"Lockdown Chronicles: Es hat sich was getan am Wasserturm…."
Geschrieben am 07.03.2021 2021-03-07 | Aktualisiert am 08.03.2021
Steakhaus Wasserturm
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Restaurant, Cocktailbar
0212548121
Schlagbaumer Straße 125, 42653 Solingen
"Die Genussbox aus dem Bergischen genossen im Münsterland"
Geschrieben am 07.03.2021 2021-03-07 | Aktualisiert am 07.03.2021
Gourmetrestaurant Zur Post
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Restaurant, Hotel, Sternerestaurant, Ausflugsziel
02202977780
Altenberger-Dom-Straße 23, 51519 Odenthal
"Klassisch-bewährtes Balkan-Restaurant mit guter Küche"
Geschrieben am 06.03.2021 2021-03-06 | Aktualisiert am 06.03.2021
Balkan-Hof
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Restaurant
0201227198
Viehofer Straße 41, 45127 Essen
"Urig-gemütliches Landhausrestaurant mit toller Leistung"
Geschrieben am 06.03.2021 2021-03-06 | Aktualisiert am 08.03.2021
Restaurant Zur Kastanie
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Restaurant, Hotel
0406072525
Specksaalredder 14, 22397 Hamburg
""Grüner Michelin-Stern" für Christian Münch-Buchna und sein Küchen-Team"
Geschrieben am 06.03.2021 2021-03-06
Buchnas Dorfküche im Landhotel Saarschleife
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Restaurant, Hotel
068651790
Cloefstraße 44, 66693 Mettlach
"Saarbrücker Star-Koch Erfort verliert einen Michelin-Stern"
Geschrieben am 06.03.2021 2021-03-06
Gästehaus Klaus Erfort | Gourmet-Restaurant
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Restaurant, Sternerestaurant, Gourmet
06819582682
Mainzer Str. 95, 66121 Saarbrücken
"Überraschende, doppelte Auszeichnung für das FRIEDA, welche aber absolut verdient sind."
Geschrieben am 06.03.2021 2021-03-06
Restaurant FRIEDA
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Sternerestaurant
034156108648
Menckestraße 48-50, 04155 Leipzig
"Spareribs? Ribs to spare!"
Geschrieben am 06.03.2021 2021-03-06
Restaurant Villa Lina
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Restaurant, Biergarten, Eventlocation
070839330805
Weg zur Schanz 1, 76332 Bad Herrenalb
"Bubble Waffel mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten"
Geschrieben am 05.03.2021 2021-03-05
Bubble´s
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Take Away
017680105542
Hauptstraße 177, 69117 Heidelberg
"Lockdown Stories: Die kulinarische Weltreise geht weiter - next destination: Espana"
Geschrieben am 05.03.2021 2021-03-05
Le Moissonnier
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Restaurant, Sternerestaurant, Weinkeller
0221729479
Krefelder Str. 25, 50670 Köln
"Kein Ünmüt über "Ümüt ................""
Geschrieben am 04.03.2021 2021-03-04 | Aktualisiert am 04.03.2021
Ümüt Kebab Haus
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Schnellrestaurant, Take Away
06819590693
Saarbrücker Str. 68, 66130 Saarbrücken
"Pizzeria Rossini wieder geöffnet"
Geschrieben am 03.03.2021 2021-03-03
Pizzeria Rossini
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Restaurant, Lieferdienst, Pizzeria
03591326622
Lotzestraße 22, 02625 Bautzen
"Kulinarische Topadressen der Südpfalz – Teil 7: Im Kandeler Zentrum für ambitionierte Kulinarik wird klassisches Küchenhandwerk gerne weltoffen praktiziert – und das mit hervorragenden Produkten und Ergebnissen!"
Geschrieben am 03.03.2021 2021-03-03
Restaurant im Hotel zum Riesen
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Restaurant, Weinstube
072753437
Rheinstraße 54, 76870 Kandel
"unterhalb des Bergparks"
Geschrieben am 02.03.2021 2021-03-02
Restaurant im Schlosshotel Wilhelmshöhe
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Restaurant, Partyservice
056130880
Schloßpark 8, 34131 Kassel
"Wir freuen uns wenn wir wieder kommen dürfen"
Geschrieben am 02.03.2021 2021-03-02
Zin Wa
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Restaurant
084569740268
Untere Marktstraße 20, 85092 Kösching
"zentrale Lage"
Geschrieben am 02.03.2021 2021-03-02
Ristorante La Casa di Laul
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Restaurant
06215291129
Ludwigsplatz 13a, 67059 Ludwigshafen am Rhein
"Mit einer Rast bei „Babette“ macht man sicher nichts falsch."
Geschrieben am 01.03.2021 2021-03-01 | Aktualisiert am 01.03.2021
Babette
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Bar, Cafe
015144539058
Fleischhauerstraße 43, 23552 Lübeck
"Lockdown Stories: Wer mit Essen spielt..."
Geschrieben am 01.03.2021 2021-03-01
Setzkasten · Gourmetrestaurant im Crown
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Sternerestaurant
02112005716
Berliner Allee 52, 40212 Düsseldorf
"Wir kommen ja schon von etwas entfe..."
Geschrieben am 01.03.2021 2021-03-01 | Aktualisiert am 01.03.2021
Landgasthof Zum Stern
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Restaurant, Landgasthof, Biergarten
097324707
Obererthaler Str. 23, 97762 Hammelburg
"Fortsetzung: LUMI-Azubi-Abholmenü die 2te"
Geschrieben am 28.02.2021 2021-02-28 | Aktualisiert am 01.03.2021
Lumi · Seezeitlodge
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Restaurant
0685280980
Am Bostalsee 1, 66625 Nohfelden
"Lockdown Chronicles „Ajvar Edition“ – der Gasthof Löhdorf: überzeugend in der Kernkompetenz bei “genretypischen” Kollateralschäden abseits des Grills"
Geschrieben am 28.02.2021 2021-02-28 | Aktualisiert am 01.03.2021
Gasthof Löhdorf
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Restaurant
0212652215
Löhdorfer Straße 275, 42699 Solingen
"Genussbox zum Abholen: einfach anzurichten und trotzdem schmackhaft und mit Pfiff"
Geschrieben am 27.02.2021 2021-02-27 | Aktualisiert am 27.02.2021
Gourmetrestaurant Zur Post
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Restaurant, Hotel, Sternerestaurant, Ausflugsziel
02202977780
Altenberger-Dom-Straße 23, 51519 Odenthal
"Heute waren die Würfel wieder mal auf spanisches Essen gefallen .........."
Geschrieben am 27.02.2021 2021-02-27 | Aktualisiert am 27.02.2021
Restaurant La Paella
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Restaurant, Biergarten
068188374988
Kanalstraße 15, 66130 Saarbrücken
"Tolles Azubimenü: Da kann man sich auf eine genüssliche Zukunft freuen!"
Geschrieben am 26.02.2021 2021-02-26 | Aktualisiert am 27.02.2021
Lumi · Seezeitlodge
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Restaurant
0685280980
Am Bostalsee 1, 66625 Nohfelden
"Für Kaffee-Aficionados"
Geschrieben am 25.02.2021 2021-02-25
Kaktus | Spezialitätenkaffee
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Cafe, Cafebar
070314272246
Friedrich-List-Platz 3, 71032 Böblingen
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 





















Die Komponenten
Jakobsmuscheln in Weißwein-Venusmuschel-Sauce
Aioli-Seehecht-Rillette mit Fenchel-Orangensalat, Orange und Mandeln
Pulpo-Ragout mit pikanter Tomate Cœur de Boeuf
Iberico Secreto mit Sobrasada-Bohnenragout und Sauce Romesco
Baskische Tortilla
Paella vorher
...Paella fertig
…und angerichtet
Crème Catalane mit mallorquinischem Mandelbiskuit
Montecao
Sangria
Petits Fours
Brandy


Mut zur klaren Linie
Das gediegene Ambiente im Innern des Riesen
Pfiffige Deko
Zwiebelkuchen im Herbst geht immer!
Kürbis-Kokos-Suppe
Beim heiligen Jakob, welch Prachtexemplar!
Pimp your St. Jacques!
Trüffel-Pasta als Vorspeisen
Kabeljau auf Waldpilzgraupen, Lardo und Rieslingschaum
Mein hübsch angerichteter Herbstteller
Zum Rinderfilet wurde ordentlich gepilzt
Auch die Beilagen sollst du ehren...
Linsen Dal mit gebackener Mango, Kürbispüree und Safranschaum
Der Schokoflash
Unser letzter Teller vor dem Lockdown...








Außenansicht.
Innenansicht.
Die Box
Brot & Aufstrich
Aufgeschlagene Nussbutter
Wasabiblatt Creme
Schwarzer Schotte
Kimchi Bon Bon
Skrei & Safran
Jakobsmuschel & Limonenlinsen
Sashimi vom Thunfisch mit pikanter Tigersauce und aromatisiertem Sesam
Gehobelte Garnele
Gerollte Steine
Kalbsnocke & Spinat
BBQ Short Rib & Süßkartoffel
Époisses Chili Cheese & Chauvinist
Cornflakes Milch
Galgant Buddha & Himbeere
Falsche Olive by Jordan Olivenöl


Die Seezeitlodge von der Seeseite fotografiert
Unser Lockdownmenü@home
Salat und Dressing zur Vorspeise
Wildkäutersalat mit Taschenkrebs
Perlhuhncrémesuppe mit Trüffelravioli
Sauerbraten, Wirsing, Kartoffeltaler
Schokomoussetörtchen, Karamellcréme, Kaffeebaiser, Pflaumenspalten

Yin und Yang....

Garnelen in Knoblauch-Chili Sud
2018 Chablis, Chardonnay, Domaine William Fevre, Chablis, Frankreich
Frische Champignons in "Knoblauch-Rahm-Sauce"
...man reiche die Raufaser bitte...
Spezialteller
2019 Trapiche, Malbec, Mendoza, Argentinien
Frisches Lachsfilet in Krabben-Sahnesauce mit Bandnudeln
Palatschinken mit Himbeermarmelade
Palatschinken mit Nussnougat-Creme

Hoteleingang
Der Bostalsee mit Blick zur verborgenen Seezeitlodge
Besser als Zalando ;-)
Komplettes Abholmenü
Wolfsbarsch in Salzkruste
Lockdownmenü@home: Vorspeise
Lockdownmenü@home: Hummerschaumsuppe, Krustentierravioli, Canaloupemelone
Lockdownmenü@home: Wolfsbarsch, Safranvaluté, Tomatenfenchel, Gnocchi
Lockdownmenü@home: Schokoladenbrownie, Vanillesphere, Schokoladenerde, glasierte Feigen
Lockdownmenü@home: Schokoladenbrownie, aufgebrochene Vanillesphere, Schokoladenerde, glasierte Feigen
Lockdownmenü@home: Petit fours

Leider musste ich am Donnerstag feststellen, dass dies ein Angebot der letzten Woche war, am Montagnachmittag war die dortige kleine Wochenkarte schlicht noch nicht aktualisiert und die Neuauflage sprach mich nicht an. Ein Klassiker der frustenden Sorte aber in Lockdown-Zeiten sicher eher zu verschmerzen, als es vorfreudig vor Ort festzustellen, wobei ich mittlerweile jedwede solcher kleinen Enttäuschungen liebend gerne in Kauf nehmen würde, wenn denn nur die gebeutelten Restaurants endlich wieder öffnen dürften.
„Was ist denn mit dem Steakhaus am Wasserturm, das gefiel dir doch ganz gut damals?“ tönte es aus dem Wohnzimmer, als ich mit meinem kleinen Tourette-Anfall hinsichtlich der sich soeben in Luft aufgelösten, gut klingenden Steak-Variante unter Blauschimmel-Obst Haube aus Gräfrath durch war.
„Damals“ bedeutet in diesem Falle Februar 2014, die älteren werden sich vielleicht noch an meine damalige Kritik erinnern, ich habe sie im Rahmen meiner kleinen „Retro-Review“-Reihe auch hier auf GastroGuide veröffentlicht. Sicher gerade in diesem Fall für örtliche Gastro-Geeks nicht uninteressant auch diese zu lesen und zu sehen, wie man sich weiterentwickelt hat; was man selbstredend mit Blick auf den Text über den Schreiber dieser Zeilen nicht behaupten kann.
Eine gute Idee wie ich fand, ich hatte es zwar auf dem Radar und schon vor geraumer Zeit die Lieferkarte überflogen, irgendwie aber war es von diesem wieder verschwunden, höchste Eisenbahn also nach sieben Jahren für ein überfälliges Update…
| Bestellung & Lieferung |
Am späten Freitagnachmittag ging eine überaus freundliche und sympathisch auftretende junge Dame ans Telefon, nahm meine Bestellung entgegen, wiederholte am Ende noch einmal alle Positionen und schloss mit einem motivierten „Prima, dann sind wir um viertel vor neun bei ihnen, bis später Herr K.!“. Besser kann man sich am Telefon nicht präsentieren, vor allem wenn es so befreit ist von jeglicher, gespielter Gastro-Plastik-Freundlichkeit, die ich Meilen gegen den Wind rieche und nicht ausstehen kann.
Auf die Minute pünktlich brachte eine nicht minder freundliche junge Frau – ich nehme an es war die sympathische Stimme vom Telefon - dann schließlich gut verpackte und heiße Speisen.
Da ich die Vorspeisen nicht in einem Becher-Gefäß erwartet hatte und somit dachte, die seien vergessen worden, schockte ich die arme Fahrerin noch kurz damit ihr hinterherzurufen, dass hier etwas Wichtiges fehle, bevor ich Sekunden später meinen Irrtum feststellte.
Es folgte das übliche Ritual von ein paar schnellen Fotos, Parken der Hauptgerichte im Ofen, dem pragmatischen Anrichten der Vorspeisen - in der heutigen Episode „Grobmotoriker schüttet Essen in Cazuelas.“ – und der kleinen Karawane zum Esstisch.
| Vorspeisen |
Chorizo an Honig und Chili – 8,00€
Feta Käse aus dem Ofen – 6,00€
Man bietet momentan nur vier Vorspeisen, neben diesen beiden noch frittierte Tintenfischringe sowie Datteln im Speckmantel (6 Stück…), die mit 8,00€ ähnlich „interessant" bepreist sind wie die Chorizo, aber dazu gleich mehr.
Zunächst einmal fiel auf, dass man kein Brot mitlieferte, was ich mir nie hätte träumen lassen, zumal der Feta sich nicht wie erwartet als gebackenes Stück sondern als warme, stückige Creme präsentierte. Das finde ich äußerst gedankenlos und kann mir das auch kaum vorstellen, vielleicht hat man es auch einfach vergessen; wie auch immer: unter dem Strich sehr ärgerlich!
Zumal der warme Ofenkäse sich geschmacklich als sehr ansprechend präsentierte, mediterrane Kräuter trafen auf milde, relativ fein geschnittene grüne Peperoni, etwas Knoblauch schwang mit sowie ein recht gefälliges aber aromatisches Olivenöl.
Das einzige Brot was im Hause verfügbar war (sogar der Toast war am Mittag zur Neige gegangen) war westfälischer Pumpernickel aus der Dose, ein Experiment der Dame am Tisch, dass ich zunächst skeptisch beäugte aber ich probierte ein Stück und ja, das schmeckte sogar. Und warum auch nicht, Pumpernickel mit Ziegenfrischkäse schmeckt schließlich auch, wobei wir die Hälfte dieser Vorspeise am nächsten Abend erwärmten und mit einem guten Baguette aßen, was mir dann doch erheblich besser gefiel.
Für den Preis eine schöne warme Vorspeise zum Teilen, würde ich wieder bestellen wenn sie mit etwas Brot kommt.
Da bin ich mir, was meine „Chorizo an Honig und Chili“ angeht leider nicht so sicher, bzw. doch: ich würde sie definitiv nicht wieder bestellen, aber nicht in erster Linie aus geschmacklichen Gründen.
Ich dachte als ich den Eintrag auf der Karte sah eher an eine Variante des Tapas-Klassikers „Chorizo in Honig-Rotwein-Sud“, freute mich auf das Brot-Dippen in einem sündigen Sud, der sich mit den im Ofen ausgetretenen Säften der Wurst gebildet hatte.
Mal abgesehen davon, dass die Menge eine Frechheit war – ganze zehn Stückchen halbierter Mini-Chorizo erhielt man für sein Geld, 80 Cent pro Stück also – war von einem leckeren Sud nichts zu sehen, vielleicht möchte man dem brotlosen Gast ja auch entgegen kommen und es ist Teil eines Low-Carb-Masterplans; man weiß es nicht.
Aber darauf kann und möchte ich nicht herumreiten, hier glasiert man die Wurst mit Honig und die Schärfe bringt fein geschnittene, mitgegarte rote Chilischote, eine etwas „elegantere“ Variante also auch wenn ich gerade das rustikale an Tapas so schätze.
Geschmacklich jedoch sehr schön, ich habe den kleinen Appetitmacher gerne und nicht unzufrieden verspeist. Chorizo kenne ich aber nicht erst seit meinem 2018er „Sabbatical-Job“ in einem Wein- und Feinkostladen mit Schwerpunkt iberische Halbinsel in dortigen Varianten, die mir qualitativ und in der Machart besser gefallen, weil sie grober und geschmacklich intensiver sind.
Ein paar Scheiben dieser spanischen Würste in einer Tapas-Tonschale, etwas Calvados darüber und das ganze bei 180 Grad in den Ofen, dann ca. 20 Minuten warten und fertig ist eine simple wie köstliche Tapas-Variante, die mit etwas frischem Brot und einem Glas Wein viel Spaß macht.
Zwei leckere Vorpeisen, dennoch würde ich mir wünschen, man hätte noch ein paar Gambas al ajillo auf der Vorspeisen-Karte und nicht nur das „1 Kilo Gambas mit Baguette und Aioli“ für 28 Euro bei den Hauptgerichten.
| Hauptgerichte |
Rinderstreifen Ragout – 17,00€
Wiener Schnitzel – 19,50€
2019 Westhofener Morstein Riesling Alte Reben, Weingut Seehof, Westhofen, Rheinhessen
Auf der Karte neben dem Steakbaukasten noch eine ganze Litanei von Tellergerichten, Burgern und ansprechende klingenden Salaten.
Aber gerade im Steak-Bereich leistet man sich in der Deklaration der Ware eine große Blöße wie ich meine. Wer sich in Solingen traut, für ein lediglich als „Black Angus“ bezeichnetes 300 Gramm Rumpsteak mit Beilagensalat 27,50€ zu verlangen, sollte m.E. auch noch ein wenig mehr zur Zucht schreiben.
Das macht der lokale Wettbewerb besser, das von mir Anfang 2019 nicht unbedingt – aus Gründen seinerzeit… - mit Lob überschüttete Hildener „Meat & Mind“ nennt die Dinge klar beim Namen, dort liest man Jack’s Creek, Donald Russell oder Dan Morgan, Namen, die jedem Steakliebhaber etwas sagen dürften.
Wobei ich es aber nach dem ganzen Edel-Fleisch Hype der letzten Jahre auch sehr schätzen würde, wenn sich solche Häuser auch mit Angeboten aus der Region oder zumindest Deutschland hervortun würden, und damit meine ich nicht unbedingt teure Luxusprodukte wie die hiesigen Wagyu-Zuchten.
Auf der Homepage des Restaurants finden sich in der Bildergalerie im oberen Bereich übrigens Fotos von frappierend an Wagyu erinnerndes Fleisch mit einer grandiosen Marmorierung. Und auch wenn es gekaufte Stock-Fotos zu sein scheinen weckt so etwas Erwartungen in der Abteilung Fleisch, schade finde ich auch, dass es nur Filet und Rumpsteak gibt, hier als „Steakhaus“ mehr Cuts zu bieten finde ich selbstverständlich.
Und so sollte es zu einer absoluten Premiere kommen, weder im Restaurant oder im Lieferdienst habe ich jemals ein Wiener Schnitzel verspeist und danach darüber geschrieben, verrückt!
Wie erwartet gab es nicht die ganz klassische, aus meiner Sicht kulinarisch aber denkbar entbehrliche Wiener Garnitur, bestehend aus einer Zitronenscheibe mit Kaper, die man in ein Sardellenfilet wickelt aber schon in der Schachtel sah das panierte Stück von der Kalbsoberschale recht gelungen aus. Sollte es wirklich möglich sein, in Solingen doch ein schönes Wiener zu erhalten, etwas, dass ich in den letzten Wochen und Monaten immer wieder anzweifelte, wenn ich mir die inflationären „Hier guckt, hab Schnitzel bestellt gestern!“ Posts auf Facebook teilweise so anschaute?
Und ja, tatsächlich, auch wenn es optisch zu den absoluten Referenzklassen wie dem Kölner Essers noch Unterschiede gibt, war das eine reife Leistung, ich glaube wenn man so etwas sieht kann man dem durchaus zustimmen:
Wunderbar dünn geklopft, mürbe und zart bei hervorragenden Eigengeschmack und die Panierung an den meisten Stellen herrlich blasig souffliert, ich war positiv überrascht bis über beide Ohren!
Das einzige was man hier leicht kritisieren könnte und kann ist, dass man das Fleisch kaum würzte vor dem Panieren, ich gab neben Zitronensaft also noch etwas Salz obenauf aber das fand ich sehr verschmerzbar hinsichtlich dessen, was sonst noch alles schiefgehen kann.
Dazu gab es Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln, die leider natürlich etwas gelitten hatten durch Transport und Warmhalten – ich mag sie halt heiß und knusprig direkt auf den Tisch - aber mit den Jahren der Erfahrung traue ich mir schon zu schmecken zu können, wie diese frisch aus der Pfanne geschmeckt haben und das war ebenfalls sehr erfreulich.
Der Speck aromatisch und fein gewürfelt, ebenso wenig verbrannt wie die meisten der Zwiebelchen, etwas Petersilie für’s Auge, das waren gute Bratkartoffeln mit einer gehörigen Portion „Wie bei Omma!“-Geschmack auf der Gabel, solide Hausmannskost at its best.
Dazu gab es klassisch einen Gurkensalat und Preiselbeeren, auch der Salat komplett befreit von Convenience, die geschälte Gurke kam in einem leichten Essig-Öl-Dressing mit frischem Dill, hätte für meinen Geschmack aber etwas dünner geschnitten werden können aber das ist ja immer sehr subjektiv, in Summe ein schöner, erfrischender Salat der angesichts von Schnitzel und Beilage sehr willkommen war.
Ebenfalls mehr als willkommen war der begleitende Lagenriesling von Seehof, dieser Riesling Alte Reben kommt von der renommierten rheinhessischen Lage Morstein, welche vor allem stark durch verwittertes Kalkgestein geprägt ist: „Dichte, mineralische Tiefe in der Aromatik. Sehr kraftvoll und expressiv im Mund. Die reife Frucht, die salzige Mineralität und die feine Würze harmonieren perfekt. Kalk pur.“ schreibt Christian Fenske von weine-feinkost.de zu diesem Ausnahmeriesling und ja, was sich da auf dem Gaumen tat dürfte jeden Riesling-Liebhaber das Herz aufgehen lassen.
Zumal in dieser Spitzen-Lage auch andere Weingüter wie z.B. Flick oder Wittmann anbauen, dann allerdings oft noch zu weitaus höheren Preisen als Seehof hier aufruft.
Absolute Empfehlung und in Solingen wie so oft lediglich bei Casa Luz in Solingen Ohligs erhältlich.
Das von Frau Shaneymac verspeiste Rinderstreifen Ragout wurde am Tisch gelobt und kam in Begleitung von in der Karte ausdrücklich als „hausgemacht“ bezeichneten Kroketten, was ich löblich finde.
Nach dem Saucen-Debakel der letzten Woche war ich gespannt auf diese hier, auch weil in der 2014er Kritik verlässlich auf den Convenience Komponenten herumgeprügelt hatte.
Und auch hier Entwarnung, das war eine ehrliche, aus dem Bratensatz gezogene Sahnesauce, der man vielleicht noch mit etwas Fond auf die Sprünge half, einen Hauch schwer vielleicht aber bei weitem nicht so absurd pappig wie zum Lachs der letzten Woche aus dem Gasthof Löhdorf.
Etwas klein geraten für meinen Geschmack die Fleisch-Stückchen, der Dame am Tisch gefiel jedoch auch dieses Format sehr gut, auch die Kroketten fanden Anklang, auch wenn ich diese von der Teigmasse nicht so locker cremig empfand wie erhofft, da geht sicher noch etwas, aber besser „hausgemacht mit Luft nach oben“ als zum TK-Beutel zu greifen, wie fast der gesamte vergleichbare Solinger Wettbewerb.
Schade fand ich, das ein Beilagensalat nicht inkludiert war, der Preis hätte es sicher erlaubt und wäre er mir am Telefon angeboten worden, hätte ich ihn sicher bestellt.
Zur Vorspeise eine Steigerung mit nur leichten Schwächen, würde beide Gerichte jederzeit wieder bestellen.
| Dessert |
Hausgemachte Mousse au Chocolat – 5,50€
Panna Cotta an Erdbeersoße – 4,90€
Auch hier wieder „hausgemacht“, von dem unsäglichen, von mir gescholtenen Convenience Dessert aus 2014 keine Spur mehr, das hat mich schon vorab gefreut.
Die Mousse au Chocolat verzierte man mit Bruchstücken einer dünnen Vollmilchschokolade (danke, ich hasse Bitter-Schokoladen…) und was ich sehr schön fand: man hatte noch geschlagene Sahne vorsichtig untergehoben aber nicht vermengt.
Obwohl ich kein großer Freund von Mousse au Chocolat und Schokoladen-Desserts im Allgemeinen bin, hat sie mich geschmacklich sehr positiv überrascht, die Konsistenz traf genau den Punkt zwischen luftig und sündig, den man haben möchte und die verwendete Schokolade schien auch nicht die günstigste Ware gewesen zu sein, was angesichts vom Verhältnis von Menge und Preis auch enttäuschend gewesen wäre.
Selbst meine Madame, die vor 238 Jahren mal eine Zeit im gehoben positionierten Hildener Pungshaus gekellnert hat, wo es laut ihrer Aussage „die beste Mousse au Chocolat der Welt“ gab und die sich seitdem für die „Godmother of Mousse au Chocolat“ hält war sehr angetan, Zeichen und Wunder!
Die Panna Cotta war dann leider von der Sorte „Licht und Schatten“. Zunächst mal ein Lob an meine bessere Hälfte dafür, dass sie es schaffte, es trotz der Lieferung im Becher so nett auf einen kleinen Teller zu bringen, das peinlich platzierte Minz-Sträußchen ist meinen Pranken zu verdanken.
Ich konnte es kaum glauben, aber die köstliche Erdbeersoße bestand aus pürierten Früchten, das war keine Fertigsoße, ganz großes Lob dafür!
Leider aber war die Panna Cotta misslungen, nicht nur hatte sie durch die anscheinend überdosierte Gelatine in etwa die Konsistenz eines Wackelpuddings sondern besaß leider auch eine „grisselige“ Textur. Zudem geschmacklich sehr flach, verglichen mit der Parade-Version von Di Vino eine glatte fünf, leider.
Aber es blieb ein überwiegend positiver Gesamteindruck, Zeit also für ein überfälliges
Fazit
Das fehlende Brot, die überschaubare Chorizo-Vorspeise, die missratene Panna Cotta und ein paar angesprochene Details führen zu einem Abzug von einem Stern und damit zu vier Sternen für die Küche und damit eine solide Schulnote 2 – wie immer auch in Relation zum Preisniveau. Hätte ich nur den Feta mit Brot, das Schnitzel und die Mousse erhalten, wäre ich sicher mindestens bei 4.5 gelandet, was dann auch im Verhältnis zu letzter Woche stimmiger wäre - aber ausblenden lassen sich die nicht so gelungenen Dinge ja auch nicht so einfach.
Den Service so erlebt kann man nicht verbessern: pünktlich und freundlich wurden gut verpackte heiße Speisen geliefert, dafür sind fünf Sterne sicher verdient.
Das Preis-Leistungsverhältnis sehe ich bei drei Sternen und damit bei einem OK und Schulnote 3, Dinge wie sechs Datteln im Speckmantel oder meine Chorizo für acht Euro sind mehr als grenzwertig.
Man muss bedenken wenn man 20 Euro in Spanien in einer normalem Tapas Bar für Essen ausgibt kann man in den meisten Fällen nach Hause rollen, für die Chorizo zu diesem Preis würde man dort wahrscheinlich gelyncht werden. Den Preis für mein Schnitzel hingegen empfand ich als angemessen und fair, aber es geht ja um das Gesamtbild.
Es hat mich richtig gefreut zu sehen, dass man anscheinend einen deutlichen Kurswechsel vorgenommen und sich mehr darauf besonnen hat, auf Hausgemachtes statt auf Fertigprodukte zu setzen. Somit komme ich auch in der Gesamtnote auf gute vier Sterne und ich würde hier jederzeit wieder bestellen, soviel steht fest, und kann nicht nur jedem Freund eines guten Wiener Schnitzels empfehlen, es mir gleich zu tun!