Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen Schreiber" persönlich kennengelernt und jedes Treffen war sofort auf einer Wellenlänge. Aus angeklickten "Freunden" sind Freundschaften entstanden.
Ich bemühe mich um aussagefähige, nachvollziehbare und faire Beiträge. Ich versuche, meine Zeit in gute, genussvolle Erlebnisse umzuwandeln und den Lesern Tipps zu geben.
Mein Mann und ich gehen gerne Essen, nehmen uns dazu auch Zeit. Beide essen wir wenig Fleisch, Speck mögen wir beide gar nicht. Wenn Fleisch, dann informieren wir uns gerne über die Herkunft des Fleisches. An Fisch, Beilagen und Gemüse darf es bei mir alles sein, aber bitte ohne Kümmel (Schwarzkümmel und Kreuzkümmel dafür gerne!).
Ich möchte im Restaurant mindestens so gut wie zu Hause essen. Ein gepflegtes, sauberes Ambiente vorfinden. Mich als Kunde und Gast fühlen. Da ich selbst sehr gerne koche, hole ich mir im Restaurant gerne Ideen. Es kommt auch vor, dass ich hartnäckig Zutaten und Zubereitungen erfrage.
Es stört mich, dass immer mehr Convenience-Produkte in der Gastronomie Einzug erhalten. Ich gehe nicht ins Restaurant um Fertigprodukte zu essen, denn die gibt es bei uns zu Hause auch nicht.
Ich bewerte nach dem Preis/Leistungsverhältnis.
Ein einfaches Lokal oder ein Imbiss kann daher mir eine hohe Punktzahl erreichen. Ich halte es für falsch, ein Bistro nach den Maßstäben eines Gourmetlokals zu bewerten.
Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 615 Bewertungen 934377x gelesen 16235x "Hilfreich" 15006x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 03.08.2016 2016-08-03| Aktualisiert am
04.08.2016
Besucht am 23.07.2016Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 120 EUR
Zu Besuch in Koblenz. Es war schon festgelegt, wo wir es uns am Samstagabend zu viert gut gehen lassen wollten.
Der kurze Weg führte von Koblenz an die Untermosel nach Winningen. Und wir mussten noch nicht einmal selbst fahren.
Das ausgewählte Restaurant direkt mit Blick auf die Mosel und dem überschaulichen Yachthafen Marina Winningen.
Die Betreiber des Hafenrestaurants, Eheleute Schiffers, sind hocherprobte Gastronomen. Bis vor Kurzem betrieben sie den „Koblenzer Bauereiausschank“ der Königsbacher. Vom Rhein ging es dann 2016 etwas kleiner und feiner an die Mosel. Der Neustart ist sicherlich dieses Jahr schwierig. Die schönen Terrassenplätze sollten über Sommer ausgebucht sein. Aber bei diesem wechselhaften Wetter?
Parkplätze sind reichlich und kostenfrei am Moselufer vorhanden. Handbremse sollte man sicherheitshalber anziehen. Eine enge und steile Treppe führt zum Restaurant. Dies liegt einige Meter erhöht. Im Hinblick auf Hochwasser sicherlich ein guter Bau. Wer nicht gut zu Fuß ist (oder zu viel getrunken hat) kann sich aber auch zu Fuß oder per Auto seitwärts ans Restaurant fahren und / oder abholen lassen. Das Restaurant und Toiletten sind ebenerdig, also gehbehindertengerecht. Rollstuhlgerecht sind die Toiletten nicht.
Service:
Wir wurden im Gastraum herzlich begrüßt. Ein erfahrener Servicemitarbeiter begleitete uns zum reservierten runden Tisch im Anbau. Gastraum mit Blick auf den Hafen
Die Speisekarten gereicht, eilige Getränkewünsche erfragt und auch das Hintertürchen „wir dürfen in Ruhe die Karte studieren“ offen gehalten.
Der Service wurde ausschließlich an diesem Abend von diesem Mitarbeiter erledigt und es gab schlicht nichts zu beanstanden. Ruhig, immer aufmerksam, sehr freundlich und souverän. Wir sind immer erfreut, wenn man sich einfach als Gast so wohlfühlen kann. Sonderwünsche kein Problem, leere Gläser wurden sofort bemerkt, Frage nach dem Servieren, ob alles recht ist!
Speisen und Getränke (die Getränke kurz zusammengefasst):
Mineralwasser Rhodius, 0,75 l zu € 5,60 (mit Kühler)
Aperol Spritz, € 4,50
Erdinger alkoholfrei, 0,5 l, € 3,80
Grauburgunder (Pfalz), 0,2 l, € 4,20. Sehr gut! Es folgten mehrere für die Nicht-Autofahrer!
Espresso, € 2,00
Die Speisekarte ist gerade noch nicht überladen und abwechselungsreich (online einsehbar).
Die Vorspeisen kommen etwas kurz, vielleicht werden diese hier nicht so sehr nachgefragt. Das Küchenteam ist hier aber flexibel.
Der „Pizzabäcker“ wurde vom Vorbetreiber des Capitano übernommen. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte, ist die Pizza hier richtig gut!
Die Speisekarte ergänzt durch die saisonale Pfifferlingskarte. Diese sehr verlockend, aber ohne Vorspeise.
Auf Nachfrage war es sofort möglich „gebratene Pfifferlinge Caprese mit Mozzarellakugeln an Strauchtomaten, Balsamico, Olivenöl und Baguette“als Vorspeise zu viert zu erhalten. Hier wurde dann 2 x das Hauptgericht mit € 12,80 abgerechnet. Für 6,40 € war dies eine richtig feine Vorspreise.
Leider an den Pfifferlingen Speck. Ich vergaß zu fragen und es ging 50:50 aus: 2 Speckhasser und 2 Speckliebhaber. Also alles gut, insbesondere weil der Speck wirklich dezent war (konnte man ja auf die Seite schieben).
Der rechteckige Teller schön dekoriert, Tomate mit Pesto und Kresse, frisches Basilikum und Rucola. Alles sehr fein abgestimmt.
Zur Hauptspeise für die Herren Pizza und die Damen Pasta.
Für meinen Mann und mich fast die identischen Speisen wie montags zuvor in Idar-Oberstein. Ich könnte nun behaupten, dies sei volle Absicht gewesen um Unterschiede zu bewerten. Nein! Wirklich Zufall!
Also für die Damen: Spaghetti con aglio e gamberetti, mit gebratenen Riesengarnelen, Cherrytomaten, Chili, Knoblauch und Pesto zu € 13,90.
Tiefe und gut gefüllte Pastateller wurden serviert. Die Spaghetti abgedeckt mit frischem Rucola, eine willkommene Zugabe, und Parmesanspänen. Die Pasta wunderbar al dente, nicht zu ölig und richtig schön in der Schärfe! Der Knoblauch endlich mal schmeckbar. Eine sehr gute Portion, mindestens 12 Garnelen. Welche enorme Steigerung für € 1,40 mehr zum Spaghettigericht am Montag in unserer Heimatstadt!
Die Herren: Pizza Tonno Cipolla zu € 8,50 Thunfischpizza
Beide Pizzen sehr schon goldgelb und knusprig gebacken. Der Teig luftig, der feine Teiggeschmack wurde nicht vom Belag überlagert. Schön belegt, frische Champignons, Zwiebeln. Die Pizza meines Mannes zusätzlich und ohne Aufpreis mit Knoblauch. Die Herren lobten beide die gute Würzung.
Pappsatt war mal wieder kein Platz für ein Dessert, nur für einen guten Espressso. Ein nach dem Bezahlen vom Wirt angebotenes „Verdäulerle“ lehnten wir nicht ab.
Ambiente:
Vor dem Restaurant gibt es Außenplätze mit direktem Blick auf Mosel und Hafen. Biergarten
Dazu seitlich eine weitere, etwas gemütlichere, Terrasse. Leider spielte mal wieder das Wetter nicht mit. Wir fanden also im Restaurant unseren Platz. Hier auch zweigeteilt: Der wohl ältere Gastraum und der Anbau mit bodentiefen Schiebe-Fenstertüren.
Alles sehr gepflegt, schön, modern und nicht überladen dekoriert. Tischläufer, Miniorchidee, Windlicht.
Die Toilettenräume ohne jede Beanstandung. Sehr sauber und gepflegt.
Fazit:
Fröhlicht traten wir die Heimreise mit unserem nüchternen Fahrer an! Herzliche Verabschiedung des Serviceteams inklusive Betreiber. Hier kommen wir gerne wieder her!
Zu Besuch in Koblenz. Es war schon festgelegt, wo wir es uns am Samstagabend zu viert gut gehen lassen wollten.
Der kurze Weg führte von Koblenz an die Untermosel nach Winningen. Und wir mussten noch nicht einmal selbst fahren.
Das ausgewählte Restaurant direkt mit Blick auf die Mosel und dem überschaulichen Yachthafen Marina Winningen.
Die Betreiber des Hafenrestaurants, Eheleute Schiffers, sind hocherprobte Gastronomen. Bis vor Kurzem betrieben sie den „Koblenzer Bauereiausschank“ der Königsbacher. Vom Rhein ging es dann 2016 etwas kleiner und... mehr lesen
4.5 stars -
"Wohlfühlen und gut essen an der Mosel" PetraIO
Zu Besuch in Koblenz. Es war schon festgelegt, wo wir es uns am Samstagabend zu viert gut gehen lassen wollten.
Der kurze Weg führte von Koblenz an die Untermosel nach Winningen. Und wir mussten noch nicht einmal selbst fahren.
Das ausgewählte Restaurant direkt mit Blick auf die Mosel und dem überschaulichen Yachthafen Marina Winningen.
Die Betreiber des Hafenrestaurants, Eheleute Schiffers, sind hocherprobte Gastronomen. Bis vor Kurzem betrieben sie den „Koblenzer Bauereiausschank“ der Königsbacher. Vom Rhein ging es dann 2016 etwas kleiner und
Geschrieben am 29.07.2016 2016-07-29| Aktualisiert am
31.07.2016
Besucht am 18.07.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 36 EUR
Der Wirt des Al Castello ist nicht unerfahren. Sehr abseits betrieb er bisher das Restaurant Da Nedo im Jahnhaus. Jahre zuvor eine weitere Gastronomie zentral im Stadtteil Idar.
Am „Da Nedo“ hatte ich im vergangenen Jahr den Aushang der Speisen gesichtet und Abstand von einem Besuch genommen. Die Speisekarte einfach zu überladen.
Nun hat sich der Wirt vom sehr abseits gelegenen Jahnhaus verabschiedet und am Obersteiner Marktplatz eingefunden. Ein schönes Gasthaus, es stand nicht zu lange leer. Die neue Speisekarte wohltuend gekürzt, aktuelle Empfehlungen gibt es auf der Schiefertafel. Schön.
Unser erster Besuch im April war etwas anstrengend. Vorspeise nicht wie angekündigt, Platz am Zugang zu den Toiletten und extrem kalter Zug in den Rücken an unserm Tisch, schwach gewürztes Essen, einfallslose Gemüsepizza. Ich war nach dem Essen wiklich unterkühlt, wollte daher sofort nach dem Essen nach Hause.
Wartezeit auf die Pizza: 1,5 Stunden. Eine Gesellschaft im Nebenraum hat dem Team wohl zu viel abverlangt.
Zweiter Versuch nun an einem warmen Montag. Der „Gastro“Marktplatz von Oberstein gut besucht. Ein Wochenmarkt wird hier leider nicht mehr abgehalten. Kostenfreie Parkplätze sind zu bekommen, nicht immer. Ein paar Schritte muss man immer in Kauf nehmen.
Direkt vor dem Eingang war noch ein kleiner Tisch frei. Für Montag war das Restaurant mit Außenplätzen recht gut besucht.
Vom Chef wurden wir wieder nett begrüßt. Die Karten gereicht, Getränkewünsche abgefragt.
1 Flasche San Pellegrino, 0,75 l, zu fairen € 4,90 bestellten wir vorweg. Laut Karte € 5,50 (vielleicht wird man hier und da doch noch vernünftig bei den Wasserpreisen, in unserem Landkreis ist meist Autofahren angesagt).
Wir bestellen beim Servieren des Wassers die Speisen. Meine Anmerkung: Die Pasta könne gerne scharf gewürzt sein wurde kommentiert mit : „Aber sicher, ist sowieso“.
Vitaminzufuhr: Kleiner gemischter Salat zu € 3,60. Dieser wurde zügig mit frisch aufgebackenen Pizzabrötchen serviert. Der Salat ohne Tadel. Frische Zutaten, Radiccio und Rucola gaben eine schöne Bitternote, schwarze Oliven, säuerlich erfrischendes Essig-Öl-Dressing.
Zum Hauptgang für meinen Mann: Pizza Diavolo mit Tomatensauce, Käse, Peperoniwurst, frische Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, scharf zu € 8,50 in der großen Version.
Für mich: Spaghetthi Frutti di Mare zu € 12,50. Empfehlung von der Schiefertafel.
Zur Hauptspeise ein Pils, 0,3 l zu € 2,20 für meinen Mann. Für mich ein Chardonnay, 0,25 l zu € 4,00.
Unsere Hauptspeisen wurden nach angenehmer Wartezeit serviert. Nochmals dazu die frisch aufgebackenen Pizzabrötchen. Warm richtig gut, abgekühlt leider fade, zäh und so dass man sie nicht braucht.
Die Pizza appetitlich und gut gebacken. Aber wo ist hier „Diavolo“?. Bei Schärfe bin ich wesentlich schmerzfreier als mein Mann. Aber wenn er schon sagt, es sei fade???
Statt „Frutti die Mare“ bekam ich eine übersichtliche Portion Spaghetti in Tomatensugo. Obenauf 6 Tiefkühlgarnelen (Garnelchen) und ein frisches Petersilienblatt zur Deko. Wo sind hier „Frutti die Mare“? Da preisgleich, Garnelen für mich ok, die Portion aber wirklich kleinlich.
Nach dem Essen stand noch die Abholung und Auswilderung unseres aufgepäppelten Fund-Jung-Uhus (Zusammenarbeit von Initiative für Tiere in Not e. V., Idar-Oberstein und Hoffnung für Tiere – Tierschutz e. V., Baumholder… er bekam weder Salat, Pasta oder Pizza) auf dem Progamm. Reklamation also nicht möglich und nicht unbedingt nötig.
Wir bestellten die Rechnung und der nette Chef erfragte unsere Zufriedenheit. Wir merkten die kindgerechte Würzung der Gerichte an und ich hatte den Eindruck auf ehrliches Interesse unseres Kommentares zu stoßen. Dass ich die “Frutti die Mare“ vergeblich unter den Garnelen suchte merkte ich ebenso an. Italienisch-galant wurde gekontert: Beim nächsten Besuch soll ich mich melden. Ich bekomme „Frutti di Mare speciale“. Mal sehen… Er hätte versehentlich falsch an die Küche weitergegeben. Ehrliche Antwort. Wir wurden sehr nett verabschiedet.
Ambiente:
Gemütlich, gepflegt. Schon vorher ein gepflegtes, nicht zu großes Restaurant. Kräuter und mediterrane Pflanzen sind passend dekoriert. Beim Betreten des Restaurants sind wenige Stufen zu überwinden. Die Toiletten sind würdevoll gealtert, sauber und gepflegt.
Fazit:
Schön, dass an diesem Platz ein schönes Restaurant einen neuen Wirt gefunden hat. Steigerungen sind möglich (mutigeres Würzen und die richtigen, bestellten Speisen. Auf den Tischen und am Tresen frische Kräuter zur Dekoration. Warum finden sie in der Küche nicht ihren Weg?).
Der Wirt sollte nicht nur auf Touristen, sondern auch auf die heimische Kundschaft setzen. Der Gedanke der "Gewinnmaximierung" kann ein Schuß nach hinten sein.
Der Wirt des Al Castello ist nicht unerfahren. Sehr abseits betrieb er bisher das Restaurant Da Nedo im Jahnhaus. Jahre zuvor eine weitere Gastronomie zentral im Stadtteil Idar.
Am „Da Nedo“ hatte ich im vergangenen Jahr den Aushang der Speisen gesichtet und Abstand von einem Besuch genommen. Die Speisekarte einfach zu überladen.
Nun hat sich der Wirt vom sehr abseits gelegenen Jahnhaus verabschiedet und am Obersteiner Marktplatz eingefunden. Ein schönes Gasthaus, es stand nicht zu lange leer. Die neue Speisekarte wohltuend gekürzt,... mehr lesen
Ristorante Al Castello
Ristorante Al Castello€-€€€Restaurant, Pizzeria06781980175Hauptstraße 428, 55743 Idar-Oberstein
3.0 stars -
"Unser 2. Besuch: Etwas besser!" PetraIODer Wirt des Al Castello ist nicht unerfahren. Sehr abseits betrieb er bisher das Restaurant Da Nedo im Jahnhaus. Jahre zuvor eine weitere Gastronomie zentral im Stadtteil Idar.
Am „Da Nedo“ hatte ich im vergangenen Jahr den Aushang der Speisen gesichtet und Abstand von einem Besuch genommen. Die Speisekarte einfach zu überladen.
Nun hat sich der Wirt vom sehr abseits gelegenen Jahnhaus verabschiedet und am Obersteiner Marktplatz eingefunden. Ein schönes Gasthaus, es stand nicht zu lange leer. Die neue Speisekarte wohltuend gekürzt,
Besucht am 07.07.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 58 EUR
Der 07.07. ist unser Tag der Zweisamkeit. Da darf niemand dazwischenfunken… außer die Fußball EM,die Deutschen spielen...zum letzten Mal in dieser EM.
Ich gebe zu: Fußball interessiert mich nicht die Bohne. Aber ich freue mich, wenn alle anderen Spaß damit haben. Ich genieße diese Zeit in leeren Schwimmbädern, Supermärkten, freie Fahrt auf den Straßen, niemand ruft an – herrlich! Ich bin ja so tolerant. Also ein Deal mit meinem Angetrauten: Ich koche auf keinen Fall, wir gehen früh eine Kleinigkeit essen und unser Hochzeitstag wird am Samstag nachgeholt. Da suche ich das Restaurant aus, er darf zahlen!
So machten wir es!
Für den Donnerstag starteten wir aber erst mal nach Kirn. Am schönen Marktplatz befindet sich das Restaurant. Das Haus hat in wenigen Jahren viel erlebt. Die „Galerie am Markt“ mit feiner Küche, die aber wohl mit etwas gehobenen Preisen in Kirn nicht bestehen konnte. Danach „Schäfers“ und „Henrys“ (hier hatten wir im vergangenen Herbst den Megareinfall).
Seit März wird hier nun italienische Küche geboten.
Parken kann man nicht direkt am Haus. Aber ein Parkplatz in der Nähe, findet sich immer.
Service:
Für den EM-Abend reservierte ich telefonisch sicherheitshalber einen Tisch für außen. Gutes Wetter war gemeldet. Die Reservierung sehr freundlich. Ebenso die Begrüßung italienisch herzlich. Einen Tisch durften wir uns außen aussuchen.
Wohl der Restaurantleiter rief uns gut gelaunt zu: „2 Prosecco?“ Aber gerne!
Die Herren im Service sind sehr nett und aufmerksam. Nach dem Servieren immer die Frage, ob alles recht sei. Es wurde nach den Getränken geschaut und nach dem Essen noch abgefragt, ob man ein Dessert oder einen Espresso wünscht.
Speisen und Getränke:
Aperitif also 2 Prosecco á 3,50. Diese werden gut gekühlt serviert.
Dazu noch 1 Flasche Mineralwasser, San Pellegrino, 0,75 l, zu € 5,90.
Mein Mann gönnt sich zum Essen noch einen guten Pinot Grigio, 0,2 l zu € 3,00.
Als Vorspeise findet mein Mann mal wieder sein geliebtes „Rindercarpaccio mit Rucola und Parmesan“ zu € 10,90.
Ich entscheide mich für „Insalata Mista – gemischter Salat der Saison“ zu € 4,50 (abgerechnet wurden auf dem Beleg nur € 3,50.
Als Hauptspeise entscheiden wir uns beide für die Empfehlung von der Tages-Schiefertafel: „Pizza Trüffel mit Rucola und Parmesan“ zu € 13,90.
Unsere Vorspeisen werden gemeinsam nach angenehmer Wartezeit serviert. Dazu ein Körbchen mit frischen und lauwarmen Pizzabrötchen! Fein!
Das Carpaccio ist gut. Allerdings ist die Fleischqualität nicht ganz so überzeugend wie in anderen Häusern. Sehr viel Rucola übertönt den Fleischgeschmack und auch die Balsamicocreme findet sich auf dem Teller, sie ist nicht auszumerzen. Als Bonus gibt es obenauf frisch am Tisch gehobelten Trüffel. Dieser übertönte den Geschmack nicht, der Sommertrüffel hatte nicht viel Aroma.
Mit meinem gemischten Salat bin ich sehr zufrieden. Alle Zutaten knackig frisch. Ein leichtes, gut abgeschmecktes Essig-Öl-Dressing, genau mein Geschmack.
Vom fehlenden Trüffelaroma wussten wir ja bereits, als unsere heißen Pizzen serviert wurden. Optisch sehr ansprechend, einige Parallelen zur Carpaccio-Vorspeise. Sehr dünner Teig, knusprig bis in die Mitte. Ob der Teig hausgemacht war? Er kam mir nicht so vor, war aber geschmacklich gut. Tomatensauce feinwürzig. Tomatensauce und Käse sparsam gut dosiert. Der Rucola frisch und sauber geputzt und noch einige Parmesampäne obenauf, der Parmesan hätte etwas reichlicher sein dürfen. Der nette Serviceherr hobelt uns Trüffel über die Pizza und Pfeffer aus der Riesenmühle gibt es auch noch.
Wir lassen uns die Pizza mit minimalem Trüffelaroma schmecken. Sie ist gut, aber es gibt Bessere. Der Teig erinnert doch stark ein einen Teigrohling. Der Preis für „mit Trüffel“ ok, aber ohne Aroma doch zu teuer. Warum ißt man Trüffel? Wegen des Geschmacks!
Ambiente:
Das Restaurant wurde aufwändig vom Inhaber Herrn Özdemir vor einigen Jahren renoviert. Es ist stilvoll und gepflegt. Angenehme Beleuchtung. Auf 2 Ebenen ist das Restaurant angeordnet. Es ist nicht rollstuhlgerecht. Zu der Hauptebene und den Toiletten müssen ein paar Stufen überwunden werden.
Der Außenbereich wurde auch etwas anders gestaltet. Die Freifläche wurde mit Kirschlorbeer in Kübeln eingefasst. So sitzt man etwas gemütlicher. Schöne Flechtstühle und Holztische, Sonnenschirme spenden Schatten, auf jedem Tisch gibt es eine schöne Topfblume.
Fazit:
Man sitzt hier schön, wird freundlich bedient, das Essen ist gut. Vielleicht liegen die Stärken des Restaurants auch bei Pasta, den Fleisch- oder Fischgerichten. Jedenfalls wünsche ich dem Team, dass nicht so schnell wieder ein neuer Name am Eingang prangt. Die Dübel für einen neuen Schriftzug finden bestimmt bald keinen Halt mehr.
Der 07.07. ist unser Tag der Zweisamkeit. Da darf niemand dazwischenfunken… außer die Fußball EM,die Deutschen spielen...zum letzten Mal in dieser EM.
Ich gebe zu: Fußball interessiert mich nicht die Bohne. Aber ich freue mich, wenn alle anderen Spaß damit haben. Ich genieße diese Zeit in leeren Schwimmbädern, Supermärkten, freie Fahrt auf den Straßen, niemand ruft an – herrlich! Ich bin ja so tolerant. Also ein Deal mit meinem Angetrauten: Ich koche auf keinen Fall, wir gehen früh eine Kleinigkeit essen... mehr lesen
3.5 stars -
"Neuer Name, neuer Wirt. Italienische Küche erwartet die Gäste." PetraIO
Der 07.07. ist unser Tag der Zweisamkeit. Da darf niemand dazwischenfunken… außer die Fußball EM,die Deutschen spielen...zum letzten Mal in dieser EM.
Ich gebe zu: Fußball interessiert mich nicht die Bohne. Aber ich freue mich, wenn alle anderen Spaß damit haben. Ich genieße diese Zeit in leeren Schwimmbädern, Supermärkten, freie Fahrt auf den Straßen, niemand ruft an – herrlich! Ich bin ja so tolerant. Also ein Deal mit meinem Angetrauten: Ich koche auf keinen Fall, wir gehen früh eine Kleinigkeit essen
Geschrieben am 10.07.2016 2016-07-10| Aktualisiert am
11.07.2016
Besucht am 30.06.2016Besuchszeit: Mittagessen
Nun kam es doch zu einem zweiten Besuch im Sutters Landhaus, resultierend aus einer ehemals familiengeführten Landmetzgerei.
Und vorweg kann ich nehmen: Im Rahmen eines Seminares überzeugte dieser Besuch doch eher als mein Besuch vom 20.11.2014.
Unsere Wünsche wurden am Vormittag des Seminares erfragt.
Vorspeise: Tomatensuppe
Als Hauptgang zur Wahl:
Tafelspitz, Kartoffeln, grüne Sauce
oder
Zander, wilder Broccoli, Schwenkartoffeln
oder
ein vegetarisch-mediterranes Pastagericht.
Pasta oder Zander? Die Entscheidung fiel auf den Zander, wegen des Broccolis. Den mag mein Mann nicht so gerne, ich sehr. Also nutze ich hier die Gelegenheit.
Zur vereinbarten Zeit fanden wir uns im schön gestalteten Restaurant ein. Auf der Empore des stilvoll restaurierten Gebäudes war für die Seminarteilnehmer eingedeckt.
Die Tomatensuppe wurde serviert. Für 23 Personen Zug um Zug, aber flott am Stück. Schön heiß und herzhaft gut gewürzt. 2 Sorten frisches Brot gab es, knapp bemessen, auch dazu. Wir machten uns lebhaft bemerkbar, dann gab es auch nochmals Brotnachschub.
Dieses Mal nach angenehmer Wartezeit wurden die Hauptgänge serviert. Etwas schwierig die Abfrage, wer welches Hauptgericht bestellt hatte. Dies lag aber an den Seminarteilnehmern, nicht am Service.
Mit meinem Zander und den Beilagen war ich sehr zufrieden. Der Zander außen kross gebraten, innen gerade noch leicht saftig. Der Brokkoli mit Biss. Wobei ich behaupten will, dass der wilde Brokkoli aufgrund der Nachfrage mit „normalem“ Brokkoli gestreckt wurde. Die Kartoffeln kurz angebraten, gibt ein schönes Aroma. Ein leichtes Sahneschäumchen rundet das Gericht ab.
Ich bin positiv überrascht. Auch die anderen Teller sehen gut aus.
Zum Dessert gibt es eine Passionsfruchtcreme. Diese wird im Rotweinglas serviert und die jungen Mitarbeiter im Service (Auszubildene?) tun mir richtig leid. Die hohen Gläser auf dem Tablett… damit die Treppe hoch auf die Empore? Ich weiß, wo das Tablett bei mir gelandet wäre….
Mein Dessert kam heil bei mir an. Wirklich ein guter Passionsfruchtgeschmack, die Kerne knacken. Die Deko-Pfefferminze leider sehr angewelkt.
Zum Abschluss wird noch ein Kaffee oder Espresso angeboten. Pause vorbei, weiter geht es im Seminarraum.
Für eine Tagung war es hier absolut ok. Die Preise für unser Menü kenne ich nicht. Aber der Tafelspitz war das
Tagesgericht zu € 6,90, mehr als fair. Mit Vor- und Hauptspeise schätze ich das Mittagessen auf € 10,00 – 12,00 für 3-Gänge. Preis-Leistung daher keine Wertung, schätze dies aber als sehr fair an.
Zum Service: Die jungen Damen und Herren machen ihren Job. Sind zuvorkommend… wenn man sich als Gast bemerkbar macht. Wer will es verübeln? Trinkgeld bei Seminarteilnehmern ist Mangelware. Also Augen zu und durch – beiderseits!
An der Sauberkeit gibt es nichts zu bemängeln. Alles tipptopp, inklusive der schönen Außenanlage. Toiletten sogar mit Kinder-WC und einem niedrigen Waschbecken.
Das Sutters spezialisiert sich auf Eventgastronomie und Tagungen. Das passt. Und mehr will man hier wohl auch nicht sein.
Nun kam es doch zu einem zweiten Besuch im Sutters Landhaus, resultierend aus einer ehemals familiengeführten Landmetzgerei.
Und vorweg kann ich nehmen: Im Rahmen eines Seminares überzeugte dieser Besuch doch eher als mein Besuch vom 20.11.2014.
Unsere Wünsche wurden am Vormittag des Seminares erfragt.
Vorspeise: Tomatensuppe
Als Hauptgang zur Wahl:
Tafelspitz, Kartoffeln, grüne Sauce
oder
Zander, wilder Broccoli, Schwenkartoffeln
oder
ein vegetarisch-mediterranes Pastagericht.
Pasta oder Zander? Die Entscheidung fiel auf den Zander, wegen des Broccolis. Den mag mein Mann nicht so gerne, ich sehr. Also nutze ich hier die... mehr lesen
Sutter`s Landgasthof
Sutter`s Landgasthof€-€€€Restaurant, Hotel, Biergarten, Tagungshotel06727897170Kreuznacher Str. 61, 55457 Gensingen
3.5 stars -
"Etwas besser als beim ersten Besuch!" PetraIONun kam es doch zu einem zweiten Besuch im Sutters Landhaus, resultierend aus einer ehemals familiengeführten Landmetzgerei.
Und vorweg kann ich nehmen: Im Rahmen eines Seminares überzeugte dieser Besuch doch eher als mein Besuch vom 20.11.2014.
Unsere Wünsche wurden am Vormittag des Seminares erfragt.
Vorspeise: Tomatensuppe
Als Hauptgang zur Wahl:
Tafelspitz, Kartoffeln, grüne Sauce
oder
Zander, wilder Broccoli, Schwenkartoffeln
oder
ein vegetarisch-mediterranes Pastagericht.
Pasta oder Zander? Die Entscheidung fiel auf den Zander, wegen des Broccolis. Den mag mein Mann nicht so gerne, ich sehr. Also nutze ich hier die
Besucht am 28.05.2016Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 21 EUR
Auf dem Programm unseres Ostseeurlaubes stand noch der Ausflug zur Insel Poel. Praktisch: Man gelangt mit dem Auto auf die Insel ohne Fähre.
Zeitig brachen wir auf um die schöne Insel zu entdecken.
Mittags schlenderten wir entlang der Gastronomiebetriebe im Ortsteil Timmendorf. Reichlich Auswahl, alles recht neu. So etwas richtig gemütlich-heimeliges haben wir hier nicht entdeckt. Gibt es sicherlich, aber wir waren ja neu hier. Unser Auto stand gut geparkt und günstig bezahlt auf dem Touriblechkarossenplatz. Wir wollten zu Fuß was finden.
Für das Restaurant „Am Lotsenturm“ entschieden wir uns. Es sah sauber und gepflegt aus. Fangfrische Empfehlungen standen auf der Tafel und die Sonne schien auf die bestuhlte Terrasse.
Das Ambiente ist innen wie außen gepflegt und zweckmäßig. Außen runde Tische mit witterungsbeständiger Tischdecke. Bistrostühle und Sonnenschirme. Die Toiletten sauber und gepflegt.
Wir nahmen Platz und nach kurzer Wartezeit wurden die Karten gereicht und die Getränkewünsche abgefragt.
Für meinen Mann ein erfrischendes Störtebeker Pils, 0,3 l zu € 2,95.
Für mich ein Mineralwasser, 0,2l zu € 1,90.
Beim Servieren der gut gekühlten Getränke wurden die Speisen aufgenommen.
Mein Mann hatte die vergangenen Tage genug Fisch und entschied sich für „Heiße Knollen mit gebratenen Zwiebeln“ zu € 6,90.
Ich entdeckte „Grüne Heringe, gebraten“ zu € 9,40. Die Beilage kann wählen. Ich entschied mich für Bratkartoffeln, diese wurden extra für mich ohne Speck zubereitet. Das ist wirklich nett!
Gebratene grüne Heringe hatte ich noch nie gegessen. Ab und zu gibt es sie an unserer Fischtheke, konnte mich aber nie dazu hinreißen.
Interessiert hätten mich auch sehr die heißen Knollen mit Sanddornkraut.
Nach angemessener Wartezeit wurden unsere appetitlich angerichteten Teller serviert.
Das Gericht meines Mannes mit einem Salatbouquet. Die heißen Kartoffelknollen aromatisch und von sehr guter Qualität. Bei den Zwiebeln hätte er sich gewünscht, sie wären etwas knuspriger und mit Röstaromen. Sie waren eher glasig. Geschmeckt hat es dennoch und für ein Mittagessen optimal und günstig gesättigt.
Auf meinem Teller fanden sich 2 gut gebratene Heringe, ebenfalls etwas Salatdeko. Diese abgerundet mit: SANDDORNKRAUT! In der Küche wirkt ein Hellseher. So konnte ich dies auch noch probieren.
Die Heringe waren gut, aber wie fast erwartet, nicht so ganz mein Ding. Der Heringsgeschmack ist schon dominant in warmer Form. Ich wollte es halt mal probiert haben. Die Bratkartoffeln waren gut und frisch zubereitet. Etwas mehr Röstaromen hätten hier auch nicht geschadet. Die Überraschungsbeilage Sanddornkraut war mal was ganz Neues. Das feine Sanddornaroma passte zum Weißkraut.
Beim Abräumen fragte die freundliche Servicemitarbeiterin ob alles geschmeckt hat. Ich sagte ihr, es sei wirklich gut gewesen, aber grüner Hering würde nicht mein Leibgericht. Sie grinste mich an und sagte: „Den kriege ich gar nicht runter“. Also Geschmackssache, es hat absolut nichts mit der Küchenleistung zu tun.
Wir wurden nett verabschiedet und zogen weiter über die Insel.
Auf dem Programm unseres Ostseeurlaubes stand noch der Ausflug zur Insel Poel. Praktisch: Man gelangt mit dem Auto auf die Insel ohne Fähre.
Zeitig brachen wir auf um die schöne Insel zu entdecken.
Mittags schlenderten wir entlang der Gastronomiebetriebe im Ortsteil Timmendorf. Reichlich Auswahl, alles recht neu. So etwas richtig gemütlich-heimeliges haben wir hier nicht entdeckt. Gibt es sicherlich, aber wir waren ja neu hier. Unser Auto stand gut geparkt und günstig bezahlt auf dem Touriblechkarossenplatz. Wir wollten zu Fuß was... mehr lesen
Am Lotsenturm
Am Lotsenturm€-€€€Restaurant038425 20854Lotsenstieg 18 a, 23999 Insel Poel
3.5 stars -
"Eine gute Mittagsrast" PetraIOAuf dem Programm unseres Ostseeurlaubes stand noch der Ausflug zur Insel Poel. Praktisch: Man gelangt mit dem Auto auf die Insel ohne Fähre.
Zeitig brachen wir auf um die schöne Insel zu entdecken.
Mittags schlenderten wir entlang der Gastronomiebetriebe im Ortsteil Timmendorf. Reichlich Auswahl, alles recht neu. So etwas richtig gemütlich-heimeliges haben wir hier nicht entdeckt. Gibt es sicherlich, aber wir waren ja neu hier. Unser Auto stand gut geparkt und günstig bezahlt auf dem Touriblechkarossenplatz. Wir wollten zu Fuß was
Geschrieben am 30.06.2016 2016-06-30| Aktualisiert am
01.07.2016
Besucht am 18.06.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 105 EUR
Seit nun ca. 2 Jahren schaffen wir es in gewisser Regelmäßigkeit zu einem Treffen mit den Saarschmeckers.
Dieses Mal war die saarländische Fraktion mit der Restaurantwahl betraut. Vom Landgasthaus Paulus haben sie uns schon oft erzählt.
Gastroguidefreund Saarschmecker reservierte zeitig einen Tisch. Ich hatte die Onlinespeisekarte gesichtet, die Spargelkarte gefiel mir sehr.
Die Anreise haben wir so gestaltet, dass wir die Saarschmeckers abholten. Da springt immer noch der erste Crémant-Aperitif raus.
Um 18.55 Uhr trafen wir zu viert am Gasthaus ein. Eine Freundin der Saarschmeckers schloss sich unserer Runde an.
Service:
Wir wurden freundlich begrüßt und zu einem Tisch geleitet. Kurze Entschuldigung, er war noch nicht fertig eingedeckt. Nun, wir waren ja auch 5 Minuten zu früh. Wenig später war die 5er-Runde komplett.
Die Tellerchen für´s Amuse verteilten wir selbst.
Die resolute erfahrene Servicedame schlug einen Aperitif vor. Ebenso später zu Vor- und Hauptspeise die Weinbegleitung für die Nicht-Autofahrer. Zum Hauptgang sagte mir die erste Empfehlung, der gleiche Wein wie zur Vorspeise, nicht zu. Der zweite Vorschlag ein Rotwein – war auch nicht so meins. Ich hätte lieber mal selbst in die Weinkarte geschaut. Geschlagen stimmte ich der 3. Empfehlung zu, einem neuen Riesling zu.
Es gibt eine "begehbare Weinkarte", ein toller Einfall, aber hier wurden wir nicht extra drauf hingewiesen. Kann man einfach reinspazieren? Nächstes Mal frage ich nach.
Letztlich war mir der Service dieser Mitarbeiterin etwas zu dominat-bestimmend und auch etwas hektisch. Speisen und Getränke wurden zack-zack, freundlich, entgegengenommen.
Auf der Stirnseite unseres Tisches lagerten über den gesamten Abend 5 kleine Porzellanschälchen. Wozu diese nötig waren? Dieses Rätsel blieb erhalten, die Teller waren mucksmäuschenstill.
Unterstützt wurde die Servicemitarbeiterin im vom Chef des Hauses – ein ruhiger Gegenpol der gerne und ausführlich Auskunft zu Speisen und Getränken gibt. Und perfekt souverän mit einer Reklamation umgeht.
Unsere Speisen wurden in angenehmen Abständen serviert. Wir hatten Zeit und konnten zwischen den Gängen gemütlich plaudern.
Die Verabschiedung war sehr freundlich und herzlich. Wir zahlten getrennt , dies wurde handschriftlich aufgeschlüsselt. So kann ich die Getränkepreise nicht 100%ig zuordnen, sie schienen aber alle sehr angemessen zu sein.
Speisen und Getränke: 1 Flasche Mineralwasser.
Als Aperitif einen trockenen Winzersekt für meinen Mann. Der Fahrer für die Rückfahrt war noch nicht auserwählt. So blieb ich beim Mineralwasser.
Das Amuse wird gereicht: Lockeres und hausgebackenes Focaccia mit 2erlei Mousse. Beide sehr fein, das Dunklere, auf Kichererbsenbasis und mit Kreuzkümmel abgeschmeckt, war der Favorit. Das Brot für 5 Personen gut bemessen, die Nockerln für 5 Personen etwas knapp. Zur Vorspeise wurde das Brot nochmals aufgefüllt.
Salat mit grünem Spargel und Kopfsalatherzen an Zitronenmelisse-Vinaigrette dazu mit Zitronenverbene gebeizte Lachsforelle € 13.50
Toll angerichtet und ebenso abgeschmeckt. Einfach gut. Beste Zutaten, da kann bei dieser Vorspeise wenig daneben gehen.
Für mich: Gekochte Rote Bete mit Ziegenfrischkäse serviert auf einem Salat aus wilder Rauke und Orangenfilets und gebrannten Walnüssen € 13.50.
Sehr fein abgestimmt. Das leichte Dressing überzeugte durch ausgewählte Zutaten. Das schmeckt frau und so war ich nicht verwundert, das der Essig vom Doktorenhof aus Vennigen in der Vorderpfalz stammt. Ein Genussgarant. Preislich war die Vorspeise allerdings höher als die Menge bemessen.
Zur Vorspeise für mich ein Sauvignon Blanc, Vorschlag unserer flotten Servicedame. Der beste aller Ehemänner erklärte sich als Fahrer und blieb den Rest des Abends beim Wasser. So war auch das geklärt :-).
Hauptgang für meinen Mann: Sanft gegartes Filet von der Lachsforelle an Viez-Sahnesauce mit Kohlrabi-Karottengemüse und Arroz-Bomba-Reis mit rotem Sauerklee & Sauerampfer € 27,50.
Mein Mann war sehr zufrieden mit seiner Wahl. Es war rundum gut abgestimmt, der Fisch sehr gut gebraten und schön angerichtet. Strafpunkte für mich: Das Foto ist ausnahmsweise gar nicht geglückt.
Ich habe mir mit der Wahl des Hauptgerichtes schwer getan. Lachsforelle gibt es auch regelmäßig bei uns zu Hause. So entschied ich mich, nach über 10 Jahren ohne Geflügel, für die Poularde. Ich hoffte und vertraute auf „Freiland“. Das Landgasthaus Paulus legt so viel Wert auf seine Produkte, wählt diese mit Hingabe aus, da freute ich mich sogar auf das Geflügel:
Marinierte & gebratene Brust von der Freilandpoularde „Label rouge“ mit einer mediterranen Soße aus Limette, Chili, Blattkoriander, Knoblauch und Arbequina Olivenöl dazu Linsen-Kartoffel-Gemüse € 22,50.
Serviert wurde nicht nur Brust, sondern auch ein Keulchen. Die Portion übersichtlich, mehr als 100 g waren es sicherlich nicht. Das Linsen-Kartoffel-Gemüse im separten Schälchen, gut bemessen. Allerdings eher ein Eintopf mit wenig Kartoffel.
Leider war mein Essen fast kalt, das Geflügel trocken, die Linsen lauwarm. Der Chef, Herr Nickels, fragte nach ob alles in Ordnung ist. Ich sagte ihm dies und sofort wurde angeboten, das Gericht neu zu machen. Es stand wohl zu lange am Pass.
Super Reaktion, ich habe dankend abgelehnt. Es hätte unser GEMEINSAMES Essen nicht mehr ermöglicht und gute Zutaten wären in den Müll gewandert. Dies geht mir dann noch mehr gegen den Strich als zu kaltes Essen. Mancher Mensch wird nie unsere Köstlichkeiten essen können. Die souveräne Reaktion von Herrn Nickels reichte mir vollkommen und er signalisierte mir ein Dessert. Aufgrund dieser Reaktion nehme ich meine Hauptspeise aus der Bewertung raus. So ist es für mich gerecht. Es kann überall was schief gehen, auch ich bin nicht fehlerfrei, leider.
Die Soße zum Geflügel der Hammer! Eine tolle Kombination, Koriander mag ich eigentlich gar nicht, aber hier hat mir das Zusammenspiel der Aromen sehr gut gefallen. Das Linsengemüse passte auch sehr gut, ich habe es mit möglichst wenig Flüssigkeit auf den Teller gebracht, sonst wäre die tolle Soße sprichwörtlich „untergegangen“.
Der neue Riesling zu meinem Hauptgang hatte für meinen Geschmack zu viel Süße.
Für uns alle gab es noch zusätzlich eine Schale mit richtig feinem Wirsinggemüse. Jeder konnte sich frei bedienen.
Ehrlich gesagt nahm ich die Ansage „beim Dessert machen wir was gut“ nicht Ernst.
Unsere Dessertwünsche wurden abgefragt. Mein Mann enthielt sich, ich schloss mich den Empfehlungen meiner Paulus-Erfahrenen-Tischgenossen an: Schokoladeneisterrinen aus 55 %iger Valrhona und 99%iger Michel-Cluizel-Schokolade mit Orangenragout (auf der Karte zu € 10,00).
Zunächst wurde einen Sherry serviert, ich wusste nicht so recht, ob er was mit mir zu tun hat.
Dann kamen unsere feinen Desserts und Herr Nickels mit noch einem Teller auf dem 2 Eisnockerln angerichtet waren. Einmal mit feinster Tahitivanille und einmal mit Valrhonaschokolade. Sherry und Eis... eigentlich alles für MICH!!!!
Der besondere Sherry war ein Gaumengenuss! Solch einen Sherry habe ich noch nie gekostet und so machte er seine Runde. Jeder sollte mal probieren und 5 Gäste waren beeindruckt. Herr Nickels hat die Herkunft genau erklärt, ich konnte mir leider nicht alles merken… war betäubt vom nachhaltigen Geschmackserlebnis.
Die Eisterrinen wunderbar. Empfehlung: Erst 55% Schoki, dann hocharbeiten zu 99%. Genial, 99% ist mein Ding!
In der Deko fand sich noch ein Marzipanpralinchen, es erinnerte mich geschmacklich stark an Cointreau (Erinnerungen an eine harte Nacht mit Liebeskummer meiner besten Freundin werden wach).
Die Praline passte widerum perfekt zum Orangenragout.
Die 2 Eisbällchen wurden ebenfalls in die Mitte gestellt. Nur ein Pacojet bekommt diese hausgemachte Cremigkeit hin – ich war für alles entschädigt. Herrlich!!!
Ein richtig schöner Landgasthof. Leider konnten wir wetterbedingt (wann wird es mal wieder richtig SOMMER) nicht draußen sitzen. Der geschützte Innenhof ist sehr schön.
Aber auch das unterteilte Restaurant hat absolute Wohlfühlatmosphäre. Sehr angenehm, viel Holz, trotzdem hell und auch modern. Die Tische hochwärtig mit feinsten Gläsern, gestärkten Tischdecken und Stoffservietten eingedeckt. Ansprechende Deko mit vielen Weinflaschen. Das passt alles.
Das Gebäude ist mit sehr viel Gefühl restauriert worden.
Die Toiletten treppabwärts sehr gepflegt und topsauber, Frotteehandtücher liegen aus.
Fazit: Tolle Zutaten, insbesondere die Kräuterküche gefällt mir sehr. Weine etc. werden mit viel Sorgfalt auserwählt. Das ist hier wirklich gelungen und trifft genau meinen Nerv.
Seit nun ca. 2 Jahren schaffen wir es in gewisser Regelmäßigkeit zu einem Treffen mit den Saarschmeckers.
Dieses Mal war die saarländische Fraktion mit der Restaurantwahl betraut. Vom Landgasthaus Paulus haben sie uns schon oft erzählt.
Gastroguidefreund Saarschmecker reservierte zeitig einen Tisch. Ich hatte die Onlinespeisekarte gesichtet, die Spargelkarte gefiel mir sehr.
Die Anreise haben wir so gestaltet, dass wir die Saarschmeckers abholten. Da springt immer noch der erste Crémant-Aperitif raus.
Um 18.55 Uhr trafen wir zu viert am Gasthaus ein. Eine Freundin... mehr lesen
Landgasthof Paulus & Der Laden
Landgasthof Paulus & Der Laden€-€€€Restaurant, Gasthof0687391011Prälat-Faber-Straße 2-4, 66620 Nonnweiler
4.0 stars -
"Feine Landhausküche die viel Wert auf Zutaten legt!" PetraIOSeit nun ca. 2 Jahren schaffen wir es in gewisser Regelmäßigkeit zu einem Treffen mit den Saarschmeckers.
Dieses Mal war die saarländische Fraktion mit der Restaurantwahl betraut. Vom Landgasthaus Paulus haben sie uns schon oft erzählt.
Gastroguidefreund Saarschmecker reservierte zeitig einen Tisch. Ich hatte die Onlinespeisekarte gesichtet, die Spargelkarte gefiel mir sehr.
Die Anreise haben wir so gestaltet, dass wir die Saarschmeckers abholten. Da springt immer noch der erste Crémant-Aperitif raus.
Um 18.55 Uhr trafen wir zu viert am Gasthaus ein. Eine Freundin
Geschrieben am 19.06.2016 2016-06-19| Aktualisiert am
19.06.2016
Besucht am 26.05.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Das Restaurant Blinkfür entdeckten wir schon am Anreisetag. Montag und Dienstag ist Ruhetag, also konnten wir keinen Tisch reservieren.
Unser erster Besuch dann donnerstags. Auf dem Rückweg von Wismar kamen wir am noch geschlossenen Restaurant vorbei und reservierten auf Zuruf bei der Chefin (wie sich später herausstellte).
Vorweg kann ich nehmen: Nach unserem gelungenen Erstbesuch reservierten wir auch für unseren letzen Urlaubsabend, den Samstag, einen Tisch im Blinkfür.
herr_foe hat eine schöne Erstbewertung geschrieben, wir haben ihn nur um wenige Tage in Boltenhagen verpasst.
Einen Tisch sollte man unbedingt reservieren, das Restaurant ist immer sehr gut besucht.
Service:
Am ersten Abend wurden wir von der Chefin Frau Junghans bedient, am zweiten Abend von einer jungen Dame, laut Beleg Frau Großkreutz.
Beide Damen waren wirklich spitze. Nette Begrüßung, Begleitung zum Tisch, ein Aperitif wurde angeboten. Zu den Speisen konnten sie bestens Auskunft geben.
Die Speisekarte wird wöchentlich zum Teil neu gestaltet und ist sehr gut sortiert. Auch 2 Fleischgerichte und 1 vegetarisches Gericht werden angeboten.
Die zeitlichen Abstände zwischen den Gängen passten sehr gut. Leere Teller wurden prompt abgeräumt, leere Gläser bemerkt, kurz nach dem Servieren die Frage, ob alles schmeckt. Unser Wein bekam einen Eiskühler. Hier gab es wirklich gar nichts zu beanstanden. Auch ein kleiner Plausch zwischendurch war noch drin. So erfuhren wir, dass ich mit meiner Vermutung zum Namen des Restaurants richtig lag: Blinkfür ist ein Begriff für den Leuchtturm.
Speisen und Getränke:
Auftakt beim ersten Besuch:
1 Glas Küstensturm (Sanddornlikör mit Sekt aufgegossen) für mich. € 5,50
1 Glas trockener Sekt für meinen Mann. € 4,70
Und natürlich eine Flasche Mineralwasser, 0,75 l zu € 5,50.
Ein kleiner Küchengruß folgte: Ein feiner Chili-Frischkäse und hausgemachtes Peterslilienpesto. Dazu frisches Baguette. Fein.
Als Vorspeise sollte es für mich die Triologie von Meeresfrüchten zu € 14,00 sein. Ich konnte mich nämlich nicht entscheiden, da passt doch so ein 3erlei prima.
Auf dem dreigeteilten Teller wurde meine Vorspeise serviert. Eine glasig gebratene Black-Tiger-Garnele in Sweet-Chili-Sauce. Eine kleine luftige Pastete mit Räucherlachs und Ananas, verziert mit frischen Kräutern. Wakame Algensalat mit einer ebenfalls saftig-glasig gebratenen Jakobsmuschel. Ein schöner und schmackhafter Auftakt, allerdings preislich an der Obergrenze. Sweet-Chili-Sauce und Algensalat sind ja nicht hausgemacht.
Als Hauptgang wählte ich das als Tipp gekennzeichneten Ostsee Dorschfilet, gebraten, mit cremigen Wasabigurken, rote Bete Jus & Kartoffelstampf zu € 19,00.
Ein wunderbarer Hauptgang. Das Dorschfilet kross auf der Haut angebraten und oben auf dem gekräuterten Kartoffelstampf angerichtet. Die Wasabigurken recht mild und das rote Bete Jus rundeten das Gericht sehr schön ab. Die Portion gut bemessen.
Meinem Mann passte das Wochenmenü zu € 31,00 perfekt:
Spargelcremesuppe mit Estragonespuma und Nordseekrabben
Die Spargelsuppe dampfend heiß und schön schaumig serviert. Frische Kräuter für’s Auge, die Krabben in der Suppe ertrunken aber vorhanden. Mein Mann war sehr zufrieden.
Pfeffersteak vom Atlantiklachs, gebraten, auf frischem Pfannengemüse, Honig-Soja-Sauce und Safranreis.
Vollkommen entzückt war er von seiner Hauptspeise. Das Lachssteak mit reichlich und sehr gutem Pfeffer gewürzt. Ebenfalls auf der Hautseite kross, aber innen saftig gebraten. Frisches und knackiges Gemüse. Die feine Sauce suchte ihren Weg in den Reis. Mein Mann war sehr zufrieden, besonders die Sauce hatte es ihm angetan (ich habe sie zu Hause noch nicht ganz so gut hinbekommen, ich übe weiter).
Zum Menü wurde ein trockener 2014er Grauburgunger vom Weingut Claus C. Jakob empfohlen. Für € 23,00 eine gute Weinbegleitung zu unserem Essen.
Hausgemachtes Erdbeersorbet & Crème brûlée
Das cremige Erdbeersorbet schmeckte unverfälscht nach Erdbeere, garniert mit frischer Minze. Die Crème brûlée als Klassiker dazu – wunderbar.
2 Gläser trockener Sekt zu je € 4,70 als Aperitif
1 Flasche Mineralwasser, 0,75 l, hoppla! Jetzt erst bemerkt! Sie kostet 2 Tage später plötzlich € 6,50!!! Ob es eine andere Quelle war kann ich leider nicht mehr sagen. Die Preise für Mineralwasser entwickeln sich so langsam zu meinem Lieblingsthema!
Küchengruß wie 2 Tage vorher – vollkommen in Ordnung, der muss nicht täglich wechseln.
Für mich als Vorspeise die Boulliabaise des Nordens – pikante Fischsuppe mit vielen Kräutern und Gewürzen zu € 7,90.
Serviert wurde in asymetrischer Schale die Fischeinlage mit reichlich Krabben und wenig Flüssigkeit. Im separaten Glaskännchen dann noch Boulliabaise zum Auffüllen. Eine intensiv-würzige Vorspeise, reichlich ebenfalls. Ein wunderbarer Fischfond mit wirklich vielen Kräutern und Gewürzen, u. a. Fenchelsaat.
Mein Mann entschied sich für gebratene Riesengarnelen und Wakame Algensalat zu € 8,90.
3 Garnelen, gut gewürzt und saftig gebraten. Der Algensalat und eine frische Safran?Creme dazu.
Ich entschied mich für den Fischteller mit Kartoffelstampf und Krustentierschaum zu € 24,00. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Zander, Lachs und Dorsch, wieder perfekt gebraten. Obenauf noch einige Krabben. Der Kartoffelstampf mit frischen Kräutern schön angerichtet und das Sößchen war ein Gedicht.
Mein Mann konnte nicht umhin, auch wenn’s langweilig ist. Das Lachsgericht vom Donnerstag sollte es nochmal sein. Gleiche Zubereitung, gleiche Qualität, gleiche Begeisterung. Als einzelnes Gericht zu € 22,90.
Zum Essen am Boltenhagener Abschlussabend ein 2014er Grauburgunder von der Mittelmosel, Weingut Jüngling zu € 31,00. In der Weinkarte so schön beschrieben, über zeugte er geschmacklich und ich fand sogar die beschriebenen grünen Walnüsse im Geschmack.
Ein Dessert haben wir an diesem Abend nicht mehr geschafft.
Ambiente:
Abstauben möchte ich hier nicht! Das Haus ist noch nicht alt. Aber im Innern fühlt man sich wie in einem seit 100 Jahre etablierten Fischrestaurant. Es gibt so viel zu sehen, es wird nicht langweilig. Im Aquarium am Eingang tummeln sich Seebewohner. Meerjungfrauen ziehen die Blicke auf sich. Fischnetze- und -reusen, Bilder, Bullaugen, Buddelschiffe, imposante original Fischerlederstiel mit genagelten Sohlen.
Uns hat es richtig gut gefallen. Zudem alles sehr sauber und gepflegt ist. Die Tische schön eingedeckt mit weißen Tischdecken, Salz- und Pfeffermühle. Sehr angenehme Beleuchtung (bei unserem Besuch ohne Ausfallerscheinungen). Toiletten einwandfrei sauber. Das komplette Restaurant inklusive Toiletten ist ebenerdig.
Draußen gibt es auch sehr schöne Sitzplätze, teilweise mit Strandkörben.
Fazit:
Beide Abende sehr gelungen, wir haben uns sehr wohl gefühlt. Wir können uns gut einen weiteren Urlaub in Boltenhagen vorstellen. Dann sind wir auf jeden Fall wieder hier und schauen genau auf die Wasserpreise :-)
Das Restaurant Blinkfür entdeckten wir schon am Anreisetag. Montag und Dienstag ist Ruhetag, also konnten wir keinen Tisch reservieren.
Unser erster Besuch dann donnerstags. Auf dem Rückweg von Wismar kamen wir am noch geschlossenen Restaurant vorbei und reservierten auf Zuruf bei der Chefin (wie sich später herausstellte).
Vorweg kann ich nehmen: Nach unserem gelungenen Erstbesuch reservierten wir auch für unseren letzen Urlaubsabend, den Samstag, einen Tisch im Blinkfür.
herr_foe hat eine schöne Erstbewertung geschrieben, wir haben ihn nur um wenige Tage... mehr lesen
Blinkfür | Fish & Sea Food
Blinkfür | Fish & Sea Food€-€€€Restaurant03882522114Ostseeallee 64, 23946 Boltenhagen
4.5 stars -
"Unser Favorit in Boltenhagen! Also gleich 2 Abende in diesem Restaurant." PetraIODas Restaurant Blinkfür entdeckten wir schon am Anreisetag. Montag und Dienstag ist Ruhetag, also konnten wir keinen Tisch reservieren.
Unser erster Besuch dann donnerstags. Auf dem Rückweg von Wismar kamen wir am noch geschlossenen Restaurant vorbei und reservierten auf Zuruf bei der Chefin (wie sich später herausstellte).
Vorweg kann ich nehmen: Nach unserem gelungenen Erstbesuch reservierten wir auch für unseren letzen Urlaubsabend, den Samstag, einen Tisch im Blinkfür.
herr_foe hat eine schöne Erstbewertung geschrieben, wir haben ihn nur um wenige Tage
In Wismar dachten wir, mittags müsse es ein Backfischbrötchen direkt vom Imbisskutter am Hafen sein. Dies war leider ein Fehler. Das vor Fett triefende Teil, innen der Fisch dennoch trocken. Obwohl wir nur einen Bruchteil aßen, bekam es meinem Mann gar nicht gut.
Was liegt näher, als in der Apotheke Hilfe zu suchen. Mein Bruder empfahl uns schon dieses schöne Café. Über 300 Jahre wurde das Gebäude als Apotheke genutzt, und so ein bisschen wohl auch heute noch. Gesund essen und die Seele baumeln lassen.
Im Innenraum ist nur noch wenig von der alten Apotheke zu spüren. Ein gepflegt-rustikales Ökoflair, so könnte man die gemütliche Einrichtung beschreiben. Holztische und Stühle, frische Blumen, Kerzen. Alles sehr liebevoll gestaltet. Für Kinder gibt es eine Spielkiste.
Kleine und feine vegetarische Gerichte sind auf der Tafel angeschrieben. Die Kuchenauswahl in der Vitrine. Schade, hier hätten wir sicherlich besser und besser verträglich gegessen. Viel Bio wird verarbeitet, die hausgebackenen Kuchen werden mit Dinkelmehl zubereitet. Und die Mordskaffeemaschine macht sicherlich auch einen guten Kaffee.
Zu Bauchweh und der kühlen Witterung passt Tee. Hier gibt es eine schöne Auswahl. Für meinen Mann suche ich „Sommertee“ aus. Den fand ich sehr passend für ihn und die enthaltenen Kräuter sollten dem Magen helfen.
Für mich sollte es der „Hexentee“ sein, dass passt ebenfalls! Das Kännchen Tee kostet € 2,90.
Der freundliche „Apotheker“ serviert unsere dampfenden Teekännchen auf dem kleinen Tablett. Der Tee ist lose im Schälchen und er erklärt uns, dass wir so in dem bereitliegenden Teebeutel unseren Tee selbst dosieren können. Ein hausgebackener und würziger Dinkelkeks wird auch noch dazu gereicht.
Jedes Kännchen ergibt 3 Tassen Kräutertee. Die lassen wir uns gemütlich schmecken. Super Preis-Leistung und das Bauchweh weg.
Die Toiletten sind modernisiert, sauber und gepflegt. Für die Kleinen steht ein Wickelplatz zur Verfügung.
Eine Tüte Kekse und ein Päckchen Tee kaufen wir hier noch ein und werden freundlich verabschiedet.
Die alte Löwenapotheke hat hier ihren Beitrag verdient. Auf der Homepage findet man folgendes Zitat: „Du bist, was Du isst. Eure Lebensmittel sollen Eure Heilmittel sein“. Hippokrates
In Wismar dachten wir, mittags müsse es ein Backfischbrötchen direkt vom Imbisskutter am Hafen sein. Dies war leider ein Fehler. Das vor Fett triefende Teil, innen der Fisch dennoch trocken. Obwohl wir nur einen Bruchteil aßen, bekam es meinem Mann gar nicht gut.
Was liegt näher, als in der Apotheke Hilfe zu suchen. Mein Bruder empfahl uns schon dieses schöne Café. Über 300 Jahre wurde das Gebäude als Apotheke genutzt, und so ein bisschen wohl auch heute noch. Gesund essen und... mehr lesen
Café Alte Löwenapotheke
Café Alte Löwenapotheke€-€€€Cafe03841252538Bademutterstraße 2, 23966 Wismar
4.0 stars -
"1. Hilfe in der Apotheke. Feine Teeauswahl und kleine Speisen." PetraIOIn Wismar dachten wir, mittags müsse es ein Backfischbrötchen direkt vom Imbisskutter am Hafen sein. Dies war leider ein Fehler. Das vor Fett triefende Teil, innen der Fisch dennoch trocken. Obwohl wir nur einen Bruchteil aßen, bekam es meinem Mann gar nicht gut.
Was liegt näher, als in der Apotheke Hilfe zu suchen. Mein Bruder empfahl uns schon dieses schöne Café. Über 300 Jahre wurde das Gebäude als Apotheke genutzt, und so ein bisschen wohl auch heute noch. Gesund essen und
Geschrieben am 17.06.2016 2016-06-17| Aktualisiert am
17.06.2016
Besucht am 25.05.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 63 EUR
Während unseres Ausfluges nach Gross Schwansee kam tatsächlich die Sonne raus. Die Badetasche nicht dabei. Also war die kurze Rückfahrt nach Boltenhagen angesagt, an den schönen Strand und rein in die große Badewanne, diese hatte ich für mich alleine. Erfrischend :-)
Schwimmen macht hungrig.
So peilen wir später die „Seebrücke“ an. Die interessante Rundbauweise mit kleiner Kuppel auf dem Dach sticht positiv ins Auge. Für uns eines der schönsten Gastronomiehäuser in Boltenhagen. Vor dem Haus gibt es schöne geschützte Außensitzplätze, einheitliche rote Geranien an den Fenstern geben ein sehr gepflegtes Bild.
Wir beobachten seit unserer Anreise: Den Altersdurchschnitt können wir hier wirklich noch heben. Das Restaurant ist immer gut besucht.
Wir betreten, ohne Reservierung, ca. 19.45 Uhr das Restaurant und werden sehr freundlich begrüßt.
Ein Tisch, schön eingedeckt am Fenster, wird und zugewiesen und die Karten mit schöner Speisen- und Getränkeauswahl gereicht.
Während unseres gesamten Ostseeurlaubes waren wir fast überall von dem sehr guten Weinangebot und den fairen Preisen überrascht.
Bei der erfahrenen Dame im Service bestellen wir:
1 Flasche Mineralwasser, 0,75 l, € 6,00
1 Flasche Grauburgunder 0,75 l (Nahe), Gutsabfüllung , trocken € 18,50.
Hier will die Servicedame schon 2 Gläser notieren und ist leicht irritiert, wir bestellen eine Flasche (wir kommen von der Nahe, wir vertragen das, wir sind zu Fuß).
Unsere Getränke werden prompt serviert. Gut gekühlt, Wein und Wasser im Kühler. Der in der Karte nicht näher beschriebene Wein ist vom Weingut Schott. Viel näher an unsere Heimat geht es nicht. Das Weingut Schott ist nicht unbedingt unser heimischer Favorit, aber hier passte der Wein (Ostseereben sind hier ja weniger verbreitet).
Kleine Vorspeise vorweg: 2 Beilagensalate à € 3,90. Frische Zutaten mit Rohkostraspeln. Sehr gutes, würzig-scharfes Dressing. Asiatisch anmutend. Vermutlich nicht hausgemacht, aber mal was absolut anderes. Er hat uns sehr gut geschmeckt.
Die Hauptspeisen:
Für meinen Mann: Rosa gebratenes Thunfischfilet, Tagliatelle, Tomatensauce € 12,90
Für mich: Gebratenes Fischfilet (Seelachs), Penne € 12,40
Nach kurzer Wartezeit werden auch schon unsere Hauptgerichte serviert. Schön, vorgewärmte Teller.
Die Tagliatelle, bissfest, mit gut gewürzter Tomatensauce. Obenauf das Thunfischfilet, wirklich noch rosa, so muss es mindestens sein. Etwas Pesto, Zitronenspalten, frischerer Dill und Petersilie an den Tellerrand dekoriert. Die Portion im tiefen Pastateller gut bemessen und für den Preis absolut ok.
Meine Penne ebenfalls schön al dente mit einer leichten, wohl Ricotta-Tomatensauce. Der gekräuterte Fisch gut gewürzt und perfekt glasig mit leichter Bräunung gebraten. 2 große Stücke Seelachsfilet. Seelachs ist nicht mein Favorit. Aber hier überzeugte er durch die gute Zubereitung.
Zwischendurch die Frage, ob alles schmeckt. Ja, wir sind wirklich zufrieden.
Die Seebrücke leerte sich zusehends. Um kurz nach 20.30 Uhr waren wir die einzigen Gäste in dem gemütlich-gediegen gestalteten Restaurant. Das mit der Gemütlichkeit hatte sich dann aber ruckzuck erledigt. Das Servicepersonal begann die Tische neu einzudecken, Stühle zu rücken. Das ging noch.
Die freundliche Servicedame räumt unser Geschirr ab und wir bestellen noch unser "Dessert".
Für mich die regionale Frucht: Schwechower Sanddorngeist € 3,20, sehr fein. Für meinen Mann Rostocker Kümmelbrand € 2,40.
Wir sitzen direkt neben der Theke, nun fährt scheppernd ein Einkaufswagen voller Flaschen auf. Ein junger Mann aus dem Service bestückt geräuschvoll die Kühlschubladen und räumt die Spülmaschine aus. Es ist 20.45 Uhr.
Mein Mann fragt eine junge Servicemitarbeiterin, wann das Restaurant schließt. Antwort: „Um 9 Uhr, aber sie dürfen ruhig noch austrinken.“ Hoppla, dieser Rausschmiss sitzt und wir sind wirklich verblüfft.
Die ältere Servicemitarbeiterin entschuldigt sich beim Kassieren. Sie hatte auch bemerkt, dass wir uns nicht mehr wohlfühlten. Die Räumerei sei Anweisung des Chefs. Im Hinausgehen sagten wir dem Chef dann noch persönlich, dass der wirklich gelungene Abend durch die laute Räumerei und Hektik nicht mehr schön für uns war.
Ich gönne jedem seinen Feierabend. Ein Tag im Service ist hart. Aber es geht sicherlich etwas ruhiger und leiser wenn noch Gäste das sind.
Viele Restaurants scheinen gegen 21.00 Uhr in Boltenhagen zu schließen, zumindest in der Nebensaison. Das muss man wissen.
Meine Punktevergabe für den Service ist ausschließlich durch die letzte Viertelstunde reduziert, und diese Punkte gehen somit an den Chef der Seebrücke.
Wir würden die Seebrücke jederzeit wieder besuchen. Dann vielleicht zum Mittagessen, Kaffeetrinken oder zum frühen Abendessen. Wir sind ja lernfähig.
Während unseres Ausfluges nach Gross Schwansee kam tatsächlich die Sonne raus. Die Badetasche nicht dabei. Also war die kurze Rückfahrt nach Boltenhagen angesagt, an den schönen Strand und rein in die große Badewanne, diese hatte ich für mich alleine. Erfrischend :-)
Schwimmen macht hungrig.
So peilen wir später die „Seebrücke“ an. Die interessante Rundbauweise mit kleiner Kuppel auf dem Dach sticht positiv ins Auge. Für uns eines der schönsten Gastronomiehäuser in Boltenhagen. Vor dem Haus gibt es schöne geschützte Außensitzplätze, einheitliche... mehr lesen
Restaurant Zur Seebrücke
Restaurant Zur Seebrücke€-€€€Restaurant, Cafe03882529288Mittelpromenade 6, 23946 Boltenhagen
3.5 stars -
"Das war gut, leider nicht bis zum Schluss." PetraIOWährend unseres Ausfluges nach Gross Schwansee kam tatsächlich die Sonne raus. Die Badetasche nicht dabei. Also war die kurze Rückfahrt nach Boltenhagen angesagt, an den schönen Strand und rein in die große Badewanne, diese hatte ich für mich alleine. Erfrischend :-)
Schwimmen macht hungrig.
So peilen wir später die „Seebrücke“ an. Die interessante Rundbauweise mit kleiner Kuppel auf dem Dach sticht positiv ins Auge. Für uns eines der schönsten Gastronomiehäuser in Boltenhagen. Vor dem Haus gibt es schöne geschützte Außensitzplätze, einheitliche
Geschrieben am 13.06.2016 2016-06-13| Aktualisiert am
14.06.2016
Schloss Bothmer stand für unser Urlaubsprogramm fest! An unserem Besuchstag spielte sogar das Wetter mit.
Es gibt reichlich Parkmöglichkeiten, inklusive Busparkplätze. Dies lässt erahnen, was hier in der Hauptsaison los ist.
Eine Allee durchwandert man zum Schloss. Eine zweite Allee, mit spalierartig gezogenen Bäumen, führt ebenfalls zum Schloss und ist noch schöner.
Das denkmalgeschützte barocke Gebäude bietet einen imposanten Anblick. Es wurde vor dem Verfall gerettet und umfassend saniert, die Sanierungsarbeiten dauern teilweise noch an.
Wohl erst vor Kurzem wurde die Brasserie eröffnet. Innen modern, gradlinig. Aber nicht störend in dem historischen Gebäude. Außen schöne Holzbestuhlung.
Wir haben nur etwas getrunken. Der junge Mann im Service war sehr freundlich, aber wohl noch nicht lange in dem Job.
Die Speisekarte ist klein und gut sortiert.
Zeit sollte man auf jeden Fall für den riesigen wunderschönen Schlosspark mit schönen Sitzplätzen einplanen. Das Areal ist von einem Wassergraben umgeben.
Schloss Bothmer stand für unser Urlaubsprogramm fest! An unserem Besuchstag spielte sogar das Wetter mit.
Es gibt reichlich Parkmöglichkeiten, inklusive Busparkplätze. Dies lässt erahnen, was hier in der Hauptsaison los ist.
Eine Allee durchwandert man zum Schloss. Eine zweite Allee, mit spalierartig gezogenen Bäumen, führt ebenfalls zum Schloss und ist noch schöner.
Das denkmalgeschützte barocke Gebäude bietet einen imposanten Anblick. Es wurde vor dem Verfall gerettet und umfassend saniert, die Sanierungsarbeiten dauern teilweise noch an.
Wohl erst vor Kurzem wurde die Brasserie eröffnet. Innen... mehr lesen
ORANGERIE Schloss Bothmer
ORANGERIE Schloss Bothmer€-€€€Restaurant, Ausflugsziel, Eventlocation038825266733Am Park 1, 23948 Klütz
stars -
"Ein tolles Ausflugsziel! Verdursten und Verhungern muss man hier auch nicht!" PetraIOSchloss Bothmer stand für unser Urlaubsprogramm fest! An unserem Besuchstag spielte sogar das Wetter mit.
Es gibt reichlich Parkmöglichkeiten, inklusive Busparkplätze. Dies lässt erahnen, was hier in der Hauptsaison los ist.
Eine Allee durchwandert man zum Schloss. Eine zweite Allee, mit spalierartig gezogenen Bäumen, führt ebenfalls zum Schloss und ist noch schöner.
Das denkmalgeschützte barocke Gebäude bietet einen imposanten Anblick. Es wurde vor dem Verfall gerettet und umfassend saniert, die Sanierungsarbeiten dauern teilweise noch an.
Wohl erst vor Kurzem wurde die Brasserie eröffnet. Innen
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Zu Besuch in Koblenz. Es war schon festgelegt, wo wir es uns am Samstagabend zu viert gut gehen lassen wollten.
Der kurze Weg führte von Koblenz an die Untermosel nach Winningen. Und wir mussten noch nicht einmal selbst fahren.
Das ausgewählte Restaurant direkt mit Blick auf die Mosel und dem überschaulichen Yachthafen Marina Winningen.
Die Betreiber des Hafenrestaurants, Eheleute Schiffers, sind hocherprobte Gastronomen. Bis vor Kurzem betrieben sie den „Koblenzer Bauereiausschank“ der Königsbacher. Vom Rhein ging es dann 2016 etwas kleiner und feiner an die Mosel. Der Neustart ist sicherlich dieses Jahr schwierig. Die schönen Terrassenplätze sollten über Sommer ausgebucht sein. Aber bei diesem wechselhaften Wetter?
Parkplätze sind reichlich und kostenfrei am Moselufer vorhanden. Handbremse sollte man sicherheitshalber anziehen. Eine enge und steile Treppe führt zum Restaurant. Dies liegt einige Meter erhöht. Im Hinblick auf Hochwasser sicherlich ein guter Bau. Wer nicht gut zu Fuß ist (oder zu viel getrunken hat) kann sich aber auch zu Fuß oder per Auto seitwärts ans Restaurant fahren und / oder abholen lassen. Das Restaurant und Toiletten sind ebenerdig, also gehbehindertengerecht. Rollstuhlgerecht sind die Toiletten nicht.
Service:
Wir wurden im Gastraum herzlich begrüßt. Ein erfahrener Servicemitarbeiter begleitete uns zum reservierten runden Tisch im Anbau.
Die Speisekarten gereicht, eilige Getränkewünsche erfragt und auch das Hintertürchen „wir dürfen in Ruhe die Karte studieren“ offen gehalten.
Der Service wurde ausschließlich an diesem Abend von diesem Mitarbeiter erledigt und es gab schlicht nichts zu beanstanden. Ruhig, immer aufmerksam, sehr freundlich und souverän. Wir sind immer erfreut, wenn man sich einfach als Gast so wohlfühlen kann. Sonderwünsche kein Problem, leere Gläser wurden sofort bemerkt, Frage nach dem Servieren, ob alles recht ist!
Speisen und Getränke (die Getränke kurz zusammengefasst):
Mineralwasser Rhodius, 0,75 l zu € 5,60 (mit Kühler)
Aperol Spritz, € 4,50
Erdinger alkoholfrei, 0,5 l, € 3,80
Grauburgunder (Pfalz), 0,2 l, € 4,20. Sehr gut! Es folgten mehrere für die Nicht-Autofahrer!
Espresso, € 2,00
Die Speisekarte ist gerade noch nicht überladen und abwechselungsreich (online einsehbar).
Die Vorspeisen kommen etwas kurz, vielleicht werden diese hier nicht so sehr nachgefragt. Das Küchenteam ist hier aber flexibel.
Der „Pizzabäcker“ wurde vom Vorbetreiber des Capitano übernommen. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte, ist die Pizza hier richtig gut!
Die Speisekarte ergänzt durch die saisonale Pfifferlingskarte. Diese sehr verlockend, aber ohne Vorspeise.
Auf Nachfrage war es sofort möglich „gebratene Pfifferlinge Caprese mit Mozzarellakugeln an Strauchtomaten, Balsamico, Olivenöl und Baguette“ als Vorspeise zu viert zu erhalten. Hier wurde dann 2 x das Hauptgericht mit € 12,80 abgerechnet. Für 6,40 € war dies eine richtig feine Vorspreise.
Leider an den Pfifferlingen Speck. Ich vergaß zu fragen und es ging 50:50 aus: 2 Speckhasser und 2 Speckliebhaber. Also alles gut, insbesondere weil der Speck wirklich dezent war (konnte man ja auf die Seite schieben).
Der rechteckige Teller schön dekoriert, Tomate mit Pesto und Kresse, frisches Basilikum und Rucola. Alles sehr fein abgestimmt.
Zur Hauptspeise für die Herren Pizza und die Damen Pasta.
Für meinen Mann und mich fast die identischen Speisen wie montags zuvor in Idar-Oberstein. Ich könnte nun behaupten, dies sei volle Absicht gewesen um Unterschiede zu bewerten. Nein! Wirklich Zufall!
Also für die Damen:
Spaghetti con aglio e gamberetti, mit gebratenen Riesengarnelen, Cherrytomaten, Chili, Knoblauch und Pesto zu € 13,90.
Tiefe und gut gefüllte Pastateller wurden serviert. Die Spaghetti abgedeckt mit frischem Rucola, eine willkommene Zugabe, und Parmesanspänen. Die Pasta wunderbar al dente, nicht zu ölig und richtig schön in der Schärfe! Der Knoblauch endlich mal schmeckbar. Eine sehr gute Portion, mindestens 12 Garnelen. Welche enorme Steigerung für € 1,40 mehr zum Spaghettigericht am Montag in unserer Heimatstadt!
Die Herren:
Pizza Tonno Cipolla zu € 8,50
und
Pizza Funghi Salami zu € 8,50.
Beide Pizzen sehr schon goldgelb und knusprig gebacken. Der Teig luftig, der feine Teiggeschmack wurde nicht vom Belag überlagert. Schön belegt, frische Champignons, Zwiebeln. Die Pizza meines Mannes zusätzlich und ohne Aufpreis mit Knoblauch. Die Herren lobten beide die gute Würzung.
Pappsatt war mal wieder kein Platz für ein Dessert, nur für einen guten Espressso. Ein nach dem Bezahlen vom Wirt angebotenes „Verdäulerle“ lehnten wir nicht ab.
Ambiente:
Vor dem Restaurant gibt es Außenplätze mit direktem Blick auf Mosel und Hafen.
Dazu seitlich eine weitere, etwas gemütlichere, Terrasse. Leider spielte mal wieder das Wetter nicht mit. Wir fanden also im Restaurant unseren Platz. Hier auch zweigeteilt: Der wohl ältere Gastraum und der Anbau mit bodentiefen Schiebe-Fenstertüren.
Alles sehr gepflegt, schön, modern und nicht überladen dekoriert. Tischläufer, Miniorchidee, Windlicht.
Die Toilettenräume ohne jede Beanstandung. Sehr sauber und gepflegt.
Fazit:
Fröhlicht traten wir die Heimreise mit unserem nüchternen Fahrer an! Herzliche Verabschiedung des Serviceteams inklusive Betreiber. Hier kommen wir gerne wieder her!