Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen Schreiber" persönlich kennengelernt und jedes Treffen war sofort auf einer Wellenlänge. Aus angeklickten "Freunden" sind Freundschaften entstanden.
Ich bemühe mich um aussagefähige, nachvollziehbare und faire Beiträge. Ich versuche, meine Zeit in gute, genussvolle Erlebnisse umzuwandeln und den Lesern Tipps zu geben.
Mein Mann und ich gehen gerne Essen, nehmen uns dazu auch Zeit. Beide essen wir wenig Fleisch, Speck mögen wir beide gar nicht. Wenn Fleisch, dann informieren wir uns gerne über die Herkunft des Fleisches. An Fisch, Beilagen und Gemüse darf es bei mir alles sein, aber bitte ohne Kümmel (Schwarzkümmel und Kreuzkümmel dafür gerne!).
Ich möchte im Restaurant mindestens so gut wie zu Hause essen. Ein gepflegtes, sauberes Ambiente vorfinden. Mich als Kunde und Gast fühlen. Da ich selbst sehr gerne koche, hole ich mir im Restaurant gerne Ideen. Es kommt auch vor, dass ich hartnäckig Zutaten und Zubereitungen erfrage.
Es stört mich, dass immer mehr Convenience-Produkte in der Gastronomie Einzug erhalten. Ich gehe nicht ins Restaurant um Fertigprodukte zu essen, denn die gibt es bei uns zu Hause auch nicht.
Ich bewerte nach dem Preis/Leistungsverhältnis.
Ein einfaches Lokal oder ein Imbiss kann daher mir eine hohe Punktzahl erreichen. Ich halte es für falsch, ein Bistro nach den Maßstäben eines Gourmetlokals zu bewerten.
Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 615 Bewertungen 934408x gelesen 16235x "Hilfreich" 15006x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 19.02.2019 2019-02-19| Aktualisiert am
19.02.2019
Besucht am 31.12.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 112 EUR
Am Silvesterabend verwöhnen wir uns eigentlich ganz gerne selbst mit feinen Leckereien zu Hause. Aber die richtige Idee fehlte 2018.
Kurzentschlossen rief ich im Landgasthaus Böß an und die nette Dame am Telefon hatte sogar noch einen Tisch für uns beide frei. Wir freuten uns auf den Abend, denn vor einigen Jahren feierten wir schon einmal mit Freunden bei „Hajo“ Silvester.
Früher waren wir öfter mal zum Abendessen hier. Aber inzwischen ist das Restaurant nur noch sonntags mittags geöffnet. Das Hauptgeschäft liegt inzwischen bei Partyservice, Catering und Events im eigenen Haus. Bei Veranstaltungen im Umkreis bin ich immer wieder beruhigt, wenn das Catering vom Landgasthaus Böß angekündigt wird. Denn dann ist es abwechslungsreich und gut.
Soweit ich weiß, betreibt Hajo Böß den Betrieb nun in 3. Generation.
Hajo ist Inhaber und Chef / Chefkoch des Landhauses. Eine fröhliche hunsrücker Schnauze, Herz am rechten Fleck, immer gut drauf mit ordentlich Schalk im Nacken. So bezeichnet er Schwollen (knappe 500 Einwohner) als „das Herz Europas“, das Lachsgericht taucht als „toter Fisch“ und Mineralwasser als „Schwollener Südhang“ auf der Quittung auf.
Begrüßt wurden wir am frühen Silvesterabend vom Chef persönlich, die Jacken abgenommen und hinein geht es in den urig gemütlichen Dorfsaal.
Dieser war schon festlich hergerichtet. Die Tische schön eingedeckt, teilweise mit großen silbernen Kerzenleuchtern ausgestattet. Zwei große geschmückte Tannenbäume brachten weihnachtliche Stimmung in den Saal. Unser Tisch war auf der Bühne reserviert. Von hier aus hatten wir den besten Blick über die nacheinander eintrudelnden Gäste. Blick von unserem Tisch auf der Bühne
Und waren froh, dass wir hier oben nicht für ein Unterhaltungsprogramm zuständig waren.
Im Saal war zum Glück noch immer alles unverändert. Der riesige Gußofen bollerte schön vor sich hin und sorgte für angenehme Wärme. Wie viele Feste haben der Holzdielenboden und die einfachen Wirtshausstühle schon überstanden? Über der Wandvertäfelung die alte grünlich-verblasste Stoff-Wandbespannung. Steht der Saal unter Denkmalschutz? Ich würde es mir wünschen. .
Jedenfalls war die Akustik bei voll besetztem Saal (ich schätze ca. 80 Personen) noch angenehm.
Die Speisekarte für den Silvesterabend wurde gereicht.
Wir bestellten den Schwollener Südhang (Schwollener Mineralwasser) - 0,75 l - € 5,80 und ich durfte, als Beifahrerin, ein Gläschen trockenen Winzersekt - € 3,80, genießen.
Die Speisen des umfangreichen Vorspeisenbuffets waren auf der Karte aufgeführt. .
Darunter standen die insgesamt 12 Hauptgerichte. Hier sollte wirklich jeder seinen Favoriten finden, auch an die „kleinen Tischfeuerwerker (= Kinder) wurde gedacht.
Darunter fand sich die Dessertauswahl.
Der Preis für die Speisen des Abends inklusive Vorspeisen- und Nachspeisenbuffet bestimmt das gewählte Hauptgericht. Das günstigste vegetarische Gericht lag bei € 29,90, das teuerste Gericht bei € 46,90.
Für den Hauptgang entschied sich mein Mann für das Lachsfilet unter Süßkartoffelhaube und Rahmwirsing - € 42,90. Als Fan von Hajos Wildgerichten wählte ich das Hirschragout mit Boskoopapfel, Birne mit Preiselbeeren - € 33,90.
Dazu vom Naheweingut Genheimer-Kiltz der Grauburgunder, 0,2 l - € 5,30.
Somit war der Weg des Abends entschieden. Und los ging es am umfangreich-kreativen Vorspeisenbuffet mit einem kleinen Salatteller und einem marinierten Satéspieß. Auswahl vom Salatbuffet
Auf sättigendes Brot und Suppe verzichteten wir ganz bewusst. . . .
Danach schlemmten wir uns durch Räucherfisch, Kartoffelsalat mit schwarzem Sesam, Falafel auf Kichererbsen, Entenbrust. Mich begeisterte ganz besonders das Hirschfilet mit Apfel-Nuss-Salat! Hirschfilet, Entenbrust, Räucherlachs, Forellenfilet, Kartoffelsalat, Falaffel
Die umsichtige und wir immer freundliche Servicemann- /frauschaft hatte alles im Blick, benutzte Teller wurden zügig abgeräumt und leere Gläser schnell bemerkt. Den Zeitpunkt des Hauptganges konnten die Gäste nach Wunsch abrufen.
Und es ging aus wie erwartet: So sehr wir uns auch bei den vielfältigen Vorspeisen beherrscht hatten, das Hauptgericht hätten wir nicht mehr unbedingt gebraucht.
Heiß und auf vorgewärmten Tellern wurden unsere Hauptgerichte serviert. Dazu die (zu) umfangreichen Beilagen in kleinen Schälchen: Reis, Pommes, Kroketten, Butterspätzle, kleine Schwenkkartoffeln. Und sogar noch Wirsing und Rotkraut.
Das Lachsfilet leider ein Tick zu lange gegart, aber noch nicht zu trocken. Lachsfilet unter Süßkartoffelhaube
Mein Hirschragout zart und saftig in der Sauce. Hirschragout mit Boskoopapfel
Diese leider eine helle Sauce. Eine dunkle Wildsauce hätte mir besser gefallen.
Zu schaffen war die Portion nicht, da waren wir nicht die Einzigen. Die Fotos sind mir leider nicht sehr gelungen.
Hajo plauderte mit den Gästen und fragte nach der Zufriedenheit. Viele Gäste gaben an, dass die Portionen wirklich zu großzügig sind. Ich machte den Vorschlag, lieber weniger zu servieren und einen Nachschlag für die wenigen sehr hungrigen Gäste anzubieten. Dies kam wohl an. Ist einfach zu schade, wenn nachher so viel übrig ist.
Das Dessertbuffet wurde im eigentlichen Gastraum aufgebaut. .
Platz fand sich nur noch für eine kleine Portion Himbeer-Crème brûlée, mein Mann konnte der dunklen Schokomousse nicht widerstehen.
Fazit: Das war ein toller und fröhlich-freundlicher Abend in Schwollen mit einem top Preis-Leistungs-Verhältnis.
Nicht weit zu fahren für uns, kein Silvester-Chi-Chi. Für die Gäste zauberte das fleißige Team des Landgasthauses tolle Gerichte in rustikaler Landhausatmosphäre. Gegen 22.00 Uhr machten wir uns auf den Heimweg um mit der Nachbarschaft auf 2019 anstoßen zu können.
Und auch im Landgasthaus Böß ist um 23.27 Uhr offiziell verdienter Feierabend! Dies wird allen Gästen vorab bei der Reservierung mitgeteilt, die Stammgäste wissen es ohnehin. Denn den Jahreswechsel feiert Hajo alleine mit seinem Team. Ohne, dass noch Gäste bedient werden. Das finde ich richtig sympathisch! Und wohl auch sein Team. Im Umkreis beklagen sich immer mehr Betriebe über Personalmangel. Im kleinen und abgelegenen Schwollen findet man immer wieder bekannte Gesichter im Service und viele junge (und hübsche) Aushilfen die einen klasse Job machen.
Am Silvesterabend verwöhnen wir uns eigentlich ganz gerne selbst mit feinen Leckereien zu Hause. Aber die richtige Idee fehlte 2018.
Kurzentschlossen rief ich im Landgasthaus Böß an und die nette Dame am Telefon hatte sogar noch einen Tisch für uns beide frei. Wir freuten uns auf den Abend, denn vor einigen Jahren feierten wir schon einmal mit Freunden bei „Hajo“ Silvester.
Früher waren wir öfter mal zum Abendessen hier. Aber inzwischen ist das Restaurant nur noch sonntags mittags geöffnet. Das Hauptgeschäft liegt... mehr lesen
4.5 stars -
"Silvesterschlemmen im Dorfsaal" PetraIOAm Silvesterabend verwöhnen wir uns eigentlich ganz gerne selbst mit feinen Leckereien zu Hause. Aber die richtige Idee fehlte 2018.
Kurzentschlossen rief ich im Landgasthaus Böß an und die nette Dame am Telefon hatte sogar noch einen Tisch für uns beide frei. Wir freuten uns auf den Abend, denn vor einigen Jahren feierten wir schon einmal mit Freunden bei „Hajo“ Silvester.
Früher waren wir öfter mal zum Abendessen hier. Aber inzwischen ist das Restaurant nur noch sonntags mittags geöffnet. Das Hauptgeschäft liegt
Geschrieben am 29.01.2019 2019-01-29| Aktualisiert am
29.01.2019
Gerade hatte ich ein sehr nettes Telefonat mit Frau Armbruster.
Meine spontane Tischreservierung für kommenden Freitag war leider nicht möglich.
Hotel und Restaurant sind bis voraussichtlich Mitte Februar geschlossen. Das Hotel samt Zimmer wird zur Zeit umfassend renoviert. Einblicke für die neuen Zimmer findet man auf der Homepage.
Neben der Renovierungsarbeiten strotzt der Familienbetrieb noch vor neuen kulinarischen Ideen!
Wir freuen uns auf die Neueröffnung und sind gespannt auf die neue Speisekarte!
Das Landhaus ist mein Tipp für Wanderer, Naturverbundene und Ruhesuchende.
Und Genießer :-)
Gerade hatte ich ein sehr nettes Telefonat mit Frau Armbruster.
Meine spontane Tischreservierung für kommenden Freitag war leider nicht möglich.
Hotel und Restaurant sind bis voraussichtlich Mitte Februar geschlossen. Das Hotel samt Zimmer wird zur Zeit umfassend renoviert. Einblicke für die neuen Zimmer findet man auf der Homepage.
Neben der Renovierungsarbeiten strotzt der Familienbetrieb noch vor neuen kulinarischen Ideen!
Wir freuen uns auf die Neueröffnung und sind gespannt auf die neue Speisekarte!
Das Landhaus ist mein Tipp für Wanderer, Naturverbundene und Ruhesuchende.
Und Genießer :-)
Landhaus Am Kirschbaum
Landhaus Am Kirschbaum€-€€€Restaurant, Hotel0653393950Am Kirschbaum 55, 54497 Morbach
stars -
"Ein Landhaus in Bewegung - zur Zeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen" PetraIOGerade hatte ich ein sehr nettes Telefonat mit Frau Armbruster.
Meine spontane Tischreservierung für kommenden Freitag war leider nicht möglich.
Hotel und Restaurant sind bis voraussichtlich Mitte Februar geschlossen. Das Hotel samt Zimmer wird zur Zeit umfassend renoviert. Einblicke für die neuen Zimmer findet man auf der Homepage.
Neben der Renovierungsarbeiten strotzt der Familienbetrieb noch vor neuen kulinarischen Ideen!
Wir freuen uns auf die Neueröffnung und sind gespannt auf die neue Speisekarte!
Das Landhaus ist mein Tipp für Wanderer, Naturverbundene und Ruhesuchende.
Und
Geschrieben am 26.01.2019 2019-01-26| Aktualisiert am
06.12.2019
Besucht am 06.12.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 117 EUR
Der Nikolaustag ist für uns seit 17 Jahren ein Feiertag. Wir verbinden diesen Tag gerne mit einem Kurztrip.
Wir entschieden uns für einen Ausflug in die Pfalz. Denn im Weingut Nicole Graeber war der wunderbare Gelber Muskateller Sekt brut nature endlich wieder verfügbar. Ein paar Flaschen sollten nach Idar-Oberstein umziehen.
In unserer Lieblingspension in Maikammer war auch noch ein Zimmer frei. Das lief wie geschmiert!
Und auch die telefonische Tischreservierung beim „Winzer“. Sehr freundlich, da freut man sich gleich noch mehr auf den Ausflug.
Am frühen Abend trafen wir, nach dem Einkauf bei Frau Graeber, zu Fuß ein. Der Innenhof weihnachtlich dekoriert und beleuchtet. Schiefertafeln mit saisonalen Gerichten weckten den ohnehin schon vorhandenen Appetit.
Kastaniensaumagen? Ich liebe ihn!
Innen empfing uns heimelige Wärme und nette Mitarbeiter. Eine junge Dame begrüßte uns und begleitete uns zum reservierten Tisch. Urgemütlich, obwohl unser Tisch mitten im Raum steht. Aber ein wärmender Ofen, halbhohe Raumteiler und stimmige, sehr weihnachtliche Deko sorgten für den Wohlfühlfaktor.
Auch die Akustik war, selbst nachdem fast alle Tische belegt waren, noch angenehm.
Die „Qual der Wahl“ begann mit der gereichten wohlsortierten Speisekarte. Der Saumagen? Ein Wildgericht? Fisch oder doch die saisonale Gans?
Um Zeit zu gewinnen bestellten wir erst einmal 1 Flasche Mineralwasser, € 5,00 / 0,75 l. 2 Gläser Riesling Sekt - € 4,00
Die Getränke wurden gut temperiert serviert und der Winzersekt überzeugte sehr.
Kurz darauf der erste Küchengruß und wir fühlten uns sehr willkommen.
Beim Wein vertrauten wir auf die Empfehlung des Herrn im Service (oder Inhaber?):
1 Flasche 2016er Autumnus Cuveé weiß - € 23,00 / 0,75 l. Der Wein schlug die Brücke unserer sehr unterschiedlichen Hauptspeisen sehr gut!
Zunächst aber für uns beide die gleiche Vorspeise:
Die gebratenen Jakobsmuscheln auf Carpaccio von roter Beete an Trüffel-Vinaigrette und Kürbis-Risotto - € 13,80
Auf die Vorspeise mussten wir nicht lange warten. Farbenfroh auf schwarzem Teller angerichtet. Farbenfrohe Speisen mag ich sehr, die verspielte Anrichte irritierte mich allerdings schon. Jakobsmuscheln auf Carpaccio von roter Beete
Ein bisschen rot, ein bisschen gelb, grün und weiß noch dazu. Irgendwie gewollt modern, anstatt hinter ordentlicher frischer Winzerküche zu stehen? Egal, auf den Geschmack hatte es keinen Einfluss. Auch die Teller mit angerauter Oberfläche nicht, aber die kratzenden Geräusche des Bestecks erinnern an den Fingernagel auf der Schultafel.
Zum Geschmack: Die Jakobsmuscheln sehr gut gebraten, schön aromatisch die Beete. Im Eingangsbereich lag der aufgeschlagene „Feinschmecker“ mit dem Trüffelthema. Leider ließ sich das Trüffelaroma bei dieser Vorspeise nur schwer finden. Das Kürbis-Risotto, wohl lange vorbereitet, daher eher ein Pürree. Keine schlechte, aber eine verbesserungswürdige Vorspeise.
Mein Mann wollte gerne auch als Hauptgang Fisch. Diese Entscheidung fiel dann leicht. Das einzige Fisch- / Meeresfrüchtegericht:
Die Trilogie von Zander, Jakobsmuschel und Garnele mit feinen Zitronengras-Aromen und Fleur de Sel gewürzt, an Hummer-Pernod-Schaum, Marktgemüse und Kürbis-Risotto - € 25,80
Die Wiederholung der Jakobsmuschel zur Vorspeise störte nicht. Aber das Kürbisrisotto musste nicht noch einmal sein. Service und Küche hatten gar kein Problem damit die Beilage in feine Bandnudeln (auf der Karte als Beilage vorhanden) zu tauschen.
Kein Saumagen für mich, sondern die Brust von der Martinsgans auf Gänsejus, Kartoffelknödel, Rotkohl, glasierte Maronen und Schmorapfel mit Preiselbeerfüllung - € 25,80
Den Ausschlag für meine Entscheidung gab die Angabe der Herkunft: Niederwildrevier Franz-Gustav Winkler, Böbingen/Pfalz.
Wieder agierte die Küche flott. Für uns, eingestellt auf einen gemütlichen Abend, schon zu flott. Vielleicht musste der Koch noch den Nikolaus für seine Kinder geben? Teilweise konnte ich einen Blick in die geschäftige Küche durch die Durchreiche werfen.
An die kratzigen schwarzen Teller gewöhnten wir uns… fast. Und wieder erreichte uns eine bunte Vielfalt.
Zander, Muschel und Garnele auf den Punkt gebraten. Vielfältige Gemüsebeilagen, alle knackig und frisch. Darunter die hippen Flower Sprouts (Kreuzung aus Rosen- und Grünkohl). Zander, Jakobsmuschel und Garnele Feine Bandnudeln zum Fisch
Alles war perfekt gegart, dennoch etwas unharmonisch in der Zusammenstellung. Saisonal Kohl, Bohne, weißer und lila Blumenkohl, Karotte. Das hätte gereicht. Zitrone zum Fisch passt. Dann noch grüner Spargel, Champignon, Tomate und Peperoni? Das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“.
Es schmeckte alles, aber die Kombination war einfach zu viel. Die dazu umbestellten feinen Bandnudeln mit Gemüsesteifen passten sehr gut.
„Meine einzige Gans 2018“ überzeugte ganz! Knusprige Haut, saftiges Fleisch. Brust von der Martinsgans
2 Knödel und Rotkohl wurden separat gereicht. Auch Nachschub des feinen Gänsejus in der Sauciere. ÜPPIG! Brust von der Martinsgans mit Beilagen
Mit meiner Wahl war ich sehr zufrieden. Leider habe ich nicht alles geschafft. Alles war sehr schmackhaft. Maronen mag ich sehr, beim Rotkohl und den Knödeln habe ich Zweifel, ob sie hausgemacht waren. Eher nicht. Rotkohl geht besser, die Knödel waren gut. Die klassische Ergänzung dieses Wintergerichtes mit Apfel, Preiselbeeren, Orangenscheibe und Traube passte gut. Aber Erdbeere und Himbeere zu dieser Speise? Manchmal ist weniger mehr.
Ein Dessert schafften wir nicht mehr. Mein Mann gönnte sich noch als Digestif ein Altes Pflümle - € 4,00.
Auf der Suche nach den Toiletten fand ich die sehr schönen Gästezimmer im 1. OG. Wenn in unserer Lieblingspension mal kein Zimmer frei ist, werden wir gerne hier anfragen.
Die gepflegten Nassräume fand ich schließlich außerhalb des Restaurants. Ein paar Schritte gegenüber dem Eingang.
Dies war wieder einmal ein sehr schöner Abend Maikammer, erstmalig zur Weihnachtszeit. Wir wurden sehr freundlich von den aufmerksamen Mitarbeitern verabschiedet.
3 GastroGuidekollegen waren vor uns schon hier. Wie nicht anders erwartet, zeigte sich an unserem Abend, dass es 3 sehr gute Empfehlungen waren!
Der Nikolaustag ist für uns seit 17 Jahren ein Feiertag. Wir verbinden diesen Tag gerne mit einem Kurztrip.
Wir entschieden uns für einen Ausflug in die Pfalz. Denn im Weingut Nicole Graeber war der wunderbare Gelber Muskateller Sekt brut nature endlich wieder verfügbar. Ein paar Flaschen sollten nach Idar-Oberstein umziehen.
In unserer Lieblingspension in Maikammer war auch noch ein Zimmer frei. Das lief wie geschmiert!
Und auch die telefonische Tischreservierung beim „Winzer“. Sehr freundlich, da freut man sich gleich noch... mehr lesen
Zum Winzer
Zum Winzer€-€€€Restaurant063215410Weinstraße Süd 8, 67487 Maikammer
4.0 stars -
"Ein sehr gelungener Nikolausabend" PetraIODer Nikolaustag ist für uns seit 17 Jahren ein Feiertag. Wir verbinden diesen Tag gerne mit einem Kurztrip.
Wir entschieden uns für einen Ausflug in die Pfalz. Denn im Weingut Nicole Graeber war der wunderbare Gelber Muskateller Sekt brut nature endlich wieder verfügbar. Ein paar Flaschen sollten nach Idar-Oberstein umziehen.
In unserer Lieblingspension in Maikammer war auch noch ein Zimmer frei. Das lief wie geschmiert!
Und auch die telefonische Tischreservierung beim „Winzer“. Sehr freundlich, da freut man sich gleich noch
Geschrieben am 12.01.2019 2019-01-12| Aktualisiert am
13.01.2019
Besucht am 25.11.20183 Personen
Rechnungsbetrag: 56 EUR
Vor einem Kinobesuch wurde es mir zu knapp selbst zu kochen. Wir sind keine Fans der Buffetverköstigung, aber vor dem Kinobesuch erschien es uns ganz praktisch. Besonders, weil man den zeitlichen Ablauf selbst in der Hand hat.
Die asiatische Küche mögen wir und würden wir bei besserem Angebot gerne öfter mögen. Daher passte es mit dem Kaiserpalast recht gut.
Wir waren bestimmt 4 – 5 Jahre nicht mehr dort essen. Bei unserem letzten Besuch, nach einem Kinobesuch (ca. 20.30 Uhr bei unserem Eintreffen) war es schon recht ruhig im Restaurant. Kaum fingen wir an zu essen, wurden Stühle gerückt und Tische abgewischt. Und mit dem gleichen Lappen der Kinderstuhl samt Sitzfläche und Fußstütze, dann wieder die Tischplatten. Dies mag vielleicht auch in anderen Häusern so gemacht werden, aber bitte: ICH WILL ES NICHT SEHEN! Noch schöner wäre es, der gesunde Menschenverstand nicht so abstumpft.
Eine Kollegin erzählte mir vor einigen Monaten, der Kaiserhof hätte neue Betreiber.
Also „Reset“, neue Chance!
Beim Eintreffen war sofort klar: Hier hat sich nichts verändert. Der uns bekannte Inhaber begrüßte uns gewohnt freundlich, einen Tisch durften wir uns aussuchen. Am Teppanyaki-Grill (auf der Homepage hartnäckig als Teppenyaki) noch die gleiche Mitarbeiterin wie vor Jahren. An der Einrichtung hatte sich auf den ersten Blick nichts verändert. Auf den zweiten Blick schon. Die Holztische und Stühle wiesen noch deutlichere Abnutzungen auf, die Tischläufer wurden inzwischen reichlich blass. .
Wir nahmen Platz und hoppla! Bitte nur flach atmen und wenig bewegen! Die Stühle sind derart aus dem Leim. Eher Schaukelstühle und ich hatte wirklich Angst, noch für den Lacher des Abends zu sorgen… wenn der Stuhl unter mir zusammenbricht!
Die Toiletten sind sauber. Aber auch deutlich renovierungsbedürftig. Das sieht alles schon sehr ungepflegt aus.
Für die Wahl des Abendessens am Buffet werden € 14,80 berechnet. Da gibt es natürlich gar nichts zu meckern.
Salate, Suppen, Sushi, warmes Buffet mit zahlreichen Fleisch-, Geflügel-, Fisch- und Gemüsegerichten stehen zur Wahl. Auch diverse Beilagen. Außerdem rohe Zutaten die man sich am Teppanyaki-Grill frisch braten lassen kann.
Für den süßen Abschluss stehen diverse Desserts und eine Eisauswahl bereit.
Irgendwie wird hier jeder satt.
Der Chef, Herr Gao, nahm unsere Getränkewünsche und die Wahl unseres Abendessens auf.
Mein Mann und ich entschieden uns für „Buffet“ da wir das Sushi probieren wollten.
Der Sohn meines Mannes wählte sein Lieblingsgericht à la carte: Acht Schätze mit Reis - € 11,80 und dazu als Extra (warum auch immer?) Erdnusssoße - € 0,90.
Alkoholfreies Bier, 0,33 l - € 2,60. Mineralwasser, 0,25 l - € 2,00. Coca-Cola, 0,4 l - € 2,90. Mangosaft 0,25 l € 2,60. Grauburgunder, 0,2 l - € 3,60.
Ein junges deutsches Mädel brachte die Getränke und war wohl auch für das Abräumen des Geschirrs zuständig. Sie beschränkte sich aber weitestgehend darauf, mit sehr aufmerksamen Gesicht durch das große Restaurant zu schlendern. Diesem aufmerksamen Blick entging allerdings so ziemlich jeder leere Teller und leeres Glas.
Gut, dass der asiatische Chef daran interessiert war Umsatz zu generieren und die Gäste von leeren Tellern zu erlösen.
Das angebotene Sushi in Form von Nigiri und Maki entsprach den Standardsorten und wurde frisch nachgelegt. Sushi am Buffet
Ich finde allerdings, wenn der Sushireis erst einmal in der Kühlung war, deutlich an Geschmack verliert. Für den Preis will man nicht meckern, nur Wenige werden die Feinheiten erschmecken. Das kennen wir besser, aber auch zu einem deutlich höheren Preis. Sushiauswahl
Die 8 Schätze, mit verschiedenen Fleisch- und Gemüsesorten, wurden in einer knusprigen Teigschale serviert. Das Gericht kam, bis auf die zusätzliche (unnötige und nicht passende Soße ?) gut an (= ohne Wertung). 8 Schätze
In einem gläsernen Dampfbehälter (der ist neu!) wurden Dim-Sum angeboten. Die wollte ich seit einer appetitanregenden Rezi von MarcO74 unbedingt mal probieren. Mir war klar, dass die Qualität hier sicherlich nicht mithalten kann. Aber für einen ersten Eindruck dieser gefüllten Nudelteigtaschen sollte es doch reichen?
Es reichte nicht! Denn obwohl die Glasscheiben des Dampfbehälters beschlagen waren, waren die Dim-Sum kalt!
Und somit wirklich nicht essbar. Leider bemerkte ich es erst am Tisch und teilte dies dem Inhaber mit. Kalte Dim-Sum mit Drumherum
30 Minuten später am Nebentisch: Dim-Sum… kalt!
Als nächsten Versuch wählten wir aus den frischen Fisch-, Meeresfrüchte und Gemüsezutaten für die Zubereitung am Teppanyaki-Grill. Bei der Wahl der Meeresfrüchte hielten wir uns sehr zurück, da diese deutlich im Auftauwasser lagen.
Den gekennzeichneten Teller gibt man dort an der Theke ab. Ich stellte der Köchin eine Frage zu den verwendeten Soßen. Ich wusste bis dahin nicht, dass sie wohl aus Osteuropa stammt und auch nach vielen Jahren an diesem Posten kaum deutsch versteht und spricht. Ich bekam dann noch eine äußerst pampige Antwort.
Leider haperte es nicht nur an der zwischenmenschlichen Verständigung. Der Fisch und Garnelen waren viel zu lange gebraten und staubtrocken. Gebratenens vom Teppanyakigrill
Wir wurden nach dem Zahlen freundlich von Herrn Gao verabschiedet.
Satt wurden wir, ein Dessert versuchten wir daher nicht mehr. Und auch einen weiteren Besuch versuchen wir nicht mehr. Dann wird vor dem nächsten Kinobesuch selbst gekocht oder mal die Alternativen rund um Birkenfeld / Hoppstädten-Weiersbach gecheckt.
Das Restaurant haben wir immer als gut besucht erlebt. Da sollte das Nachleimen der Stühle, neue Tischläufer oder sonstige Renovierungen drin sein. Das Restaurant ist auch seit Jahren mehr als preisstabil. Bleiben die Gäste bei einer normalen Preiserhöhung wirklich fern? Wir bleiben jedenfalls aus Qualitätsgründen fern.
Leider kennen wir wirklich im Umkreis von 40 – 50 km keinen empfehlenswerten Asiaten.
Vor einem Kinobesuch wurde es mir zu knapp selbst zu kochen. Wir sind keine Fans der Buffetverköstigung, aber vor dem Kinobesuch erschien es uns ganz praktisch. Besonders, weil man den zeitlichen Ablauf selbst in der Hand hat.
Die asiatische Küche mögen wir und würden wir bei besserem Angebot gerne öfter mögen. Daher passte es mit dem Kaiserpalast recht gut.
Wir waren bestimmt 4 – 5 Jahre nicht mehr dort essen. Bei unserem letzten Besuch, nach einem Kinobesuch (ca. 20.30 Uhr bei... mehr lesen
Kaiser Palast
Kaiser Palast€-€€€Restaurant4967826808Bahnhofstr. 12, gegenüber vom Postamt, 55765 Birkenfeld
2.0 stars -
"Gut, dass hier kein chinesischer Kaiser zum Essen kommt!" PetraIOVor einem Kinobesuch wurde es mir zu knapp selbst zu kochen. Wir sind keine Fans der Buffetverköstigung, aber vor dem Kinobesuch erschien es uns ganz praktisch. Besonders, weil man den zeitlichen Ablauf selbst in der Hand hat.
Die asiatische Küche mögen wir und würden wir bei besserem Angebot gerne öfter mögen. Daher passte es mit dem Kaiserpalast recht gut.
Wir waren bestimmt 4 – 5 Jahre nicht mehr dort essen. Bei unserem letzten Besuch, nach einem Kinobesuch (ca. 20.30 Uhr bei
Geschrieben am 04.01.2019 2019-01-04| Aktualisiert am
04.01.2019
Besucht am 01.11.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 383 EUR
Vorab für den schnellen Leser: Alles super!
Jetzt für den interessierten Geniesser:
Anfang 2018 nahm ich im Meisenheimer Hof den JRE Restaurant- & Hotelführer mit. Kurz mal durchgeblättert landete er, immerhin griffbereit, im Regal.
Zum Geburtstag meiner besseren Hälfte sollte es eigentlich nach Heidelberg gehen. Aber dann stand noch ein netter Termin am 02.11. in Bielefeld an. Also plante ich für den 01.11. einen Stopp möglichst mittig zwischen Idar-Oberstein und Bielefeld.
Ich googlete mich so durch’s Netz. Aber irgendwo war immer ein Haken. Da fiel mir der JRE-Führer ein! Gummersbach lag gar nicht so verkehrt und die Mühlenhelle bot das „Reinschmecker-Arrangement“ wie folgt an:
5-Gänge-Menü im Michelinstern ausgezeichneten Gourmet-Restaurant, inklusive Aperitif, Übernachtung im Doppelzimmer, Frühstück - € 290,00 für 2 Personen.
Ein tolles Angebot und ich gebe zu: Es stimmte mich skeptisch. Und Überraschungsmenüs sind bei uns ja schon schwierig und ich habe schon oft erlebt, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nur für den Gastgeber stimmt. Aber mal positiv an die Mühlenhelle ran!
Ich rief gleich an und hoffte, dass noch Platz für uns ist. Immerhin war der Geburtstag bereits 1 Woche später und noch dazu an einem Feiertag. Am Telefon Frau Wehr, schon gleich so nett, das machte Lust auf unseren Besuch. Als ob es Frau Wehr geahnt hätte, sprach sie das Menü an und fragte nach Unverträglichkeiten / Abneigungen. Um es einfach zu machen, bat ich um ein fleischloses Menü.
Die Vorfreude (nur für mich, mein Mann musste bis zum Geburtstagsmorgen warten) auf diesen Besuch war schon mal geweckt!
Am Nachmittag trafen wir in dem Gutshaus aus dem 18. Jahrhundert ein. .
Parkplätze stehen im hoteleigenen Hof zur Verfügung. Das Anwesen, bestehend aus mehreren Gebäuden, sehr gepflegt, die Gebäude teils Fachwerk, teils mit Schieferverkleidung. .
Von dem angrenzenden großen Einkaufscenter sieht man in der schönen Gartenanlage nichts.
Im Sommer kann man hier bestimmt sehr schön draußen genießen.
Wir wurden sehr herzlich begrüßt und von der jungen Dame an der Rezeption zu unserem Zimmer „Palermo“ begleitet. Der Zimmername konnte auch nur Gutes verheißen. „Palermo“, so hieß der große Zweibrücker Wallach (meine erste große Pferdeliebe). Beim Blick hinter die Türe wurden nicht enttäuscht. Großes Zimmer, großes Bad, das komplette Wohlfühlpaket in Topausstattung. Schade, nur für 1 Übernachtung.
Unseren Begrüßungssekt nahmen wir dann lieber im Bistro des Hauses statt auf dem Zimmer. Begrüßungssekt im Bistro
So konnten wir uns ein wenig umsehen, dabei unseren feinperligen Begrüßungssekt genießen. Die Menükarte für unseren Abend wurde uns auch schon gereicht. Falls etwas nicht nach unserem Geschmack sei, sollten wir uns einfach melden. Es las sich alles sehr spannend und nach unserem Geschmack. Das Haus war sich nicht sicher, ob nicht doch etwas Fleisch dabei sein soll. So wurde sogar als aufmerksame Alternative beim Hauptgang Kalbsfilet angeboten. Dies war nicht nötig und so konnte die Küche alles Gänge einheitlich zubereiten.
Uns fiel zunächst gar nicht auf, dass wir im Bistrobereich saßen. Der Raum geräumig und hell dank vieler Fenster. Angenehme Beleuchtung und Farbgestaltung.
Der beliebteste Platz hier sicherlich der Erker mit großem runden Tisch und modernem Kronleuchter. Erkerplatz im Bistro
Sehr bequeme Bestuhlung. Am nächsten Morgen durften wir hier unser Frühstück einnehmen.
Es waren noch zwei Stunden Pause bevor wir zum Abendessen im edlen und sehr fein gestalteten Gourmetrestaurant eintrafen. Das Bistro sehr gut besucht, im Restaurant hatten wir das Reich für uns an diesem Abend alleine! Von unserem Tisch hatte ich den besten Blick durch die Glastür in Richtung der offenen Küche. Blick in die offene Küche
Hier konnte ich immer mal wieder dem lebhaften Werken zusehen.
Und obwohl wir hier die einzigen Gäste waren, ließ der Service uns zu keiner Zeit im Stich. Präsent an diesem Abend die Chefin Brigitta Quendler. Sie überzeugte durch ihre natürliche Freundlichkeit, konnte perfekt Auskunft geben. Die beiden jungen Damen im Service waren ebenfalls sehr aufmerksam, freundlich-zuvorkommend und in keiner Weise aufgesetzt.
Wir haben uns sehr wohl und umsorgt gefühlt. Wein und Wasser wurden immer sofort nachgeschenkt. Perfekte Abstände zwischen den Speisen. Wir sagten auch vorab, dass wir uns gerne mit dem Menü Zeit lassen möchten.
Als Auftakt durften es nochmals 2 Gläser mit gut gekühltem Vaux Cuvée-Sekt sein, 0,1 l - € 7,00. Aperitif
Wir bestellten auch noch eine Flasche Wasser. Frau Quendler bot daraufhin alternativ die „Wasser-Flatrate“ an. Dieses Angebot nahmen wir gerne an, denn es war klar, dass wir an diesem Abend sicherlich reichlich Wasser zum Menü trinken würden. Das Wasser wurde in einer großen Glaskaraffe gereicht und sicherlich 2 – 3 Mal aufgefüllt.
Für € 8,00 ein ganz hervorragendes Angebot. Ich hasse nichts mehr, als wenn Wasser in der Gastronomie zu immer unverschämteren Preisen an den Gast gebracht wird.
Unsere Menükarte stand an unserem fein eingedeckten Tisch bereit, samt passender Weinbegleitung. Unser Menü
Diese sicherlich stimmig, aber der ständige Wechsel der Weine ist nicht so ganz unsere Überzeugung. Wir konzentrieren uns da lieber auf die wechselnden Speisen.
Als Teil unseres Arrangements starteten die ersten Grüße von Michael Quendler und seiner Küchencrew.
Eine Trilogie aus dem Meer: Ravioli mit Krustentierfüllung - Gebeizte Lachsforelle mit Honig–Senf-Sauce - Krokette vom Bacalau. Ravioli mit Krustentierfüllung - Gebeizte Lachsforelle mit Honig–Senf-Sauce - Krokette vom Bacalau
An den Bacalau (Stockfisch) traute ich mich noch nicht einmal während eines Portugalurlaubes. Nun war ich erfreut, hier eine Kostprobe zu bekommen. Nun, die Kostprobe war gut. Aber Freunde des getrockneten und zu fragwürdigem Leben „auferweichtem“ Fisches werden weder mein Mann noch ich. Im Zeitalter gut funktionierender Kühlketten kann ich gut ohne ihn leben. Geschmacksache, sicherlich hat er auch seine Liebhaber.
Die gebeizte Lachsforelle dann wunderbar zart, gut gebeizt, der Eigengeschmack nicht überlagert. Die Honig-Senf-Sauce passte natürlich gut.
Das Beste kommt zum Schluss: Feiner Pastateig mit intensiver und saftiger Krustentierfüllung.
Inzwischen hatten wir uns durch das riesige Weinangebot durchgearbeitet. Da klar war, dass wir einen deutschen Weißwein wünschen, ging es etwas einfacher.
Wir blieben heimatlich an der Nahe. 2009er Dorsheim Burgberg Riesling, Großes Gewächs, trocken, Schlossgut Diel - € 69,00 / 0,75 l. Dieser Wein erwies sich als guter Begleiter zu unseren Speisen.
Eine vielfältige Brotauswahl wurde gereicht. Brotauswahl
Wir entschieden uns jeweils für ein Walnussbrötchen. Bestes Olivenöl stand am Tisch bereit. Schade um die restliche Auswahl, im Nachhinein aber eine kluge Entscheidung.
Es folgte als Amuse Bouche: Parmesanmousse, knuspriger Parmesanchip, gerösteter Kürbis, kleine Oliven, Pesto, marinierte Zwiebeln. Parmesanmousse, knuspriger Parmesanchip, gerösteter Kürbis
Das luftige Mousse mit feiner Parmesannote. Als Gegenpart die starken Aromen des Kürbis, der Oliven und Zwiebeln. Interessant die unterschiedlichen Texturen.
So konnte es weitergehen! Ging es auch mit unserem eigentlichen Menü. Thunfisch / Karotte / Ziegensahne
Farbenfroh , frisch und fast verspielt angerichtet! Thunfisch / Karotte / Ziegensahne
Zwei Thunfischscheiben, roh wie erhofft. Beste Qualität, unverfälscht, ohne störende Fasern. Mein Mann ist gar kein Freund von Ziegen- / Schafproduktion. Aber diese luftige Kreation der Ziegensahne mit zartem Aroma überzeugte auch ihn vollkommen. Auch Karotte kann begeistern! Hier als Kugel und als Röllchen serviert, zeigte sich im intensiven Karottenaroma die gute Produktqualität. Farbtupfer brachte Friséesalat und für den Crunch gab es Tapokia-Chips.
Darauf folgte Kürbis / Ingwer / Purple Curry
Das würzige Aroma dieses Ganges kündigte einen intensiven Gang an! Sehr schön angerichtet. Kürbis / Ingwer / Purple Curry
Der Kürbis in verschiedenen Texturen. Stückig geröstet, als Püree, als Füllung in einem Ravioli und einer Art Canelloni, als Knödel mit Kürbiskernstücken, als Chip. Aromatisches Curry rundete das Gericht perfekt ab. Nicht zu vergessen der Ingwer, als Geltupfen angerichtet. Geschmacklich pur, scharf-würzig dank seines ätherischen Öles. Es hat mich so beeindruckt, ich habe es bereits nachgekocht.
Pulpo / pikante Bohne / Tomate
Der kräftigste Gang des Abends! Pulpo / pikante Bohne / Tomate
Das Pulpogericht, fast wie ein kleiner Urlaub in einer spanischen Bodega. Das Gericht, fast würde ich es als rustikal bezeichnen. Dies in keiner Weise abwertend gemeint, im Gegenteil! Pulpo / Tintenfisch / Krake / Oktopus – viele Namen hat der Kopffüßler und genauso vielfältig lässt er sich zubereiten. Hier die Fangarme kräftig angebraten, innen butterzart. Kleine weiße Bohnen mit Kapern und Karottenstücken als saftiges Ragout würzig abgeschmeckt, ergänzt von einer geschmolzenen Tomate und karamellisierter Orangenscheibe.
Ein deftiges Urlaubskino ¡Vamos de fiesta!
Deutlich dezenter und zurückgenommener unser Hauptgang. Heilbutt / Bunte Beete / Meerrettich
Hauptdarsteller ohne Zweifel das großzügige und dicke Stück Heilbuttfilet. Heilbutt / Bunte Beete / Meerrettich
Verhalten gewürzt, aber mehr brauchte es nicht um seiner Rolle gerecht zu werden. Ein zartes Meerrettich-Sahneschäumchen gesellte sich dazu. Der Fisch umringt von bunter Beete, wieder in verschiedenen Darreichungsformen, sehr strukturiert die unterschiedlichen Aromen. Sehr Fein und stimmig!
Gespannt war ich natürlich auf das Dessert. Kräuter liebe ich! Die Gradwanderung, Salbei in ein Dessert, ohne Assoziation an Halsweh, einzubinden, interessierte mich sehr. Apfel / Salbei / Milch
In einer Knusperkeksschnitte war Salbei eingearbeitet. Die Milch als Mousse obenauf, zusätzlich als cremige Eisnocke. Apfel / Salbei / Milch
Vielfältig auch wiederum der Apfel eingebracht. Ein nicht zu süßes und sehr herbstliches Dessert. Fabelhaft, kein Gedanke an Halsweh.
Es folgte der süßere Abschluss: Hausgemachte Pralinen. 5 Stück, diese sicherlich sehr abwechslungsreich. Hausgemachte Pralinen
Bis auf 1 Praline überließ ich dieses Feld meinem Mann. Leider, aber ich fand keinen Platz mehr.
Ein gut erkennbarer Küchenstil im Menü: Das Arbeiten mit verschiedenen Texturen, (ein Crunch durfte auf dem Teller nicht fehlen). Beste Produkte, regional und saisonal ergänzt bzw. abgestimmt. Der Mut zu Aromen und Würze hat uns sehr gefallen. Langweilig war hier nichts.
Mein Mann bestellte sich noch einen Espresso - € 2,30 und dann ging der Abend tatsächlich noch mit einem Feuerwerk zu Ende.
Mit dem Espresso wurde eine Minitorte mit Wunderkerze serviert. Geburtstagstorte
Frau Quendler blieb nicht verborgen, dass wir den Geburtstag meines Mannes feierten. Diese Überraschung bewies nun wirklich: Hier ist der Gast König! Das war absolute Spitze. Verständnis wurde auch gezeigt, als wir darum baten, das Törtchen am nächsten Tag mitnehmen zu können.
Gut verpackt, kühl genug war es ja auch, begleitete es uns über Bielefeld nach Düsseldorf und dort ließen wir es uns gemeinsam mit meinem Bruder schmecken!
Am nächsten Morgen wurden wir im Bistro mit einem ausgiebigen Frühstück am Tisch verwöhnt.
Auch schön, wenn mal keine Unruhe und Gerenne um das Buffet gibt. Frühstück im Bistro
Hier blieben auch keine Wünsche offen. Frisch gepresster Orangensaft, guter Kaffee, Obstsalat, Bircher Müsli, Lachs, Käse, Schinken, Tomate-Mozzarella, Brötchen und Croissants, Marmeladen, aufgeschlagene Butter… Obstsalat und Bircher Müsli Backwaren zum Frühstück Feines Frühstück
Als ob es am Vorabend nichts gegeben hätte!
Brigitta und Michael Quendler und ihr Team waren für uns perfekte und sehr sympathische Gastgeber!
Nach dem Frühstück durften wir auch noch kurz den gebürtigen Österreicher Herrn Quendler kennenlernen.
Ich kann wirklich nicht sagen, welches das spannenste oder beste Gericht des Menüs war.
Es hat Spaß gemacht und wir werden uns bis zum nächsten Besuch (vielleicht mit ein paar Feunden) gerne daran erinnern!
Meine Bedenken im Vorfeld hat die Mühlenhelle verworfen.
Ich entschuldige mich bei den Lesern für diesen Umfang – aber das war ich diesem Besuch schuldig.
Ich hoffe, mir alles über die vergangenen 2 Monate richtig gemerkt zu haben! .
Bitte beachten: Der Gesamtpreis bezieht sich auf den kompletten Aufenthalt mit Übernachtung.
Vorab für den schnellen Leser: Alles super!
Jetzt für den interessierten Geniesser:
Anfang 2018 nahm ich im Meisenheimer Hof den JRE Restaurant- & Hotelführer mit. Kurz mal durchgeblättert landete er, immerhin griffbereit, im Regal.
Zum Geburtstag meiner besseren Hälfte sollte es eigentlich nach Heidelberg gehen. Aber dann stand noch ein netter Termin am 02.11. in Bielefeld an. Also plante ich für den 01.11. einen Stopp möglichst mittig zwischen Idar-Oberstein und Bielefeld.
Ich googlete mich so durch’s Netz. Aber irgendwo war immer ein Haken.... mehr lesen
Die Mühlenhelle | Restaurant-Bistro-Vinothek-Hotel
Die Mühlenhelle | Restaurant-Bistro-Vinothek-Hotel€-€€€Restaurant, Bistro, Weinstube, Gourmet02261290000Hohler Str. 1, 51645 Gummersbach
5.0 stars -
"DANKE an Familie Quendler und das Mühlenhelle-Team für die hervorragende Entdeckertour!" PetraIOVorab für den schnellen Leser: Alles super!
Jetzt für den interessierten Geniesser:
Anfang 2018 nahm ich im Meisenheimer Hof den JRE Restaurant- & Hotelführer mit. Kurz mal durchgeblättert landete er, immerhin griffbereit, im Regal.
Zum Geburtstag meiner besseren Hälfte sollte es eigentlich nach Heidelberg gehen. Aber dann stand noch ein netter Termin am 02.11. in Bielefeld an. Also plante ich für den 01.11. einen Stopp möglichst mittig zwischen Idar-Oberstein und Bielefeld.
Ich googlete mich so durch’s Netz. Aber irgendwo war immer ein Haken.
Sie ist 37 Meter lang, 7,5 Meter breit und 144 Tonnen schwer: die "MS Utting" wurde als "Alte Utting" im Sommer 2018 auf einer Lagerhausbrücke eröffnet.
Am Bug und Heck des Schiffs gibt es verschiedenen Essensstände mit abwechselungsreichen Gerichten.
Das etwas andere Ausflugsziel in München.
Sie ist 37 Meter lang, 7,5 Meter breit und 144 Tonnen schwer: die "MS Utting" wurde als "Alte Utting" im Sommer 2018 auf einer Lagerhausbrücke eröffnet.
Bericht aus Stern View, Herbst 2018:
Am Bug und Heck des Schiffs gibt es verschiedenen Essensstände mit abwechselungsreichen Gerichten.
Alte Utting
Alte Utting€-€€€Restaurant, Ausflugsziel, Eventlocation089 707770Lagerhausstraße 15, 81371 München
stars -
"Ein Schiff wird zur Bar" PetraIODas etwas andere Ausflugsziel in München.
Sie ist 37 Meter lang, 7,5 Meter breit und 144 Tonnen schwer: die "MS Utting" wurde als "Alte Utting" im Sommer 2018 auf einer Lagerhausbrücke eröffnet.
Bericht aus Stern View, Herbst 2018:
Am Bug und Heck des Schiffs gibt es verschiedenen Essensstände mit abwechselungsreichen Gerichten.
Geschrieben am 31.12.2018 2018-12-31| Aktualisiert am
31.12.2018
Besucht am 01.11.2018Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 57 EUR
Über den 1. November fahren wir gerne weg. Feiertag in zweierlei Hinsicht und ein verlängertes Wochenende stand an.
Das Frühstück lag schon recht lange zurück. Unterwegs auf der A61 gab es noch ein Geburtstagsfoto von meinem Mann und dem Autokennzeichen.
Der Appetit war uns nicht vergangen, so schlimm war es nicht.
Kurze Zeit später waren wir in Höhe Maria Laach. Wenn noch Mittagessen, dann jetzt! Es war schon 13.30 Uhr. Spontan fiel uns das Seehotel ein. Dies liegt sehr schön direkt am Laacher See und dem Kloster mit seiner tollen Gärtnerei (tolles Video s. https://www.youtube.com/watch?v=KmGsRDDoaAw). Eingangsbereich
Bei unserem Eintreffen wurde das Restaurant für neue Gäste gerade geschlossen. Als wir der freundlichen Empfangsdame mitteilten, dass wir noch ein kleines Mittagessen wünschen und nicht Kaffee und Kuchen, wurden wir netterweise noch durch gewunken.
Die Einrichtung ist gepflegt und sauber. Aber hier ist wohl seit ca. Anfang der 90er nicht viel passiert. Irgendwie gefiel mir dieser Stil noch nie, ist aber halt Geschmackssache. Teppichboden im Restaurant, na ja. Vielleicht gut für die Akustik? Die Tische perfekt mit gestärkten Tischtüchern, Servietten und Blümchen eingedeckt.
Im Service ausschließlich gut geschulte Herren im erfahrenen Alter, mit Namenschild und förmlicher Servicekleidung. Selten haben wir eine solch erfahrene und gut geschulte Herrenliga im Restaurant erlebt.
Routiniert und freundlich begrüßte er uns, reichte die geöffnete Speisekarte, bot einen Aperitif an. Da wir noch ein Stückchen zu fahren hatten, blieben wir bei diesem Mittagessen bei 1 Flasche Rhodius Mineralwasser, 0,75 l - € 5,90.
Dieses Mal ohne Vorspeise. Am Abend stand noch ein ausführliches Menü auf dem Programm.
Vorab gab es zweierlei Brot und Salzbutter. Küchengruß
Das dunkle Brot schmeckte sehr gut und war saftig. Das Baguette allerdings kurz vor Zwieback.
Ich entschied mich für: Hirschragoût in Rotwein und Wacholder geschmort an Speckrosenkohl (getauscht in Rotkohl) und geschmelztem Kartoffelkloß - € 25,50.
Mein Mann wählte: Gebratene Filets von der Eifel Forelle auf Zitronen-Tomatenbutter und Röstzwiebel-Kartoffelpüree, mit buntem Gemüse umlegt - € 25,50.
Es dauerte ein wenig länger (vielleicht hatte die Küchencrew auch mal Mittagspause, die anderen Gäste waren bereits mit dem Essen fertig), dann wurden unsere Gerichte auf gut vorgewärmten Tellern serviert.
Die Großaufnahme des Hirschragouts täuscht etwas. Das Gericht war recht übersichtlich. Hirschragout
Das Hirschfleisch leider kernig-hart und leider auch schon etwas abgekühlt. Das retteten auch die warmen Teller nicht. Die Sauce sehr gut und klassisch gewürzt. Für die Sauce hätte ich mir die Option „Zusatzkloß“ (wie kürzlich von Lavandula aus Erfurt beschrieben) gewünscht. Der Beilagenkloß war schön locker und gut, leider aber auch klein. Das Rotkraut war ok, hausgemacht gebe ich ihm allerdings auf Grund seiner zu weichen Konsistenz nicht. Rotkraut mache ich selbst grundsätzlich nur frisch.
Mein Mann hatte die bessere Wahl getroffen. 2 leicht mehlierte und goldgelb gebratene Forellenfilets, angerichtet auf dem Püree. Gebratene Filets von der Eifel Forelle
Das Gemüse noch bissfest. Dazu noch ein leichtes Kräutersößchen. Das war stimmig und gut.
Während des Essens leider nicht die Frage, ob alles gut ist. Zum Zahlen mussten wir mehrmals auf uns aufmerksam machen. Und erst dann kam die Frage nach unserer Zufriedenheit. Ich war gerade „die Nase pudern“. Mein Mann merkte aber an, dass das Hirschfleisch leider sehr hart war. Antwort: „War dann wohl ein alter Hirsch“. Diese Antwort war wohl spaßig gemeint, passte aber so gar nicht zu der sonst so gediegen-souveränen Art der Serviceherren.
Wir wurden freundlich verabschiedet. Beim Verlassen des Restaurants durften wir noch einen Blick in die inzwischen gut gefüllte Kuchen- und Tortentheke werfen. Verführungen
Unser Zwischenstopp war ok, aber auch nicht mehr.
Einige Schwächen trüben allerdings insbesondere das Preis/Leistungsverhältnis sehr.
Über den 1. November fahren wir gerne weg. Feiertag in zweierlei Hinsicht und ein verlängertes Wochenende stand an.
Das Frühstück lag schon recht lange zurück. Unterwegs auf der A61 gab es noch ein Geburtstagsfoto von meinem Mann und dem Autokennzeichen.
Der Appetit war uns nicht vergangen, so schlimm war es nicht.
Kurze Zeit später waren wir in Höhe Maria Laach. Wenn noch Mittagessen, dann jetzt! Es war schon 13.30 Uhr. Spontan fiel uns das Seehotel ein. Dies liegt sehr schön direkt am... mehr lesen
Restaurant Tausend93 im Seehotel Maria Laach
Restaurant Tausend93 im Seehotel Maria Laach€-€€€Restaurant026525840Am Laacher See, 56653 Glees
3.0 stars -
"Außer bei den Preisen ist die Zeit stehen geblieben…" PetraIOÜber den 1. November fahren wir gerne weg. Feiertag in zweierlei Hinsicht und ein verlängertes Wochenende stand an.
Das Frühstück lag schon recht lange zurück. Unterwegs auf der A61 gab es noch ein Geburtstagsfoto von meinem Mann und dem Autokennzeichen.
Der Appetit war uns nicht vergangen, so schlimm war es nicht.
Kurze Zeit später waren wir in Höhe Maria Laach. Wenn noch Mittagessen, dann jetzt! Es war schon 13.30 Uhr. Spontan fiel uns das Seehotel ein. Dies liegt sehr schön direkt am
Geschrieben am 29.12.2018 2018-12-29| Aktualisiert am
28.08.2021
Besucht am 28.10.2018Besuchszeit: Abendessen 5 Personen
Das „21“ verdankt seinen Namen seiner Lage im obersten Stockwerk des Kaiserslauterner Rathauses in gut 72 m Höhe. Das Restaurant befindet sich im 21. Stock!
Im vergangenen Sommer starteten mein Mann und ich hier den ersten Versuch eines Abendessens (ohne vorherige Reservierung). Die Freitagabend „After-Work-Party“ war voll im Gange, so suchten wir uns ein ruhigeres Ziel. Die Panorama-Weitsicht konnten wir trotzdem von der großen Außenterrasse genießen. September 2017
Nun luden meine Freundin und Mann anlässlich des Geburtstages ihrer Tochter ins „21“ ein. Sonntagabend sei es dort angenehm ruhig. Wir freuten uns drauf. Zu Fünft machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Da Sonntagabend fanden wir sogar kostenfreie Parkplätze.
Wie im vergangenen Jahr empfanden wir den Ende der 60er Jahre fertig gestellten Bau als sehr ungepflegt. Hier ist über Jahrzehnte nichts passiert. Ich hoffte auf die Funktionstüchtigkeit des Aufzuges. Für diese Punkte kann das Restaurant überhaupt nichts, aber die Stadt Kaiserslautern müsste sich hier dringend das Erscheinungsbild verbessern. Immerhin befindet sich auch das Standesamt im Gebäude.
Oben angekommen wurden wir im modernen Restaurant freundlich begrüßt und zu unserem reservierten am Fenster begleitet. .
Unser Tisch war schlicht und sauber mit Tischläufer und Stoffservietten eingedeckt.
Gegenüber dem Eingang befindet sich ein Theken- / Loungebereich, hier kann es dann lauter werden. .
Bei unserem Bereich war dieser Barbereich nur von zwei Personen besucht.
Die freundliche Mitarbeiterin reichte die Speisekarten auf einem Klemmbrett. Klassiker werden ergänzt mit „Specials“, diese wechseln saisonal.
Mineralwasser fehlte natürlich nicht. Offene Weine wurden vom Weingut Knoll & Vogel angeboten. Wir entschieden uns für den Grauburgunder trocken und den Chardonnay trocken, je 0,25 l - € 5,50.
Frisches Baguette und Kräuterquark wurden als Küchengruß gereicht.
Als Vorspeise für uns beide: Kübiscremesuppe mit Garnele im Knuspermantel - € 6,50. Kübiscremesuppe mit Garnele im Knuspermantel
Sehr heiß serviert, mit sehr gutem Kürbisgeschmack, angenehm würzig, überzeugend. Die Garnele seitlich auf einem Holzspieß platziert. Eine gute Idee, so badete die Garnele nicht in der Suppe und blieb außen knusprig! Ein guter Auftakt!
Der Hauptgang meines Mannes: Linguine mit Garnelen und Kirschtomaten in Knoblauchsugo - € 13,50 Linguine mit Garnelen und Kirschtomaten in Knoblauchsugo
Eine reichliche Portion im vorgewärmten tiefen Teller serviert. Pasta und Garnelen auf den Punkt gegart. Eine gute Würze mit Kräutern und Knoblauch.
Ich wählte die Tagliatelle mit asiatisch gebratenen Lachswürfeln und Spinat - € 14,50 Tagliatelle mit asiatisch gebratenen Lachswürfeln und Spinat
Ebenfalls reichlich und gut gewürzt, wobei die asiatische Würze sehr verhalten war. Die Lachswürfel saftig gebraten. Leider wurde vor dem Braten die graue Transchicht nicht entfernt, das mag ich gar nicht.
Die Damen im Service waren alle sehr freundlich und aufmerksam, konnten gut Auskunft geben. Vom Service auch die aufmerksame Frage, ob das Kind (da ohne Vorspeise) den Hauptgang vorher serviert bekommen soll. Auch nach dem Servieren der Speisen fehlte die Frage nach unserer Zufriedenheit nicht.
Fazit:
Nicht vom städtischen unschönen Eingangsbereich von einem Besuch abhalten lassen!
Das Restaurant ist modern und gepflegt.
Wir waren alle sehr zufrieden an diesem Abend. An den Nebentischen schien es nicht anders zu sein.
Preis/Leistung passt absolut.
Der Blick über Kaiserslautern ist einfach toll, auch bei Nacht. Aussicht Richtung Ramstein
Das „21“ verdankt seinen Namen seiner Lage im obersten Stockwerk des Kaiserslauterner Rathauses in gut 72 m Höhe.
Im vergangenen Sommer starteten mein Mann und ich hier den ersten Versuch eines Abendessens (ohne vorherige Reservierung). Die Freitagabend „After-Work-Party“ war voll im Gange, so suchten wir uns ein ruhigeres Ziel. Die Panorama-Weitsicht konnten wir trotzdem von der großen Außenterrasse genießen.
Nun luden meine Freundin und Mann anlässlich des Geburtstages ihrer Tochter ins „21“ ein. Sonntagabend sei es dort angenehm ruhig. Wir freuten... mehr lesen
4.0 stars -
"Über den Dächern von Kaiserslautern" PetraIODas „21“ verdankt seinen Namen seiner Lage im obersten Stockwerk des Kaiserslauterner Rathauses in gut 72 m Höhe.
Im vergangenen Sommer starteten mein Mann und ich hier den ersten Versuch eines Abendessens (ohne vorherige Reservierung). Die Freitagabend „After-Work-Party“ war voll im Gange, so suchten wir uns ein ruhigeres Ziel. Die Panorama-Weitsicht konnten wir trotzdem von der großen Außenterrasse genießen.
Nun luden meine Freundin und Mann anlässlich des Geburtstages ihrer Tochter ins „21“ ein. Sonntagabend sei es dort angenehm ruhig. Wir freuten
Geschrieben am 27.12.2018 2018-12-27| Aktualisiert am
27.12.2018
Besucht am 27.10.2018Besuchszeit: Abendessen 3 Personen
Rechnungsbetrag: 210 EUR
Warum ich dieses Restaurant im „Nahe-Heimatland“ erst jetzt entdeckte, kann ich wirklich nicht sagen.
Aber was ich auf der Homepage des Restaurant sah und las überzeugte sehr. Auch die Ausflugs-, Übernachtungs- und Weinprobenmöglichkeiten in fußläufiger Umgebung. Denn für 2019 wollte ich gerne ein paar GastroGuide-Kollegen ins Naheland locken.
Fachkundige Begleitung fanden wir mit „Nolux“. Ein Treffen mit ihm war wirklich überfällig und hier fanden wir dann auch mal einen Termin. So holten wir „Nolux“ an diesem Abend ab um einen netten Abend in der Hermannshöhle zu haben. „Nolux“ schilderte diesen Abend ja Anfang November in gewohnt lesenswerter Form.
Restaurant und die Nahe werden nur durch eine Landstraße getrennt. Eigene Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Auf der anderen Naheseite befindet sich auf einer Anhöhe der „schönste Naheblick“. Den Naheblick kann man auch von der Restaurantterrasse genießen, aber Ende November war es leider schon stockdunkel.
Wir suchten den Eingang. Das eigentliche Restaurant unbeleuchtet, die neue Vinothek geöffnet. links die Vinothek
Hier waren wir dann auch richtig und wurden von Sommeliére Julia Fluhr begrüßt und zu unserem Tisch geführt. Aus Personalmangel ist das ursprüngliche Restaurant nicht zusätzlich geöffnet.
Die Vinothek ist neu und modern, klare Linien. Über Lichtmangel konnten wir uns auch nicht beschweren. Die Beleuchtung knapp vor ungemütlich, aber so lässt sich auch die Farbe des Weines gut in Augenschein nehmen. Die Tische standen in angenehmen Abständen und waren herbstlich dekoriert. Hingucker auf jeden Fall der raumhoch verglaste und begehbare Weinkühlschrank. Eine gemütliche Weinstube ist es nicht, muss es auch nicht sein. Links der kühle Platz für Weinliebhaber
Das Weinbuch wurde gereicht und es stellte sich gar nicht die Frage, wer hier die Verantwortung übernimmt! Natürlich „Nolux“. Ich hatte nur Bedenken, dass er in dem dicken Buch abtaucht.
Für den ersten Durst bestellten wir eine Flasche Schwollener Mineralwasser, 0,75 l - € 6,00. Eine zweite Flasche folgte noch.
Der Aperitif wieder im Gleichklang für uns: der trockene Sekt Blanc de Blanc vom VDP Weingut Gut Hermannsberg, ebenfalls in Niederhausen (Fußweg 2 km vom Restaurant entfernt) 0,1 l - € 6,50. Fein-fruchtiges Stöffchen!
Meine Ernüchterung kam beim Lesen der Speisekarte. In das 6-Gang-Menü der Homepage freute ich mich jetzt schon seit 1 Woche, dies war exakt nach meinem Geschmack. Hier wurde nun ein komplett anderes Menü angeboten. Dies war exakt nicht nach meinem Geschmack. Frau Fluhr darauf angesprochen, ging sie sehr lapidar darüber hinweg. Ja, die Homepage ist nicht aktuell. Meine Enttäuschung verbarg ich nicht, trotzdem war auch 2 Wochen nach unserem Besuch das Menü der Homepage nicht aktualisiert. Schade und nicht passend für dieses Haus.
So blieb es statt dem geplanten 6-Gang-Menü bei 3 Gängen.
Auf den ersten Küchengruß mussten wir nicht lange warten. Ein gut gewürzter, cremiger Kräuterquark, dazu 8 Scheiben frisches Baguette. Erster Küchengruß
Also pro Person 2,66 Scheiben. Wir wurden uns einig. Zu den Vorspeisen fragte Frau Fluhr allerdings, ob noch Brot nachgereicht werden soll.
Von uns nicht erwartet, aber gerne genommen: Ein zweiter Gruß: Wildschweinschinken dekoriert mit leicht marinierten Feldsalat. Zweiter Küchengruß
„Nolux“ hatte zwischenzeitlich den passenden Wein gefunden. Dieser war aber leider gerade aus bzw. nicht auffindbar. Frau Fluhr konnte aber auf Anhieb eine gute und passende Alternative des gleichen Weingutes anbieten: Den 2016er Niederhäuser Kertz Riesling, feinherb, vom Weingut Jakob Schneider, 0,75 l- € 23,00. .
Wir blieben also auch beim Wein im Ort.
Das Carpaccio vom Rinderfilet mit Oliven und Parmesan - € 13,90, bestellte mein Mann als Vorspeise. Sehr schön marmoriertes Fleisch, die Marinade sehr fein dazu. Rindercarpaccio
Ein paar Salatblättchen und Schnittlauchröllchen brachten Farbe auf den Teller. Mein Mann war sehr zufrieden.
Gebratene Jakobsmuscheln mit Rote Bete und Feldsalat - € 16,90 meine Vorspeisenwahl. Eine gute Kombination, allerdings waren 3 kleine Jakobsmuscheln (von Größe und weicherer Konsistenz hätte ich eher auf Scallops getippt) etwas knapp bemessen. Gebratene Jakobsmuscheln mit Rote Bete und Feldsalat
Der Feldsalat mit Radieschenstreifen ergänzt, sehr gutes leichtes Dressing. Die Bete hauchdünn geschnitten mit unverfälschtem Eigengeschmack.
Als Zwischengang wählte mein Mann die Cremesuppe vom Muskatkürbis - € 7,90. Diese wurde schlicht und sehr puristisch serviert. Cremesuppe vom Muskatkürbis
Sie schmeckte schlicht, wenig würzig, war etwas zu dünn geraten. Im Restaurant möchte ich gerne besser als zu Hause essen, Fehlanzeige bei dieser Suppe (die ich natürlich auch probierte). Ein Farbtupfer, in welcher Art auch immer, hätte der Anrichte gut getan.
Eine Suppe war mir als Zwischengang etwas zu üppig. Und Salat esse ich ja sehr gerne. Also für mich unspektakulär: Kleiner Salatteller mit Kräutern - € 6,90. Kleiner Salatteller mit Kräutern
Frische Zutaten, reichlich Kräuter, Dressing wieder gut. Passt.
Hauptgang meines Mannes: Kross gebratenes Zanderfilet auf Rieslingkraut, Kartoffelpüree und Schnittlauchsoße - € 25,90. Diese Portion großzügig bemessen und nett angerichtet. Zanderfilet auf Rieslingkraut, Kartoffelpüree und Schnittlauchsoße
Das dicke Fischfilet auf der Hautseite kräftig angebraten, das Fischfilet saftig. Kartoffelpüree kam ebenso gut wie das Rieslingkraut an. Das Schnittlauchsößchen passte gut.
Heimische Rehkeule mit Selleriepüree, hausgemachte Spätzle und Preiselbeerjus, ebenfalls € 25,90. Dieses Gericht war mein Favorit des Abends, ich wurde nicht enttäuscht! Rehkeule mit Selleriepüree, hausgemachte Spätzle und Preiselbeerjus
Ein ganz wunderbares Gericht. Die Rehkeule butterzart und innen noch leicht rosa, sehr feiner Wildgeschmack. Angerichtet auf etwas Wirsinggemüse, schöne Überraschung, da auf der Karte nicht erwähnt. Die Beilagen standen dem Hauptdarsteller nicht nach.
Frau Fluhr betreute uns gut an diesem Abend. In dessen Verlauf taute sie auch etwas auf. Dies führe ich aber auch auf die Fachsimpelei mit „Nolux“ zurück.
Ein Dessert schaffte von uns keiner mehr. Mein Mann entschied sich für einen Espresso - € 2,30. Mein Kollege gegenüber entdeckte den Riesling Trester von der Brennerei Dotzauer aus Obersteit, 0,02 l - 4,50 €. Als dieser serviert wurde und ich bei „Nolux“ nippen durfte, folgte noch ein Gläschen für mich… Bester Trester
„ging runter wie Öl“. Ein ganz toller Trester.
Sehr nett fand ich, dass Chef und Küchenmeister Wigbert Weck zum Ende des Abends noch an unseren Tisch kam. Hut ab dafür, dass er an diesem Abend alleine in der Küche stand. Frühere berufliche Stationen, z. B. Waldhotel Sonnora und Victor’s Residenz Schloss Berg, haben ihn gut vorbereitet.
Das war ein schöner Abend mit netten Gesprächen. Für den Genießer-Lockruf an die Nahe hat es leider nicht gereicht. Hier wird eine sehr gute und bodenständige Küche geboten. Gut gefällt mir die nicht überladene Speisekarte. Und im nächsten Sommer werden wir gerne mal einen Abend auf der schönen Terrasse verbringen.
Warum ich dieses Restaurant im „Nahe-Heimatland“ erst jetzt entdeckte, kann ich wirklich nicht sagen.
Aber was ich auf der Homepage des Restaurant sah und las überzeugte sehr. Auch die Ausflugs-, Übernachtungs- und Weinprobenmöglichkeiten in fußläufiger Umgebung. Denn für 2019 wollte ich gerne ein paar GastroGuide-Kollegen ins Naheland locken.
Fachkundige Begleitung fanden wir mit „Nolux“. Ein Treffen mit ihm war wirklich überfällig und hier fanden wir dann auch mal einen Termin. So holten wir „Nolux“ an diesem Abend ab um einen netten... mehr lesen
3.5 stars -
"Wunderschöne Lage, gutes Essen, tolle Weine im Weinland Nahe" PetraIOWarum ich dieses Restaurant im „Nahe-Heimatland“ erst jetzt entdeckte, kann ich wirklich nicht sagen.
Aber was ich auf der Homepage des Restaurant sah und las überzeugte sehr. Auch die Ausflugs-, Übernachtungs- und Weinprobenmöglichkeiten in fußläufiger Umgebung. Denn für 2019 wollte ich gerne ein paar GastroGuide-Kollegen ins Naheland locken.
Fachkundige Begleitung fanden wir mit „Nolux“. Ein Treffen mit ihm war wirklich überfällig und hier fanden wir dann auch mal einen Termin. So holten wir „Nolux“ an diesem Abend ab um einen netten
Geschrieben am 18.12.2018 2018-12-18| Aktualisiert am
25.02.2022
Besucht am 13.10.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 76 EUR
Bilder bitte anclicken. Hier machte oft nur "Hochkant" Sinn.
Vorwort: Ich will mit diesem Beitrag keine Diskussion über vegane Lebensweise lostreten. Wer sich sachlich mit den Themen Welternährung, Klimaerwärmung, Gesundheit, Massentierhaltung auseinandersetzt, sollte jedoch zu dem Schluss kommen, dass vegan einen Gedanken wert ist.
„Vegan“ ist trendy und dies stört mich, unter anderem auf zahlreichen Plastikverpackungen. Wenn vegan, dann bitte aus Überzeugung und informiert… und schon kommen wir zum nächsten Problem: Plastik… Ein Fass ohne Boden… oder der Boden füllt sich auf durch kleine nachhaltige Schritte.
Meine Einstellung zu Fleisch und Massentierhaltung ist den ständigen Lesern bei Gastroguide nicht verborgen geblieben. 100% vegan können und wollen mein Mann und ich uns nicht vorstellen. Und trotzdem kocht man zu Hause mit bewusst eingekauften oder Lebensmittels aus Natur und Garten. Es schmeckt, man ist satt, denkt nach und merkt: Hoppla, war doch vegan!
Wir versuchen, den gesunden, bewussten und geschmackvollen Mittelweg zu leben.
Genug des Vorab-Geplänkels:
Irgendwie stieß ich auf die Homepage der Weinstube an der Mosel. Johannes Nicolay (gelernter Koch) schildert seinen gesundheitlich motivierten Weg zum Veganer: „24 Jahre hatte ich zu dem Zeitpunkt bereits gekocht. In Top-Sternerestaurants mit Blut, Schweiß und Tränen mein Wissen erarbeitet…“
Außerdem fand ich die eigene Pilzzucht von Shitaake und Kräutersaitlingen mehr als interessant.
Meine Erwartungen hingen entsprechend hoch: Ein veganes Menü auf Sterneniveau! Auf dem Weg zum Restaurant sagte ich noch zu meinem Mann „dafür musst Du als Koch richtig was drauf haben!“
Sehr früh am Abend trafen wir ein. Das Gebäude, wohl aus den Betonbau 70ern, von außen nicht sehr moseltypisch und wenig einladend. Aber nachhaltig, wenn es nicht abgerissen wird. .
Reserviert hatten wir nicht, umdrehen war noch möglich.
Innen überraschte uns doch recht ländlich-gepflegtes Interieur verschiedener Räume.
Wir suchten uns durch die unterteilten Winkel des Hotels, vorbei an der nicht besetzten Rezeption.
Zwei Restaurants: Die „Sonnenuhr“ steht für Vegan-Fast-Food und „Die Weinstube – nachhaltig genießen“. Wir wollten genießen!
Wir fanden die gemütliche Weinstube und standen dumm rum. .
Küchengrüße standen schon vor der Küche bereit, menschliche Grüße suchten und fanden wir. Irgendwann.
Die Servicedame begrüßte uns knapp und bot uns 2 Tische zur Auswahl an. Die Tische sauber eingedeckt, gepflegtes Landhausflair. Die Speisekarte auf dem Klemmbrett, saisonal wechselnd, wurde gereicht. Karte Oktober 2018
Weg war die Frau des Service, unser Durst nicht.
Es dauerte sehr lange, bis wir Getränke und Speisen aufgeben durften. Eigentlich erst, als 4 neue Gäste zu ihrem Tisch begleitet wurden.
Wir bestellten eine Flasche Gerolsteiner Mineralwasser. Ungewohnt in der 0,5 l Flasche serviert - € 4,40. Macht umgerechnet € 6,60 für gewöhnliche 0,75 l Wasser. Ihr merkt – ich werde pingelig.
Die Mosel steht für Riesling. So wählten wir beide den 2015er Riesling Blauschiefer, trocken, Weingut Bastgen - € 6,70 / 0,25 l. Keine Versuchung hier nachzubestellen. Der Wein blieb weit hinter unseren Erwartungen, blass in Farbe und Geschmack.
Der Gruß aus der Küche erreichte uns. Sollte dies wirklich der Abend einer kreativen und gesunden Küche sein? Ernüchternder Gruss
Margarine-Pur-Geschmack mit guter und rettender Pfeffer-Meersalz-Würzmischung. Eine dicke und geschmacklose Tomatenspalte, eine dicke Scheibe ungeschälte Salatgurke. Wie essen? Mit dem Brotmesser aufspießen, mit den Fingern, drum streiten wer die Tomate und wer die Gurke bekommt?
Einfallslos und unglücklich zusammengestellt. Wir fühlten uns nicht sehr gegrüßt. Auch das in der Papiertüte gereichte dunkle und helle Baguette war nicht mehr als ok. Brottüte
Warum nicht eine Avocadocreme, Linsencouscous, Kürbispesto, Olivensalsa…? Als Nicht-Veganerin habe ich innerhalb von wenigen Minuten unzählige Ideen.
Für uns beide eine flüssige Vorspeise aus der Rubrik „Suppen“.
Für mich: Passionsfrucht-Orangen-Kaltschale mit Salatgurkenperlen und frittierten Wasabi-Glasnudeln - € 7,50.
Für meinen Mann: Safran-Riesling Pot au feu mit Gemüserauten und gebratenen "MeeresVrüchten" - € 7,50.
Die Suppen wurden in einem normalen Trinkglas serviert. Auch wieder unglücklich und nicht zu Ende gedacht. Das Glas stand aber immerhin auf einem Schieferherz.
Mein Glas ließ sich gut angreifen, der Kaltschale sei es gedankt. Obenauf die frittierten Wasabi-Glasnudeln (ohne jede Schärfe und Rettichgeschmack), mit dem Löffel nicht zu essen. Also per Fingerfood abschöpfen . Passionsfrucht-Orangen-Kaltschale
Nach 3 Löffeln der Kaltschale gab ich die Quälerei auf. Ein Gericht, das nicht wusste, ob es saures Dessert oder Vorspeise sein wollte. Erst beim Essen wurde mir bewußt, dass die Kombination der Zutaten vom Grundsatz aus unharmonisch war. Da hätte ich beim Bestellen mal aufpassen müssen. Völlig übersäuert, die Passionsfrucht penetrant-dominant ins Parfümierte. Gurkenperlen machten es nicht besser und auch die in der Suppe versenkten Wasabi-Kracher waren undefinierbar.
Heiß bei meinem Mann: Pot-au-feu wird klassisch in zwei Gängen serviert: Zunächst wird die Brühe aufgetischt, anschließend die festen Bestandteile mit Senf oder Vinaigrette. Dies sparte man sich hier, alles rein ins Glas. Diese Suppe aus dem Glas zu löffeln war wieder eine Herausforderung. Pot-au-feu = Topf auf dem Feuer war richtig heiß, so soll es sein. Aber es war unmöglich, das Glas anzufassen. Es war eine gut bezahlte Gemüsesuppe mit viel groben Gemüse (so sieht es bei mir aus, wenn ich ohne Mühe eine Gemüsebrühe koche). Safran-Riesling Pot au feu mit Gemüseraute
Was es mit den undefinierbaren „MeeresVrüchten“ auf sich hatte, blieb uns verborgen. Es waren „Bestandteile ohne Geschmack“ in einer gehaltvollen und gut gewürzten Gemüsebrühe mit wenig Safran. Getrocknete Pflaumen in der Suppe geschmacklich völlig daneben.
Unsere rustikale Bedienung, laut Beleg Frau Hoffmann, war überwiegend alleine für 3 Räume zuständig. Kurz angebunden, freundlich, Kritik prallte ab. So kommentierte sie meine fast vollständig zurückgegebene Kaltschale mit den Worten „war zu viel“. Ich antwortete: „Nein, schmeckte nicht. Zu viel Passionsfrucht, zu viel Säure.“ Damit war unser Meinungsaustausch beendet.
Als Hauptgang für uns beide, da erst ab 2 Personen bestellbar:
Der Klassiker Pilzpfanne von hausgezüchteten Shiitake und Kräuterseitlingen mit Kartoffelbrägel und Gemüsejus - € 21,50 pro Person
Ich versuchte bei der Bestellung von Frau Hoffmann ein paar Informationen über die eigene Pilzzucht zu erfahren. Insgeheim hoffte ich auf einen Blick auf die Zucht oder zumindest ein paar Details. Fehlanzeige. Antwort: „Ja, die züchten wir selbst“. Im Nachhinein habe ich ergooglet: Man kann die Pilzzucht wohl durch eine Fußboden-Panzerglasscheibe sehen. Ein Hinweis an die Gäste wäre wirklich nett gewesen.
Serviert wurde unser Gericht auf einer großen Servierplatte mit Haube. Es wurde auf unseren Tellern vorgelegt.
Ein Haufen Shiitake und Kräuterseitlinge. Frittiert links, gebraten rechts.
Mittig zwei Kräuterseitlinge in Weißwein sautiert, im frittierten Reisteig. Der Reisteig war sehr schnön knusprig, aber geschmacklos. Darunter der / das immer mehr durchweichende Brägel. Geschmacklich und auch von der Konsistenz der Pilze war kein großer Unterschied erschmeckbar. Es fehlte mir wieder an Würze. Ein paar Zwiebeln, etwas Knoblauch hätten viel bewirken können. Der in Wein sautierte Seitling war labberig und auch wieder säuerlich. Pilzpfanne von hausgezüchteten Shiitake und Kräuterseitlingen mit Kartoffelbrägel und Gemüsejus Pilzpfanne angerichtet
Warmhalten unter der Haube machte die Konsistenz des faden Kartoffelösti nicht besser. Die Soße künstlich (z. B. https://www.veganleben.de/shop/vegan-leben-grundsauce-dunkel-295166.html?gclid=EAIaIQobChMItvXB5Ziq3wIVE-d3Ch1UyQ9EEAQYAiABEgJTw_D_BwE)
Hausgemacht gebe ich dieser Soße nicht, falls ich falsch liege, kann Herr Nicolay hier gerne berichtigen. Von Gemüse nichts zu spüren, wieder einmal nur Säure.
Frische Kräuter, wie ich es in einem veganen Restaurant zwingend erwarte, fehlten nicht Ganze Rosmarinzweige und Petersilienstrunken, wieder nicht zweckmäßig, schade drum. Davon wurde nichts vorgelegt. ¾ unserer Platte waren noch übrig, seitlich zu den anderen Gästen platziert. Nachgelegt wurde nicht. Also wie bei einem Buffet aufstehen, Haube entfernen (wohin damit?), selbst nachlegen. Lästig und wir hatten Bedenken die Gäste am Nebentisch zu stören. Also ging die halbe Platte zurück. Nicht schlimm, geschmacklich waren wir für diesen Abend bedient.
Das Positive an diesem Abend war der Nebentisch. 2 Paare die wohl auch aufgeschlossen vegan ertasten wollten. Gegenseitig beobachteten wir das Servierte. Zu Viert hatte der Nebentisch mit Kommentaren die Nase vorn. Man suchte die Sättigungsbeilagen. Und das Wagyu-Rinderfilet J unter dem Gemüse. Wir hatten uns gegenseitig bestens unterhalten.
Auf den Dessertversuch verzichteten wir dankend. Meine Kollegin hätte gesagt: „Jetzt guckst du pissig“. Genau das war ich! Denn das hätte ich besser gemacht (außer der eigenen und nicht gesehenen Pilzzucht) und Geld gespart!
Nachwort:
Um den Bogen zur Homepage zu schlagen: Zum Glück ohneBlut, Schweiß und Tränen haben wir das Wissen erarbeitet…das brauchen wir nicht nochmal“. Hier wurden Zutaten ungekonnt kombiniert. Es fehlte an frischem Gemüse, Würze, Anrichte und dem „Mitnehmen samt Ansage des Gebotenen an die Gäste“. Knoblauch, Sellerie, Petersilienwurzel, Zwiebeln…. Alles vegan, nichts spürbar. Spürbar war das Minimalprinzip.
Die Zeit für diesen hoffentlich nachvollziehbaren Beitrag tut mir leid.
Zu meiner Bewertung: Sauberkeit und Ambiente innen top. Aber dies reißt die Gesamtbewertung (Datum des eingereichten Beleges ist falsch) nicht raus.
Bilder bitte anclicken. Hier machte oft nur "Hochkant" Sinn.
Vorwort: Ich will mit diesem Beitrag keine Diskussion über vegane Lebensweise lostreten. Wer sich sachlich mit den Themen Welternährung, Klimaerwärmung, Gesundheit, Massentierhaltung auseinandersetzt, sollte jedoch zu dem Schluss kommen, dass vegan einen Gedanken wert ist.
„Vegan“ ist trendy und dies stört mich, unter anderem auf zahlreichen Plastikverpackungen. Wenn vegan, dann bitte aus Überzeugung und informiert… und schon kommen wir zum nächsten Problem: Plastik… Ein Fass ohne Boden… oder der Boden füllt sich auf... mehr lesen
1.5 stars -
"Vegan geht. Besser! Service auch. Wein auch. Eigentlich: ALLES geht besser!" PetraIOBilder bitte anclicken. Hier machte oft nur "Hochkant" Sinn.
Vorwort: Ich will mit diesem Beitrag keine Diskussion über vegane Lebensweise lostreten. Wer sich sachlich mit den Themen Welternährung, Klimaerwärmung, Gesundheit, Massentierhaltung auseinandersetzt, sollte jedoch zu dem Schluss kommen, dass vegan einen Gedanken wert ist.
„Vegan“ ist trendy und dies stört mich, unter anderem auf zahlreichen Plastikverpackungen. Wenn vegan, dann bitte aus Überzeugung und informiert… und schon kommen wir zum nächsten Problem: Plastik… Ein Fass ohne Boden… oder der Boden füllt sich auf
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Kurzentschlossen rief ich im Landgasthaus Böß an und die nette Dame am Telefon hatte sogar noch einen Tisch für uns beide frei. Wir freuten uns auf den Abend, denn vor einigen Jahren feierten wir schon einmal mit Freunden bei „Hajo“ Silvester.
Früher waren wir öfter mal zum Abendessen hier. Aber inzwischen ist das Restaurant nur noch sonntags mittags geöffnet. Das Hauptgeschäft liegt inzwischen bei Partyservice, Catering und Events im eigenen Haus. Bei Veranstaltungen im Umkreis bin ich immer wieder beruhigt, wenn das Catering vom Landgasthaus Böß angekündigt wird. Denn dann ist es abwechslungsreich und gut.
Soweit ich weiß, betreibt Hajo Böß den Betrieb nun in 3. Generation.
Hajo ist Inhaber und Chef / Chefkoch des Landhauses. Eine fröhliche hunsrücker Schnauze, Herz am rechten Fleck, immer gut drauf mit ordentlich Schalk im Nacken. So bezeichnet er Schwollen (knappe 500 Einwohner) als „das Herz Europas“, das Lachsgericht taucht als „toter Fisch“ und Mineralwasser als „Schwollener Südhang“ auf der Quittung auf.
Begrüßt wurden wir am frühen Silvesterabend vom Chef persönlich, die Jacken abgenommen und hinein geht es in den urig gemütlichen Dorfsaal.
Dieser war schon festlich hergerichtet. Die Tische schön eingedeckt, teilweise mit großen silbernen Kerzenleuchtern ausgestattet. Zwei große geschmückte Tannenbäume brachten weihnachtliche Stimmung in den Saal. Unser Tisch war auf der Bühne reserviert. Von hier aus hatten wir den besten Blick über die nacheinander eintrudelnden Gäste.
Und waren froh, dass wir hier oben nicht für ein Unterhaltungsprogramm zuständig waren.
Im Saal war zum Glück noch immer alles unverändert. Der riesige Gußofen bollerte schön vor sich hin und sorgte für angenehme Wärme. Wie viele Feste haben der Holzdielenboden und die einfachen Wirtshausstühle schon überstanden? Über der Wandvertäfelung die alte grünlich-verblasste Stoff-Wandbespannung. Steht der Saal unter Denkmalschutz? Ich würde es mir wünschen.
Jedenfalls war die Akustik bei voll besetztem Saal (ich schätze ca. 80 Personen) noch angenehm.
Die Speisekarte für den Silvesterabend wurde gereicht.
Wir bestellten den Schwollener Südhang (Schwollener Mineralwasser) - 0,75 l - € 5,80 und ich durfte, als Beifahrerin, ein Gläschen trockenen Winzersekt - € 3,80, genießen.
Die Speisen des umfangreichen Vorspeisenbuffets waren auf der Karte aufgeführt.
Darunter standen die insgesamt 12 Hauptgerichte. Hier sollte wirklich jeder seinen Favoriten finden, auch an die „kleinen Tischfeuerwerker (= Kinder) wurde gedacht.
Darunter fand sich die Dessertauswahl.
Der Preis für die Speisen des Abends inklusive Vorspeisen- und Nachspeisenbuffet bestimmt das gewählte Hauptgericht. Das günstigste vegetarische Gericht lag bei € 29,90, das teuerste Gericht bei € 46,90.
Für den Hauptgang entschied sich mein Mann für das Lachsfilet unter Süßkartoffelhaube und Rahmwirsing - € 42,90. Als Fan von Hajos Wildgerichten wählte ich das Hirschragout mit Boskoopapfel, Birne mit Preiselbeeren - € 33,90.
Dazu vom Naheweingut Genheimer-Kiltz der Grauburgunder, 0,2 l - € 5,30.
Somit war der Weg des Abends entschieden. Und los ging es am umfangreich-kreativen Vorspeisenbuffet mit einem kleinen Salatteller und einem marinierten Satéspieß.
Auf sättigendes Brot und Suppe verzichteten wir ganz bewusst.
Danach schlemmten wir uns durch Räucherfisch, Kartoffelsalat mit schwarzem Sesam, Falafel auf Kichererbsen, Entenbrust. Mich begeisterte ganz besonders das Hirschfilet mit Apfel-Nuss-Salat!
Die umsichtige und wir immer freundliche Servicemann- /frauschaft hatte alles im Blick, benutzte Teller wurden zügig abgeräumt und leere Gläser schnell bemerkt. Den Zeitpunkt des Hauptganges konnten die Gäste nach Wunsch abrufen.
Und es ging aus wie erwartet: So sehr wir uns auch bei den vielfältigen Vorspeisen beherrscht hatten, das Hauptgericht hätten wir nicht mehr unbedingt gebraucht.
Heiß und auf vorgewärmten Tellern wurden unsere Hauptgerichte serviert. Dazu die (zu) umfangreichen Beilagen in kleinen Schälchen: Reis, Pommes, Kroketten, Butterspätzle, kleine Schwenkkartoffeln. Und sogar noch Wirsing und Rotkraut.
Das Lachsfilet leider ein Tick zu lange gegart, aber noch nicht zu trocken.
Mein Hirschragout zart und saftig in der Sauce.
Diese leider eine helle Sauce. Eine dunkle Wildsauce hätte mir besser gefallen.
Zu schaffen war die Portion nicht, da waren wir nicht die Einzigen. Die Fotos sind mir leider nicht sehr gelungen.
Hajo plauderte mit den Gästen und fragte nach der Zufriedenheit. Viele Gäste gaben an, dass die Portionen wirklich zu großzügig sind. Ich machte den Vorschlag, lieber weniger zu servieren und einen Nachschlag für die wenigen sehr hungrigen Gäste anzubieten. Dies kam wohl an. Ist einfach zu schade, wenn nachher so viel übrig ist.
Das Dessertbuffet wurde im eigentlichen Gastraum aufgebaut.
Platz fand sich nur noch für eine kleine Portion Himbeer-Crème brûlée, mein Mann konnte der dunklen Schokomousse nicht widerstehen.
Fazit: Das war ein toller und fröhlich-freundlicher Abend in Schwollen mit einem top Preis-Leistungs-Verhältnis.
Nicht weit zu fahren für uns, kein Silvester-Chi-Chi. Für die Gäste zauberte das fleißige Team des Landgasthauses tolle Gerichte in rustikaler Landhausatmosphäre. Gegen 22.00 Uhr machten wir uns auf den Heimweg um mit der Nachbarschaft auf 2019 anstoßen zu können.
Und auch im Landgasthaus Böß ist um 23.27 Uhr offiziell verdienter Feierabend! Dies wird allen Gästen vorab bei der Reservierung mitgeteilt, die Stammgäste wissen es ohnehin. Denn den Jahreswechsel feiert Hajo alleine mit seinem Team. Ohne, dass noch Gäste bedient werden. Das finde ich richtig sympathisch! Und wohl auch sein Team. Im Umkreis beklagen sich immer mehr Betriebe über Personalmangel. Im kleinen und abgelegenen Schwollen findet man immer wieder bekannte Gesichter im Service und viele junge (und hübsche) Aushilfen die einen klasse Job machen.