1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr gerne "gut bürgerlich" essen. Wenn es der Geldbeutel zulässt, geht`s auch in Gourmet-Schuppen mit mindestens einem Michelin-Stern. Als großer Derrick Fan bleibt mein Traum einmal das Tantris (2 Sterne) zu besuchen.
Ich freue mich über zahlreiche Kommentare und versuche auch offene Fragen (gerne über Nachricht) zu beantworten.
Wenn es das Lokal zulässt, versuche ich "was fliegt" und "wildes aus dem Wald" zu vermeiden, das ist aber nicht immer möglich. Ich ernähre mich privat gerne vegetarisch dann aber 100% veganfrei.
1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 399 Bewertungen 700454x gelesen 7867x "Hilfreich" 7665x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 17.04.2019 2019-04-17| Aktualisiert am
17.04.2019
Besucht am 28.03.2019Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 64 EUR
Für unseren ersten Abend hatte ich zwei Favoriten fürs Abendmahl vorab herausgesucht, aber jeweils nach einem kurzen Anruf sah ich uns dann schon entfernt an der Mosel sitzen mit einer „ to go Pizza“, aber es sollte dann doch anders kommen. Schnell noch in Gastroguide geschaut, und auf einmal kam doch schon etwas Licht ins dunkel gepflasterte ….
Wir fuhren unseren Flitzer entlang der Mosel, Ziel war die Burgstraße, und die Fahrt führte uns in ganz enge und absenteurlichwirkende Gassen bis wir endlich, etwas abseits unseren Wagen an eine alte Mauer aus dem 17 Jahrhundert parken konnten. Unser Plan war einfach. An jedem Restaurant ganz unverkrampft fragen ob es zur späten Stunde, kurz vor 19:30 Uhr für uns hungrige Mäuler noch was zu futtern gibt. Und siehe da, im dritten Lokal, im Alt Bernkastel, zeigte man uns gleich einen schönen Platz direkt in einer gemütlichen Ecke mit Blick hinter die Theke und ins offene Restaurant.
Die flinke und sympathische Bedienung empfahl uns direkt die Tagessuppe, eine Brokkoli Suppe (bähh, auch Winterblumenkohl genannt), wir schauten dann doch lieber in die Karte rein. Die las sich ausgesprochen gut. Als Durstlöscher dann, gerne auch auf neudeutsch: "Aperitif", gab es ein frisch gezapftes Hefe-Bierchen. Natürlich hatte ich mich schon im Vorfeld über das Speisenangebot des “Alt Bernkastel informiert. Einer meiner Favoriten-Guides empfahl mir spontan zum Winzersteak, das sie hier ganz besonders gut hinbekommen würden. Neben dem Winzersteak vom Bio Schwein, seien auch noch die Schweineschnitzel nicht zu verachten. In drei (Pfeffer, Wiener Art und Bert) verschiedenen Ausführungen waren sie dann auch in der Karte vertreten. Neben Pommes Frites, Bratkartoffeln und Band-Nudeln komplettierten Scholes die Beilagen. Scholes, das Bernkasteler Ur Gericht, auch als „Stand Alone“ Gericht zu haben
Meine bessere Hälfte fragte nochmal nach der App und den Empfehlungen, ich nannte ihr da die bekannten Speisen. Sie meinte, „sie hätte da jetzt besonders Lust drauf“ Ach wie schön, dann kann ich mich ja für den Bert in der Schnitzelpanade, oder andersrum, entscheiden. Ach wie schön haben wir es in unserem Lande.
Dennoch war ich mir nicht sicher. Soll ich das Schnitzel nehmen, oder lieber das Schnitzel ? Am Ende sollte es dann doch das Schnitzel sein, zwischendurch hatte ich von meinem Telefonjoker gebrauch gemacht, aber als ich Harry "Spiderman" Hirsch anrief, hatte der kein Netz.
„ Unser angebotenes Rind- und Schweinefleisch ist aufgewachsen in Rheinland-Pfalz und von unserem Metzger Sopp aus Mülheim geschlachtet und zerlegt. Unsere Forellen beziehen wir von der Klosterfischerei Himmerod aus der Eifel. Wir bieten Ihnen eine frische Küche und ergänzen unser Angebot durch hervorragenden Moselwein von unserem Familienweingut Kilburg aus Brauneberg.“
Regionale Produkte, das schätze ich sehr. Keine unnötig lange Lieferwege, regionale Produkte gemischt mit einem gut fundierten Küchen "Know How", das sah man schon als Frau Obst etliche Teller aus der Küche heraus an den Tischen servierte. Die Chefin wurde von Frau Krammes, die mir auf den ersten und zweiten Blick sehr bekannt vorkam, bestens unterstützt. Im Laufe des Abends stellte sich heraus, dass Frau Krammes dank meiner Bewertung bei einem verblichenen Portal namens Rest.... eine Packung Merci geschenkt bekam. Nach 8 Jahren habe ich sie also wieder erkannt, zwischendurch bestimmt 1200-1500 andere Restaurant Besuche erlebt. Da soll mal einer sagen Männer können sich nichts merken ....
Als Vorspeise orderten wir beide eine kleine Vitaminschüssel, Beilagensalat - leider nicht mundfein geschnitten
quasi der Beilagensalat( 3,90) vorab gereicht. Meiner Frau hat er sehr gut geschmeckt, ich fand ihn so "la la". Was ich leider gar nicht mag (was der Koch natürlich nicht weiß, jetzt aber schon :-) ), wenn der Salat bzw die Zutaten für den Salat nicht mundgerecht geschnitten wird. Ich bin da meistens zu faul das Messer zu nehmen und vertraue dann meistens der Finger bzw Messerfertigkeit an der Salatbar, dass das alles schon in der Küche gemacht wurde. Hier waren die Garten-Senfrauken leider in der originalen Größe, knappe 20 cm. Und es ist einfach ein blödes Gefühl, wenn man schluckt, nochmal schluckt, man denkt Frauke ist runter, aber auf der Zunge liegt noch ein halber Adventskranz. Hier gibt es noch Verbesserungspotential. Ansonsten gut bürgerlich angemacht, war in Ordnung.
Vorab zum Bier wurde uns ein kleiner Gruß aus der Küche gereicht, ich glaube es war ein Frischkäse mit Graubrot, war nett.
Nach einer angenehmen Pause kam dann endlich mein Bert. Unsere Hauptspeisen wurden gleichzeitig serviert, auch wurde von Frau Krammes immer wieder nachgefragt, ob alles in Ordnung ist. Da merkt man doch gleich die gelernte Hotelfachfrau :-). Unaufdringlich, dennoch aufmerksam agierte sie den ganzen Abend zu unseren vollsten Zufriedenheit.
Vor mir lag Bert, Schnitzel mit Bert überbacken dazu Preiselbeeren und Badkartoffeln
in etlichen Scheiben geschnitten, obenauf, auf einem sehr stattlichen „handmade“ Schweineschnitzel. Das Fleisch saftig, allerdings hätte der Koch gerne das Fleisch noch ein Tick mehr salzen können. Komplett arm an Salz leider die Bratkartoffeln, nach dem Abendmahl haben wir uns noch nett zusammengesetzt und es kam natürlich wieder zur Sprache „ bei uns kommen sehr viel alte Gäste, daher haben wir es nicht so mit Salz, oftmals mussten wir das Essen nochmals kochen“, klar, ist ne Ausrede, aber ganz ehrlich, Salz und Pfeffer machen doch unsere deutsche Küche aus. Außerdem hat der Gast immer Recht, vom Inhaber wünscht man sich dann, dass er Verständnis zeigt, ohne mit dem Einwand einverstanden zu sein. Aber Rechtfertigungen für Fehler in der Küche und solche Dinge sind einfach fehl am Platze. Und ganz so alt sehen wir doch auch nicht aus, oder ? Gut, mein Hausarzt meinte nach der letzten Blutuntersuchung „ an ihrer Stelle brauchen sie sich keine Langspielplatte mehr zu kaufen ..“ zurück zum Essen.
Meine Frau war dermaßen vom Steak begeistert, dass sie gerne die Salz armen Bratkartoffeln auf sich nahm. Winzersteak, mit Champignons, Zwiebeln und Badkartoffeln (in Wasser gebadet)
Sie meinte aber auch, dass hier wohl "bestimmt das Salz in der Küche aus gegangen sei". Das Steak war saftig, gut gewürzt von sehr guter Qualität. Mein Fleisch ebenso, so dass wir natürlich noch was Süßes bestellten. Quasi das "Happy Ending" - es sollte die Dessert Überraschung Alt Bernkastel Dessert Variation
„Variation Alt Bernkastel" für sportliche 8,50 sein. Auf der war zu finden ein warmes Schokoküchlein mit flüssigem Kern (sehr gut), Creme Brulee (sehr gut), Amarena Eis (gut) und eine eingekochte Kirschmarmelade. Ein schöner Abschluss eines wunderbaren Abends, mit wenig Tiefen, aber ganz viel Höhen.
Eine kleine Anmerkung: Frau Obst unterhielt sich noch am Ende ein wenig mit uns, angesprochen auf die schon etwas ambitionierten Preise für das Schnitzel mit Beilage für 13,50 (ohne Salat) meinte sie, "sie hätte für ihre Produkte noch etliche Zwischenhändler, die natürlich auch was verdienen möchten. Daher müsse man so kalkulieren". Allerdings beißt sich das etwas mit der in der Karte stehenden Information: Fleisch kommt direkt vom Metzger ins Restaurant des Alt Bernkastel, daher trübt die Aussage etwas mein Fazit:
Dennoch, auch wegen der Servicedame JK, dem saftigen Winzersteak und des sehr leckeren Schnitzels mit überbackenem Bert und Preiselbeeren eine Empfehlung !!
Für unseren ersten Abend hatte ich zwei Favoriten fürs Abendmahl vorab herausgesucht, aber jeweils nach einem kurzen Anruf sah ich uns dann schon entfernt an der Mosel sitzen mit einer „ to go Pizza“, aber es sollte dann doch anders kommen. Schnell noch in Gastroguide geschaut, und auf einmal kam doch schon etwas Licht ins dunkel gepflasterte ….
Wir fuhren unseren Flitzer entlang der Mosel, Ziel war die Burgstraße, und die Fahrt führte uns in ganz enge und absenteurlichwirkende Gassen bis... mehr lesen
Restaurant Alt Bernkastel
Restaurant Alt Bernkastel€-€€€Restaurant065319729122Burgstraße 81, 54470 Bernkastel-Kues
4.0 stars -
""Mosel-Tour 2019 - Tag 1.2. Es führt uns am Abend spontan ins "Alt Bernkastel" oder: "Welcher Bert ? - Ei, der Camembert“" DaueresserGK0712Für unseren ersten Abend hatte ich zwei Favoriten fürs Abendmahl vorab herausgesucht, aber jeweils nach einem kurzen Anruf sah ich uns dann schon entfernt an der Mosel sitzen mit einer „ to go Pizza“, aber es sollte dann doch anders kommen. Schnell noch in Gastroguide geschaut, und auf einmal kam doch schon etwas Licht ins dunkel gepflasterte ….
Wir fuhren unseren Flitzer entlang der Mosel, Ziel war die Burgstraße, und die Fahrt führte uns in ganz enge und absenteurlichwirkende Gassen bis
Geschrieben am 11.04.2019 2019-04-11| Aktualisiert am
12.04.2019
Besucht am 27.03.2019Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 24 EUR
Selbst gebrautes Bier und durchgehend warme Küche, das alleine zählt doch, wenn man während einer gefühlt nicht enden wollenden Hinfahrt eines Urlaubsziel (der Tunnel bei Bernkastel-Kues war gesperrt) auf die Homepage eines Lokals blickt.
Geführt dort hin hat uns der Schlemmeratlas bzw die Schlemmeratlas-App, der Guide vergibt ein Besteck (gute Küche), zahlreiche Parkplätze scheint es auch zu geben. Wir programmieren also unser Navi kurz vor Kues um und sind nicht weniger erstaunt, dass uns unser Navi an unserem gebuchten Hotel vorbei schleust bis wir endlich auf die Zielgerade Richtung Zeltingen abbiegen.
Zeltingen ? War da nicht was ? In Zeltingen wurde der Bariton und Regisseur Franz Porten geboren, der Vater des frühen Filmstars Henny Porten. Ich als Filmkenner weiß das natürlich. Wir waren aber dagegen gefühlt noch nie in Zeltingen, welches aber laut App zur Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues gehört.
Aber die Schlagwörter selbst gebrautes Bier und durchgehend warme Küche verdrängten dann gleich diese filmischen Gedanken wieder. Wir parken auf dem Klostergelände (leider auf der falschen Seite) mit dem Vorteil dass wir durch den Kloster Hof spazieren können. Richtig hübsch, im Sommer ist es hier bestimmt wunderschön, wer mal einen Blick auf wikipedia werfen möchte ... ( https://de.wikipedia.org/wiki/Zeltingen-Rachtig#/media/File:Panorama_Zeltingen-Rachtig_2010.jpg ) rechts auf dem Bild ist das Kloster zu entdecken.
Wir also rein in die Kloster Gemäuer vergangener Tage und uns kommen schon Geruch von Gerstensaft, aber leider auch gleich von billiger "WC Ente" entgegen. In der Mitte des Kloster Saals die Theke, etwas planlos irrten die Servicekräfte umher. Ein Platz wurde uns nicht angeboten, den suchten wir uns selbst. Meine Frau checkte gleich mal die sanitären Anlagen, ich machte nach drei Minuten auf mich aufmerksam. Ob ich denn die Karte bekommen könnte, ich wusste nicht dass die in Form von Tageszeitungen die Speisekarten darstellten. Ganz witzig gemacht, aber irgendwie unhygienisch, finde ich. Dennoch, die Toiletten allesamt sauber, dass ich hier im Gesamtschnitt bleiben kann.
Durchgehend warme Küche, hat den Vorteil dass durchgehend warme Küche angeboten wird, der Nachteil liegt aber auf der Hand. In den Küchen werden meistens TK/Kühltruhe Convenience Produkte verarbeitet, das war uns aber egeal, wir hatten Hunger und hofften dass die Produkte mit frischen Gewürzen und etwas „Küchen Know How“ aufgepimmpt werden könnten. Und wir wurden nicht enttäuscht:
Meine Frau hatte sich schon auf dem Hinweg für den Brauhausburger entschieden und ich mich auf ein, zwei leckere Bierechen und eine Bier Begleitung: Unsere leckeren Brauhaustöpfchen - Dreierlei vom: Schmalz, Spundekäse, Obazda mit Meersalz und Brotkorb für 8,70 € - war mein Favorit. Und oftmals ist die erste Idee die bessere, da wir aber auch zeitig ins Hotel wollten entschied ich mich in letzter Sekunde, sehr zum Erstaunen meinen besseren Hälfte und und nahm das Jägerschnitzel. Was die Jägervereinigung wohl dazu sagen wird, im modernen Deutschland ist Jägerschnitzel verpöhnt. Das heißt modern: Ein „saftig weich geklopft und paniertes Stück Fleisch mit einer Champignon-Braten-Rahmsauce“. Nichts von alledem kam dann aber keine 8 Minuten später an. Also geht Jägerschnizel hier durch.
Wir bekommen unsere Getränke serviert.
Das selbst gebraute Kloster Hefe schmeckt würzig und herb, für mich im ersten Schluck zu viel Würze, dann aber nach drei, viel Schluck dann doch typisch harmonisch süffig. Das passte sehr gut.
Sehr gut hat meiner besseren Hälfte ihr Burger gefallen.
Das TK-Convenience Fleisch noch saftig aber komplett durch gebraten (geht ja auch nicht anders, war noch an der Grenze), die Saucen aber sehr stimmig, leicht pikant, das Ciabatta-Brot von hervorragender Produktqualität. Leicht angeröstet, war das schon ein guter Burger Spaß mit Abzug in der C-Note.
Mir hat mein SchniPo
geschmeckt, aber bei Leibe kein Referenzschnitzel oder ein Grund das Brauhaus noch einmal zu besuchen. Einfarbig, leicht an Fett erinnernder Crunch - in Erinnerung an fertig Schnitzel, klebte die Panade so dermaßen am Fleisch, dass man mit der eingehenden Vermutung auf dem richtigen Dampfer liegt. Sehr gut war die wohl selbst gemachte „rauchig schmeckende Pilzsauce“, leider war sie dermaßen kalt, dass ich insgesamt beim Essen auf eine gut gemeinte 3,0 Bewertung komme.
Fazit:
Im Sommer gerne draußen im Innenhof zu einem Bierchen, meine Frau hat noch eine angeschlossene Cafeteria gesehen, die warben mit „haus gemachten Torten und leckerem Kaffee“. Am Ende schauten wir auf die Rechnung und wir bezahlten keine 25 Euro insgesamt, daher haben wir auch nicht allzu viel falsch gemacht. Bedingte Empfehlung. Man(n) kann hier her, muss es aber nicht.
Selbst gebrautes Bier und durchgehend warme Küche, das alleine zählt doch, wenn man während einer gefühlt nicht enden wollenden Hinfahrt eines Urlaubsziel (der Tunnel bei Bernkastel-Kues war gesperrt) auf die Homepage eines Lokals blickt.
Geführt dort hin hat uns der Schlemmeratlas bzw die Schlemmeratlas-App, der Guide vergibt ein Besteck (gute Küche), zahlreiche Parkplätze scheint es auch zu geben. Wir programmieren also unser Navi kurz vor Kues um und sind nicht weniger erstaunt, dass uns unser Navi an unserem gebuchten Hotel vorbei... mehr lesen
Brauhaus Kloster Machern
Brauhaus Kloster Machern€-€€€Restaurant0653295150An der Zeltinger Brücke 123, 54470 Bernkastel-Kues
3.0 stars -
"Mosel-Tour 2019 - Tag 1.1 unser ersten Bernkastel-Kues Tour 2019 führt uns ins Kloster Machern oder:Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz, Hefe oder Hopfen." DaueresserGK0712Selbst gebrautes Bier und durchgehend warme Küche, das alleine zählt doch, wenn man während einer gefühlt nicht enden wollenden Hinfahrt eines Urlaubsziel (der Tunnel bei Bernkastel-Kues war gesperrt) auf die Homepage eines Lokals blickt.
Geführt dort hin hat uns der Schlemmeratlas bzw die Schlemmeratlas-App, der Guide vergibt ein Besteck (gute Küche), zahlreiche Parkplätze scheint es auch zu geben. Wir programmieren also unser Navi kurz vor Kues um und sind nicht weniger erstaunt, dass uns unser Navi an unserem gebuchten Hotel vorbei
Geschrieben am 09.04.2019 2019-04-09| Aktualisiert am
10.04.2019
Besucht am 28.03.2019Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 35 EUR
Jade Kosmetik, in den 80ern in der Werbung lief der Spot gefühlt fast nonstop in den Nachmittags/Vorabend-programmen. Und immer wenn wir in den letzten 8 Jahren auf einem Kurztrip in Bernkastel Kues waren und an dem Chinesischen Restaurant Jade vorbei gefahren sind, hatte ich ein Schmunzeln auf den Lippen, dachte aber nicht nur einmal an die schwarzhaarige Schönheit aus der Jade Werbung.
Es sollten aber dann auch acht Jahre sein, bis wir uns >trauten< ins Jade einzukehren. Der Grund liegt auf der Hand. Warum sollte man im Urlaub zum Chinesen gehen, wenn es so viel regionale und ambitioniert wirkende Restaurants im Urlaubsort gibt? Die Antwort scheint einfach zu sein: Gerade deswegen. Nicht wegen des fehlenden Collini Centers und auch nicht wegen der fehlenden goldenen Weser Statur aus Plastik.
Dafür gab es im Aushang
„Fung Ju Eier“ oder „King Tu Yuk“ wer kennt das Gericht nicht ? Wir standen am besagten Abend mit großen Augen vor der Türe. Diese wirkte äußerst gepflegt, auch das „neuwirkende“ Jade Schild am Parkplatz machte einen „sauberen“ Eindruck. Meine Frau fielen gleich die vielen Menüs ins Auge. Auch an die gefühlt vier dutzend unbekannte chinesischen Gerichte ließen uns aufhorchen und hatten so einen Drang endlich die „Türe einzutreten“.
Im Eingangsbereich erwartete uns schon eine braune, lachende Buddha Figur. Die Stimmung war gut. Das ganze Lokal auf den ersten und zweiten Blick „kitschig“ eingerichtet. Aber ich finde das gut. Mir ist das lieber als das kühle, moderne Interieur. Wir werden gleich vom Inhaber und Chef freundlich begrüßt, er ähnelte stark Chackie Chan (vielleicht 25 Kilo leichter) er weißt uns einen Tisch zu den wir auch so als unseren Favoriten angesehen hätten, etwas abseits von den Gästen (es waren zahlreiche Tische besetzt) in einer schönen Ecke.
Das ganze erinnerte mich an meinen Besuch in Hong Kong. Und zwar der Vater meines Bruders und dessen Sohnes, der vor knapp 15 Jahren in Hong Kong war. Und in der Luft lag immer so ein süßlich scharfer Schimmer, der mir auch in dem Lokal entgegen kam. Der Inhaber hatte ein herzliches Lächeln auf den Lippen, er bediente den ganzen Abend alleine, servierte, fragte nach, erklärte die Essen am Tisch. Eine klare 5 Sterne Bewertung für Chackie Chan.
Er gab uns die Karte, ich wälzte durch und fragte mich, was soll ich hier essen? Viel zu viel der Auswahl und der Gerichte die ich noch nie in meinem Leben gehört habe, auch nicht in Hong Kong. Ich vermisste nur noch die Todesfaust des Cheng Li. Meine Frau wusste auch nicht was sie wählen sollte, es hörte sich vieles verlockend an. „Chop Cam ala Hongkong“ zB oder „Tintenfisch ala Hong Kong“. „Ente im Früchtegarten“ oder das „Ti Pan Schwein“ ? Und das alles zu sehr erschwinglichen Preisen.
„Hast gesehen, die bieten Maisels Weiße aus dem Fass an“, das hatte ich auch damals in >Hong Kong< bekommen. Alles also sehr authentisch. Ich blätterte dann irgendwann zwischen den Reis Tafeln
und den Spezialitäten Menüs hin und her. Die Menüs gab es für eine, für zwei bis vier Personen und hatten diverse Fleisch- und Hühnchen-Gerichte mit teilweise bis zu vier verschiedenen Saucen und Zubereitungen. Außerdem teilweise mit Vorspeise und Dessert. Bei einigen Gerichten stand pikant, leicht scharf oder chinesische Schärfe dabei. Bei einigen wenigen Laos - bzw vietnamesische Schärfe. Aller gut.
Im Hintergrund lief eine Mahjong Instrumental Musik, wir ließen uns hinreißen ein großes Menü „Indonesische Reistafel“ für zwei Personen zu bestellen, dazu eine Cola Light und ein Maisels Weiße (0,5 für 4 Euro).
Nach knapp 20 Minuten kam unsere
Vorspeisenschale. Ein leicht pikanter Krautsalat, erstklassige Krabbenchips und geröstete Erdnüsse. Diese waren warm und frisch geröstet. In dieser Zusammenstellung noch nie gegessen. Ich fand es gut, dass alles einzeln serviert wurde, so weichten die Erdnüsse nicht in der süß-säuerlichen Tunke zu sehr auf. Uns hat es geschmeckt.
Kaum hatte ich mein Maisels leer kam schon der Kellner „noch ein Weizen?“, er hatte heute mal wieder alles im Griff. Ich war froh, im erstem Moment überhaupt nicht pikant, nach einiger Zeit erste Schnappatmungsattacken gehabt.
Dann ging das Fest weiter. Chackie Chan serviert uns zwei Teller mit Drachen, die könnte man bestimmt gut in der Hong Kong Ausgabe von Bares für Rares verkaufen. Dazu eine große Warmhalteplatte und legte die Teller drauf. Nach weiteren fünf Minuten kam er dann mit einer riesigen Metallschale.
„Hallo, hier sitzt keine Basketball-Mannschaft mit fünf hungrigen Jungs, ich sitze hier mit meiner Frau“, er schmunzelte uns zu und wünschte einen „guten Appetit und genießen Sie unsere Reistafel nach indonesischer Art“.
Wir hatten das Glück mit der schwächsten Speise auf der Tafel anzufangen, mit den kleinen Schweinespießen mit Kräutern. Diese waren leider, nach unserer Meinung Convenience Spieße, sie klebten mir zu fest am Spieß. Die Herkunft wohl aus der TK Truhe, aber alles andere schmeckte uns richtig bombig gut. Aber der erfahrene GG Leser weiß auch, bei rund zwei Dutzend verschiedener Gerichte, kann nicht alles frisch sein. Sensationell fluffig in Teighülle war die Hühnerbrust mit der pikanten Erdnuss Sauce, die gerne noch einen Tick mehr Würze hätte vertragen können um mit der Bezeichnung „pikant“ bezeichnet zu werden. Aber das ist alles Ansichtssache. Für die einen ist rote Tabasco-Sauce schon viel zu scharf, ich glaube die Tabasco Sauce hat 5000 Einheiten, andere verfeinern damit ihren Tee oder nehmen das zum Zähneputzen. Für mich ist Tabasco rot nicht pikant geschweige denn scharf (in Verbindung mit Sauce).
Das Schweinefleisch süß-sauer ein Traum. Saftig und zart das Fleisch, die Sauce super ausbalanciert. Noch besser: das Rindfleisch allein wäre schon die 12,50 pro Person wert gewesen. Ein Rinder-Begehren, sauber geschnitten, rauchig im Geschmack. Das Gemüse noch mit Biss, 1a. Dazu gab es noch zwei Eierrollen, die waren mit Krabben- und Schweinefleisch gemischt. Auch super im Geschmack. Insgesamt hatten wir 5 verschieden Fleischgerichte mit 5 verschiedenen Saucen auf der Tafel, dazu gab es Sojakeimensalat und für den süßen Abschluss noch etliche gebackene Bananenstücke im warmen Honig. Die 25 Euro gesamt waren da sehr, sehr gut angelegt.
Fazit:
Das Leben ist schön, schön mit Jade. Oder: Auch bei unserem nächsten Besuch in Bernkastel Kues werden wir definitiv das Jade besuchen. Unser Stamm-Hotel ist super was Wellness und Erholung angeht, aber in puncto Essen leider ein Totalausfall, das freut natürlich die Restaurants in Bernkastel-Kues. Empfehlung !!
Jade Kosmetik, in den 80ern in der Werbung lief der Spot gefühlt fast nonstop in den Nachmittags/Vorabend-programmen. Und immer wenn wir in den letzten 8 Jahren auf einem Kurztrip in Bernkastel Kues waren und an dem Chinesischen Restaurant Jade vorbei gefahren sind, hatte ich ein Schmunzeln auf den Lippen, dachte aber nicht nur einmal an die schwarzhaarige Schönheit aus der Jade Werbung.
Es sollten aber dann auch acht Jahre sein, bis wir uns >trauten< ins Jade einzukehren. Der Grund liegt... mehr lesen
4.5 stars -
"Das Leben ist schön, schön mit Jade !! - oder: „ ich verlasse mich voll auf Jade!!“" DaueresserGK0712Jade Kosmetik, in den 80ern in der Werbung lief der Spot gefühlt fast nonstop in den Nachmittags/Vorabend-programmen. Und immer wenn wir in den letzten 8 Jahren auf einem Kurztrip in Bernkastel Kues waren und an dem Chinesischen Restaurant Jade vorbei gefahren sind, hatte ich ein Schmunzeln auf den Lippen, dachte aber nicht nur einmal an die schwarzhaarige Schönheit aus der Jade Werbung.
Es sollten aber dann auch acht Jahre sein, bis wir uns >trauten< ins Jade einzukehren. Der Grund liegt
Geschrieben am 23.03.2019 2019-03-23| Aktualisiert am
23.03.2019
Letzten Donnerstagmittag, kurz nach 12 Uhr. Die üblichen Verdächtigen in Heidelberg sind alle voll. Es ist der erste warme Tag in der Woche und wir haben Lust auf asiatisch. Die "All you can eat Asiaten inkl. mongolischen Grill" stampften vor Jahren in Mannheim und Heidelberg wie Pilze aus der Erde. Meine Frau fragt mich, ob ich nicht Lust hätte meinen letzten Besuch von Samstagabend nochmal zu wiederholen. Auf also nach Weinheim zum"Gourmet Tempel" ;-))
Der Run auf all you can Eat besonders Sushi ist nach wie vor groß, ich war nie ein Freund von dem zusammen gebappten Vogelfutter sowie generell des Buffet Essens. Meine Frau und ich ziehen generell das Asiatische Essen vor wo man a.) bedient und b.) wo der Gast Lust auf sanfte Garmethoden, frische Kräuter und faszinierende feine Explosionen am Gaumen hat. Fünf Tage vorher, standen ein Freund und ich schon einmal vor dem Lokal in einer Schlange . Das am Wochenende geltende Angebot haben dann nicht nur uns sondern zahlreiche Gäste ins Lokal gelockt. Wir an diesem Abend rein, zum ersten Mal und kommen uns vor wie am Hamburger Bahnhof. Unser Tisch vom Vorgänger zugemüllt. Es war einfach zu viel los.
Also selbst ist Mann. Nach dem Entrümpeln des Tisches ging ich zum Büffet und staunte nicht schlecht. Tintenfisch natur, in Sauce. Paniert mit Bananen. Etwas weiter gab es geschnetzeltes vom Huhn und vom Hund. Neben den fertigen Gerichten viel rohes Gedöns. Hai, Waalfisch, Bisson, Zebra, Rind etc. Ich fing an mit Sushi. Das sah von der Optik ansprechend aus. Manche Sushi waren noch warm. Diese waren innen mit Fleisch (Geflügel), Hack oder lauwarmen Fisch gefüllt. Hammer die Dessertauswahl, verliebt hatte ich mich in den gebackenen Pudding mit Honig und in den Hefeweizen Groskühlschrank. Hier können sich die Gäste am Abend ohne Limit bedienen. Das gilt auch für den großen Kaffeeautomat. Weinchen, Genießer Schorle, Wasser, alles inklusive. Insgesamt hatte ich an dem Abend drei Teller süß. Zwei Teller Sushi mit Queller und Ingwer. Zwei Teller panierter Fisch mit Erdnuss Sauce und ein paar kleinere Versucherle Teller. Dazu gönnte ich mir sechs oder sieben Halbe Hefeweizen, das schmeckte mir besonders gut.
Angekommen am Donnerstag zur Mittagszeit verkehrte Welt. Kein Stress, wir bekommen ein Tisch am Fenster. Das Essen schmeckt frisch, auch nach dem Mittagessen haben wir keinen "schweren Ranzen", sind angenehm gesättigt. Meine Frau (sie kennt sich bei Sushi viel besser aus) war vom sauren Reis begeistert. Besseres Sushi würde man nicht mal am Nationaltheater in Mannheim bekommen. Auch sie war von der Dessertauswahl nicht weniger begeistert.
Ach ja, zur Mittagszeit sind die Getränke limitiert, heißt zwei Getränke nach Wahl inkl Büffet ohne mongolischer Grill für 12,90. Dafür mit hellem und dunklen Schokobrunnen und "heißer" Grill Ecke für die Desserts - Creme Brühlee ;-))
Bestimmt nicht unser letzter Besuch. Empfehlung wenn man sich mal wieder ganz unverkrampft vollfuttern mag.
Letzten Donnerstagmittag, kurz nach 12 Uhr. Die üblichen Verdächtigen in Heidelberg sind alle voll. Es ist der erste warme Tag in der Woche und wir haben Lust auf asiatisch. Die "All you can eat Asiaten inkl. mongolischen Grill" stampften vor Jahren in Mannheim und Heidelberg wie Pilze aus der Erde. Meine Frau fragt mich, ob ich nicht Lust hätte meinen letzten Besuch von Samstagabend nochmal zu wiederholen. Auf also nach Weinheim zum"Gourmet Tempel" ;-))
Der Run auf all you can... mehr lesen
4.0 stars -
"Der beste "Büffet" Tempel für Sushi und AchtKostBarKeiten" DaueresserGK0712Letzten Donnerstagmittag, kurz nach 12 Uhr. Die üblichen Verdächtigen in Heidelberg sind alle voll. Es ist der erste warme Tag in der Woche und wir haben Lust auf asiatisch. Die "All you can eat Asiaten inkl. mongolischen Grill" stampften vor Jahren in Mannheim und Heidelberg wie Pilze aus der Erde. Meine Frau fragt mich, ob ich nicht Lust hätte meinen letzten Besuch von Samstagabend nochmal zu wiederholen. Auf also nach Weinheim zum"Gourmet Tempel" ;-))
Der Run auf all you can
Geschrieben am 13.03.2019 2019-03-13| Aktualisiert am
13.03.2019
Besucht am 13.02.2019Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 38 EUR
Vor ca drei Wochen waren wir nach mehrjähriger Abstinenz mal wieder (lecker) Essen im Uhland in der Langen Rötterstraße im Stadtteil Neckarstadt-Ost. Ich suchte über google eine Alternative zu den sonst gefraten Schnitzel-Lokalen in Mannheim, das Uhland haben wir letztens wieder entdeckt, als wir bei einem Abendspaziergang am stark frequentierten Uhland vorbeigelaufen sind - es hing die Tafel "Schnitzeltag" davor.
Und warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah ist ? Im Uhland gibt es für den Durst etliche Gerstensäfte, Männer-Sprudel und diverse Bierchen vom Fass und aus der Flasche. So entschied ich mich zuerst für ein Schwarzwald Maidle, in der Nase erkannte ich sofort die Rothaus-typische Handschrift: die frische Schwarzwälder Kräuterwiese, untermalt mit leichten Getreide- und Hefenoten sowie erfrischende Zitrone. Sehr frisch und anregend. Das Bier verabschiedete sich am Gaumen mit dem Wechselspiel Honig und Zitrone. Sehr lecker und ein guter Opener, schön dass die Bierchen in den originalen Gläsern serviert werden. Ich nahm gleich zwei davon. Danach noch ein "Bellheimer" naturtrübes. Meine Frau nahm eine Braumeisterlimonade, auch erfrischend gut.
Klar, wir beide nahmen heute die Schnitzel. Die kosteten 10,80 inkl. Beilage und vorab gereichtem Beilagensalat. Mit dem fang ich auch an. Der Beilagensalat
wurde klassisch auf einem weißen Teller serviert. Süß-säuerlich angemacht. Das machte Lust und Appetit auf zwei mittelgroße in Butterschmalz ausgebackene Schweine-Fetzen. Die kamen dann wunderbar angerichtet, ich hatte bei meinem Zigeunerschnitzel die Sauce extra bestellt, auf einem Teller daher. Nach erstem leichten probieren aber gemerkt: da fehlt ein Zigeuner in der Sauce. Es fehlte an Schärfe, hier wurde wohl Cayenne mit süßem Paprika Pulver verwechselt. Es fehlte eindeutig der "Sinti-Pep" :-)
Die Schnitzel waren handwerklich nicht schlecht gemacht, verschiedene Bräunungen,
leichter Buttergeschmack. Leider wurde vor der Mehlierung vergessen das Schnitzel zu salzen. Auch nach Entfernen der Panade zeigten sich keine aufgebrochene Eiweißflecken auf dem nackten Bratgut. Schade, dennoch hat es mir geschmeckt. Weil das Gericht in sich stimmig war, bei den Bratkartoffeln fehlten komplett die Gewürze. Salz, weißer Pfeffer und eine feine Prise Muskat hätten hier den Bratkartoffeln gut zu Gesicht gestanden. Auch meine Frau meinte gleich, "Hättest lieber den Kartoffel-Lauch Salat genommen, der ist 1a" - war er wirklich, daher glaube ich nicht, dass er vom gleichen Koch zubereitet wurde. Wahrscheinlich fremd eingekauft, auf neudeutsch: Convenience Produkte. Ich hatte wirklich Hunger und manchmal muss man auch die Handschrift von Köchen anerkennen, es war viel los, vielleicht wurde einfach vergessen zu salzen und zu pfeffern.
Am Rande sei noch erwähnt, meine Frau war begeistert von ihrem Gericht,
sie hatte das Schnitzel Wiener Art mit dem Kartoffel-Lauchsalat. Den werde ich das nächste Mal auch nehmen, Pommes gibt es ja bekanntlich nicht im Uhland, es gibt keine Friteuse. Vielleicht mit der Rahmsauce. Dafür viele Arten und Sorten von flüssiger Nahrung - das Uhland eine Wirtshaus-Institution in Mannheim.
Vor ca drei Wochen waren wir nach mehrjähriger Abstinenz mal wieder (lecker) Essen im Uhland in der Langen Rötterstraße im Stadtteil Neckarstadt-Ost. Ich suchte über google eine Alternative zu den sonst gefraten Schnitzel-Lokalen in Mannheim, das Uhland haben wir letztens wieder entdeckt, als wir bei einem Abendspaziergang am stark frequentierten Uhland vorbeigelaufen sind - es hing die Tafel "Schnitzeltag" davor.
Und warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah ist ? Im Uhland gibt es für den Durst etliche... mehr lesen
3.5 stars -
"Mittwoch ist im Uhland Schnitzeltag !!" DaueresserGK0712Vor ca drei Wochen waren wir nach mehrjähriger Abstinenz mal wieder (lecker) Essen im Uhland in der Langen Rötterstraße im Stadtteil Neckarstadt-Ost. Ich suchte über google eine Alternative zu den sonst gefraten Schnitzel-Lokalen in Mannheim, das Uhland haben wir letztens wieder entdeckt, als wir bei einem Abendspaziergang am stark frequentierten Uhland vorbeigelaufen sind - es hing die Tafel "Schnitzeltag" davor.
Und warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah ist ? Im Uhland gibt es für den Durst etliche
Ich bin der Koch, meine bessere Hälfte der Bäcker bei uns in der Küche. Desserts macht auch meine bessere Hälfte eindeutig besser als ich, mir fehlt da einfach die Genauigkeit und Begeisterung dafür. Klar dass in Mannheim und Umkreis von knapp 100 Kilometer alle "Dessert Werkstätten" von meiner Frau und meiner Wenigkeit schon besucht worden.
Heute hatten wir Glück in Karlsruhe in der Favoriten Dessert-Werkstatt "Ludwig" in der Fächerstadt, um kurz nach 14 Uhr waren noch einige Tische im Cafe der Patisserie frei. Beim letzten Besuch hatten wir uns zwei "überteuerte" (das ist aber nur meine Meinung) Schokoschnitten mitgenommen, davor ein 6er Pack Macarons, die waren auch nur für den "Minimalen Appetit". Kaum gesessen kam auch schon die Bedienung. "Sie wünschen ?", wir antworteten " in Ruhe die Karte lesen", sie watschelte dann weiter. Keine 3 Minuten später stand sie wieder vor Ort. Nach 10 Minuten kam dann eine andere, bei der gaben wir unsere Bestellung ab. Das war nicht einfach. Es gab kein Törtchen was mich überzeugen konnte, in jedem war was verarbeitet, was ich überhaupt in Torten nicht mag. Herbe Schokolade, gesalzene Schokolade, Bitter-Schokolade, Erdnuss-Marshmellow, Rosen-Gedöns etc. Es kam dazu, dass ich mich von der linken "Gebäck" Theke für eine Apfeltasche entschieden habe, dazu ein Cappuchino. Der Apfelstrudel kostete um die 3,50, der Cappuchino knappe 3 Euro. Meine Frau nahm eine Melonen Brause sowie das Rosen "Love Valentinstags"-Törtchen (um die 5 Euro).
Die Apfeltasche war klasse. Der erste Biss, da krachte es richtig. Super Crunch, der Teig super ausgebacken. Die Füllung sensationell. Nicht irgendeine süße Marmelade welche nach Apfel erinnern soll, sondern frisch eingekochtes (und natürlich erkaltetes) Apfelkompott, wunderbar ausbalanciert das Ganze. Ich schmeckte etwas Zimt/Kardomon (??) heraus, hatte einen orientalischen Schlag. Ich glaube die beste Apfeltasche die ich jemals in meinem Leben genießen durfte. War auch die Teuerste, aber dieser Genuss war das einfach wert. Was man (von meiner Seite aus) von dem "Love Törtchen" nicht behaupten kann. Die Love Masse war eine nach "Spüli" erinnernde Masse, komplett seifig im Geschmack. Ich weiß nicht ob Rosen so schmecken müssen, klar der Aufbau des Törtchens war schon fein, aber in meinen Augen keine 5 Euro wert. Daher ist es schwer für mich auf einen Nenner zu kommen.
Wir wollten zahlen, dann ging das Fiasko los. Wir machten die erste Bedienung aufmerksam, die lief dann gefühlt 20x an uns vorbei, nach 15 Minuten haben wir dann die zweite Bedienung aufmerksam gemacht. Wir schauten uns dann dass "Tagesgeschäft" hinter der Theke etwas genauer an. Gelernte Fachkräfte waren hier nicht am Werk, alles wirkte planlos und strukturlos. Ganz ehrlich, bei derart ambitionierten Preisen dürfte man eine oder zwei gelernte Fachkräfte schon erwarten und nicht nur planlose Schülerinen/Studentinen die das nebenher machen. Mit viel Wohlwollen runde ich insgesamt auf 3 Sterne auf.
Ich bin der Koch, meine bessere Hälfte der Bäcker bei uns in der Küche. Desserts macht auch meine bessere Hälfte eindeutig besser als ich, mir fehlt da einfach die Genauigkeit und Begeisterung dafür. Klar dass in Mannheim und Umkreis von knapp 100 Kilometer alle "Dessert Werkstätten" von meiner Frau und meiner Wenigkeit schon besucht worden.
Heute hatten wir Glück in Karlsruhe in der Favoriten Dessert-Werkstatt "Ludwig" in der Fächerstadt, um kurz nach 14 Uhr waren noch einige Tische im Cafe... mehr lesen
3.0 stars -
"Klasse Apfeltasche trifft seifiges Rosen-Törtchen" DaueresserGK0712Ich bin der Koch, meine bessere Hälfte der Bäcker bei uns in der Küche. Desserts macht auch meine bessere Hälfte eindeutig besser als ich, mir fehlt da einfach die Genauigkeit und Begeisterung dafür. Klar dass in Mannheim und Umkreis von knapp 100 Kilometer alle "Dessert Werkstätten" von meiner Frau und meiner Wenigkeit schon besucht worden.
Heute hatten wir Glück in Karlsruhe in der Favoriten Dessert-Werkstatt "Ludwig" in der Fächerstadt, um kurz nach 14 Uhr waren noch einige Tische im Cafe
Geschrieben am 15.02.2019 2019-02-15| Aktualisiert am
15.02.2019
Besucht am 14.02.2019Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 56 EUR
Ich hatte Angst, als meine Frau auf der Heimfahrt des Tagesausfluges in Karlsruhe zu mir meinte "Du hast doch noch die Gutscheine von Gastroguide. Hast Du einen dabei ? Wir könnten doch mal die "Fette Wutz" ausprobieren" Angst deshalb, weil ich einen Gutschein von GG dabei hatte und Angst zum Zweiten, da ich vor zwei Tagen ihr von einer Beef Platte erzählt habe, die ich beim"vorbeilaufen" auf der aktuellen Speisekarte entdeckt hatte. Angst eigentlich nicht. Ich war mir unsicher, auf der Platte werden Ripps (am Knochen) angeboten, ich mag Knochenlutschen überhaupt nicht. Aber ansonsten hat sich die >Beef Platte< ganz fantastisch angehört.
Kommt man das erste Mal ins Lokal rein, möchte man garantiert zuerst wieder raus (ist uns schon zwei Mal passiert), alles etwas ungewohnt. Im hinteren Bereich eine Theke, obendrüber eine riesige Tafel mit "Tex Mex" Gerichten, sowie teilweisen Gerichten die ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Ich zog die 50 Euro Wertkarte zögerlich heraus "Kann man das hier einlösen?" Auf der anderen Seite ein sympathischer groß gewachsener Kerl mit amerikanischem Akzent. "Sie können bei mir alles auslösen, aber das kenne ich nicht" - Kannte er wirklich nicht. Er schlug mir vor unsere zuvor etwas ängstlich favorisierte "Beef Platte" in Ruhe zu genießen, dazu zog er mir ein Hefeweizen Büble aus dem Allgäu vom Fass direkt ins Glas. Ich war erstaunt, denn keine zwei Minuten später standen bereits unsere beiden Beef Platten (jeweils 25 Euro) unter Rotlicht zur Abholung bereit "Ich frage mal nach bei unserem Chef, setzen sie sich hin und genießen unser Essen".
Vor uns lag jeweils die Beef Platte,
wir sitzen an einem großen Tisch, wo lecker 10 Leute sitzen können und schauen uns an. Ich sage „da liegen zwei riesige Hundeknochen“ - meine Frau hatte schon ein Knochen in der Hand. „Das Fleisch ist super mürbe und geht ganz leicht ab“, ihre knappe Antwort. Vor mir lag ein „Berg“ Fleisch, eine Kugel „Chopped Beef“ (noch nie gehört.) Angeblich grob gehacktes amerikanisch texikanisches Beef mit BBQ Sauce. Aber grob gehackt sah das nicht aus, geschmeckt hat es "Sau" gut. Von der Art mehr „gezupft“ als „gehackt“ was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat. Daneben lag eine große Scheibe Ochsenbrust, in der Mitte eine Art Fettrand, das Fleisch war aber dermaßen mürbe und krümelig, dass mir das egal war. Schneiden brauchte man das nicht. Einfach mit der Gabel ran und es zerfiel, am Gaumen entwickelten sich diverse Raucharomen sowie ein perverser Ochsen Geschmack,den ich zuvor so stark noch nie genießen durfte. Ganz klar das Highlight auf der Platte. Es handelte sich (auf Nachfrage) hier um amerikanisches "Ochsen Angus".
Mir kamen die Gedanken „ für wahre Fleischfans ist die >fette Wutz> ein Paradies auf Erden“. Lange Zeit gegarte Fleischspezialitäten im Smoker Pit stehen hier im Mittelpunkt. Daneben gibt es Sandwiches mit „American Stripe Steak Fleisch“, Black Angus, amerikanisches Angus, Ochsenfleisch, Schweinefleisch von amerkianische gezüchteten „Pigs“. Wer sich nicht entscheiden kann, dem stehen vier Platten zur Auswahl.
Bei mir stellte sich dann das erste und zweite Sättigungsgefühl ein. Aber der Fleischberg nahm nicht ab. Die Ripps, ja, jetzt mussten die beiden Ripps dran glauben. Hammer Fleisch Geschmack. Abgerundet hat das ein amerikanisch-texikanischer Bohnen Eintopf
mit dem Name „Con Carne“, in dem waren größere Stücke "Bisson" Fleisch untergebracht. Weiße Bohnen und dunkle Sauce. Ziemlich pikant, meiner Frau war der zu pikant, also musste ich zwei Töpfe essen. Dafür nahm sie sich ein, zwei Gabeln von dem >perfekten Kartoffelstampf<. Der war mit Frühlingszwiebeln, Salz, Pfeffer und frischem Muskat abgerundet worden. Essiggürkchen und eine breite Scheibe Weißbrot komplettierten die Platten.
Als wir dann „bezahlen“ wollten, fragte mich der Euro-Amerikaner nach der Platte. Ich antwortete, ich vermisste das „Gehackte“. Also wurde mir nochmals eine Kugel
„Chopped Beef“, dieses mal super grob gehackt zubereitet, mit BBQ Sauce und 3 Scheiben Weißbrot extra (ohne Aufpreis, super Service). Mir war fast schon schlecht von der Portionsgröße, aber die Kugel musste runter. (An dem Tag habe ich nichts mehr gegessen). Beim Bezahlen machten dann die Wertmarken von GG keinerlei Probleme.
Fazit:
Im Smoker lange Zeit gegarte Fleischgerichte stehen hier im Mittelpunkt, wer nicht auf "Büble Weizen" (aus dem Fass oder aus der Bügelflasche) oder Büble Pils steht, der kann sich aus über 50 (!!!!) verschiedenen "Craft Bieren" seine Bier-Begleitung heraussuchen.
Ich habe meine Favoriten Platte schon gefunden:
Ich hab ein neues Lieblings-Lokal !! Empfehlung !!
Ich hatte Angst, als meine Frau auf der Heimfahrt des Tagesausfluges in Karlsruhe zu mir meinte "Du hast doch noch die Gutscheine von Gastroguide. Hast Du einen dabei ? Wir könnten doch mal die "Fette Wutz" ausprobieren" Angst deshalb, weil ich einen Gutschein von GG dabei hatte und Angst zum Zweiten, da ich vor zwei Tagen ihr von einer Beef Platte erzählt habe, die ich beim"vorbeilaufen" auf der aktuellen Speisekarte entdeckt hatte. Angst eigentlich nicht. Ich war mir unsicher, auf... mehr lesen
Die Fette Wutz
Die Fette Wutz€-€€€Restaurant, Erlebnisgastronomie, FoodtruckN 6, 3, 68161 Mannheim
4.5 stars -
"Erster Besuch bei der "Fetten Wutz" für uns ein Volltreffer - allerdings sind die Gerichte nichts für Filet-Junkies" DaueresserGK0712Ich hatte Angst, als meine Frau auf der Heimfahrt des Tagesausfluges in Karlsruhe zu mir meinte "Du hast doch noch die Gutscheine von Gastroguide. Hast Du einen dabei ? Wir könnten doch mal die "Fette Wutz" ausprobieren" Angst deshalb, weil ich einen Gutschein von GG dabei hatte und Angst zum Zweiten, da ich vor zwei Tagen ihr von einer Beef Platte erzählt habe, die ich beim"vorbeilaufen" auf der aktuellen Speisekarte entdeckt hatte. Angst eigentlich nicht. Ich war mir unsicher, auf
Besucht am 07.02.2019Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 23 EUR
Gestern Abend mal wieder beim Vietnamesen gewesen. Der Grund lag auf der Hand. Im Hanoi Pho schmeckt es jedesmal super lecker, auch meine Frau ist nach dem ersten gemeinsamen Besuch dort auf den gleichen "Trichter" gekommen.
Ins Hanoi Pho gehe ich regelmäßig seit letzten Sommer einmal in der Woche mindestens hin, entweder mit Kurskollegen in der Mittagszeit oder einmal abends in der Woche mit meiner besseren Hälfte. Preislich macht das keinen Unterschied. Fleisch-Gericht und zwei Bierchen für knappe 10 Euro.
Alle Gerichte werden frisch vor den Augen der Gäste zubereitet. Wichtig: Das Gemüse wird nicht vorgekocht, allerdings vorgeschnipselt. Viele "asiatische" Lokale in Mannheim lassen das Gemüse am Stück zb beim Brokkoli die "Rose", diese wird dann meist in salzarmen Wasser vorgekocht. Nicht im Hanoi Pho, hier achtelt man die Brokkoli-Rose und gibt sie dann in den Wok zusammen mit dem ganzen anderen Gedöns. Die Lage ist sehr gut, direkt an der Haltestelle Tattersaal, unweit des Mannheimer Hauptbahnhofes. Zurück zum Preis. Da wurde justiert. Die Bierchen (Becks und Clausthaler 0,3) wurden von 1,80 auf 2,00 Euro, die Softgetränke (Cola, Fanta, Sprite 0,33er etc) von 1,60 auf 1,80 angehoben.
Bestellt wird vorne an der Theke, die Köche servieren dann im Anschluß auch die Essen raus. Bezahlt wird am Ende des Vorgangs (geschickt gemacht, meist trinke ich zwei oder drei Bierchen, da überlegt man nicht lange rum). Die Gerichte sind nicht in mild, pikant oder scharf angegeben. Gerichte mit >Chilli< sollte man mit Vorsicht "genießen“.
Gestern hatten wir zur geteilten Vorspeise die frisch gewickelten Sommerrollen, die Vorspeise lässt sich super teilen. Wir hatten gestern die frische Sommerrollen
Sommerrollen mit frischen Garnelen, gedämpfte Hühnerbrust und asiatischen Kräutern, mit einer pikanten Erdnuss-Sauce (3,90). Da macht man sicherlich nichts falsch.
Meine bessere Hälfte hatte gestern Abend die Nummer 130 (6,90) Hühnchen mit Erdnusssauce
– gebackenes Huhn mit Soße nach Wahl, ihre Wahl fiel auf die Erdnuss-Sauce. Die könnte noch ein Tick „erdnüssiger“ sein, aber vielleicht sind das auch nur „künstliche Verstärker“ in den anderen asiatischen Einrichtungen. Ich hatte gestern Abend Rinderfilet mit Chilli, Zitronengras, Bohnen, Champignons und diversem Gemüse (7,90), dazu gab es Reis und eine scharfe Sauce. Rinderfilet mit Zitronengras
Das Fleisch ein Traum , von der Schärfe her „noch auszuhalten“, anfangs hatte ich ein leichtes Kribbeln an den Lippen, dann lief mir die Nase, am Ende hatte ich ein leichtes Schnapp-Atmen, Verzögerung der Sehstärke sowie ein leichter Ausfall des Gleichgewichtsorganes – modern beschrieben: alles im „grünen Bereich“.
Fazit:
(Fast) Volle Punktzahl für das Essen und den Service, Abstriche beim einfachen Ambiente und der guten Sauberkeit. Eine Empfehlung.
Gestern Abend mal wieder beim Vietnamesen gewesen. Der Grund lag auf der Hand. Im Hanoi Pho schmeckt es jedesmal super lecker, auch meine Frau ist nach dem ersten gemeinsamen Besuch dort auf den gleichen "Trichter" gekommen.
Ins Hanoi Pho gehe ich regelmäßig seit letzten Sommer einmal in der Woche mindestens hin, entweder mit Kurskollegen in der Mittagszeit oder einmal abends in der Woche mit meiner besseren Hälfte. Preislich macht das keinen Unterschied. Fleisch-Gericht und zwei Bierchen für knappe 10 Euro.
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Hanoi Pho
Hanoi Pho€-€€€Restaurant0621 97683328Schwetzinger Str. 5, 68165 Mannheim
4.0 stars -
"Mal wieder großes vietnamesisches Kino !! Zu Besuch in der Stadt innerhalb der Flüsse !!" DaueresserGK0712Gestern Abend mal wieder beim Vietnamesen gewesen. Der Grund lag auf der Hand. Im Hanoi Pho schmeckt es jedesmal super lecker, auch meine Frau ist nach dem ersten gemeinsamen Besuch dort auf den gleichen "Trichter" gekommen.
Ins Hanoi Pho gehe ich regelmäßig seit letzten Sommer einmal in der Woche mindestens hin, entweder mit Kurskollegen in der Mittagszeit oder einmal abends in der Woche mit meiner besseren Hälfte. Preislich macht das keinen Unterschied. Fleisch-Gericht und zwei Bierchen für knappe 10 Euro.
Alle
Geschrieben am 01.02.2019 2019-02-01| Aktualisiert am
02.02.2019
Besucht am 23.01.2019Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 90 EUR
Ich bin gerne auf dem Lindenhof. Ich bin auch gerne im Collini Center. Und gerne in Verona.
Genug der Einleitung, es ist Sonntag, kurz nach 10 Uhr, meine Frau hat mir einen frisch gepressten Orangensaft hingestellt, meine Weißwurst zieht im heißen Sud vor mir her. Ich habe mir einen Obazda angemacht, die Laugenstange duftet herrlich nach „Bäcker“ und versprüht heimelige Atmosphäre. Im 75 Zoll 4K flimmert ein 4K Doku-Film, meine beiden Kater sitzen angespannt davor und sind (anscheinend) begeistert (ich weniger, würde mir lieber die PS Profis anschauen). Ein ganz normaler Sonntagmorgen, wäre nur mein Getränk in Form eines gut gekühlten Paulaner Weißbieres (was sonst zu Obazda und Weißwurst) nicht schon leer und mein Handy würde nicht vibrieren. Nebenher lese ich einen Artikel in der Mannheimer Sonntagszeitung „Mannheimer Vibratoren Verkäufer mit dem Jahr 2018 zufrieden – Das Geschäft brummte“
Ich schau in die App und merk, dass mich ein geschätzter Bekannter und GG Kollege angefunkt hat. Kein großes Vorspiel, wir sind gleich bei der Sache. Ich gebe ihm für den nächsten Mannheim Trip zwei kulinarische Highlights als Tipp`s, eines davon das „Hans Walter“ auf dem Lindenhof.
Das französisch-deutsch gehaltene Vorzeige Bistro, ist bei mir seit meinem letzten Besuch in den Sommermonaten in der Mittagszeit zum „Plat de jour“ für knappe 15 Euro in Vergessenheit geraten. Ich hatte auch in den letzten Monaten zu viel „in“ den Ohren, das >Hans Walter< wurde aber durch eine Anzeige im Wochenblatt in der Birne reaktiviert. Schade, für die Häuser in Mannheim wo der Aufkleber haftet „bitte keine Werbung“, die bekommen auch kein Wochenblatt und keinen Anzeiger – ob in den Familien die Werbe-Sender wie VOX, Pro7, RTL und der ganze Mist standardmäßig gelöscht wird?
Kollege M. aus S. schaut sich Homepage des Hans Walter an und meint „ viel versprechende Karte. Macht Lust auf einen Besuch, wie wäre es spontan am Mittwochabend ?“. Gesagt (geschrieben) und Getan. GG. Klar dass wir beide hier bei GG schreiben müssen. Um das ganze noch zu toppen, ich schreibe gerade in einer GG Wohnung. Krosses Kino !!
Mein Bahn hat an dem Abend Verspätung, ich schreibe Marco eine Nachricht, er könne schon mal rein und ein Aperitif bestellen. Die Lage ist mehr als ideal, eine Straßenbahnhaltestelle direkt vor der Tür „Diesterwegschule“. Ich steige aus und schaue mir durch die großen bodentiefe Fenster das Bistro an. Aber kein M. aus S. Weder am Tisch sitzend, noch unter dem Tisch liegend :-)
Ich trete die Türe ein und werde vom gelernten Kellner und vom (gelernten) Koch (der lässig hinter der Theke steht) sympathisch begrüßt. Beide scheinen vom Fach zu sein. Zum Aperitif sollte es bei mir eine Urweise im hippen Original Glas (0,5) für 5,10 sein, bestimmt kein Schnäppchen, hat mich aber den ganzen Abend begleitet – quasi zum Spülen der „BIO“ Weine. Ich mag kein Bio. In der Schule habe ich schon Bio gehasst, das ganze wird mit dem ganzen modernen Bio gedöns noch verstärkt. Kein Mensch braucht Bio.
Mittlerweile ist auch >Derwokeinenparkplatzfindet< am Tisch. Wir schauen uns im Bistro um, gedimmtes Licht, ausreichende Platzverhältnisse, Empfehlungen stehen auf einer großen Tafel. Hier passt einfach alles. Rustikale Holzstühle und -tische erinnern an deutsche Restaurants, die dunklen Wände, gemütlichen Teppiche und das zarte Kerzenlicht erinnern mich an typisch französische Bistros. Unser Tisch ist nett eingedeckt, gestärkte Stoffservietten, edles Geschirr. Im Hintergrund nette, unaufdringliche Klimpermusik.
Uns werden die Speisekarten gereicht die Karte ist auf drei Gänge ausgelegt, allerdings sollte man da schon ein geübter Esser sein (wir waren beide nach dem Hauptgang pappsatt). Wir werden nach einem Aperitif gefragt. Wie wäre es mit einer Melonen-Kalt(Auffang) Schale? Gibt es nicht, ich hatte wohl noch die Bilder von der Pocco-Werbung von der Katzenberger "ich passe da bestimmt nicht rein Kleid" im Kopf.
Die Karte beinhaltet auf den ersten Blick französische, deutsche als auch internationale Köstlichkeiten, mehr als das alltägliche was man von einem Standard-Bistro erwarten kann. Es gibt eine Menüempfehlung: 3 Gänge für 28 Euro (franz. Weinberg-Schnecken in Knoblauch, dann Lende mit Spätzle und Waldpilzragout, danach flüssiger Schokokuchen mit hausgemachtem Eis).
Der Suppenkasper fragt nach einer flüssigen Vorspeise, es wird eine geschäumte Blumenkohlsuppe angeboten sowie eine hausgemachte Rinderkraftbrühe mit Marksklößchen.
Diese sollte es bei meinem Tischnachbar sein, ich entschied mich für die Pfälzer Tapas „neu interpretiert“ und war etwas erstaunt, dass der Herr aus S. diese nicht nimmt. Aber spätestens als ein Teil der
Leberwurst mit Zwiebelcrunch Praline von ihm auf das frisch aufgebackene Graubrot in Gestalt eines Weißbrotes „geschmiert“ wurde, freute sich die Pfälzer Tapas Variante auf die identischen kleinen Tellerchen auf der gegenüber befindlichen Tischseite.
Neben der Leberwurstpraline, gab es
Mini-Saumagen mit Weinkraut, Blutwurst Wan Tan auf einer Senf-Mayo Creme mit Fenchelsamen, sowie einem Eisbein Carpaccio mit Essig, Öl, Kapern, getrockneten Tomaten und Oliven. Klasse.
Klasse ebenfalls die selbst gemachte Rinderbrühe, ich denke es war eine Consomme, also eine doppelt geklärte (mit Eiweiß wird das Entfernen vom Fett verwendet, also so mache ich das daheim) Brühe , sehr intensiver Fleischgeschmack, angenehm Säure. Einen Tick zu fluffig und einen Tick zu starker „Stall“ Geschmack bei den Klößchen, hier wäre weniger deutlich mehr – aber keine Priorität bei meiner Rezi hier.
Einen Gruß aus der Küche gab es nicht, muss es auch nicht, wir sind in einem Bistro und nicht in einem derartigen gehobenen Michelin Restaurant, auch wenn der Koch im ehemaligen Sterne Restaurant Marly am Gasherd gestanden ist. Es gab eine deutliche Botschaft vom Koch „Hungrig geht heute keiner nach Hause“, denn ich hatte schon etwas Angst, als ich die kleinen Portiönchen in einschlägigen Gastro-Guides eruiert habe. Stammen diese Rezi eventuell auch von der Gastro-Konkurrenz? (siehe tripadvisor)
Meine geschmorte Rinderroulade
nach Opa`s Rezept war (fast) perfekt. Das Fleisch herrlich mürbe, die Sauce klasse. Die Spätzle ein Traum. Fluffig und dennoch fest, nochmal kurz vor dem Servieren vielleicht in brauner Butter geschwenkt? Der Verdacht liegt nahe. Zu dieser XL Portion gab es separat eine Schüssel selbst gemachtes Rotkraut (ich werde nie wieder Rotkraut aus dem Glas essen)
Der andere Karnivoren-Junkie war ebenfalls voll des Lobes für seinen
zarten Kalbs-Rahmbraten. Die Sauce war >ZUM NIEDERKNIEN< gut, Wahnsinn. Ich kann mich nicht erinnern, so eine „geile“ Rahmsauce jemals in meinem Leben gegessen zu haben. Das Fleisch war vom Zerfall gekennzeichnet, als mir Marco was abgab. Von der Konsistenz butterweich und ein ganz feiner Kalbsgeschmack. Marco war auch verwundert, da das Kalb von Hause aus „sehr fein schmecke“ – wie das hier in dem Gericht „verstärkt“ wurde. Hier kennt ein Koch die richtigen Gewürze und bedarf keinerlei „Maggi“ Beutelchen und Mittelchen. 100 % ehrliche, ausgezeichnete „Hausmannskost“.
Nach dem Hauptgang waren wir viel zu gesättigt, so dass wir auf einen Dessert leider verzichten müssten, aber das Tagesdessert an der Tafel „Mouse äh Chocolat aus dem Ofen, hausgemachtes Kokoseis, Ananas Sorbet und Creme Schlagmichtot“ wäre wohl unser Favorit gewesen.
Am Ende teilten wir uns noch einen etwas „zu glatten“ Syrah, davor gab es einen ? …. Rotwein, der gute Klasse hatte. Jetzt im Nachhinein wäre eine andere Reihenfolge etwas glücklicher gewesen. Glück hatten wir auch mit dem Kellner, eine gelernte Fachkraft, der sogar meine mit etwas Leberwurst an der Messerspitze (vom zweiten Messer für den Hauptgang) verschmiert, „im Vorbeigehen“ unbemerkt austauschte. Auch kennt er die Weine und die Winzer und gibt gerne eine Empfehlung ab.
Fazit:
Ein alles in allem unverkrampft lässiges, mit ehrlichen kulinarischen Höhepunkten, Treffen, das nach einer baldigen Wiederholung schreit. Empfehlung !!
Ich bin gerne auf dem Lindenhof. Ich bin auch gerne im Collini Center. Und gerne in Verona.
Genug der Einleitung, es ist Sonntag, kurz nach 10 Uhr, meine Frau hat mir einen frisch gepressten Orangensaft hingestellt, meine Weißwurst zieht im heißen Sud vor mir her. Ich habe mir einen Obazda angemacht, die Laugenstange duftet herrlich nach „Bäcker“ und versprüht heimelige Atmosphäre. Im 75 Zoll 4K flimmert ein 4K Doku-Film, meine beiden Kater sitzen angespannt davor und sind (anscheinend) begeistert (ich weniger,... mehr lesen
Restaurant Hans Walter
Restaurant Hans Walter€-€€€Restaurant0621-39184365Meerfeldstr. 81, 68163 Mannheim
4.5 stars -
"Pfälzische Weine treffen französische Sorgenbrecher oder: Der Hans der Kans, der Florian auch !!" DaueresserGK0712Ich bin gerne auf dem Lindenhof. Ich bin auch gerne im Collini Center. Und gerne in Verona.
Genug der Einleitung, es ist Sonntag, kurz nach 10 Uhr, meine Frau hat mir einen frisch gepressten Orangensaft hingestellt, meine Weißwurst zieht im heißen Sud vor mir her. Ich habe mir einen Obazda angemacht, die Laugenstange duftet herrlich nach „Bäcker“ und versprüht heimelige Atmosphäre. Im 75 Zoll 4K flimmert ein 4K Doku-Film, meine beiden Kater sitzen angespannt davor und sind (anscheinend) begeistert (ich weniger,
Das Mannheimer Kultlokal Hemmlein schließt zum 28. April. Dann hängt Ursula Kaiser, 83 und seit fast 50 Jahren Geschäftsführerin der Gaststätte, die Kochschürze endgültig an den Nagel. Das teilte sie vor einer Woche auf einer Betriebsversammlung den Angestellten mit, wie ihr Sohn Arno Kaiser am Montag dem "Mannheimer Morgen" bestätigte.
Ausschlaggebend für das Ende ist vor allem die lange Hitzeperiode des vergangenen Jahres. „Im Sommer läuft das Geschäft extrem schlecht, dann sind die Leute lieber im Biergarten als drinnen“, sagte Arno Kaiser. „Das war dann der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.“ Im Winter sei das Geschäft zwar deutlich besser, „aber das reicht nicht, um die Verluste auszugleichen“, sagt er.
Doch nicht nur die zunehmend schwierige finanzielle Situation, sondern auch das Alter und die Gesundheit zwingen die 83-Jährige zu dem Schritt, der der ganzen Familie schwerfällt. Das sieht auch Tochter Ira Daub so: „Es lohnt sich leider absolut nicht mehr - so weh es auch tut, eine solche Institution aufzugeben“, sagt sie.
Das Mannheimer Kultlokal Hemmlein schließt zum 28. April. Dann hängt Ursula Kaiser, 83 und seit fast 50 Jahren Geschäftsführerin der Gaststätte, die Kochschürze endgültig an den Nagel. Das teilte sie vor einer Woche auf einer Betriebsversammlung den Angestellten mit, wie ihr Sohn Arno Kaiser am Montag dem "Mannheimer Morgen" bestätigte.
Ausschlaggebend für das Ende ist vor allem die lange Hitzeperiode des vergangenen Jahres. „Im Sommer läuft das Geschäft extrem schlecht, dann sind die Leute lieber im Biergarten als drinnen“, sagte Arno... mehr lesen
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"Das Hemmlein schließt am 28.04 endgültig seine Pforten" DaueresserGK0712Das Mannheimer Kultlokal Hemmlein schließt zum 28. April. Dann hängt Ursula Kaiser, 83 und seit fast 50 Jahren Geschäftsführerin der Gaststätte, die Kochschürze endgültig an den Nagel. Das teilte sie vor einer Woche auf einer Betriebsversammlung den Angestellten mit, wie ihr Sohn Arno Kaiser am Montag dem "Mannheimer Morgen" bestätigte.
Ausschlaggebend für das Ende ist vor allem die lange Hitzeperiode des vergangenen Jahres. „Im Sommer läuft das Geschäft extrem schlecht, dann sind die Leute lieber im Biergarten als drinnen“, sagte Arno
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Wir fuhren unseren Flitzer entlang der Mosel, Ziel war die Burgstraße, und die Fahrt führte uns in ganz enge und absenteurlichwirkende Gassen bis wir endlich, etwas abseits unseren Wagen an eine alte Mauer aus dem 17 Jahrhundert parken konnten. Unser Plan war einfach. An jedem Restaurant ganz unverkrampft fragen ob es zur späten Stunde, kurz vor 19:30 Uhr für uns hungrige Mäuler noch was zu futtern gibt. Und siehe da, im dritten Lokal, im Alt Bernkastel, zeigte man uns gleich einen schönen Platz direkt in einer gemütlichen Ecke mit Blick hinter die Theke und ins offene Restaurant.
Die flinke und sympathische Bedienung empfahl uns direkt die Tagessuppe, eine Brokkoli Suppe (bähh, auch Winterblumenkohl genannt), wir schauten dann doch lieber in die Karte rein. Die las sich ausgesprochen gut. Als Durstlöscher dann, gerne auch auf neudeutsch: "Aperitif", gab es ein frisch gezapftes Hefe-Bierchen. Natürlich hatte ich mich schon im Vorfeld über das Speisenangebot des “Alt Bernkastel informiert. Einer meiner Favoriten-Guides empfahl mir spontan zum Winzersteak, das sie hier ganz besonders gut hinbekommen würden. Neben dem Winzersteak vom Bio Schwein, seien auch noch die Schweineschnitzel nicht zu verachten. In drei (Pfeffer, Wiener Art und Bert) verschiedenen Ausführungen waren sie dann auch in der Karte vertreten. Neben Pommes Frites, Bratkartoffeln und Band-Nudeln komplettierten Scholes die Beilagen. Scholes, das Bernkasteler Ur Gericht, auch als „Stand Alone“ Gericht zu haben
Meine bessere Hälfte fragte nochmal nach der App und den Empfehlungen, ich nannte ihr da die bekannten Speisen. Sie meinte, „sie hätte da jetzt besonders Lust drauf“ Ach wie schön, dann kann ich mich ja für den Bert in der Schnitzelpanade, oder andersrum, entscheiden. Ach wie schön haben wir es in unserem Lande.
Dennoch war ich mir nicht sicher. Soll ich das Schnitzel nehmen, oder lieber das Schnitzel ? Am Ende sollte es dann doch das Schnitzel sein, zwischendurch hatte ich von meinem Telefonjoker gebrauch gemacht, aber als ich Harry "Spiderman" Hirsch anrief, hatte der kein Netz.
„ Unser angebotenes Rind- und Schweinefleisch ist aufgewachsen in Rheinland-Pfalz und von unserem Metzger Sopp aus Mülheim geschlachtet und zerlegt. Unsere Forellen beziehen wir von der Klosterfischerei Himmerod aus der Eifel. Wir bieten Ihnen eine frische Küche und ergänzen unser Angebot durch hervorragenden Moselwein von unserem Familienweingut Kilburg aus Brauneberg.“
Regionale Produkte, das schätze ich sehr. Keine unnötig lange Lieferwege, regionale Produkte gemischt mit einem gut fundierten Küchen "Know How", das sah man schon als Frau Obst etliche Teller aus der Küche heraus an den Tischen servierte. Die Chefin wurde von Frau Krammes, die mir auf den ersten und zweiten Blick sehr bekannt vorkam, bestens unterstützt. Im Laufe des Abends stellte sich heraus, dass Frau Krammes dank meiner Bewertung bei einem verblichenen Portal namens Rest.... eine Packung Merci geschenkt bekam. Nach 8 Jahren habe ich sie also wieder erkannt, zwischendurch bestimmt 1200-1500 andere Restaurant Besuche erlebt. Da soll mal einer sagen Männer können sich nichts merken ....
Als Vorspeise orderten wir beide eine kleine Vitaminschüssel,
quasi der Beilagensalat( 3,90) vorab gereicht. Meiner Frau hat er sehr gut geschmeckt, ich fand ihn so "la la". Was ich leider gar nicht mag (was der Koch natürlich nicht weiß, jetzt aber schon :-) ), wenn der Salat bzw die Zutaten für den Salat nicht mundgerecht geschnitten wird. Ich bin da meistens zu faul das Messer zu nehmen und vertraue dann meistens der Finger bzw Messerfertigkeit an der Salatbar, dass das alles schon in der Küche gemacht wurde. Hier waren die Garten-Senfrauken leider in der originalen Größe, knappe 20 cm. Und es ist einfach ein blödes Gefühl, wenn man schluckt, nochmal schluckt, man denkt Frauke ist runter, aber auf der Zunge liegt noch ein halber Adventskranz. Hier gibt es noch Verbesserungspotential. Ansonsten gut bürgerlich angemacht, war in Ordnung.
Vorab zum Bier wurde uns ein kleiner Gruß aus der Küche gereicht, ich glaube es war ein Frischkäse mit Graubrot, war nett.
Nach einer angenehmen Pause kam dann endlich mein Bert. Unsere Hauptspeisen wurden gleichzeitig serviert, auch wurde von Frau Krammes immer wieder nachgefragt, ob alles in Ordnung ist. Da merkt man doch gleich die gelernte Hotelfachfrau :-). Unaufdringlich, dennoch aufmerksam agierte sie den ganzen Abend zu unseren vollsten Zufriedenheit.
Vor mir lag Bert,
in etlichen Scheiben geschnitten, obenauf, auf einem sehr stattlichen „handmade“ Schweineschnitzel. Das Fleisch saftig, allerdings hätte der Koch gerne das Fleisch noch ein Tick mehr salzen können. Komplett arm an Salz leider die Bratkartoffeln, nach dem Abendmahl haben wir uns noch nett zusammengesetzt und es kam natürlich wieder zur Sprache „ bei uns kommen sehr viel alte Gäste, daher haben wir es nicht so mit Salz, oftmals mussten wir das Essen nochmals kochen“, klar, ist ne Ausrede, aber ganz ehrlich, Salz und Pfeffer machen doch unsere deutsche Küche aus. Außerdem hat der Gast immer Recht, vom Inhaber wünscht man sich dann, dass er Verständnis zeigt, ohne mit dem Einwand einverstanden zu sein. Aber Rechtfertigungen für Fehler in der Küche und solche Dinge sind einfach fehl am Platze. Und ganz so alt sehen wir doch auch nicht aus, oder ? Gut, mein Hausarzt meinte nach der letzten Blutuntersuchung „ an ihrer Stelle brauchen sie sich keine Langspielplatte mehr zu kaufen ..“ zurück zum Essen.
Meine Frau war dermaßen vom Steak begeistert, dass sie gerne die Salz armen Bratkartoffeln auf sich nahm.
Sie meinte aber auch, dass hier wohl "bestimmt das Salz in der Küche aus gegangen sei". Das Steak war saftig, gut gewürzt von sehr guter Qualität. Mein Fleisch ebenso, so dass wir natürlich noch was Süßes bestellten. Quasi das "Happy Ending" - es sollte die Dessert Überraschung
„Variation Alt Bernkastel" für sportliche 8,50 sein. Auf der war zu finden ein warmes Schokoküchlein mit flüssigem Kern (sehr gut), Creme Brulee (sehr gut), Amarena Eis (gut) und eine eingekochte Kirschmarmelade. Ein schöner Abschluss eines wunderbaren Abends, mit wenig Tiefen, aber ganz viel Höhen.
Eine kleine Anmerkung: Frau Obst unterhielt sich noch am Ende ein wenig mit uns, angesprochen auf die schon etwas ambitionierten Preise für das Schnitzel mit Beilage für 13,50 (ohne Salat) meinte sie, "sie hätte für ihre Produkte noch etliche Zwischenhändler, die natürlich auch was verdienen möchten. Daher müsse man so kalkulieren". Allerdings beißt sich das etwas mit der in der Karte stehenden Information: Fleisch kommt direkt vom Metzger ins Restaurant des Alt Bernkastel, daher trübt die Aussage etwas mein Fazit:
Dennoch, auch wegen der Servicedame JK, dem saftigen Winzersteak und des sehr leckeren Schnitzels mit überbackenem Bert und Preiselbeeren eine Empfehlung !!