"Erst war der „Yin“ und dann auch der „Yang“ da…"
Geschrieben am 01.11.2021 2021-11-01 | Aktualisiert am 01.11.2021
Yangda | Chinesische Küche
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Restaurant, Biergarten, Gaststätte
0721881231
Ettlinger Allee 7, 76199 Karlsruhe
"Die Freuden und späteren Leiden des jungen Wörthers"
Geschrieben am 16.09.2021 2021-09-16 | Aktualisiert am 17.09.2021
Yangda | Chinesische Küche
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Restaurant, Biergarten, Gaststätte
0721881231
Ettlinger Allee 7, 76199 Karlsruhe
"Ein „bisschen“ scharf muss sein – dann zieht‘s sich um von ganz allein…"
Geschrieben am 28.08.2021 2021-08-28 | Aktualisiert am 29.08.2021
Restaurant Nat Pob
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Restaurant
0721590980
Am Mühlburger Bahnhof 12, 76189 Karlsruhe
"Schlechtestes Eis der Stadt"
Geschrieben am 03.08.2021 2021-08-03
Eiscafé am Sophienpark
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Eiscafe
017643629732
Sophienstraße 98, 76135 Karlsruhe
"Von flüssigen Mythen, maritimen Mezes und einem längst überfälligen Treffen bei unserem Karlsruher Lieblingsgriechen"
Geschrieben am 26.07.2021 2021-07-26 | Aktualisiert am 26.07.2021
Sokrates
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Restaurant
0721813181
Welfenstr. 18, 76137 Karlsruhe
"Jedes Land hat die Philosophen, die es verdient"
Geschrieben am 01.07.2021 2021-07-01 | Aktualisiert am 01.07.2021
Sokrates
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Restaurant
0721813181
Welfenstr. 18, 76137 Karlsruhe
"Neulich beim Panasiaten in der Karlsruher Weststadt traf ich die „Drei Zahmen vom Grill“…"
Geschrieben am 22.06.2021 2021-06-22 | Aktualisiert am 23.06.2021
Mama Thanh
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Restaurant
072147031901
Uhlandstraße 40, 76135 Karlsruhe
"Hip, hip, hurra! Trendiges Streetfood-Bistro, dessen kulinarische Weltoffenheit auf regionalen Qualitäten basiert"
Geschrieben am 29.01.2021 2021-01-29 | Aktualisiert am 11.02.2021
FERNWEH - International Streetfood
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Restaurant
072147047864
Kaiserstraße 132 - Passagehof, 76133 Karlsruhe
"Erfolgreiche Schnitzeljagd in der Karlsruher Oststadt"
Geschrieben am 11.10.2020 2020-10-11 | Aktualisiert am 12.02.2021
Restaurant Werkbank
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Restaurant
072178364711
Veilchenstr. 9, 76131 Karlsruhe
"Glücklicher Stammkunde seit einem Jahrzehnt!"
Geschrieben am 21.07.2020 2020-07-21
Abone
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Imbiss, Take Away
07214765571
Tennesseeallee 126, 76149 Karlsruhe
"American Diner"
Geschrieben am 26.05.2020 2020-05-26
Jaroon's American Diner im Filmpalast am ZKM
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Restaurant
07218198787
Brauerstraße 40, 76137 Karlsruhe
"Einfach mal im Februar die Grillsaison eröffnen…"
Geschrieben am 14.04.2020 2020-04-14 | Aktualisiert am 26.02.2021
Aroma
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Imbiss
0721854462
Kriegsstraße 274a, 76135 Karlsruhe
"Vor dem Theater genossen wir die portugiesische Küche im Haus von José – war ‘ne richtig gute Idee!"
Geschrieben am 13.04.2020 2020-04-13 | Aktualisiert am 27.02.2021
Restaurant Casa do José
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Restaurant, Bistro, Bar
072191438018
Kriegsstraße 92, 76133 Karlsruhe
"Lunch für Businessmänner und -frauen mit zeitlichem und finanziellem Spielraum"
Geschrieben am 16.02.2020 2020-02-16 | Aktualisiert am 16.02.2020
Erasmus Restaurant
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Restaurant, Biergarten
072140242391
Nürnberger Str. 1, 76199 Karlsruhe
"Halb so aufregend"
Geschrieben am 12.02.2020 2020-02-12 | Aktualisiert am 13.02.2020
Pizzeria Aposto
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Restaurant, Bar, Pizzeria
07211607773
Waldstraße 57, 76133 Karlsruhe
"Oi oi oi...."
Geschrieben am 05.02.2020 2020-02-05 | Aktualisiert am 05.02.2020
Restaurant Oishii
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Restaurant, Sushibar
072147051412
Bürgerstraße 16, 76133 Karlsruhe
"Restaurantbetrieb eingestellt"
Geschrieben am 02.02.2020 2020-02-02
Kommödchen
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Weinstube, Eventlocation
07213505884
Marienstr. 1, 76137 Karlsruhe
"Auferstanden aus Ruinen"
Geschrieben am 28.01.2020 2020-01-28 | Aktualisiert am 29.01.2020
Aroma
€-€€€
Imbiss
0721854462
Kriegsstraße 274a, 76135 Karlsruhe
"Gesunde Allerweltskost"
Geschrieben am 27.01.2020 2020-01-27 | Aktualisiert am 27.01.2020
dean & david
€-€€€
Restaurant, Biorestaurant
07211519331
Kaiserstraße 223a, 76133 Karlsruhe
"Indoiranogermanische Küche"
Geschrieben am 15.01.2020 2020-01-15 | Aktualisiert am 15.01.2020
Parsifal | Indisch-Iranische Spezialitäten
€-€€€
Restaurant
072196144220
Degenfelderstraße 1, 76131 Karlsruhe









Eingang zum Lokal
Auf der Terrasse hinterm Haus
Wer sucht, der findet...Garnelen!
Tom Yam Gung
Yam Wun Sen (Glasnudelsalat)
Glasnudelsalat mit Garnelen
Gäng Pak (Gemüsecurry mit Tofu)
Gäng Kiew Wan Gai (Grünes Curry mit Huhn)
Das grüne Curry auf dem Teller angerichtet
Das grüne Curry auf dem Teller angerichtet
Das Gemüsecurry auf dem Teller angerichtet
Gäng Gai Nor Mai (Rotes Curry mit Huhn) -> Attention, explosive!
Pad Pak Tao Hu (gebr. Gemüse, aber ohne Tofu!)
Gastraum Ansicht 1
Gastraum Ansicht 2
Gastraum Ansicht 3
Gastraumimpression
Gastraumimpression 2
It's not a myth, it's a Mythos!
Gegrillter Knoblauch mit ein paar Peperoni
Tintenfischsalat des Kollegen
Auberginensticks (geschmacksneutral)
Razzos Lammkoteletts
Ein wahrlich saftiges Unterfangen!
Der Fischteller von des Razzos Gattin
Gemista mit Betonung auf dem "a"
Die Mezes Psarikon für Zwei...äh Einen!
Kalamarosalata (in klein)
Scampis in Tomatensauce mit Schafskäse-Topping
Zwei zarte Tintenfischringe (ohne Gummi)
Greek Salad
Mittelmeersprotten (mehliert und frittiert)
Knobi-Brot mit Kräuterschwerpunkt




#lambporn
Statt "Grüner Kuh" nun "Mama Thanh"
Innenansicht
Hinterer bzw. oberer Gastraum
Sushi-Theke zur Linken
Ein wenig Fingerfood vorweg
Darauf ein Ulmer Helles!
Das "Hanoier Allerlei"
Das Hähnchencurry
Curry im Detail
What the Pho???
Die "Drei Zahmen vom Grill"
Vietnam-Bulette
Der lackierte Hähnchenfuß (vorne)
Teriyaki-Rib
Chè (ohne Guevara)
Von außen
Blick auf den Bestelltresen
Ausgefallenes Mobiliar
Blich nach draußen
Die Arancini im Anschnitt
Mount Pita (Westflanke)
Mount Pita (Ostflanke)
Das Falafel-Sandwich in der Totalen
Außenansicht
Eingangsbereich
Der Gastraum
Ausschankbereich
so geht frischer Beilagensalat!
....oder so!
Die Käsespätzle
Die eine Hälfte des Wieners
Das Werkbankschnitzel in Gänze
Schnitzel-Querschnitt 1
Schnitzel-Querschnitt 2
Die Beilagenspätzle (ohne Käse)

Außenansicht
Das renovierte Innere
Dönertheke Royal
...ist ganz hübsch geworden!
Grüner Beilagensalat
That was the great Iskeeeendöör!
Lamm satt
Karisik Izgara
Innenansicht 1
Innenansicht 2
Die Küche grüßte
Es hing ein Spieß....
Espetada...medium rare
Salat zur Espetada
Frittierte Polenta
Wanzenauer Hähnchen
Kokosnuss-Tarte
Schoko-Crumble und Consorten










Portale anarchico
Starke Getränke für starke Männer
Die bequemen Plätze alle besetzt
#Bolognesepunk
Blick in den Maschinenraum
Wildes aus Wald und Flur
Gastraum vorne
Gastraum hinten
Hygienisch möglicherweise, geschmacklich mit Sicherheit fragwürdiges Endgerät
Sashimi so breit wie hoch
da waren wir noch optimistisch
In der Mitte Geheimnisvolles aus der Fritteuse
Wir rätseln jetzt noch, was sich unter der Panade verbarg
Toter Fisch
Muscheln, so zäh wie unscharf
Arme Würmchen am Spieß
Der Fluch der Pharaonin
Sättigungsbeilage 1
Sättigungsbeilage 2
Trostkugel
Wer Kunstschnee mag, wird auch dieses Eis lieben









Unter den Fittichen der Sparkasse
Östliches Huhn
Großes Unbeschwertes Rind
Kaum ist man drin, schon steht man an
Da muss man durch, wenn man sein Essen will
Mit Laub hatten es die Dekorateure nicht so













So viel fußballerisches Halbwissen sei hier mal vorangestellt, da sich zwei der chinesischen Futterphilosophie zugewandte Genussathleten in ungewohnt sportlicher Umgebung – erste gemeinsame Einkehr in einer Vereinsgaststätte (!) – auf den Weg nach Fernkost begaben.
Über den Background des Karlsruher Yangda-Konsortiums hat mein guter Gaumenfreund ja schon in seiner unverwechselbaren Art referiert. Er kennt alle beiden Filialen – laut Homepage sind es derer zwei, vielleicht existiert die dritte Dependance in der Kaiserstraße ja nicht mehr – dieser erfreulich unprätentiösen, jedoch recht authentisch auftischenden China-Gastronomie in der Fächerstadt.
Da saßen wir also in trauter Herrenrunde an einem Mittwochmittag auf dem Balkon des Yangda im Stadtteil Dammerstock, der sich etwas südlich des Zentrums erstreckt und zur Zeit der Weimarer Republik dank Walter Gropius (Bauhaus) und Konsorten zu einem der wichtigsten Beispiele für die Kunst des „Neuen Bauens“ avancierte.
Doch was interessierte uns die dort vorherrschende Zeilenbauweise mit dem Ziel einer optimalen Besonnung? Hatten wir doch sowieso Letztere im Herzen als wir das gemeinsame Mittagsmahl begingen. Und das, obwohl unsere beiden Herzensdamen nicht mit von der Partie waren. Meine bessere Hälfte musste aufgrund ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft und den dazugehörigen Begleiterscheinungen passen. Frau Oparazzo wohl aus Gründen der Solidarität mit ihr.
Mit einem alkoholfreien Hoepfner Pils (2,90 Euro) – der Mann musste ja schließlich noch den serpentinenreichen Weg zum Herrenalber Hochplateau unter Verwendung seines persönlichen Kraftwagens erklimmen – und einem Fläschchen Tsingtao (auch 2,90 Euro) – der junge Wörther gab sich ganz bewusst weltmännisch – bewaffnet, bliesen wir zum kulinarischen Sturm auf die reich gefüllte Speisenkammer des sympathischen Vereinslokals, dem man eines sicherlich nicht nachsagen konnte, nämlich der zeitgeistigen Ponzu-Yuzu-Shiso-Dashi-Mode hinterherzurennen.
Hier in der von außen eher an eine schaurige Schnitzelstube erinnernden Speisegaststätte erwarteten wir keine avantgardistische Verblüffungsküche der asiatischen Art, sondern kompetent Gewoktes – auch gerne jenseits ausgetretener Schweinefleisch-süß-sauer-Pfade.
Unser Hunger war groß. Mein verspätetes Erscheinen schien den lechzenden Rentner klammheimlich in Richtung Unterzucker zu bugsieren. Eine schnelle Entscheidung war jedoch gar nicht so einfach, da ich mir als Neuling zunächst einen Überblick über die üppige Speisenauswahl mit Hilfe der komplett laminierten Karte verschaffen wollte. Anmerkungen und Tipps meines gegenübersitzenden Tofumeisters sog ich indes ein wie das zuvor bestellte Leichtbier aus der Volksrepublik.
Wohl um eine bessere Vorstellung von den einzelnen Gerichten zu bekommen, wurden sie alle mit einem kleinen Foto in der Speisenkarte versehen. Für die hier einkehrende Klientel aus China – die Universitätsstadt Karlsruhe gibt sich heute internationaler denn je – sind die Gerichte sogar in den Schriftzeichen ihres Landes abgedruckt.
Ich staunte nicht schlecht, las ich doch von Schweinezungen mit Lauchzwiebeln, tausendjährigen Eiern (für Historiker nicht uninteressant), Schweineohren und gebratenem Schweinemagen mit Paprika. Wenn eine Nation das Borstenvieh (egal ob juvenil oder senil) komplett verwertet, dann sind es wohl die Chinesen, ging es mir durch die Birne.
Um den Dammerstocker Aromafrieden am Tisch nicht zu gefährden, einigten wir uns im Stile daoistischer Geschmackszwillinge auf drei Tellergerichte:
Herr Yin sicherte beim doppelt gebratenen Schweinebauch mit Zwiebeln und Paprika (8,90 Euro) seine vollste Unterstützung zu und ließ sich gleichzeitig von seiner Lammfleisch-mit-Kreuzkümmel-Idee (11,90 Euro) nicht abbringen, was auch dem Herrn Yang aromatisch sehr zu Pass lief. Dieser wiederum setzte das Hühnerbeinfleisch nach guter alter Gong-Bao-Sitte (10,90 Euro) – einem Klassiker aus der südchinesischen Provinz Szechuan – durch.
Für die Daheimgebliebenen orderten wir zwei Portionen des ebenfalls aus dem Südwesten Chinas stammenden Scharfmachers namens „Mapo Tofu“ (jeweils 7,90 Euro), ein mir bis dahin völlig unbekannter Zungenerhitzer aus Tofuwürfeln und Schweinehack, der meiner Frau und mir am Folgetag mit seiner fast den Tatbestand der Körperverletzung erfüllenden, höllisch scharfen Reiswein-Soja-Chilisoße aber sowas von einheizte.
Die Portionen im Yangda geraten zwar nicht in den Verdacht „Schmalhansens Notrationen“ zu sein, sind aber auch nicht übertrieben üppig angelegt. Klar hätten auch zwei Tellergerichte gereicht, zumal das Ganze ja mit einer ordentlichen Menge Klebereis verspachtelt wurde, aber allein der kulinarischen Neugier willen geriet unser Mittagslunch zur genussvollen Drei-Teller-Orgie, die uns später schwer gesättigt in die jeweilige Heimat entließ.
Der doppelt gebratene Schweinebauch brachte dabei genau die richtige Würze aufs Porzellan, die den in dünnen Scheiben servierten, knusprig-zarten Leckerbissen gerecht wurde.
Keine Ahnung, ob da auch ein wenig in die Glutamat-Tüte gegriffen wurde. In der Karte war jedenfalls nur Kartoffelmehl als „Stärkemittel“ ausgewiesen. Knackige Zwiebeln und Paprika ergänzten den chinesischen Schweineklassiker um ein paar frische Aspekte. Ein rundum gelungener Einstieg, der mir das „Mit-den-Stäbchen-essen“ ganz schnell abgewöhnte, da sich mein Appetit nicht so recht mit meiner semiprofessionellen Klemmakrobatik vertragen wollte.
Die mit Kumin verfeinerten Lammfetzen kamen geschmacklich hervorragend ausbalanciert aus dem Wok. Ich war überrascht, wie gut sich das häufig in der Küche des Nahen Ostens anzutreffende, intensiv duftende Gewürz mit dem Fleisch vertrug. Denn der gerne zur Aromentyrannei neigende Kreuzkümmel unterhielt sich mit den zarten, überhaupt nicht totgebratenen Lammschnipseln „auf Augenhöhe“. Keine Frage, das Leib- und Seelengericht des promovierten Chineasten aus Bad Herrenhalb hielt auch den Erwartungen seines Asia-Azubis stand. Ein Teller wie geschaffen für perpetuales Dauerdinieren in bester Gesellschaft.
Teller Nummer Drei hatte zartes Hühnerschenkelfleisch mit einer an Teriyaki erinnernden, etwas dickflüssigeren Sauce auf Sojabasis zu bieten.
Zwischen dem saftigen Geschnetzelten vom Huhn tummelten sich eher grob geschnittene Frühlingszwiebeln, getrocknete Chilischoten und jede Menge Erdnüsse.
Szechuan-Pfeffer, Ingwer und Knoblauch waren weitere Mitstreiter auf dem Teller, die sich allerdings in wohltuender Zurückhaltung übten. Der Versuch, eine der roten Schoten zumindest teilweise zu verzehren, scheiterte jäh und hinterließ am Gaumen verbrannte Erde.
Nach dem Motto: „Versuch macht kluch“ wurden die restlichen Scharfmacher geflissentlich aussortiert. Neben ein paar groß geschnittenen Zwiebelstücken und etwas Frühlingslauch waren sie jedoch die einzigen Überbleibsel unseres Mittagsmahls, wie die ansonsten blank geputzten Teller bewiesen.
Wie zufrieden doch ein gutes Essen mit einem Gleichgesinnten macht. Und das ganz ohne Spektakel auf dem Teller oder Hochartistik am Herd. Konfuzius sagte mal: „Es gibt niemanden, der nicht isst und trinkt, aber nur wenige, die den Geschmack zu schätzen wissen.“ Schön, wenn man sich mit solch einem Mitstreiter ein Mittagessen teilen darf.
„Danke für diese wohlschmeckende Asia-Erfahrung, Herr Yin.“ sagte Herr Yang und fügte noch hinzu: „Ich freue mich schon auf unser nächstes Treffen.“ Dann trennten sich ihre Wege und die „Mapo-Tofu-Leiden“ des jungen Wörthers nahmen ihren Lauf…