Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen Schreiber" persönlich kennengelernt und jedes Treffen war sofort auf einer Wellenlänge. Aus angeklickten "Freunden" sind Freundschaften entstanden.
Ich bemühe mich um aussagefähige, nachvollziehbare und faire Beiträge. Ich versuche, meine Zeit in gute, genussvolle Erlebnisse umzuwandeln und den Lesern Tipps zu geben.
Mein Mann und ich gehen gerne Essen, nehmen uns dazu auch Zeit. Beide essen wir wenig Fleisch, Speck mögen wir beide gar nicht. Wenn Fleisch, dann informieren wir uns gerne über die Herkunft des Fleisches. An Fisch, Beilagen und Gemüse darf es bei mir alles sein, aber bitte ohne Kümmel (Schwarzkümmel und Kreuzkümmel dafür gerne!).
Ich möchte im Restaurant mindestens so gut wie zu Hause essen. Ein gepflegtes, sauberes Ambiente vorfinden. Mich als Kunde und Gast fühlen. Da ich selbst sehr gerne koche, hole ich mir im Restaurant gerne Ideen. Es kommt auch vor, dass ich hartnäckig Zutaten und Zubereitungen erfrage.
Es stört mich, dass immer mehr Convenience-Produkte in der Gastronomie Einzug erhalten. Ich gehe nicht ins Restaurant um Fertigprodukte zu essen, denn die gibt es bei uns zu Hause auch nicht.
Ich bewerte nach dem Preis/Leistungsverhältnis.
Ein einfaches Lokal oder ein Imbiss kann daher mir eine hohe Punktzahl erreichen. Ich halte es für falsch, ein Bistro nach den Maßstäben eines Gourmetlokals zu bewerten.
Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 615 Bewertungen 934357x gelesen 16235x "Hilfreich" 15006x "Gut geschrieben"
Das historische Herrstein an der Deutschen Edelsteinstraße liegt uns sehr am Herzen. Mein Mann wurde hier geboren, sein Kinderzimmer tauchte sogar in Edgar Reitz Kinofilm „Die andere Heimat“ auf. Da sitzt man im Kino und der Ehemann sagt plötzlich: „Da hinten in der Ecke stand mein Kinderbett“. Dies zeigt jedenfalls: Der Ort ist schon einen Ausflug wert, sonst wäre dort nicht ein Teil des Filmes gedreht worden.
Kritikerfreund Saarschmecker hat in seiner vorangegangen Kritik schon Einiges über das schöne Örtchen zusammengefasst. Beliebt ist es insbesondere bei Wanderern (Mittelalterpfad und Saar-Hunsrück-Steig), der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ebenfalls eine Bereicherung.
Parken kann man nicht vor der Scheune. Es gibt im Ort einige öffentliche Parkplätze und der Spaziergang durch den Ort mit seinen schönen restaurierten Fachwerkhäusern lohnt sich ohnehin.
Die Zehntscheune im Ortskern ist für uns immer einen Besuch wert, wenn man einen Platz bekommt. Reservieren ist kein Fehler. Hier ist immer was los und die Zehntscheune ist durchgehend geöffnet. Im Winter geht es deutlich beschaulicher zu, da gönnt sich das Team eine Ruhepause und es ist nur von freitags – sonntags geöffnet.
Glück für uns. Hungrig kamen wir von einem Ausflug in den Hunsrück um 15.30 Uhr in Herrstein an. Beste Kaffeezeit und die Zehntscheune ist bekannt für ihre hausgemachten Kuchen und Torten. Da das Mittagessen ausgefallen war, gelüstete es uns allerdings deutlich nach üppiger Grundversorgung.
Service:
Der Serviceeinsatz ist hier sicherlich gut zu kalkulieren, denn es ist immer was los. Es ist auch durchaus üblich, sich an einen Tisch dazu zu setzen wenn es eng wird.
Die Mädels begrüßten uns gewohnt freundlich. Unten waren schon alle Tische besetzt, aber auf der Empore war noch Platz. Eine Gesellschaft hatte gerade den Tisch verlassen und war zum fröhlichen Beisammensein ins Kaminzimmer umgezogen. Hier prasselte das Feuer.
Platz genommen, Karten wurden gereicht, Getränke aufgenommen. Serviert wurde nach angenehmer Wartezeit. Der Hund am Nebentisch bekommt unaufgefordert seinen Wassernapf.
Die Damen im Service sind immer nett, aufmerksam und unkompliziert. Sicherlich keine geschulten Kräfte, das ist hier aber nicht nötig. Es passt alles zum rustikalen Haus.
Speisen und Getränke:
Die trockene Weißweinschorle für uns zu je € 2,20, gut gekühlt im 0,2 Glas.
Die Speisekarte beibt der deftigen Hunsrücker Kost treu, dennoch findet jeder was. Die Speisen erlauben eine gut durchdachte Bevorratung. So sind die wesentlichen Bestandteile der Beilagen: Hausgebackenes Brot (sehr fein, kann bei ausreichender Verfügbarkeit auch als Laib gekauft werden), Kartoffelklöße und Sauerkraut.
Kuchen und Torten sucht man sich selbst nach Tagesangebot in der Kühlvitrine aus. Hier steckt die ganze Leidenschaft der Chefin Krista Schneider drin. So hat sich Frau Schneider auch ihr eigenes Kapitel im Buch „Weiberwirtschaften in Rheinland-Pfalz“ erarbeitet.
Im Sommer und auf Vorbestellung wird selbstverständlich auch der Original Idar-Obersteiner Schwenkbraten angeboten, gebraten über dem Buchenfeuer.
Die geräucherte Forelle hatte ich bei vergangenen Besuchen, auch die vegetarische Kartoffelsuppe. Alles gut, wobei ich Kritikerfreund Saarschmecker zustimme: Die Kartoffelsuppe würde mir in einer groberen Variante besser gefallen, sie ist sehr feinsämig, geschmacklich sehr gut.
Mein Mann entschied sich für die Seniorenportion der absoluten Spezialität:
Oma´s gefüllter Kartoffelkloß mit Speckrahmsoße und Apfelmus zu € 6,00.
Die Rentnerportion aus gutem Grund: Die „normale“ Portion besteht aus 2 Klößen, Durchmesser ca. 18 cm. Dies schafft kaum ein Gast. Sonderwunsch „ohne Speck“ war kein Problem.
Und ich? Dies wird meine erste Kritik mit Schweinefleisch denn hier bin ich schwach geworden. In der Zehntscheune gibt es den besten Saumagen im ganzen Umkreis! Ich könnte natürlich auch behaupten, ich hätte mich für die GastroGuide-Freunde geopfert. Damit ihr mal was anderes als Vegetarisches, Fisch und Wild von mir zu Lesen bekommt :-)
Spätestens seit Altkanzlers Helmut Kohls Vorliebe für dieses Gericht ist es sicherlich bundesweit bekannt.
Auf der Karte heißt es: Hunsrücker Saumagen mit Sauerkraut und Brot zu € 8,00. Ich dachte im Moment nicht daran, dass das Brot hier hausgemacht und hervorragend ist und fragte, ob ich als Beilage Kartoffelklöße haben könne. Auch kein Problem, statt € 8,00 wurden dann € 9,00 abgerechnet, sehr fair (beim Italiener kostet extra Knoblauch schon zwischen € 0,50 - € 1,00).
Unsere Speisen wurden dampfend heiß auf der Empore serviert. Portionen zum Knüppelsattwerden!
Der große Kloß mit würziger Fleischfüllung. Aus der Sahnesoße war der Speck heraus gesiebt worden (so auch vom Service angeboten). Überraschenderweise schmeckte die Sahnesoße auch nicht speckig, schön. Ein tolles regionales Gericht, das Apfelmus passt sehr gut dazu.
Der Saumagen vom heimischen Metzger überzeugte mich (nach jahrelanger Abstinenz) wieder absolut. Meist wird der Saumagen im Darm angeboten, hier füllt die Metzgerei Leysser speziell für die Zehntscheune einen Schweinemagen. Die herzhafte Füllung aus Brät, Fleischstücken, Kartoffeln, Kartotten und Gewürzen ist absolut stimmig. 2 Scheiben (auf dem Foto schlecht zu erkennen) kurz und kräftig angebraten, das reichliche Sauerkraut fein und mild und zum Glück ohne Kümmel, 2 seidige Klöße… eine Riesenportion und sooo lecker! Das Abendessen ist ausgefallen.
Seit Jahren erleben wir hier gleichbleibende gute Qualität.
Ambiente:
Die ehemalige Scheune und Stallung (erbaut ca. 1525) wurde stilvoll restauriert. Das Mauerwerk und Gebälk offen. Inzwischen wurde sogar noch eine kleine Empore (sozusagen das 2. Stockwerk) mit ca. 10 Sitzplätzen erweitert. Im Dachstuhl hängen die Spinnenweben in ca. 6 m Höhe, lächelnd empfinde ich dies hier als authentisch. Wen es stört, der sollte dann lieber hippe Großstadtläden besuchen.
Tische und Bestuhlung sind rustikal, ab und zu wackelt auch mal was. Die Tische sind sauber eingedeckt. Die Bestecke werden in Servietten gewickelt gereicht. Geblümte Leinentischdecken und Kerzen ergänzen das perfekte Scheunen-Rustikal-Flair. Hier kann man gemütlich beisammen sein.
Die Toiletten sind einfach und nicht neu, aber immer sauber.
Wenn es die Witterung erlaubt, stehen massive Holzbänke und Tische vor der Scheune für die Gäste bereit.
Gegenüber der Zehntscheune befindet sich das Landhaus der Zehntscheune mit Gästezimmern. Diese sind gepflegt und mit alten Holzmöbeln hergerichtet und man kann günstig übernachten.
Preis-Leistung: Top! € 21,60 für 2 Personen. Wir kommen immer wieder gerne.
Das historische Herrstein an der Deutschen Edelsteinstraße liegt uns sehr am Herzen. Mein Mann wurde hier geboren, sein Kinderzimmer tauchte sogar in Edgar Reitz Kinofilm „Die andere Heimat“ auf. Da sitzt man im Kino und der Ehemann sagt plötzlich: „Da hinten in der Ecke stand mein Kinderbett“. Dies zeigt jedenfalls: Der Ort ist schon einen Ausflug wert, sonst wäre dort nicht ein Teil des Filmes gedreht worden.
Kritikerfreund Saarschmecker hat in seiner vorangegangen Kritik schon Einiges über das schöne Örtchen... mehr lesen
4.5 stars -
"(Noch) konkurrenzlos in Herrstein – und immer einen Besuch wert!" PetraIODas historische Herrstein an der Deutschen Edelsteinstraße liegt uns sehr am Herzen. Mein Mann wurde hier geboren, sein Kinderzimmer tauchte sogar in Edgar Reitz Kinofilm „Die andere Heimat“ auf. Da sitzt man im Kino und der Ehemann sagt plötzlich: „Da hinten in der Ecke stand mein Kinderbett“. Dies zeigt jedenfalls: Der Ort ist schon einen Ausflug wert, sonst wäre dort nicht ein Teil des Filmes gedreht worden.
Kritikerfreund Saarschmecker hat in seiner vorangegangen Kritik schon Einiges über das schöne Örtchen
Das Kellenbachtal ist sehr schön. Daher habe ich mir mal die Einkehrmöglichkeiten angesehen.
Auf der Homepage der Gaststätte Kellenbach der kurze Hinweis:
"Das Gasthaus ist bis auf Weiteres geschlossen. Veranstaltungen finden weiterhin statt".
Diese Angabe leider ohne Datum, die letzte Aktualisierung scheinbar von 2010.
Das Gasthaus ist also für die spontane Einkehr (falls überhaupt noch möglich) nicht geeignet.
Das Kellenbachtal ist sehr schön. Daher habe ich mir mal die Einkehrmöglichkeiten angesehen.
Auf der Homepage der Gaststätte Kellenbach der kurze Hinweis:
"Das Gasthaus ist bis auf Weiteres geschlossen. Veranstaltungen finden weiterhin statt".
Diese Angabe leider ohne Datum, die letzte Aktualisierung scheinbar von 2010.
Das Gasthaus ist also für die spontane Einkehr (falls überhaupt noch möglich) nicht geeignet.
stars -
"Vorrübergehend geschlossen" PetraIODas Kellenbachtal ist sehr schön. Daher habe ich mir mal die Einkehrmöglichkeiten angesehen.
Auf der Homepage der Gaststätte Kellenbach der kurze Hinweis:
"Das Gasthaus ist bis auf Weiteres geschlossen. Veranstaltungen finden weiterhin statt".
Diese Angabe leider ohne Datum, die letzte Aktualisierung scheinbar von 2010.
Das Gasthaus ist also für die spontane Einkehr (falls überhaupt noch möglich) nicht geeignet.
Geschrieben am 02.01.2016 2016-01-02| Aktualisiert am
02.01.2016
Zum Jahreswechsel hat Familie Anthoni das Restaurant Pulverlochschänke aufgegeben. Laut Aussage anderer Gäste hätte sich das Restaurant für Familie Anthoni nicht getragen.
Für uns sehr schade. Wir waren mehrmals dort essen, immer sehr zufrieden. Eine abwechselungsreiche Speisekarte wurde saisonal ergänzt. Der Service war top. Und wir konnten mit unseren Rollstuhlpiloten (Vater und Schwiegermutter) dort einkehren. Es war auch immer recht gut besucht, wir haben nie Schlechtes über die Pulverlochschänke mit diesen Betreibern gehört.
Bei manchen Restaurants kann man nicht verstehen, warum sie schließen. Bei anderen nicht, wieso sie existieren.
Angeblich soll es keinen langen Leerstand geben... wir werden sehen.
Zum Jahreswechsel hat Familie Anthoni das Restaurant Pulverlochschänke aufgegeben. Laut Aussage anderer Gäste hätte sich das Restaurant für Familie Anthoni nicht getragen.
Für uns sehr schade. Wir waren mehrmals dort essen, immer sehr zufrieden. Eine abwechselungsreiche Speisekarte wurde saisonal ergänzt. Der Service war top. Und wir konnten mit unseren Rollstuhlpiloten (Vater und Schwiegermutter) dort einkehren. Es war auch immer recht gut besucht, wir haben nie Schlechtes über die Pulverlochschänke mit diesen Betreibern gehört.
Bei manchen Restaurants kann man nicht verstehen, warum sie schließen. Bei anderen nicht, wieso sie existieren.
Angeblich soll es keinen langen Leerstand geben... wir werden sehen.
stars -
"Geschlossen, sehr sehr schade!" PetraIOZum Jahreswechsel hat Familie Anthoni das Restaurant Pulverlochschänke aufgegeben. Laut Aussage anderer Gäste hätte sich das Restaurant für Familie Anthoni nicht getragen.
Für uns sehr schade. Wir waren mehrmals dort essen, immer sehr zufrieden. Eine abwechselungsreiche Speisekarte wurde saisonal ergänzt. Der Service war top. Und wir konnten mit unseren Rollstuhlpiloten (Vater und Schwiegermutter) dort einkehren. Es war auch immer recht gut besucht, wir haben nie Schlechtes über die Pulverlochschänke mit diesen Betreibern gehört.
Bei manchen Restaurants kann man nicht verstehen, warum sie
Geschrieben am 28.12.2015 2015-12-28| Aktualisiert am
12.11.2017
Der 27.12.steht in unserer Region traditionell unter dem Motto "Wannerschdaach" (Wandertag). Nach der Völlerei der Weihnachtstage ist also Bewegung angesagt. Und weil es über die Weihnachtstage so wenig zu trinken gab, darf die Wegzehrung in überwiegend flüssiger Form nicht fehlen.
Zu diesem "Traditionstag" bündeln sich treue Gruppen, oft Herrengruppen aller Altersklassen. Es ist schon recht witzig, Wirte machen an diesem Tag guten Umsatz, eine Einkehr ist Pflicht. Auch um eine gute "Unterlage" zu bilden. Meist sind die Wanderer gegen Mittag sprichwörtlich "meilenweit vorne". Ab diesem Zeitpunkt passen die Gastronomen auch sehr auf ihre Weihnachtsdeko auf. Mit steigendem Promillepegel steigt der Wunsch Andenken zu sammeln.
Uns war bei wunderschönem sonnigen Wetter auch nach Frischluft. So entschieden wir uns eine Teilstrecke des Wanderweges an der Nahe "Gräfin Loretta" (Traumschleife Saar-Hunsrück) zu laufen. Richtig steil ging es den Berg über verschlungene Pfade hoch zum Stadtteil Hammerstein. Hier waren wir alleine, viel zu anstrengend und zu gefährlich mit Promille.
Oben angekommen, eine wunderbare Aussichtsstelle mit Blick auf die Naheschleife, entdeckten wir ein schönes Haus. "Die Leute wohnen ja richtig toll hier!" stellten wir fest. Wir gingen auf das Grundstück zu, außen Kirner-Pils-Wandleuchten. Das ist ja für ein Privathaus mal unpassend. Wir gingen um die Ecke und sahen das große Schild VERSCHÖNERUNGSVEREIN HAMMERSTEIN. Innen lebhafte Unterhaltungen und wir wurden reingewunken.
Den anwesenden Herren ging es auch schon prima, beste Stimmung. Einmal tief einatmen und schon hatte man 0,2 Promille. Wir bestellten 2 kleine Pils (0,2 l zu € 2,30), dies war wunderbar gekühlt und schmeckte sehr frisch. Noch ein paar nette Worte und dann machten wir uns auf dem Rückweg.
Nun mein Tipp:
Laut Aushang ist freitags - sonntags geöffnet und der Wanderer hat Gelegenheit seinen Durst zu löschen.
Für alle Leser unserer Region: Die wunderschön gelegene Hütte mit toller Aussicht kann man buchen. Der Verein übernimmt die Bewirtung, dann werden auch die typischen Spießbratengerichte vom Buchenholzgrill angeboten. Der Gastraum ist einfach und rustikal, ein geräumiger Wintergarten ist vor das Gebäude gebaut. Eine große Wiese mit Außensitzplätzen und der Grillhütte steht zur Verfügung und um die Ecke gibt es einen Kinderspielplatz. Außerdem sind reichlich Parkplätze vorhanden.
Ich habe da so eine Idee für ein Sommerfest im Kopf :-)
Der 27.12.steht in unserer Region traditionell unter dem Motto "Wannerschdaach" (Wandertag). Nach der Völlerei der Weihnachtstage ist also Bewegung angesagt. Und weil es über die Weihnachtstage so wenig zu trinken gab, darf die Wegzehrung in überwiegend flüssiger Form nicht fehlen.
Zu diesem "Traditionstag" bündeln sich treue Gruppen, oft Herrengruppen aller Altersklassen. Es ist schon recht witzig, Wirte machen an diesem Tag guten Umsatz, eine Einkehr ist Pflicht. Auch um eine gute "Unterlage" zu bilden. Meist sind die Wanderer gegen Mittag sprichwörtlich... mehr lesen
stars -
"Tipp für durstige Wanderer und Einheimische" PetraIODer 27.12.steht in unserer Region traditionell unter dem Motto "Wannerschdaach" (Wandertag). Nach der Völlerei der Weihnachtstage ist also Bewegung angesagt. Und weil es über die Weihnachtstage so wenig zu trinken gab, darf die Wegzehrung in überwiegend flüssiger Form nicht fehlen.
Zu diesem "Traditionstag" bündeln sich treue Gruppen, oft Herrengruppen aller Altersklassen. Es ist schon recht witzig, Wirte machen an diesem Tag guten Umsatz, eine Einkehr ist Pflicht. Auch um eine gute "Unterlage" zu bilden. Meist sind die Wanderer gegen Mittag sprichwörtlich
Geschrieben am 26.12.2015 2015-12-26| Aktualisiert am
26.12.2015
Besucht am 21.12.2015
… mit diesem handgeschriebenen Satz auf einer Schiefertafel wird der Gast im Toepperhof begrüßt. Darunter gleich der Hinweis, man möge das Handy bitte lautlos stellen. Schön, so beginnt die Entschleunigung sofort.
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich auf den Toepperhof stieß. Aber was ich da so im Internet las, klang einfach hochinteressant. Eine „One-Woman-Show“ wird hier geboten. Köchin und Service vereinigt in einer Person: Frau Berg, die Inhaberin. Sie umsorgt die Gäste (in der Regel maximal 10) mit Hingabe und wie Freunde.
So nahm unser Besuch seinen Lauf. Ich rief vergangene Woche an und fragte, ob noch Platz am Dienstag für 2 Personen sei. Viel Hoffnung hatte ich, so kurz vor Weihnachten, nicht. Dienstag ging nicht, aber gleich Frau Bergs Vorschlag: „Kommen Sie doch am Montag!“ Gesagt – getan. Dann noch ihre kurze Frage, was wir gar nicht mögen oder vertragen. „Dann lasse ich mir was für Sie einfallen!“ sagte Frau Berg. Ich wusste also nicht, was es gibt. Auch nicht, was es kostet. Spannend!
Die Öffnungszeiten lauten: „Abends, nur nach Anmeldung“. Auf Verdacht hinfahren funktioniert also nicht, Frau Berg will sich vorbereiten und sich Spielraum für ihre persönlichen Freiräume lassen.
So machten wir uns an meinem 1. Urlaubstag auf den Weg in den Soonwald, ca. 40 Minuten Fahrzeit. Besinnliche Vorweihnachtszeit… auf der kürzesten Strecke nach Tiefenbach eine gute Idee besinnlich bis besonnen zu fahren. Auf den engen, kurvigen und dicht bewaldeten Landstraßen hat man sonst gute Chancen, mit dem Fahrzeug noch unfreiwillig den Weihnachtsbraten zu erlegen. 3 Rehe, 1 Hase, 2 Füchse sahen wir, den Weihnachtsmann nicht. Die Strecke ist wunderschön, leider war es schon dunkel.
Pünktlich trafen mein Mann und ich um 19.00 Uhr ein. Wir parkten an der Straße des kleinen Ortes, es soll aber auf der Rückseite des Hauses auch eigene Parkplätze geben.
Frau Berg empfing uns in der schönen, rustikal-gemütlichen Gaststube des ehemaligen hunsrücker Bauernhofes. Der Hof wurde mit viel Liebe und Eigenleistung renoviert und das Landhausflair ist einfach behaglich. So dient z. B. eine alte Holzleiter als Befestigung der Deckenleuchten. Viel Holz, alles sehr gepflegt und sauber. Renovierte WC-Räume im 1. Obergeschoss, also nicht geeignet für Gehbinderte.
Nichts stört hier die Ruhe, keine Musik, nur angenehme Stille. Wir sind an diesem Abend die einzigen Gäste und Frau Berg hat unser ein 4-Gang-Menü zusammengestellt.
Auf unserem schön im Landhausstil eingedeckten Tisch (Tischdecken und Servietten aus Halbleinen, kleines Adventsgesteck mit Kerze) findet sich unsere persönliche Menükarte mit einem aufgedruckten Aquarell von Frau Berg. Künstlerin ist sie auch noch, und eigentlich auch Rentnerin. Eine Speisekarte gibt es nicht im Toepperhof. Frau Berg stellt jedes 4-Gang-Überraschungsmenü für ihre Gäste individuell zusammen.
Vor Neugierde war ich nicht zu bremsen:
Rosenkohlblättersalat
mit Trauben, Granatapfelperlen
und frischer Ananas
* * *
Gemüsecremesüppchen
* * *
Tagliatelle in Kurkuma gekocht,
dazu eine pikante Gorgonzolacremesoße
mit Herbsttrompeten, Maronen und Coctailtomaten
* * *
Bratapfel mit einer Vanillesoße aus Kokosmilch
Menü € 23,00
Wir orderten eine Flasche Mineralwasser, 0,75 l Apollinaris zu € 3,20.
Frau Berg empfahl uns einen Rotwein zum Menü. ACOLON trocken, 2013, vom Weingut Peter Lich in Gau-Algesheim (Rheinhessen). 0,2 l zu € 3,20.
ACOLON kannte ich bisher nicht, eine Kreuzung der Rebsorten Lemberger und Dornfelder. Tiefrote Farbe, füllig mit Beerenaromen, gut temperiert, sehr passend zu dem aromatischen Menü.
Nachdem wir mit Getränken versorgt waren, zog es Frau Berg in die Küche. Kurz darauf erschien sie mit dem Rosenkohlblättersalat. Die blanchierten Blätter und Früchte waren zusätzlich mit Rosenwasser aromatisiert. Dazu noch knusprige Kürbiskerne. Toll! Frau Berg berichtete, dass ihr die arabische Küche mit ihren aromatischen Gewürzen sehr liegt. Uns auch.
Es folgte das Gemüsesüppchen. Unter der schlichten Beschreibung verbarg sich eine gehaltvolle Suppe von allem, was als Wurzelgemüse bezeichnet wird. PulBiber (türkisches Gewürz aus getrockneter und gerösteter Paprika) brachte ordentlich „bums“ in die Suppe. Schade, bei den milden Außentemperaturen konnten wir den Heizwert gar nicht so richtig würdigen.
Es folgte ein reichlich bestückter tiefer Pastateller mit Tagliatelle. Diese in Kurkumawasser zu kochen ist eine tolle Idee, werde ich aufnehmen. Die Gorgonzolasoße nicht zu mächtig, obenauf die Herbsttrompeten (eine Pilzart aus der Familie der Pfifferlinge). Optisch sind die dunkelen Pilze nicht der Hingucker, geschmacklich überzeugen die hocharomatischen Pilze absolut. Ein paar Maronen, geschmolzene Coctailtomaten und 2 zarte Minipaprika rundeten das Gericht ab.
Ein Päuschen und ein Pläuschchen mit Frau Berg vor dem Dessert. Ernährungsberatung, Koch- und Reisetipps… schade, dass Frau Berg wieder in die Küche musste.
Der Abschluß dann der Bratapfel. Der Apfel fällt hier nicht weit vom Stamm. Der Baum mit dem säuerliche Winterapfel Ontario steht im Ort und Frau Berg hat die Apfeloption. Die Füllung aus selbst gemachtem Marzipan und die leichte Vanille-Kokossoße passten prima.
Irgendwann war es Zeit zum Aufbrechen und auch Feierabend für Frau Berg.
Für uns war dieser Ausflug das definitiv schönste Vorweihnachtserlebnis. Wir kommen auf jeden Fall sehr gerne wieder! Im Sommer muss es herrlich sein hier zu wandern. Im Toepperhof gibt es auch schöne Gästezimmer, bewusst ohne Fernsehen. Nichtraucherhaus. Ab mindestens 2 Übernachtungen kann man sich hier vom Alltag erholen.
Ach ja! Das hätte ich doch fast vergessen ;-) ! Wem ist es aufgefallen? Der Toepperhof ist ein vegetarisches Hotel-Restaurant!
Nichts für "Jedermann", aber das will man auch sicherlich nicht sein. Klare Ansagen auf der Homepage - und wer sich hiermit anfreunden kann, ist sehr gut aufgehoben.
Ein kreatives, frisch zubereitetes und saisonales 4-Gang-Menü für € 23,-- ist ein top Preis-Leistungs-Verhältnis, auch die Getränkepreise mehr als fair.
Die phantasievolle Königin der Kochrezepte schwingt im Toepperhof den Kochlöffel!
… mit diesem handgeschriebenen Satz auf einer Schiefertafel wird der Gast im Toepperhof begrüßt. Darunter gleich der Hinweis, man möge das Handy bitte lautlos stellen. Schön, so beginnt die Entschleunigung sofort.
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich auf den Toepperhof stieß. Aber was ich da so im Internet las, klang einfach hochinteressant. Eine „One-Woman-Show“ wird hier geboten. Köchin und Service vereinigt in einer Person: Frau Berg, die Inhaberin. Sie umsorgt die Gäste (in der Regel maximal 10) mit Hingabe... mehr lesen
Toepperhof - Hotel am Soonwald
Toepperhof - Hotel am Soonwald€-€€€Restaurant, Hotel06761970504Kirchstraße 4, 55471 Tiefenbach (Hunsrück)
5.0 stars -
"Die Königin der Kochrezepte ist die Phantasie…" PetraIO
… mit diesem handgeschriebenen Satz auf einer Schiefertafel wird der Gast im Toepperhof begrüßt. Darunter gleich der Hinweis, man möge das Handy bitte lautlos stellen. Schön, so beginnt die Entschleunigung sofort.
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich auf den Toepperhof stieß. Aber was ich da so im Internet las, klang einfach hochinteressant. Eine „One-Woman-Show“ wird hier geboten. Köchin und Service vereinigt in einer Person: Frau Berg, die Inhaberin. Sie umsorgt die Gäste (in der Regel maximal 10) mit Hingabe
Im Mühlentor war ich vor gut 10 Jahren zum 1. Mal mit meinem Vater. Der Besuch in dem gemütlich-gediegenen und traditionsreichen Haus war mir noch in guter Erinnerung.
Die Geschichte des Hauses geht zurück bis ins Mittelalter. Das Haus ist nach dem Mühlentor benannt – das Hotel-Restaurant gibt es noch, da Tor wurde im Krieg zerstört.
Kritikerfreund Nolux brachte den Namen vor einigen Wochen ins Spiel. Mein zweiter Besuch ergab sich nun zur Mittagszeit, gemeinsam mit meinem Mann.
Das Mühlentor liegt wenige Schritte von der Fußgängerzone entfernt, eigene Parkplätze gibt es meines Wissens nicht. Ein Parkhaus ist in unmittelbarer Nähe.
Außen ziert das Haus Bauernmalerei mit ländlichen Motiven und Sprüchen. So wetzt beispielsweise der Metzger das Messer, der Sau wird die Flucht wohl kaum gelingen. Solche Fassadenmalereien sieht man selten bei uns. Schön, daß es noch erhalten ist.
Die Tagesgerichte stehen außen angeschlagen und eines der Gerichte spricht mich voll und ganz an.
Warum lange suchen und womöglich in einem hektischen Lokal landen? Also rein mit uns!
Innen stelle ich erstaunt fest: Mit gemütlicher Gediegenheit ist hier nix mehr! Es wurde komplett renoviert und saniert. War sicherlich auch nötig. Aber für mich passt es nicht zu diesem Traditionshaus. Zu modern. Dennoch sehr gepflegt. Rot- und Cremetöne, dunkle Sitzgelegenheiten und Tische. Stimmige weihnachtliche Deko.
Das Restaurant ist zur Mittagszeit fast vollständig belegt. Wir sind froh, noch einen der kleinen 2er-Tische zu bekommen. Dieser steht leider mittig im Raum. Dieser wird voll ausgenutzt, das heißt: Die Tische stehen sehr eng. Wohin mit Handtasche und einer kleinen Tüte mit einem Einkauf? Eine Garderobe entdecken wir nicht, so hängen wir die Jacken über die Stühle. Leider auch vom Service kein Hinweis auf Garderobe. Handtasche und Einkauf wird unter dem kleinen Tisch verstaut und wir merken uns, unbedingt die Füße still zu halten. Hier ist definitiv viel zu wenig Platz.
Sofort wird die Mittagskarte gereicht und die Getränkewünsche entgegen genommen. Mehrere Servicekräfte sind im Einsatz, mehr oder weniger aufmerksam, alle freundlich. Die Aufnahme der Gästewünsche erfolgt elektronisch.
Wir wählen:
2 x trockene Weißweinschorle zu € 2,80
2 x eines der Tagesgerichte. Für uns beide: Winterliche Genüsse – Steinpilzravioli mit Maronenschaum zu € 7,40. Dazu ein Beilagensalat zu € 2,50.
Die Mittagskarte bietet eine sehr schöne und abwechselungsreiche Auswahl. Gut bürgerliches findet sich, aber auch moderne interessante Speisen. Ich hätte mehrere Speisen auf Anhieb gefunden.
Ein 3-Gang-Tagesmenü wird zu € 8,90 angeboten. Mit 30-Minuten-Garantie, ein wichtige Aspekt für die Mittagspause Berufstätiger.
Wir hatten an diesem Tag frei und somit Zeit. Unser Essen wurde aber wirklich sofort serviert. Der Beilagensalat, schön und frisch angerichtet, kurz vorher. Eine schöne Mischung frischer Blatt- und Krautsalate, feines leichtes Sahnedressing.
Die Steinpilzravioli überzeugten vollkommen. Im tiefen vorgewärmten Teller serviert, die Portion für ein Mittagessen genau richtig. Der Teig der Ravioli etwas dunkler, hier war nicht nur normales Weizenmehl enthalten. Und ein perfekter Biss! Die Steinpilzfüllung gut, etwas mehr Steinpilzaroma hätte es sein können. Der nussige Maronenschaum passte hervorragend dazu, Schnittlauchröllchen rundeten das Bild ab.
Während des Essens kam ich immer mehr zu dem Schluß, die Ravioli müssen hausgemacht sein. So einen tollen Biss bekommt man nicht mit einem Convenienceprodukt hin?!
Beim Zahlen fragte ich die freundliche Bedienung danach. Die ehrliche Antwort: „Nein, zu dem Preis kriegen wir das nicht hin!“ Da hat sie vollkommen Recht und ich konnte es mir ja auch nicht vorstellen. Gut, dass hier wohl doch größten Wert auf qualitativ hochwertige Produkte gelegt wird.
Fazit:
Dies ist eine gute Adresse und ich würde jederzeit wieder einkehren. Gerne auch, um die Abendkarte in Augenschein zu nehmen. Bei der Reservierung würde ich aber versuchen, einen ruhigeren Platz heraus zu handeln. Die Gemütlichkeit und Ruhe fehlt mir.
Oder noch besser: Besuch im Sommer. Im „Höfchen“ des Mühlentores soll es sehr schön sein.
Im Mühlentor war ich vor gut 10 Jahren zum 1. Mal mit meinem Vater. Der Besuch in dem gemütlich-gediegenen und traditionsreichen Haus war mir noch in guter Erinnerung.
Die Geschichte des Hauses geht zurück bis ins Mittelalter. Das Haus ist nach dem Mühlentor benannt – das Hotel-Restaurant gibt es noch, da Tor wurde im Krieg zerstört.
Kritikerfreund Nolux brachte den Namen vor einigen Wochen ins Spiel. Mein zweiter Besuch ergab sich nun zur Mittagszeit, gemeinsam mit meinem Mann.
Das Mühlentor liegt wenige... mehr lesen
Hotel-Restaurant Mühlentor
Hotel-Restaurant Mühlentor€-€€€Restaurant, Hotel0671838200Mühlenstraße 10, 55543 Bad Kreuznach
4.0 stars -
"Bewährte Gastronomie im Stadtkern" PetraIO
Im Mühlentor war ich vor gut 10 Jahren zum 1. Mal mit meinem Vater. Der Besuch in dem gemütlich-gediegenen und traditionsreichen Haus war mir noch in guter Erinnerung.
Die Geschichte des Hauses geht zurück bis ins Mittelalter. Das Haus ist nach dem Mühlentor benannt – das Hotel-Restaurant gibt es noch, da Tor wurde im Krieg zerstört.
Kritikerfreund Nolux brachte den Namen vor einigen Wochen ins Spiel. Mein zweiter Besuch ergab sich nun zur Mittagszeit, gemeinsam mit meinem Mann.
Das Mühlentor liegt wenige
Geschrieben am 11.12.2015 2015-12-11| Aktualisiert am
12.12.2015
Besucht am 28.11.2015
Es verschlug uns ins Hunsrück, nach Sohren. Sohren liegt nicht weit vom Flughafen Frankfurt/Hahn, dieser ist sicherlich eher ein Begriff. Sicherlich auch, warum sich jeder fragt was der Hunsrück mit Frankfurt am Main zu tun hat… aber dies ist ein anderes Thema. Schöne Natur gibt es hier reichlich, touristisches Wachstum auch.
Einen Besuch in DEM Einzelhandelshaus von Sohren legte ich bewusst auf den späteren Nachmittag, um fließend zum Abendessen überzuleiten. Die Empfehlung der Mitarbeiter des Einzelhandelshauses wies deutlich auf das Restaurant Schinderhannes. Das historische Hotel-Restaurant im Ortskern blickt auf über 60 Jahre Erfahrung zurück – klasse!
Service:
Früh am Abend betraten wir kurz vor 18.00 Uhr das Restaurant. Nett ist es hier, viele Gäste im ehrwürdig silberergrauten Alter sind anwesend und alle so sehr schwarz gekleidet… Ohje!
Trotz zahlreicher Trauergäste wurden wir nett empfangen, am Stammtisch fand sich ein Platz für uns. Ein guter Trick, neue Gäste am Stammtisch zu platzieren! Während sich die anderen Gäste langsam, mit Kranzkuchenpaket für zu Hause, verabschieden werden wir gut betreut.
Ein Mitarbeiter und zwei gestandene Damen kümmern sich um unser Wohl. Die Karten werden gereicht, Getränkewünsche notiert.
Das Haus ist richtig gut besucht. Es geht hier familiär, natürlich und aufmerksam zu. Getränke wurden zügig serviert, die Speisen nach passender Wartezeit.
Aber auch ein bisschen hunsrückerisch-robust, wir haben uns köstlich amüsiert:
Zu meinem Wildgericht bestellte ich mir bei der Chefin ein Glas Rotwein. Da wir die Karte nicht mehr hatten, sagte ich ihr, sie soll mir einfach einen kräftigen trockenen Roten aussuchen. Der junge Mitarbeiter reichte mir kurz darauf das Glas und ich fragte: „Was bringen sie mir denn hier Feines?“ Ganz andächtig kam die Antwort: „Einen ROTWEIN“. Wer hätte dies gedacht? Ich glotzte sicherlich reichlich dämlich, denn ich wartete auf weitere Info. Als nichts kam meine Frage nach der Rebsorte. Antwort: „Das ist ein ganz toller Wein. Ich glaube Dornfelder ist drin. Ich schau mal nach.“ Er ging zur Theke, schaute nach und behielt die Antwort für sich. Nicht schlimm, ist irgendwie untergegangen.
Speisen und Getränke:
Die Speisekarte (deutsch und englisch) gefällt uns richtig gut. Gut sortiert, hier wird jeder fündig. Regionale Gerichte und Wildgerichte fallen mir besonders auf. Bodenständige Klassiker fehlen auch nicht. Sehr gut: Auch beim Einkauf setzt man hier auf regionale Zutaten. Saisonales wird als Tagesempfehlung angeboten.
Wir wählen:
1 Flasche Mineralwasser, 0,75, € 4,80
Riesling trocken, 0,2 l, € 3,50
Rotwein „Punkt Landung“, 0,2 l, € 4,80.
Der Wein ließ sich sogar googlen. Ergebnis der Homepage Weingut Schauß, Monzingen (Nahe):“ PUNKT-LANDUNG | trocken | Hier ist der Name Programm. Eine Rotweincuveé aus Dornfelder und Domina, die eine perfekte Balance besitzt. Kräftig aber nicht zu schwer.“ Er hat mir vorzüglich geschmeckt!
Für mich: Rosa gebratener Hirschrücken an Pfifferlingen in Rahm, hausgemachte Spätzle, Preiselbeeren und Rahmwirsing € 28,00
Für meinen allerliebsten Begleiter: Salmfilet vom Grill auf Pestonudeln und Hummersauce, bunter Salatteller € 18,50
Es wird uns ein Gruß aus der Küche serviert. Eine rote Pestobutter und ein Frischkäse mit Röstzwiebeln (dachte zuerst es sei das obligatorische Schmalz), dazu frisches Baguette und knackige Radieschenscheiben. Beide Aufstriche klasse, die Kombination Frischkäse mit Röstzwiebeln hat allerdings gewonnen.
Unsere Beilagensalate werden, wie gewünscht, vorab serviert. Frisch und nett angerichtet, ein ganz besonders fein abgeschmecktes Dressing. Beim Weißkrautsalat meine ich eine leichte Currynote geschmeckt zu haben.
Unsere Speisen werden schön angerichtet serviert und es gibt auf den Tellern mehr als angekündigt zu entdecken.
Der Hirschrücken kräftig angebraten, innen rosa und saftig, auf den Punkt. Die Pfifferlinge im Rahm dazu, auch hier bekomme ich noch einen Nachschlag in der Sauciere. Der Wirsing, mit ein paar Farbtupfern aus Karottenraspeln. Leider, leider mit Speck zubereitet. Mein einziger Kritikpunkt, auch bei Nachfrage „hat es geschmeckt?“ durch den Servicemitarbeiter. Antwort: „Ja, das ist so im Hunsrück“. Da hat er sicherlich Recht. Ich muss mir hier einfach angewöhnen bei der Bestellung zu fragen. Für mich war es schade um den Wirsing, denn schmecken tut es nur nach Speck. Die hausgemachten und perfekten Spätzle werden reichlich im separaten Schälchen gereicht. Die Preiselbeeren in der Birnenhälfte und als Überraschung ein kleiner Bratapfel mit etwas Marzipan-Nussfüllung. Die Süße gefällt diesem Wildgericht sehr gut.
Das Lachsgericht gefällt auch, besonders geschmacklich. Der Fisch saftig gegart, feine Linguine mit Pesto. Hummersauce, Dill, Coctailtomate, Zitrone und frische Sprossen. Das hätte gereicht.
Der Lachs wurde auf der Haut gebraten – gut. Dann aber zum Anrichten die Haut vom Lachs getrennt und daneben angerichtet? Das sieht nicht so schön aus, die (natürlichen) Transtellen des Lachses sind vordergründig sichtbar. Die Karambolen- / Sternfruchtscheibe rettet nicht. Den Geschmack kann sie nicht retten, braucht sie auch nicht. Das Gericht schmeckt ausgesprochen gut! Karambolen überleben wohl nur aufgrund ihrer Sternform – Geschmackloseres gibt es selten auf Tellern, hier kann man sparen. Die Pasta schön al dente, die Sauce passt.
Ambiente und Sauberkeit:
Ein Landgasthaus das dies geschmackvoll in der Einrichtung und Dekoration umsetzt. Nicht wenig, aber auch keinesfalls überladen. Die Weihnachtsdeko rundet gelungen ab.
Die Tische sind sauber und schön eingedeckt. Eine frische Rose im Glas arrangiert. Windlicht, gestärkte Tischdecke.
Auf dem Weg zum gepflegten WC treppauf entdecke ich den geräumigen Festsaal, die „Schinderhanneshöhle“. Diese ist für eine Weihnachtsfeier liebevoll und festlich eingedeckt.
Fazit: Wohlfühlen – gut essen und satt werden – hierher kommen wir gerne wieder und geben die örtliche Empfehlung somit weiter! Und hierher kommen wir auch gerne wieder.
Es verschlug uns ins Hunsrück, nach Sohren. Sohren liegt nicht weit vom Flughafen Frankfurt/Hahn, dieser ist sicherlich eher ein Begriff. Sicherlich auch, warum sich jeder fragt was der Hunsrück mit Frankfurt am Main zu tun hat… aber dies ist ein anderes Thema. Schöne Natur gibt es hier reichlich, touristisches Wachstum auch.
Einen Besuch in DEM Einzelhandelshaus von Sohren legte ich bewusst auf den späteren Nachmittag, um fließend zum Abendessen überzuleiten. Die Empfehlung der Mitarbeiter des Einzelhandelshauses wies deutlich auf das Restaurant... mehr lesen
Hotel Schinderhannes
Hotel Schinderhannes€-€€€Restaurant, Hotel065432018Schloss-Straße 3, 55487 Sohren
4.0 stars -
"Eine Empfehlung vor Ort ist ein guter Treffer!" PetraIOEs verschlug uns ins Hunsrück, nach Sohren. Sohren liegt nicht weit vom Flughafen Frankfurt/Hahn, dieser ist sicherlich eher ein Begriff. Sicherlich auch, warum sich jeder fragt was der Hunsrück mit Frankfurt am Main zu tun hat… aber dies ist ein anderes Thema. Schöne Natur gibt es hier reichlich, touristisches Wachstum auch.
Einen Besuch in DEM Einzelhandelshaus von Sohren legte ich bewusst auf den späteren Nachmittag, um fließend zum Abendessen überzuleiten. Die Empfehlung der Mitarbeiter des Einzelhandelshauses wies deutlich auf das Restaurant
Geschrieben am 06.12.2015 2015-12-06| Aktualisiert am
07.12.2015
Besucht am 25.11.2015
Nach einem abendlichen Termin im Stadtteil Idar wollten wir kurzentschlossen schnell was essen.
Eine Kollegin sagte mir, im ASIA BISTRO, könne man gut essen.
Am Rande der Fußgängerzone gelegen betritt man das Bistro über ein paar Stufen. So ansprechend wirkt es nicht, aber da darf man sich bei Asiaten nicht unbedingt beirren lassen.
Wir betraten das Restaurant. 2 Gäste aßen bereits, Wirtin hinter der Theke beachtete uns nicht, der Koch werkelte in der offenen Küche.
Wir nahmen Platz und ließen die Blicke schweifen…
Ambiete + Sauberkeit:
Der Begriff „Ambiente“ ist hier fehl am Platze. Eigentlich wäre nun der Zeitpunkt gewesen, den geordneten Rückzug anzutreten. Aber darf man das einfach so bringen? Nächstes Mal werde ich einen dringenden Anruf vorschützen um abzuhauen, die Idee kam mir aber zu spät.
Es ist sehr kühl im Bistro, trotz milder Außentemperaturen. Die Heizung warm, aber einfach verglaste Fenster machen das Heizen sicherlich zur finanziellen Herausforderung.
Der Holztisch sauber gewischt. Einfachstes Besteck in dünne Servietten eingewickelt liegt auf einem Teller gestapelt bereit. Viel mehr Besteck als Sitzplätze am Tisch. Sojasauce, Sambal oelek , Salz und Pfeffer stehen auch bereit. Die Speise-Faltkarten sind schon deutlich abgenutzt.
Die Wände sind vermackt, schmuddelige Rollladengute hängen aus ihrer Führung. Die Eingangstüre wurde in Griffhöhe wohl schon sehr lange nicht abgerieben, sie ist schwarz. Die Kunstobjekte an den Wänden? Nun, über Kunst soll man nicht streiten. Die Toiletten habe ich bewusst nicht aufgesucht. Statt Händewaschen tut es ein Hygienetuch aus der Handtasche. Was bin ich auch so pingelig!
Service:
Man sollte gleich auf Selbstbedienung umschwenken, dann hätte die Wirtin hinter der Theke mit Sichtschutz mehr Zeit sich wichtigeren Dingen (Handy?) zu widmen. Ihr Blick stets regungslos schräg nach unten gerichtet.
Als wir die Karten schon einige Zeit zu Seite gelegt haben, kommt sie um nach unseren Wünschen zu fragen. Ich fragte nach einer kleinen Portion gebratenen Gemüsereis extra. Dies war nicht möglich (obwohl mein Mann genau dies als Hauptgang wählte, also einfach nur etwas mehr ins Wok).
Nur Tausch Gemüsereis statt normaler Reis geht zum Aufpreis von € 1,50. Vielleicht haben wir uns hier auch sprachlich einfach nicht verstanden.
3 junge Männer nehmen wenig später Platz. Ein Gast aus dieser Runde sucht sich scheinbar ein als scharf gekennzeichnetes Gericht aus und fragt, ob er dies nicht scharf haben könne. Nein, geht nicht.
Zum Zahlen machen wir uns in dem überschaubaren Raum durch Winken bemerkbar. Die Wirtin kommt mit Bon, legt in vor und gibt das Wechselgeld zurück. Tschüß!
Wir gehen und unser benutztes Geschirr steht immer noch am Tisch.
Speisen und Getränke:
1 kleines Bier, 0,2 l zu € 1,50
1 Mineralwasser, 0,2 l ebenfalls € 1,50
1 gemischter Salat zu € 3,00 Gebratener Reis mit Gemüse für meinen Mann zu € 4,50
Ich wähle aus der Rubrik „Spezialitäten des Hauses“ den Meeresfrüchte-Teller mit Garnelen, Seelachsfilet, Tintenfisch mit Gemüse und Kokosmilch (scharf) zu € 7,50.
Die Speisen werden wortlos serviert.
Der Salat mit frischen, recht grob geschnittenen Zutaten und Fertigdressing. Der Mais kam nicht ganz so frisch aus der Dose.
Der gebratene Gemüsereis wie man ihn kennt, für den Preis absolut in Ordnung
Mein Meeresfrüchteteller überschaubar. Viel Soße, der Reis mit auf dem Teller. Scharf fand ich das Gericht nicht, das Sambal vom Tisch wollte ich aber nicht benutzen. Irgend ein Trockenkraut, vermutlich Zitronengras, empfand ich unangenehm strohig im Mund. Und es fand sich auch noch später immer wieder im Mund. Geschmacklich aber ok.
Die Speisen kühlten sehr schnell ab, die Teller (Dekor „Balsamico“ im Porzellan eingebrannt) waren so kalt wie die Fenster.
Fazit:
Es gibt in Idar-Oberstein wenige Meter entfernt eine deutlich bessere, freundlichere und gepflegtere Alternative. Selbst schuld, wer nicht rechtzeitig die Örtlichkeit wechselt. Unser Bleiben wurde aber dadurch belohnt, dass uns das Essen zum Glück gut bekommen ist.
Nach einem abendlichen Termin im Stadtteil Idar wollten wir kurzentschlossen schnell was essen.
Eine Kollegin sagte mir, im ASIA BISTRO, könne man gut essen.
Am Rande der Fußgängerzone gelegen betritt man das Bistro über ein paar Stufen. So ansprechend wirkt es nicht, aber da darf man sich bei Asiaten nicht unbedingt beirren lassen.
Wir betraten das Restaurant. 2 Gäste aßen bereits, Wirtin hinter der Theke beachtete uns nicht, der Koch werkelte in der offenen Küche.
Wir nahmen Platz und ließen die... mehr lesen
Asia Bistro
Asia Bistro€-€€€Schnellrestaurant, Take Away067814587527Bismarckstraße 2, 55743 Idar-Oberstein
2.0 stars -
"Ein Besuch ist ausreichend." PetraIONach einem abendlichen Termin im Stadtteil Idar wollten wir kurzentschlossen schnell was essen.
Eine Kollegin sagte mir, im ASIA BISTRO, könne man gut essen.
Am Rande der Fußgängerzone gelegen betritt man das Bistro über ein paar Stufen. So ansprechend wirkt es nicht, aber da darf man sich bei Asiaten nicht unbedingt beirren lassen.
Wir betraten das Restaurant. 2 Gäste aßen bereits, Wirtin hinter der Theke beachtete uns nicht, der Koch werkelte in der offenen Küche.
Wir nahmen Platz und ließen die
Geschrieben am 03.12.2015 2015-12-03| Aktualisiert am
09.03.2017
Besucht am 20.11.2015Besuchszeit: Abendessen 5 Personen
Zur Weihnachtszeit:
Eine Geschichte ist Pflicht bei dieser Rezension, sorry – aber es wird umfangreich!
Der „Pferdestall“ in Einöllen ist bei uns in der Westpfalz eine besondere Nummer. Eine der größten deutschen BIO-Rinderzuchten. 700 Hektar – 700 Rinder.
Als Reiterin hatte ich die Anfänge des Pferdestalles in meinem Wahlheimatgebiet natürlich ganz besonders im Auge. Die Reiterinnen samt PS fanden sich schnell im Pferdestall ein und meine Rede bewahrheitet sich: „Mehr als 3 Frauen an 1 Platz und der Krieg bricht aus“. Auch in Einöllen. Ich sollte Recht behalten (böse Zungen behaupten allerdings, die Rinderzucht sei von Anfang an das Ziel gewesen).
So wohnen nun die Bullen in geräumigen Pferdeboxen mit vergoldeten Zierknöpfen! Wer es nicht glaubt: Auf der ARD-Mediathek http://www.ardmediathek.de/goto/tv/31533246 ist ein höchst interssanter 30-Minuten-Bericht zu sehen. Oder hinfahren. Weiden soweit das Auge reicht.
Der Öko-Rancher und Millionär Hans-Peter Schad, 73 Jahre, hat hier wirklich was geschaffen! Mein voller Respekt. Zumal ich ihn telefonisch vor einigen Jahren beruflich positiv erleben durfte. Er denkt in die Zukunft (Solaranlagen, Wasserspeicher, Geld muß leben... )! Nicht zu vergessen: Frau Schad an seiner Seite!
Seine Stationen: Mannheim – Florida – jetzt die Westpfalz. Es scheint zu passen.
Einöllen – wer kennt es? Google wird viel Natur zeigen – ein Großteil Land des Herrn Schad. Viel Arbeit steckt dahinter, Arbeitsplätze wurden geschaffen. Ich bin froh: Es gibt in Privathaltung auf dem Riesenhof noch einige Pferde – die darf ich besuchen.
Nun zum Thema:
Essen war ich hier in den vergangenen Jahren schon ein paar Mal – immer zufrieden. Mit gehbehindertem Vater war es ein Ziel, da alles ebenerdig ist. Die vegetarische Pizza war immer klasse! Womit ich überleiten kann:
Aus mehreren Gründen tendiert mein Fleischkonsum gen 0,00. Ab und zu mal Wild. Alles andere? Ich erinnere mich gar nicht, wann ich Fleisch (Rind, Schwein, Geflügel) gegessen habe.Ich springe über meinen Schatten in den Pferdestall!
Die erste frühe Weihnachtsfeier mit der Abteilung. Die Kollegen wissen: Ich esse (selten bis nie) Fleisch. Vegetarierin bin ich nicht, Fisch liebe ich.
Wir suchen den Pferdestall aus und meine Kollegin und ich hecken den Plan aus: Die 3 Männer bestellen zuerst, dann das „schwache“ Geschlecht! Die Rechnung geht voll auf!
Wie geplant, bin ich die Erste auf dem Anwesen. Kurzer Check im Dunkeln: Rinder stehen in Offenställen mit Überdachung. Die Rinderbürstenmassagen kreisen grünlich. Um die Ställe Weiden soweit das Auge reicht.
OK, kein Rind geht freiwillig zum Schlachter, aber hiermit kann ich leben.
Die Pferde kurz begrüßt (die kommen hier nicht auf den Teller) begebe ich mich als 1. von 5 Personen in den „Saloon“. Der ist für mein Empfinden authentisch gestaltet, aber nicht mein Ding. Das ist Sache des Herrn Schad, er hat es so gewollt. Dennoch: Stimmig. Die Küche ist von der Restaurantseite einsehbar.
Unser Tisch in einer Nische ist gemütlich mit umlaufender Holzbank. Herbstlich dekoriert und für uns schon eingedeckt.
Bis zum Entrudeln meiner Kollegen werde ich von den Servicemitarbeitern gut betreut.
Ein Mineralwasser vorweg. 0,4 l zu € 2,80. Und die Karte zum Schmökern.
Trotz Rinderzucht ist hier an alle Gäste gedacht. Es findet sich auf der gut sortierten Karte Fisch und Vegetarisches. Auch die Tagesempfehlung: Verlockend!
Die Restaurantleitung und Beteiligung steht unter dem jungen Herrn Brusius aus der Obersteiner Region. Er hat dafür gesorgt, dass hier im Restaurant ein offener Buchenholz-Schwenkgrill installiert wird. Herr Brusius gibt Vollgas.
Die Herren bestellen zuerst. 2 x Burger („all you can eat“ freitags zu € 14,90 mit Wahlbeilage und Getränk) und 1 x Roastbeef Chef zu € 17,90 mit Beilagen vom offenen Buchenholzgrill nach Obersteiner Art.
Dann die Hexen: 2 x 550 gr. Roastbeef (bedingt durch den Knochen am Fleisch), dry age, medium rare. Mit Pommes und Salat vorweg.
Könnt Ihr Euch die Blicke der Männer vorstellen? Die dachten: Sch….!
Den Hexen wurde das rohe Fleisch vor der Zubereitung auf der Servierplatte präsentiert, die Herren schauten mit großen Augen.
Dann wurde das erste Amuse wurde nett angerichtet auf einem Teller serviert. Der Pferdestall ist ein Restaurant bei dem ich überhaupt nicht damit gerechnet hätte. Hausgemachte Bratwursthäppchen am Holzspieß, dazu frisches Baguette.
Erklärung: Bratwurst gibt es bei uns auch in kalter Form sprich: Nicht gebraten im Darm sondern kalt-gegart als Aufschnitt. Meine Begleiter waren begeistert. Ich enthielt mich.
2. Gruß für die Mädels: Hausgemachtes Griebenschmalz – 2 satte Töpfe mit reichlich frischem Baguette. Die Schmalzschälchen und das Brot in die Mitte gestellt. Es reicht locker für alle, ich beschränke mich sowieso auf eine Scheibe Brot. Das Schmalz kam mehr als gut an.
Nach kleiner Pause werden unsere appetitlichen Beilagensalate gereicht. Klassische Sortierung der Rohkost, das Weißkraut mit etwas Curry? Feines Dressing, nicht erschlagen und nicht abgesoffen. Wir nicken zufrieden.
Dann die Hauptspeisen. Ein an unserem Tisch neuer Mitarbeiter serviert die 2 Riesensteaks, schaut in die 3er-Männerrunde „Wem darf ich das Dry-Age-Steak servieren?“. Wir Mädels grinsen und heben den Finger. Der Mitarbeiter ertappt und überrumpelt – wir haben Spaß!
Sofort erhalten auch die Herren ihr Essen und wir können gemeinsam geniessen.
Unser Steak auf einer gepflegten Holzplatte mit silberner „Rindereinfassung“ (s. Foto) serviert. Dazu Kräuterbutter, eine rote Salsa und Kräuterquark, knusprige Pommes.
DAS FLEISCH! Auszug aus der Speisekarte:
Wie haben es die besten Steakhäuser der Welt in New York, Chicago, Hamburg oder
Stuttgart geschafft, Steaks in dieser außergewöhnlichen Qualität zuzubereiten? Das
Geheimnis ist gelüftet:
"DRY AGING" (TROCKENREIFUNG) in einer speziellen Reifekammer und ein speziell
entwickelter STEAK GRILL,der mit Schockhitze von bis zu 800° arbeitet, sind die
Voraussetzungen für diesen Genuss.
Wir beim Pferdestall haben in diese Technik investiert und lassen bestes Rindfleisch am kompletten Knochenstrang bei geringer Temperatur und genau überwachter
gleichbleibender Luftfeuchtigkeit ca. 4- 6 Wochen in unserem neuen Reifeschrank reifen.
Dadurch erhält das Fleisch einen besonderen Geschmack, ebenso eine sehr zarte
Konsistenz im gegarten Zustand.
Danach wird das Steak einer Schockhitze von ca. 650-800° ausgesetzt. Dabei werden die
Poren des Fleisches sofort geschlossen und der Fleischsaft bleibt da wo er sein soll, im
Steak und nicht in der Pfanne. Es erhält dadurch eine feine Karamellnote.
Das Fleisch hat einen angenehmen und ungewöhnlich guten kräftigen Geschmack. Auch die „Karamellnote“ kommt an. Es schmeckt so natürlich gut, etwas Kräuterbutter nehme ich, aber auch die braucht man nicht. Die 2 anderen Schälchen lasse ich unangetastet. So gutes Fleisch esse ich dann nach Jahren mal pur. Selbst der Fettrand mag mancher Gast entfernen… nein, es gehört dazu. Ich genieße wirklich, die Pommes im Extraschälchen sind sehr gut und knusprig. Alles wurde heiß serviert. Die Hexen werden zu Genießerinnen, die Herren sind unterdrückt neidisch aber auch zufrieden.
Aber ich muß zugeben: Das servierte Rumpsteak meines Kollegen, welches auf dem Buchenholzfeuer gegart wurde, war bestimmt gleichwertig. Zart und ohne Knochen, preislich sicherlich günstiger bei relativ gleichem Fleischanteil (leider ohne Foto).
Der Preis interessiert Euch? Die Hexen investieren voll: € 36,70 für das Dry-Age-Paket. Abgerechnet wird nach Fleischgewicht.Gerne gezahlt – weil mit Genuss und Überzeugung gegessen, das „Drumherum“ passte auch. Dazu 1 alkoholfreies Kirner Pils zu € 2,20.
Die Burger auch fast ohne Tadel. Das Fleisch hätte laut meinem Kollegen etwas saftiger sein können… aber das Gericht kann ich hier nicht bewerten. Jedenfalls so reichhaltig: Ein 2. Burger wurde nicht geordert.
Gut gesättigt, nette Gespräche mit den Kollegen, 4 von 5 Kollegen komplett alkoholfei. Der 5. nur 1 "richtiges" Bier. Der Abend zog sich nicht in die Länge.
Unter den beiden genießerischen Hexen gibt es 1 Süßmaul (nicht ich). Hier kommen wir zum weiteren cleveren Idee: Nach meiner Erinnerung wird kein Dessert angeboten. Aber: Es gibt eine Eistruhe mit großzügiger Auswahl an hausgemachtem Eis. Dies bestellt man an der Truhe und zahlt auch dort. Meine Kollegin nahm mein Interesse für Sanddorn-Joghurt-Eis wahr. Die Männerrunde zierte sich, wir schlemmten je 1 Bällchen Eis in der Waffel. Das geht immer. Ich weiß nicht, was 1 Bällchen kostet (sicherlich angemessen). Meine Kollegin hat mich zum Eis eingeladen. Die Sanddornkreation war gut, ich meine aber, Mango oder Maracuja zusätzlich geschmeckt zu haben.
Vielleicht liest ja der Pferdestall die Kritik und klärt auf!
Abschließend zum Service, sonst kommt der zu kurz:
Am Service wird nicht gespart. 4 unterschiedliche Mitarbeiter kümmerten sich um unser Wohl. Alle sehr freundlich, unkompliziert , aufmerksam. Weder die Frage nach weiteren Getränken, noch nach der Zufriedenheit oder Espresso hinterher blieb aus.
Übrigens: Mittwochs ist hier „Rentnerschubsen“ angesagt. DER Tanzabend. Das Einzugsgebiet und die Zahl der Gäste muss enorm sein, ein voller Parkplatz mit regional übergreifenden Autokennzeichen. Motto des Herrn Schad „Gib den Gästen was sie wollen!“ Glückwunsch!
Sauberkeit: Alles bis zu den Toiletten tadellos.
Und abschließend noch was:
Einöllen liegt am Ars… der Welt! Um 18.30 h war das große Restaurant sehr gut besucht. Das muss man hier erst mal schaffen. Hier war ich nicht zum ersten und nicht zum letzten Ma(h)l.
Auf der Heimfahrt nahm ich noch eine kurze Strecke einen Kollegen in meine wirkliche Heimat mit:
Lauterecken, nicht Düsseldorf meine Geburtsstadt.
Er sagte während der Fahrt: „Als dein Teller kam, dachte ich: DAS SCHAFFT DIE NIE!“ Hä, Hä!
Zur Weihnachtszeit:
Eine Geschichte ist Pflicht bei dieser Rezension, sorry – aber es wird umfangreich!
Der „Pferdestall“ in Einöllen ist bei uns in der Westpfalz eine besondere Nummer. Eine der größten deutschen BIO-Rinderzuchten. 700 Hektar – 700 Rinder.
Als Reiterin hatte ich die Anfänge des Pferdestalles in meinem Wahlheimatgebiet natürlich ganz besonders im Auge. Die Reiterinnen samt PS fanden sich schnell im Pferdestall ein und meine Rede bewahrheitet sich: „Mehr als 3 Frauen an 1 Platz und der Krieg bricht aus“. Auch... mehr lesen
4.5 stars -
"PetraIOs Fleischeslust beim Herrn der Rinder" PetraIOZur Weihnachtszeit:
Eine Geschichte ist Pflicht bei dieser Rezension, sorry – aber es wird umfangreich!
Der „Pferdestall“ in Einöllen ist bei uns in der Westpfalz eine besondere Nummer. Eine der größten deutschen BIO-Rinderzuchten. 700 Hektar – 700 Rinder.
Als Reiterin hatte ich die Anfänge des Pferdestalles in meinem Wahlheimatgebiet natürlich ganz besonders im Auge. Die Reiterinnen samt PS fanden sich schnell im Pferdestall ein und meine Rede bewahrheitet sich: „Mehr als 3 Frauen an 1 Platz und der Krieg bricht aus“. Auch
IKEA eröffnete dieses Jahr sein Haus in Kaiserslautern. Und ich stellte fest, dass diese Eröffnung von der hiesigen Bevölkerung mit Spannung erwartet wurde. Folge: Verkehrschaos an den Eröffnungstagen rund um den Opel-Kreisel.
Wir warteten, bis sich der Ansturm legte und fanden einen Montag gut geeignet um sich an IKEA ranzutasten.
Wir merkten schnell: IKEAaner werden wir nicht – weder materiell noch kulinarisch.
Wir wagten uns zur Mittagszeit in die Selbstbedienungszone. "Restaurant und Café" steht auf dem Schild. Für mich ist es eine Raststätte oder ein Imbiss.
Zum „Service“ kann man nicht viel sagen. Die Mitarbeiterin an der Ausgabe der warmen Speisen war nicht sonderlich an der Kundschaft interessiert, die Kassiererin freundlich.
Appetitlich aussehende Speisen warteten abgedeckt in der Kühlung auf ihren Verzehr.
Wir nehmen uns 2 Schälchen mit Salat und Shrimps. Dekoriert mit Dill und Zitronenspalte. „Starter Shrimps“ zu € 1,99.
Dazu 2 leere Wassergläser zu € 1,00. Diese könne man sich, so oft man will, mit Softdrinks füllen. Die gekühlten und gesüßten Softdrinks in den Flaschen sagen uns so gar nicht zu.
Weiter ging es zur Theke mit den warmen Speisen. Das angebotene Lachsfilet schaut schon traurig und trocken durch die Glasabtrennung . Das lassen wir dann mal.
1 x Tortelloni mit knackigem Gemüse zu € 5,95 für meinen Mann
und 1 x Gemüsebällchen mit Naturjoghurt und Winterquinoa zu € 3,99 für mich.
Die Mitarbeiterin füllt die Teller mit wenig Hingabe.
Weiter zur Kasse. An einem Montag ist hier wirklich nicht viel los, aber 2 Personen sind vor uns. Da wird dann erst mal alles auf dem Tablett der Gäste in die Kasse getippt und abgerechnet.
Nach dem Zahlen geht es dann an die Zapfanlagen für Salatdressing und Mineralwasser, dann an einen freien Tisch.
Guten Appetit – das Essen ist inzwischen kalt. Wir essen dann also zuerst unser gerade noch lauwarmes Essen und den Salat hinterher.
Die Tortelloni mit Riccottafüllung (auf Nachfrage an der Theke, da nicht beschrieben) sind eine gute Portion und ok. Knackig sind Romanesco und die Zucchini nicht mehr. Coctailtomaten natürlich sowieso nicht mehr. Geschmacklich ok.
Meine 9 ½ Gemüsebällchen sind nicht schlecht. Quinoa mag ich sehr gerne, der geht auf jeden Fall besser. Winterquinoa? 2 Bohnenstängchen und 3 Rosenkohl sind irgendwie dazu geraten, war das der Winter? Ob die lila Färbung von violetten Kartoffeln kam, kann ich nicht genau sagen. Auf den Naturjoghurt verzichte ich weitestgehend. 1. Geschmacksneutral, 2. war das Essen schon kalt genug.
Der Salat hat seit der Zubereitung schon etwas Spannkraft verloren, die Krabben etwas wässrig, das gewählte Dressing ok.
Ambiente:
Modern – schlicht – kühl – sauber und gepflegt / pflegeleicht.
Fazit:
Nix für uns. Preis-Leistung kann man nicht meckern. Aber nächstes Mal unterstützen wir lieber die Gastronomie, die noch Service mit Servieren in Kaiserslautern bietet.
IKEA eröffnete dieses Jahr sein Haus in Kaiserslautern. Und ich stellte fest, dass diese Eröffnung von der hiesigen Bevölkerung mit Spannung erwartet wurde. Folge: Verkehrschaos an den Eröffnungstagen rund um den Opel-Kreisel.
Wir warteten, bis sich der Ansturm legte und fanden einen Montag gut geeignet um sich an IKEA ranzutasten.
Wir merkten schnell: IKEAaner werden wir nicht – weder materiell noch kulinarisch.
Wir wagten uns zur Mittagszeit in die Selbstbedienungszone. "Restaurant und Café" steht auf dem Schild. Für mich ist es eine... mehr lesen
2.5 stars -
"Günstige Preise - aber nicht unser Ding!" PetraIO
IKEA eröffnete dieses Jahr sein Haus in Kaiserslautern. Und ich stellte fest, dass diese Eröffnung von der hiesigen Bevölkerung mit Spannung erwartet wurde. Folge: Verkehrschaos an den Eröffnungstagen rund um den Opel-Kreisel.
Wir warteten, bis sich der Ansturm legte und fanden einen Montag gut geeignet um sich an IKEA ranzutasten.
Wir merkten schnell: IKEAaner werden wir nicht – weder materiell noch kulinarisch.
Wir wagten uns zur Mittagszeit in die Selbstbedienungszone. "Restaurant und Café" steht auf dem Schild. Für mich ist es eine
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Kritikerfreund Saarschmecker hat in seiner vorangegangen Kritik schon Einiges über das schöne Örtchen zusammengefasst. Beliebt ist es insbesondere bei Wanderern (Mittelalterpfad und Saar-Hunsrück-Steig), der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ebenfalls eine Bereicherung.
Parken kann man nicht vor der Scheune. Es gibt im Ort einige öffentliche Parkplätze und der Spaziergang durch den Ort mit seinen schönen restaurierten Fachwerkhäusern lohnt sich ohnehin.
Die Zehntscheune im Ortskern ist für uns immer einen Besuch wert, wenn man einen Platz bekommt. Reservieren ist kein Fehler. Hier ist immer was los und die Zehntscheune ist durchgehend geöffnet. Im Winter geht es deutlich beschaulicher zu, da gönnt sich das Team eine Ruhepause und es ist nur von freitags – sonntags geöffnet.
Glück für uns. Hungrig kamen wir von einem Ausflug in den Hunsrück um 15.30 Uhr in Herrstein an. Beste Kaffeezeit und die Zehntscheune ist bekannt für ihre hausgemachten Kuchen und Torten. Da das Mittagessen ausgefallen war, gelüstete es uns allerdings deutlich nach üppiger Grundversorgung.
Service:
Der Serviceeinsatz ist hier sicherlich gut zu kalkulieren, denn es ist immer was los. Es ist auch durchaus üblich, sich an einen Tisch dazu zu setzen wenn es eng wird.
Die Mädels begrüßten uns gewohnt freundlich. Unten waren schon alle Tische besetzt, aber auf der Empore war noch Platz. Eine Gesellschaft hatte gerade den Tisch verlassen und war zum fröhlichen Beisammensein ins Kaminzimmer umgezogen. Hier prasselte das Feuer.
Platz genommen, Karten wurden gereicht, Getränke aufgenommen. Serviert wurde nach angenehmer Wartezeit. Der Hund am Nebentisch bekommt unaufgefordert seinen Wassernapf.
Die Damen im Service sind immer nett, aufmerksam und unkompliziert. Sicherlich keine geschulten Kräfte, das ist hier aber nicht nötig. Es passt alles zum rustikalen Haus.
Speisen und Getränke:
Die trockene Weißweinschorle für uns zu je € 2,20, gut gekühlt im 0,2 Glas.
Die Speisekarte beibt der deftigen Hunsrücker Kost treu, dennoch findet jeder was. Die Speisen erlauben eine gut durchdachte Bevorratung. So sind die wesentlichen Bestandteile der Beilagen: Hausgebackenes Brot (sehr fein, kann bei ausreichender Verfügbarkeit auch als Laib gekauft werden), Kartoffelklöße und Sauerkraut.
Kuchen und Torten sucht man sich selbst nach Tagesangebot in der Kühlvitrine aus. Hier steckt die ganze Leidenschaft der Chefin Krista Schneider drin. So hat sich Frau Schneider auch ihr eigenes Kapitel im Buch „Weiberwirtschaften in Rheinland-Pfalz“ erarbeitet.
Im Sommer und auf Vorbestellung wird selbstverständlich auch der Original Idar-Obersteiner Schwenkbraten angeboten, gebraten über dem Buchenfeuer.
Die geräucherte Forelle hatte ich bei vergangenen Besuchen, auch die vegetarische Kartoffelsuppe. Alles gut, wobei ich Kritikerfreund Saarschmecker zustimme: Die Kartoffelsuppe würde mir in einer groberen Variante besser gefallen, sie ist sehr feinsämig, geschmacklich sehr gut.
Mein Mann entschied sich für die Seniorenportion der absoluten Spezialität:
Oma´s gefüllter Kartoffelkloß mit Speckrahmsoße und Apfelmus zu € 6,00.
Die Rentnerportion aus gutem Grund: Die „normale“ Portion besteht aus 2 Klößen, Durchmesser ca. 18 cm. Dies schafft kaum ein Gast. Sonderwunsch „ohne Speck“ war kein Problem.
Und ich? Dies wird meine erste Kritik mit Schweinefleisch denn hier bin ich schwach geworden. In der Zehntscheune gibt es den besten Saumagen im ganzen Umkreis! Ich könnte natürlich auch behaupten, ich hätte mich für die GastroGuide-Freunde geopfert. Damit ihr mal was anderes als Vegetarisches, Fisch und Wild von mir zu Lesen bekommt :-)
Spätestens seit Altkanzlers Helmut Kohls Vorliebe für dieses Gericht ist es sicherlich bundesweit bekannt.
Auf der Karte heißt es: Hunsrücker Saumagen mit Sauerkraut und Brot zu € 8,00. Ich dachte im Moment nicht daran, dass das Brot hier hausgemacht und hervorragend ist und fragte, ob ich als Beilage Kartoffelklöße haben könne. Auch kein Problem, statt € 8,00 wurden dann € 9,00 abgerechnet, sehr fair (beim Italiener kostet extra Knoblauch schon zwischen € 0,50 - € 1,00).
Unsere Speisen wurden dampfend heiß auf der Empore serviert. Portionen zum Knüppelsattwerden!
Der große Kloß mit würziger Fleischfüllung. Aus der Sahnesoße war der Speck heraus gesiebt worden (so auch vom Service angeboten). Überraschenderweise schmeckte die Sahnesoße auch nicht speckig, schön. Ein tolles regionales Gericht, das Apfelmus passt sehr gut dazu.
Der Saumagen vom heimischen Metzger überzeugte mich (nach jahrelanger Abstinenz) wieder absolut. Meist wird der Saumagen im Darm angeboten, hier füllt die Metzgerei Leysser speziell für die Zehntscheune einen Schweinemagen. Die herzhafte Füllung aus Brät, Fleischstücken, Kartoffeln, Kartotten und Gewürzen ist absolut stimmig. 2 Scheiben (auf dem Foto schlecht zu erkennen) kurz und kräftig angebraten, das reichliche Sauerkraut fein und mild und zum Glück ohne Kümmel, 2 seidige Klöße… eine Riesenportion und sooo lecker! Das Abendessen ist ausgefallen.
Seit Jahren erleben wir hier gleichbleibende gute Qualität.
Ambiente:
Die ehemalige Scheune und Stallung (erbaut ca. 1525) wurde stilvoll restauriert. Das Mauerwerk und Gebälk offen. Inzwischen wurde sogar noch eine kleine Empore (sozusagen das 2. Stockwerk) mit ca. 10 Sitzplätzen erweitert. Im Dachstuhl hängen die Spinnenweben in ca. 6 m Höhe, lächelnd empfinde ich dies hier als authentisch. Wen es stört, der sollte dann lieber hippe Großstadtläden besuchen.
Tische und Bestuhlung sind rustikal, ab und zu wackelt auch mal was. Die Tische sind sauber eingedeckt. Die Bestecke werden in Servietten gewickelt gereicht. Geblümte Leinentischdecken und Kerzen ergänzen das perfekte Scheunen-Rustikal-Flair. Hier kann man gemütlich beisammen sein.
Die Toiletten sind einfach und nicht neu, aber immer sauber.
Wenn es die Witterung erlaubt, stehen massive Holzbänke und Tische vor der Scheune für die Gäste bereit.
Gegenüber der Zehntscheune befindet sich das Landhaus der Zehntscheune mit Gästezimmern. Diese sind gepflegt und mit alten Holzmöbeln hergerichtet und man kann günstig übernachten.
Preis-Leistung: Top! € 21,60 für 2 Personen. Wir kommen immer wieder gerne.