle"-Küche kalt und die Restauranttüre verrammelt.Ergo werden diese Termine eben von uns nachgeholt, der Märztermin also heute mit zwei Tagen Verspätung .
Zu 12:15 Uhr hatte ich einen Tisch reservieren lassen und um 12:17 Uhr hatte Mme.Simba, heute FvD, unser Auto direkt vor "Hämmerles Restaurant" abgestellt, quasi eine Punktlandung. Während sie auf dem Weg ins Restaurant war, setzte ich das Auto noch um auf einen offiziellen Parkplatz. Im Eingangsbereich wurde ich von Tochter Hämmerle empfangen; natürlich wollte sie wissen, wer denn Geburtstag hätte und wir hatten bei der Open Table-Reservierung als Anlass "Geburtstag" angegeben gehabt. Die Frage konnte ich zu ihrer Zufriedenheit beantworten, die nachträglichen Glückwünsche liessen nicht auf sich warten. Sie hatte für uns einen besonders schönen Tisch ausgesucht, an dem mein Schatz bereits Platz genommen hatte; einen Tisch mit Blick auf fast das gesamte Geschehen. Und zu sehen gibt es da immer was, wenn ich nur an die leckeren Sachen, die da vorbeigetragen werden, denke. ``A propos leckere Sachen: wie stets hatten wir die Wahl zwischen drei Menüs oder Bestellungen à la carte. Was ich an "Hämmerles Restaurant" sehr schätze, ist, dass dem Gast die Möglichgkeit gegeben wird, sich ganz gezielt aus den verschiedenen Menüs ganz nach Belieben Gerichte herauszupicken und diese zu kombinieren. Andernorts habe ich es gerade im Sterne- und Fine Dining-Bereich nicht selten erlebt, dass der Gast das Menü so zu nehmen hat wie es ist nach dem Motto "Friß,Vogel oder stirb"; ja, sogar, dass alle am Tisch das gleiche Menü odern müssen, ist schon vorgekommen. Hier geht es Gottseidank freier und ungezwungener zu. Erstmals habe ich heute hier erlebt, dass vier Personen hereinkamen und zwar in Begleitung eines Hundes. Auch das ist offenbar kein Problem; hätte man das Tier nicht beim Eintreten bemerkt, wäre nicht aufgefallen, dass es überhaupt da ist. Lammfromm lag es auf seinem mitgebrachten Kissen, nichts war von ihm zu hören und eine der Servicedamen brachte auch gleich einen Napf mit Wasser für den vierbeinigen Gast. Das nenne ich tollen Service!
Meine liebe Frau trank ein Teinacher Wasser (0,25l EUR 3,30) und nippte später auch mal an meinem Wein. Ich hatte als Starter ein Karlsberg Urpils (0,33l EUR 3,80) und später zum Essen einen Auxerrois (0,2l EUR 11,00 plus 0,1l EUR 5,50) von meinem Lieblingswinzer Armand Gilg (F-Mittelbergheim, Elsaß) sowie abschliessend einen Espresso (EUR 3.00).
Bei der Wahl der Vorspeisen waren wir beide uns diesmal einig; es wurde die "Frühlings-Vorspeisen-Variation" aus dem Frühlings-Menü (EUR 25,00). Bis zum vergangenen Jahr hatte diese Vorspeise noch die Bezeichnung "Assiette Gourmand". Als ich Tochter Hämmerle darauf ansprach, erklärte sie, dass ihrem Sternekoch-Vater ab und an schon mal so ein Namenswechsel einfallen würde. Seis drum. Bei der Wahl der Hauptgerichte trennten sich kulinarisch die Wege der Simbas. Meine Frau, die ein Faible für Bäckchen-Gerichte hat, wählte aus dem "Menü des Tages" "Geschmortes Kalbsbäckchen & Rinderfilet mit frischen Morcheln, Saarbrücker Bio-Pilzen, Frühlingsgemüse und Geheirade" für EUR 43,00. Als Dessert nahm sie "Eine Kugel Eis/Sorbet Basilikum/Minze mit frischer Schlagsahne". Ich entschied mich schliesslich gegen die gefüllte Maispoulardenbrust, die mir hier auch schon mal sehr gut geschmeckt hatte, sowie gegen den Seeteufel in Tomaten-Pistazienkruste bzw. gegen Cordon Bleu & Rinderroulade und für das "Lamm-Trio" (EUR 43,00) aus dem Frühlings-Menü.
Zunächst kam der uns von vielen Hämmerle-Besuchen bekannte Küchengruß in Form von einem Karotten-Ingwer-Süppchen im Glas nebst einen kleinen Stückchen Kartoffelpuffer bzw. Flamm. Hier könnte sich der sonst so findige Cliff Hämmerle wirklich mal einen neuen Küchengruß einfallen lassen, auch für den "Zwischengang" Rotweinsorbet. Ist jetzt aber nur leises Gejammere, denn an diesen Grüßen gibt es ja geschmacklich nichts auszusetzen.
Absolut nichts auszusetzen gab es auch an unseren Gerichten. Die "Frühlings-Vorspeisen-Variation", vormals Assiette Gourmand", besteht aus insgesamt fünf kleinen Gerichten: Bunte Bete-Ziegenfrischkäse / Linsen-Gamba / Avocado-Mango-Nordseekrabben / Fischsuppe und französischem Tatar vom Rind. Die Bete mit dem Ziegenfrischkäse habe ich an meinen Schatz abgetreten; Ziegenfrischkäse mag ich zwar, Bete aber nicht. Die Komponente "Fischsuppe" esse ich hier als Vorspeise "in groß" sehr gerne; zu ihr gibt es neben Aioli und Rouille auch einen große frittierten Gamba. Dieser Gamba taucht hier als einene Komponente zusammen mit den Linsen auf; eine sehr interessante Kombination. Das französische Tatar vom Rind überzeugte wie auch die anderen Komponenten absolut und hatte als kleine Überraschung kräftig Feuer im A.... :-))
Die geschmorten Kalbsbäckchen beim Hauptgericht meiner Frau waren wohl der absolute Kracher, das dem auf den Punkt gegarten Rinderfilet(chen) aus ihrer Sicht ein bisschen die Rücklichter zeigte; sie mag nun mal Bäckchen lieber als Filet. Morcheln, Bio-Pilze, das Frühlingsgemüse und die Geheirade machten das Ganze zu einer wirklich runden Angelegenheit.
Ich hatte mich für das Lammgericht nicht zuletzt deshalb entschieden, weil wir die letztjährigen Bliesgau-Lammwochen gewissermassen "verpennnt" hatten; als ich dafür bei den "Hämmerles" hatte reservieren wollen, war ich buchstäblich zu spät dran gewesen und bei den "Hämmerles" war an all den Lammtagen volles Haus sprich ausgebucht.
Mein "Lammtrio" war eigentlich ein Quartett und bestand aus Lamm-Carrée, 2 Lammkoteletts, Lammragout und einem Lammspieß. Beim Spieß hatte ich eigentlich eine Art Schaschlikspieß erwartet; es war aber ein Hackfleischspieß, der mich absolut nicht enttäuschte. Wunderbar gewürzt und innendrin noch sehr schön saftig. Das Carrée absolut auf den Punkt gegart, genau wie die zwei kleinen Lammkoteletts. "Schwächstes Glied", wenn man hier überhaupt von einem solchen sprechen kann, war im Quartett für mich das Lammragout, das aber insgesamt durchaus auch zu gefallen wusste. Sehr gut zum Gericht passten das Frühlingsgemüse, die kräftige Rotweinjus und die Bärlauchkartoffeln. Nicht sonderlich viel zu sagen gibt es zum Dessert meiner lieben Frau, der Kugel Basilikum-Minzeeis/Sorbet mit frischer Schlagsahne. Es war eben eine Kugel Eis mit Sahne; Punkt. Insgesamt waren wir einmal mehr absolut zufrieden mit der gebotenen Küchenleistung und dem Service. "Hämmerle" ist und bleibt eben "Hämmerle", deshalb kriegen die Bereiche "Essen" und "Service" von mir jeweils wohlverdiente fünf Sternlein!
Es ist wie verhext: auch in diesem Jahr gelang und gelingt es uns nicht, pünktlich mein Geburtstagsessen (21.03.) und das Geburtstagsessen meiner Frau (06.09.; gleichzeitig unser Hochzeitstag) im Blieskasteler "Hämmerles Restaurant" einzunehmen, weil diese Termine mit Ruhetagen der Hämmerles zusammenfallen. Das war im vergangenen Jahr so und wiederholt sich nun leider auch in 2026; der 21.03. war ein Samstag und der 06.09., ich habe schon mal nachgeschaut, ist diesmal ein Sonntag. An beiden Tagen bleiben die "Hämmerle"-Küche kalt und die... mehr lesen
4.5 stars -
"Same procedure as every year ..........." simba47533Es ist wie verhext: auch in diesem Jahr gelang und gelingt es uns nicht, pünktlich mein Geburtstagsessen (21.03.) und das Geburtstagsessen meiner Frau (06.09.; gleichzeitig unser Hochzeitstag) im Blieskasteler "Hämmerles Restaurant" einzunehmen, weil diese Termine mit Ruhetagen der Hämmerles zusammenfallen. Das war im vergangenen Jahr so und wiederholt sich nun leider auch in 2026; der 21.03. war ein Samstag und der 06.09., ich habe schon mal nachgeschaut, ist diesmal ein Sonntag. An beiden Tagen bleiben die "Hämmerle"-Küche kalt und die
Geschrieben am 21.03.2026 2026-03-21| Aktualisiert am
22.03.2026
Besucht am 21.03.20262 Personen
Rechnungsbetrag: 22 EUR
Vorbemerkung: Normalerweise sind wir heute an meinem Geburtstag wie alljährlich beim Sternekoch Cliff Hämmerle in Blieskastel-Webenheim; hat diesmal aber leider nicht hingehauen, da "Hämmerles Restaurant" an Samstagen und Sonntagen Ruhetag hat. Es ist wie verhext; auch am letztjährigen Geburtstag meiner Frau (06.09.), der gleichzeitig unser Hochzeitstag ist, und an meinem letzten Geburtstag hatten wir das gleiche Problem. Die Hämmerle-Truppe hatte Ruhetag und die Restauranttür blieb verschlossen. Natürlich haben wir die Geburtstags-Essen jeweils am nächstfolgenden Werktag nachgeholt, und so wird es auch diesmal werden: am 23.03. lassen wir uns einmal mehr in "Hämmerles Restaurant" verwöhnen .-)).
Als kleines Trostpflaster lud mich mein Schatz zum Frühstück ins "Café Steigleiter" ein; Tochter und Schwiegersohn sollten dazustossen. Vorher wollten wir aber noch in Ruhe zuhause eine Tasse Kaffee trinken und die Zeitung lesen. Und so wurde es wie vorgesehen schliesslich 12:20 Uhr bis wir im "Café Steigleiter" eintrafen. An gleicher Stelle hatten wir vor drei Jahren anlässlich meines damals runden Geburtstages mit etlichen Gästen einen vergnüglichen Nachmittag bei Kaffee, Kuchen sowie dem ein und anderen Getränk verlebt. Frau Rosi konnte sich noch gut daran erinnern und beglückwünschte mich auch heute sehr herzlich. Während wir bereits am Bestellen waren trafen auch Tochter und Schwiegersohn ein. Es dauerte schon ein ganzes Weilchen bis alle Speisen und Getränke geordert und gerichtet waren; dann suchten wir uns einen Vierertisch im hinteren Bereich des Gastraumes aus und brachten unsere Tabletts dorthin. Nur ich bekam mein Gericht an den Tisch gebracht; alles ausser warnen Speisen wird an der Verkaufstheke direkt bezahlt und eigenhändig bzw. eigenfüssig an den ausgesuchtenTisch verbracht.
Meine liebe Frau hatte für sich aus der Abteilung "Frühstücke" die Version "Das Pikante" (2 Weckchen oder Sauerteigbrot, 2 Butter und 1 pikanter Wurst-Schinken-Käse-Teller) ausgesucht , dazu ein Mineralwasser (0,33l EUR 2,50). Für mich gab es eine Tasse Kaffee (EUR 3,20), ein Mohnbrötchen (EUR 1,45) und 2 Landeier gerührt mit Schinken (EUR 5,50). Tochter und Schwiegersohn hatten jeweils eine Tasse Kaffee (EUR 3,20) und ein dickes Stück Torte; um was für Torten es sich dabei gehandelt hat und was sie gekostet haben weiss ich nicht, weil ich den Kassenzettel nicht gesehen habe. Ich denke aber mal, das sich der Preis für so ein Tortenstück zwischen EUR 4,50 und EUR 5,50 bewegt. Appetitlich ausgesehen haben sie allemal, genau wie das Frühstück "Das Pikante" und meine Rühreier mit Schinken. Dabei muss ich Frau Rosi aber wirklich mal sagen, dass sie bei meinem Gericht den Dekokram sprich das Salatblatt und die darauf drapierte Tomatenscheibe künftig ruhig weglassen kann. Ich packe diesen Beihau ohnehin nicht an; er ist quasi "Perlen vor den Simba geworfen" :-)).
Fazit: Wie immer gab es auch diesmal beim "Steigleiter"-Besuch nichts zu meckern; wir werden auch weiterhin diesem Café die Treue halen.
Vorbemerkung: Normalerweise sind wir heute an meinem Geburtstag wie alljährlich beim Sternekoch Cliff Hämmerle in Blieskastel-Webenheim; hat diesmal aber leider nicht hingehauen, da "Hämmerles Restaurant" an Samstagen und Sonntagen Ruhetag hat. Es ist wie verhext; auch am letztjährigen Geburtstag meiner Frau (06.09.), der gleichzeitig unser Hochzeitstag ist, und an meinem letzten Geburtstag hatten wir das gleiche Problem. Die Hämmerle-Truppe hatte Ruhetag und die Restauranttür blieb verschlossen. Natürlich haben wir die Geburtstags-Essen jeweils am nächstfolgenden Werktag nachgeholt, und so wird es... mehr lesen
4.0 stars -
"Vom Frühstück, das ein Spätstück war ......." simba47533Vorbemerkung: Normalerweise sind wir heute an meinem Geburtstag wie alljährlich beim Sternekoch Cliff Hämmerle in Blieskastel-Webenheim; hat diesmal aber leider nicht hingehauen, da "Hämmerles Restaurant" an Samstagen und Sonntagen Ruhetag hat. Es ist wie verhext; auch am letztjährigen Geburtstag meiner Frau (06.09.), der gleichzeitig unser Hochzeitstag ist, und an meinem letzten Geburtstag hatten wir das gleiche Problem. Die Hämmerle-Truppe hatte Ruhetag und die Restauranttür blieb verschlossen. Natürlich haben wir die Geburtstags-Essen jeweils am nächstfolgenden Werktag nachgeholt, und so wird es
Geschrieben am 10.03.2026 2026-03-10| Aktualisiert am
11.03.2026
Besucht am 10.03.2026Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 26 EUR
Im Juni 2025 war ich zuletzt im "Italia" gewesen; Zeit also, dort wieder einmal aufzuschlagen. Um 11 Uhr hatte ich Termin bei meinem Physiotherapeuten und kurz vor 12 Uhr traf ich anschliessend im "Italia" ein. Ein Paar saß bereits im Gastraum und mümmelte an seinen Pizze. Eine junge Frau im Service war zwar flink beim Bringen der Speisekarte, kümmerte sich dann aber nicht mehr um mich. Vielmehr war sie sehr damit befasst, einen großen Blumenstrauß für die Theke zu stecken; das erforderte wohl ihre ganze Aufmerksamkeit. Wäre nicht Frau Wirtin Wundermild mit Einkäufen von der Strasse aus hereingekommen, sässe ich möglicherweise immer noch am Tisch, ohne dass meine Bestellung aufgenommen worden wäre. Ich kenne die Wirtin seit 2006 und als sie mich da hocken sah, liess sie ihre Einkäufe Einkäufe sein und kümmerte sich sofort und direkt um mich. So geht eben Service; das muss das Junghuhn offenbar erst noch verinnerlichen.
Ich bestellte ein Glas Sangovese (bio) (0,2l EUR 6,50); dieser Wein schmeckt mir hier immer besonders gut. Großen Hunger hatte ich nicht, Vorspeise und Dessert fielen daher schon mal flach. Mit meiner Wahl des Hauptgerichts "Bavette alla Scoglio" für EUR 16,50 (hoppla, bei der letzten Bestellung waren es noch EUR 15,90 gewesen) hatte ich bisher jedesmal sehr gute Erfahrungen gemacht. Dass ich bei diesem Gericht auf Lachswürfel gerne verzichte (Lachs zählt für mich schliesslich nicht zu den Meeresfrüchten) hat sich die Wirtin gut gemerkt; Lachs war nicht dabei, dafür thronte auf dem Pastaberg einmal mehr ein Scampo in voller Rüstung, ringsum umrahmt von Miesmuscheln, Vongole sowie Garnelen in allen möglichen Größen: Schade nur, dass diesmal leider nicht das geringste Fitzelchen von Octopus oder Pulpo auf meinem Teller zu finden war; Kopffüßler sind nämlich sonst immer auch mit an Bord.Alles war wie immer sehr pikant gewürzt und mit einem feinen Sößchen versehen. Insgesamt war ich einmal mehr sehr zufrieden. Zum Schluss bestellte ich mir noch einen Espresso (EUR 2,30), bevor es ans Zahlen ging und ich anschliessend angenehm gesättigt das Lokal verliess.
P.S. Fast hätte ich die Erwähnung des Küchengrußes vergessen: wie immer gab es das rechteckige Pizzateig-Gebilde, gefüllt mit einer Art von pikanter dicker Soße; schmackhaft, aber wenn man das Teil wie ich nicht mit Messer und Gabel sondern aus der Hand isst, ist die Gefahr des sich Einsauens durchaus gegeben.
Fazit: Sobald es hier im "Italia" wieder mit der Biergartensaison losgeht, werden meine Frau und ich in diesem Biergarten hin und wieder zu finden sein.
Im Juni 2025 war ich zuletzt im "Italia" gewesen; Zeit also, dort wieder einmal aufzuschlagen. Um 11 Uhr hatte ich Termin bei meinem Physiotherapeuten und kurz vor 12 Uhr traf ich anschliessend im "Italia" ein. Ein Paar saß bereits im Gastraum und mümmelte an seinen Pizze. Eine junge Frau im Service war zwar flink beim Bringen der Speisekarte, kümmerte sich dann aber nicht mehr um mich. Vielmehr war sie sehr damit befasst, einen großen Blumenstrauß für die Theke zu stecken;... mehr lesen
4.0 stars -
"Ich war einmal mehr mit meinem Gericht "Bavette alla Scoglio" sehr gut bedient ........" simba47533Im Juni 2025 war ich zuletzt im "Italia" gewesen; Zeit also, dort wieder einmal aufzuschlagen. Um 11 Uhr hatte ich Termin bei meinem Physiotherapeuten und kurz vor 12 Uhr traf ich anschliessend im "Italia" ein. Ein Paar saß bereits im Gastraum und mümmelte an seinen Pizze. Eine junge Frau im Service war zwar flink beim Bringen der Speisekarte, kümmerte sich dann aber nicht mehr um mich. Vielmehr war sie sehr damit befasst, einen großen Blumenstrauß für die Theke zu stecken;
Geschrieben am 26.02.2026 2026-02-26| Aktualisiert am
26.02.2026
Lukas Duttlinger ist Saarlands bester Jungkoch.Der Azubi aus "Hämmerles Restaurant" konnte bei den Saarländischen Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe die Jury von sich überzeugen. Ausruhen kann er sich nicht - im Oktober stehen bereits die Deutschen Meisterschaften an.
" Ich war glücklich und erleichtert, als mein Name fiel, habe es aber erst nicht realisiert, dass ich gewonnen habe", so der Jungkoch.Wenige Wochen nach dem W ist Lukas Duttlinger wieder im Alltag angekommen. An seinem Arbeitsplatz in "Hämmerles Restaurant" prüft er seine Vorbereitungen - das sogenannte Mise en Place. In einer Stunde beginnt der "Chefs Table", das Fine Dining-Format von Cliff Hämmerles Sternebereich. Bis zu zwölf Gäste sitzen dann an vier Tischen, während Duttlinger mit seinen Kollegen und Küchenchef Cliff Hämmerle direkt vor ihen Augen kochen. Sieben Gänge stehen auf dem Menü-Plan. Während Sternekoch Hämmerle den Gästen die Gerichte präsentiert, richtet Duttlinger an, setzt die letzte Akzente und serviert. Doch diese Aufgabe durfte er nicht von Anfang an übernehmen. "Die ersten Wochen habe ich nur Salat geputzt", sagt er und muss dabei lachen. Nach acht Wochen folgte aber bereits die erste Bewährungsprobe. Der Küchenmeister war nicht da - und Duttlinger sollte ganz kurzfristig dessen Rolle übernehmen. "Da bin ich erstmal krachend gescheitert", sagt er. "Aber ich war unglaublich stolz, das machen zu dürfen - und irgendwie doch durchgekommen zu sein." Drei Stunden Vorbereitung sind Standard: schneiden, parieren, portionieren, Saucen ansetzen."Ich muss immer wissen, was da ist, was nachproduziert werden muss und was für den Tag noch ansteht." Ene besondere Faszination übt die asiatische Küche auf Lukas Duttlinger aus. "Ich mag den Geschmack sehr, aber um wirklich auf hohem Niveau zu kochen, muss man sich extrem damit beschäftigen." Sein Ausbilder Clif Hämmerle ergänzt:" Die asiatische Küche ist sehr komplex, sie arbeitet mit eigene Techniken und Produkten. Schon das Schneiden erfordert höchste Präzision. Sushimeister lernen mehrere Jahre nur, wie man Messertechniken und das Schneiden von Fisch perfekt beherrscht." Doch die Liebe zum Detail erkennt Hämmerle auch in Duttlingers Arbeit. Besonders beim Fisch zeige er sein Können, egal ob roh oder gegart, lobt der Chef. Das bewies er auch am Wettbewerbstag. "Sein Tatar war einfach fantastisch. Er kocht mit viel Geschmack und Gefühl", lobt Hämmerle.Ruhe und Organisation habe Duttlinger von Anfang an mitgebracht, sagt er. Genau darin sieht der 20-jährige selbst jedoch eine der größten Herausforderungen während der Ausbildung.."Ich glaube, das Schwierigste - für viele Azubis und damit auch für mich -, ist, eine Ordnung und Struktur aufzubauen und einen Ablauf über die ganze Woche hinzubekommen.Für Hämmerle ist das eine der Grundvoraussetzungen für Führungsverantwortung."Wer eine Leitungsfunktion in der Küche anstrebt, muss voll den Überblick behalten. Ein guter Küchenchef organisiert den Stress.".
Rund acht Monate Vorbereitungszeit bleiben Lukas Duttlinger noch. Im Oktober wird sich dann bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mainz zeigen, wie weit ihn Routine und Organisation noch tragen..
(auszugsweise SZ vom 26.02.2026)
Lukas Duttlinger ist Saarlands bester Jungkoch.Der Azubi aus "Hämmerles Restaurant" konnte bei den Saarländischen Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe die Jury von sich überzeugen. Ausruhen kann er sich nicht - im Oktober stehen bereits die Deutschen Meisterschaften an.
" Ich war glücklich und erleichtert, als mein Name fiel, habe es aber erst nicht realisiert, dass ich gewonnen habe", so der Jungkoch.Wenige Wochen nach dem W ist Lukas Duttlinger wieder im Alltag angekommen. An seinem Arbeitsplatz in "Hämmerles Restaurant" prüft er seine Vorbereitungen - ... mehr lesen
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"Mit viel Geschmack und Gefühl am Herd" simba47533Lukas Duttlinger ist Saarlands bester Jungkoch.Der Azubi aus "Hämmerles Restaurant" konnte bei den Saarländischen Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe die Jury von sich überzeugen. Ausruhen kann er sich nicht - im Oktober stehen bereits die Deutschen Meisterschaften an.
" Ich war glücklich und erleichtert, als mein Name fiel, habe es aber erst nicht realisiert, dass ich gewonnen habe", so der Jungkoch.Wenige Wochen nach dem W ist Lukas Duttlinger wieder im Alltag angekommen. An seinem Arbeitsplatz in "Hämmerles Restaurant" prüft er seine Vorbereitungen -
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Im "Adler" war es bei unserer Ankunft noch ziemlich ruhig; knapp ein Drittel der Tische waren besetzt. Das änderte sich spätestens, als eine Gruppe (wenige Erwachsene, dafür etliche Knaben zwischen ca. 15 und 17 Jahren), den runden Zwölfertisch direkt neben uns enterten. Da war es dann mit der Ruhe definitiv vorbei; die Herrschaften hatten wohl irgendwas zu feiern. Sie kamen nämlich mit leeren Bechern in der Hand ins Lokal und hatten zuvor irgendwo wohl schon ein bisschen "vorgeglüht". Ob wir wollten oder nicht, wir hatten die Wahl, den erhöhten Geräuschpegel auszuhalten oder unsere Zelte hier vorzeitig abzubrechen. Samstagsabends irgendwo in einem gute Lokal auf die Schnelle einen Tisch für fünf Personen zu kriegen, ist verdammt schwierig. Also sind wir geblieben.
Getrunken haben wir eine große Coca Cola (0,4l EUR 4,50; meine Enkelin), ein Glas Crémant Rosé (EUR 5,90; meine Schwiegertochter), zwei alkoholfreieBit (0,33l EUR 3,10; mein Sohn), eine Fanta (EUR 2,00) und eine Panache (EUR 3,00; beides meine Frau), zwei Benediktiner Weizen (0,5l EUR 5,00; ich). Im weiteren Verlauf wurde noch eine Taunusquelle medium (0,25l EUR 2,50) getrunken, die ich niemandem zuordnen kann. Zuordnen kann ich allerdings die zwei Limoncello (jeweils EUR 3,20); Mutter und Tochter bstellten sie als "Absacker". Je nun.
Meine Frau und meine Schwiegertochten bestelten sich als Vorspeise das "Rindercarpaccio" (EUR 17,00), mein Sohn nahm hier den "Schafskäse mit Oliven und Perlzwiebelchen" (EUR 12,00). Meine Enkelin und ich verzichteten auf Vorspeisen. Als Hauptgericht nahm das "Enkelchen" den "Flammkuchen Birne Münster" für EUR 22,00. Die Schwiegertochter wählte von den Schiefertafelangeboten das "Doradenfilet" (EUR 32,00)und wählte als Beilage Grenaille-Kartoffeln anstelle der vorgesehenen Salzkartoffeln; das war problemlos und aufschlagsfrei möglich. Mein Sohn hatte sich von den Schiefertafelangeboten das "Perlhuhn" (EUR 26,00) ausgesucht; meine Frau entschied sich für "Spargel mit gekochtem Schinken, Salzkartoffeln und Sauce hollandaise" (EUR 22,00). Ich wollte hier eigentlich keine Kalbsnieren mehr bestellen; EUR 29 sind mir für dieses Gericht einfach zu teuer. Leider habe ich es dann aber doch getan. Dessert wollte ausser mir niemand, aber "Crêpe Suzette" (EUR 10,00) lasse ich mir nicht entgehen, wenn dieses Desser schon mal auf Speisekarten auftaucht, was selten genug der Fall ist.
Kommen wir zunächst zum Positiven. Meine Enkelin war von ihrem Flammkuchen mit Birnen und Münsterkäse hin und weg: in Kleve ist Flammkuchen ihrer Aussage nach zu klein oder zu groß, zu dünn oder zu dick und vom Belag her alles andere als berauschend. Dieser hie war für sie einfach phänomenal. Die Dorade meiner Schwiegertochter war perfekt gebraten, sehr schön angerichtet, gut gewürzt und auch die Beilage war perfekt. Drei große Doradenfilets; dafür war der aufgerufene Preis von EUR 32,00 direkt noch günstig. Sohnemann lobte sein Perlhuhn sehr; für mich sah es rein optisch doch etwas "durch" aus. Für ihn war es aber durchaus saftig und schlichtweg perfekt.
Nicht so gut angetroffen mit unseren Bestellungen hatten es da meine Frau und ich. Ihr Spargel war von minderer Qulität und nahezu "totgekocht", ihre Kartoffeln waren kalt und die Soße hollandaise war keine Soße sondern eine Art Brei und nahezu geschmacksfrei; sie hat sie fast komplett stehenlassen. Wenigstens der Schinken fand wohl ein bisschen Gnade vor ihren Augen, aber das Gericht als solches war komplett durchgefallen. Genauso ging es mir mit meinen Kalbsnierchen. Ich hatte als Beilage diesmal Reis gewählt; wenigstens den konnte man als "o.k. geraten" durchwinken. Die "Hauptperson" dieses Gerichts, die namensgebenden Nierchen, fielen dafür komplett und krachend durch, genau wie die begleitende Dijonsenf-Sauce. Die Nierchen mag ich am liebsten grobblättrig aufgeschnitten; mit dem mir vorgesetzten kleingeschnittenen Finzelskram, fast schon wie bei einerm Haschee, kann ich nichts anfangen. Ich hätte eigentlich gewarnt sein müssen, denn bei der letzte Bestellung ware sie schon ziemlich kleingeschnitten an den Tisch gekommen, aber wenigstens etwas grösser als diesmal . Hatte ich wohl vergessen. Die Dijonsenf-Sauce schmeckte für mich "nicht nach ihm und nicht nach ihr"; der typische Dijonsenf-Geschmack kam so gut wie nicht durch. War eben so und lässt sich im nachhinein auch nicht reparieren. Dem Service gegenüber habe ich auf dessen Nachfrage nicht gespart mit Kritik; ob diese an die Küche weitergeben worden ist, weiss ich nicht. Wenigsten meine "Crêpe Suzette" hatte die gewohnt hohe "Adler"-Küchenqualität für mich. Wie ich bei Blick in die Küche feststellen musste, ist der ältere dicke Koch, mir bzw. uns beiden seit 2006 bekannt, wohl nicht mehr mit an Bord; ihn "ersetzen" zwei junge Frauen. Da geht dann schon mal was daneben; dass das ausgerechnet bei den Gerichte von meiner Frau und mir passieren musste, ist ärgerlich und kostet konsequenterweise diesmal den Bereich "Essen" volle zwei Sterne.
P.S. Von dem Crémant Rosé, der meiner Schwiegertochter so gut gefallen hat, hat sie vor Ort im "Adler" eine Flasche gekauft; der Besuch fährt heute nach dem Frühstück und einem Einkauf in der "Patisserie Schott" zurück nach Kleve, dort soll es am Abend zuhause einen würdigen "Sehr schönes Wochenende-Ausklang" mit Crémant und Schott-Macarons geben. Der Thekenmann im "Adler" winkte die Schwiegertochter, als wir gerade am Gehen waren, zu sich an die Theke und verriet ihr, wo man diesen Crémant in Saarbrücker "Edekas" kaufen kann und was er dort kostet . Nun soll versucht werden, ob er auch in Klever "Edekas" zu haben ist und dann dort gegebenenfalls Nachschub zu beschaffen. Gutes Gelingen von hier aus!