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Ristorante - Eingang mit Tagesgerichten
Ristorante im Römerkastell Cannstatt
Ristorante - Weinlager
Vitello Tonnato
Filetto al Pepe verde
Espresso doppio
Ristorante im Römerkastell Cannstatt











Das Ambiente
Gegenüber der letzten Bewertung unverändert mit der Ausnahme, dass sämtliche Räume ab 19:00 Uhr gerammelt voll waren. Carmine Scaglione - der Wirt - erkannte mich sofort wieder. Er freute sich sichtlich sehr über die schnelle Wiederholung meines Besuchs. Mit offenen Armen kam er hinter dem Tresen hervor und umarmte mich mit typisch süditalienischer Herzlichkeit, nahm mich bei der Hand und führte mich durch die Küche. Da es noch relativ früh am Abend war (17:00 Uhr), hatte ich die Gelegenheit mit dem Chefkoch - Armando Sila – einen kleinen Plausch zu machen. Jetzt bin ich davon überzeugt, dass hier wirklich nach traditionell neapolitanischer Art gekocht wird. Ein toller Start.
Für den Service
gilt ebenfalls das bereits Gesagte. Hier möchte ich noch die beeindruckende Show, mit der Carmine seine Tagesempfehlungen vorstellt beschreiben. Nach dem Amuse Bouche (Fruchtcocktail, Parmesan aus dem Laib gestochen, Olivenöl - extra vergine - und dem Brot) erscheint Carmine am Tisch, in der linken Hand drei Fische (darunter eine prächtige Dorade) in der rechten einen lebenden Astice (Hummer). Er empfiehlt „Dazu können wir Nudeln machen“ mit einem Wink zum Wandbord, auf dem eine Packung Linguini stand, von einer der drei verbliebenen Manufakturen in Gragnano, die heute noch traditionell mit Bronzewalzen ihre Produkte fertigen und das für Gegend von Napoli bekannte Mehl aus Hartweizen mit seinem ganz besonderen Geschmack verwenden (Pastifico Fealla Gragnano -Napoli)..
Neben ihm trägt einer der Köche ein riesiges toskanisches T-Bone Steak der Sorte Chianina auf der Schulter, zart marmoriert, von dem, falls man es wählt, der Koch auf einem fahrbahren Hackblock, vor den Augen der Gäste eine ca 500 gr. schwere Scheibe schneidet , die dann in die Küche wandert. Wirklich beeindruckend.
Entschieden habe ich mich für
Vorspeise Insalata di mare (16,90 €), einen nach meinen Wünschen zusammen Antipastiauswahl (Kommentar des Chefs „kein Problem"). Was serviert wurde hat meine Vorstellung bei weitem übertroffen.
· Eine Muschelschale (Jakobsmuschel) voll Oktopus-Carpaccio angemacht in einem köstlichen Zitronen-Kräuterdressing
· Gebratene Sardine und Pulpo (Beutel und Kopf)
· Bruschetta
· Gebratenes Gemüse (Grüne Bohnen, Tomaten, Auberginenscheiben, Paprika, Kartoffelscheibe
· Eine Kugel Burrata (sahnige Sonderform der Mozarella)
· Parmaschinken und Coppa Piacentina (eine Spezialität aus dem oberen Teil des Schweinenackens, aus der Emilia Romana)
· Das ganze mit einem Grissini im Ring dekoriert
· Nicht vergessen möchte den dazu auf dem Tisch aufgestellten Korb mit halbierten, ganzen Zitronen, die Carmine mit einer geschickten Handbewegung auspresste und über die Antipasti träufelte, sowie die Salzmühle, beschickt mit Sale Rosa „Himalaya Stein-Salz“ , das seinen besonderen Geschmack durch die Eiseneinschlüsse erhält.
Danach wäre ich eigentlich schon satt gewesen. Aber ich hatte ja noch (freitagsmässig) als Hauptgericht Hummer bestellt.
· Der Halbe Hummer (Astice) (22,50 €) wurde serviert mit Linguini in Tomatensoße (ist normalerweise nicht mein Fall, aber dieses Gericht schmeckte köstlich). Auch das passende Werkzeug dazu stimmte (Hummerzange und -Gabel).
Getrunken dazu habe ich einen
· Frentano Trebbiano d Abruzzo DOC (0,2 l à 4,60 €) serviert in einem nach unten verjüngten Pokal (Weissweinglas) und ein
· Aqua Panna (2,30 €)
Vollkommen zufrieden habe ich das Lokal nach 2½ stündigem Genuss mit der festen Überzeugung, dass sich diese Entdeckung mal wieder gelohnt hat.