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Orangerie
Gruß aus der Küche
Canard à l’Orange - Sauce au Grand Marnier
Bouillabaisse Marseillaise
Gruyère, Rouille auf knusprigem Croûton
Tresen mit Tür zur Weinabteilung


Gaststube
Rigatoni in Paprika-Rahmsosse
Insalata Italia
Spaghetti Frutti di Mare
Tagliatelle al Salmone
Diavolole
Tarka Dal

MÜHLEN! :-)

Achtung Feuerwehr!

7-Mühlental am Reichenbach
.... der Besen hängt draußen
Kalbsbratwurst mit Kartoffelsalat
Fleischküchle mit Kartoffel- und Krautsalat


Amuse bouche
Délice von der Ente, Leberterrine, gebackene Keule und geräucherte Brust mit Ananas, Pfeffer und Süßkartoffel
Schloss Ortenberg, Scheurebe feinfruchtig 2024
Tranche vom Winterkabeljau mit Kalbskopfgraupen, Rosenkohl und Krustentier-Bisque
Château des Jacques Beaujolais Blanc, Chardonay 2024
Suprême vom Schwarzfederhuhn „Label Rouge“ mit Schwarzwurzelfrikassee, Baumkuchen, Périgord Trüffel und Sauce Périgueux
La Vaisinerie Puisseguin St. Emilion AC 2020 (Merlot, Cabernet Franc)
Käseteller, Auswahl von verschiedenem Käse mit Dörrobst Chutney
Rhabarber Mousse auf Macadamia Cookie mit eingelegtem Rhabarber und Basilikum
"Clos Uroulat" Jurançon Domaine Charles Hours 2020 (Petit Manseng)
Feine Mignardises










Wer auch immer von Schliemanns Nachnachnachfahren in 1000 Jahren dieses Lokal ausgraben wird, wird nicht schlecht staunen. Hier liegen mehrere architektonische Epochen übereinander geschichtet, hier wurden mehrere Ebenen angebaut, überklebt, ummauert, verkleidet, angedockt. Leider habe ich keine Erinnerung mehr, welcher gastronomische Betrieb hier früher ansässig war. Der grosse Coup des jetzigen Betreibers ist sicherlich die überdachte Aussenterrasse, die quadratmetermässig den Innenraum um einiges übersteigt. Dennoch zieht es uns in den inneren Gastraum, der angenehm klimatisiert ist. Draussen steht die Luft.
Die Servicedame bemerkt uns sofort und grüsst sehr freundlich. Offenbar verkehrt hier eine feste Community, ein bestimmtes Stammpublikum, zu dem wir noch nicht gehören. Das Speisenangebot ist durchweg fleischlastig und herzhaft, mit mediterran-albanischem (?) Anklang. In der Küche wird mächtig gegrillt und gebrutzelt – draussen genauso mächtig was weggeputzt. Unsere Wahl fällt auf 7 Cevapcici mit Fritten und Salatbeilage (11,90 Euro), sowie einen Bauernsalat (normal: 7 Euro, heute als Mittagsangebot: 6 Euro). Dazu Cola zero (die 0,33-Liter Flasche für 3,50 Euro) und ein Glas Rosewein (0,2 Liter für 4,50 Euro).
Die Cola kommt direkt aus dem Kühlschrank, die Eiswürfel dazu hätte es eigentlich nicht mehr gebraucht. Auch der Rosewein ist gut gekühlt und feinherb. Obwohl zur besten Mittagszeit der Laden brummt, bleibt die Servicedame ruhig, freundlich und gelassen, jedoch gleichbleibend zupackend. Nach einer Viertelstunde wird auch schon unser Essen serviert. Sieht optisch gut aus. Die Cevapcici haben gehörig Feuer abbekommen und sind schön kross, die dazu servierten Fritten eher unspektakulär und die Salatbeilage relativ geschmacksneutral. Ebenso der Bauernsalat: alle Bestandteile gut gekühlt (fast eisig), Tomate und Gurke jedoch in sehr grosse, unhandliche Stücke geschnitten und ziemlich wässrig. Dass der Käse darüber gehobelt wird, haben wir so noch nirgendwo gesehen. Dazu werden zwei Fladenbrote serviert, die allein schon satt machen würden.
Die Mengen sind beeindruckend, doch es fehlt an Raffinesse und am besonderen Kick. Mit Pfeffer+Salz, Essig+Öl sorgen wir für mehr Aroma. Den Bauernsalat kann man sich als Beilage denken – an heissen Tagen wie dem heutigen gibt er auf jeden Fall ein vollwertiges Mahl ab. Desserts (wie Baklava) finden sich auf der Karte und auch in der Auslage. Doch dafür hätten wir keinen Platz mehr.
Der Weg zur Toilette fühlt sich wie eine Zeitreise zurück in die 1970er an. Der Weg zurück wiederum wirkt geradezu futuristisch. Obwohl das Lokal im Erdgeschoss liegt, kann es durch seine architektonischen Tücken nicht als barrierefrei bezeichnet werden. Dafür gibt es genügend (kostenpflichtige) Parkplätze direkt vor der Türe und auf der gegenüber liegenden Strassenseite. Eine Sparkasse und eine Apotheke sind gleich nebenan zu finden. Unser Besuch in Troja wird trotz der Vorzüge wahrscheinlich einmalig bleiben.